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Opel Zafira (Tourer) (2011–2019)

Alle Motoren

1.8 (115 PS)

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Leistung: 115 PS
Ehem. Neupreis ab: 21.500 €
Hubraum ab: 1.796 ccm
Verbrauch: 7,2 l/100 km (komb.)

1.4 Turbo (120 PS)

5,0/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 120 PS
Ehem. Neupreis ab: 21.950 €
Hubraum ab: 1.364 ccm
Verbrauch: 6,1 l/100 km (komb.)

1.4 Turbo (140 PS)

4,1/5 aus 12 Erfahrungen
Leistung: 140 PS
Ehem. Neupreis ab: 23.400 €
Hubraum ab: 1.364 ccm
Verbrauch: 6,1 l/100 km (komb.)

1.6 SIDI Turbo ecoFLEX (170 PS)

4,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 170 PS
Ehem. Neupreis ab: 28.155 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 5,5 l/100 km (komb.)

1.6 SIDI Turbo ecoFLEX (200 PS)

4,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 200 PS
Ehem. Neupreis ab: 27.910 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 6,8 l/100 km (komb.)

1.6 DIT (136 PS)

5,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 136 PS
Ehem. Neupreis ab: 26.370 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,0 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI (110 PS)

5,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 110 PS
Ehem. Neupreis ab: 25.850 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 5,1 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI (130 PS)

3,5/5 aus 4 Erfahrungen
Leistung: 130 PS
Ehem. Neupreis ab: 26.850 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI (165 PS)

4,0/5 aus 3 Erfahrungen
Leistung: 165 PS
Ehem. Neupreis ab: 29.800 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 4,7 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI ecoFLEX (165 PS)

3,5/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 165 PS
Ehem. Neupreis ab: 30.155 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 4,7 l/100 km (komb.)

2.0 BiTurbo CDTI (195 PS)

4,1/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 195 PS
Ehem. Neupreis ab: 35.405 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 5,6 l/100 km (komb.)

1.6 CDTI ecoFLEX (136 PS)

3,4/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 134 PS
Ehem. Neupreis ab: 26.250 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,1 l/100 km (komb.)

1.6 CDTI ecoFLEX (120 PS)

5,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 120 PS
Ehem. Neupreis ab: 24.250 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI (170 PS)

3,0/5 aus 4 Erfahrungen
Leistung: 170 PS
Ehem. Neupreis ab: 29.670 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 4,9 l/100 km (komb.)

1.6 ECOTEC Diesel (135 PS)

5,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 134 PS
Ehem. Neupreis ab: 28.365 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

2.0 CDTI ecoFLEX (170 PS)

4,0/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 170 PS
Ehem. Neupreis ab: 29.210 €
Hubraum ab: 1.956 ccm
Verbrauch: 4,9 l/100 km (komb.)

1.6 CNG ecoFLEX (150 PS)

2,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 150 PS
Ehem. Neupreis ab: 26.500 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 0,0 l/100 km (komb.)

1.4 LPG ecoFLEX (140 PS)

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Leistung: 140 PS
Ehem. Neupreis ab: 25.600 €
Hubraum ab: 1.364 ccm
Verbrauch: 6,4 l/100 km (komb.)
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Alle Tests

Opel Zafira (Tourer) (2011–2019)

Dauertest-Bilanz Opel Zafira: Die Treue zum Opel-Van lohnt sich
auto-motor-und-sport

Dauertest-Bilanz Opel Zafira: Die Treue zum Opel-Van lohnt sich

Die klassischen Raumwagen - so scheint es - haben ein Imageproblem, gelten als zweckdienlich und nüchtern, aber wenig begehrenswert oder gar faszinierend. Dabei sollte der aktuelle Opel Zafira Tourer mit dem Klischee aufräumen, dass Mann erst dann einen Van fährt, wenn die Geliebte zur Mama wird. So hat man ihm neben einem dynamischen Design auch ein sehr gut abgestimmtes Fahrwerk mitgegeben, während es die zwei versenkbaren Klappsitze im Laderaum nur noch als Extra oder serienmäßig bei den gehobenen Ausstattungsvarianten gibt.

Zum Dienst in der Redaktion meldet sich der Dauertestwagen am 31. Oktober 2013 jedoch ohne sie, obwohl die üppig bestückte Topversion Innovation eigentlich ein Siebensitzer ist. Mitgeliefert wird hingegen das clevere Lounge-System, mit dem sich der mittlere der drei bequemen Einzelsitze in Reihe zwei zu einer breiten Armlehne umklappen und die äußeren Sitze ein Stück nach hinten und innen rücken lassen. Damit kommen die großzügigen Platzverhältnisse erst richtig zur Geltung, ohne das Ladevolumen dahinter (710 Liter) nachhaltig zu beschneiden. Damit allein ist es aber nicht getan, denn ohne eine Bestätigung über den Kranz des zentralen Dreh-Drück-Stellers geht nichts. Der eigentliche Knopf ist nur zum Verschieben und Suchen auf dem Display da, die Kartendarstellung wirkt recht grob, und Stauwarnungen kommen bisweilen zu spät. Obwohl die Zielführung meist zuverlässig klappt, wird es Zeit für ein Update, und so hält mit dem Facelift im nächsten Herbst das vom neuen Opel Astra bekannte Touchscreen-System Einzug.

Schwächelnde Assistenzsysteme
Bei dieser Gelegenheit sollten gleich noch ein paar weitere Schwächen abgestellt werden - die unzuverlässige Tempolimitanzeige etwa, der spät abblendende Fernlichtassistent oder der teils übereifrige Auffahrwarner, wobei die Frontkamera ansonsten beim Abstand- und Spurhalten gute Dienste leistet. Viel Lob gab es zudem für das hervorragende Bi-Xenon-Adaptivlicht und die Ergonomiesitze vorn. Allein die Tatsache, dass keiner der vielen Fahrer mit ihren unterschiedlichen Staturen und Empfindlichkeiten eine Klage notierte, spricht wohl für sich. Auch die Position hinter dem Lenkrad passt, und obwohl Parkpiepser wegen der unübersichtlichen Karosserieenden sehr empfehlenswert sind, stören die schmalen gegabelten A-Säulen selbst bei flotter Kurvenfahrt kaum. Ja, solches Treiben kann vorkommen im ach so vernünftigen Zafira Tourer, der sich trotz seines zarten Übergewichts (1.790 kg leer) erfrischend schwungvoll dirigieren lässt. Vor allem geht es unauffällig schnell vorwärts mit dem doppelt aufgeladenen Zweiliter- Diesel, der jedoch nur ein kurzes Gastspiel in der Opel-Palette gab und Anfang 2015 gestrichen wurde.

Ungenaue Tankanzeige erfordert Weitsicht
Angesichts seines knurrigen Laufgeräuschs und der nicht eben zurückhaltenden Trinksitten (Testmittel 8,6 l/100 km) fällt der Verzicht auf den Biturbo recht leicht, zumal der neue, günstigere 2.0 CDTI mit 170 PS über gleich viel Drehmoment (400 Nm) verfügt und dabei kultivierter und sparsamer zu Werke geht. Außerdem gibt es für dieses Triebwerk eine Wandlerautomatik, doch abgesehen von den langen Schaltwegen verrichtete das Sechsganggetriebe seinen Dienst über die gesamten 100.000 Kilometer so locker und zuverlässig wie der Motor. Wegen der ungenauen Tankanzeige ist allerdings Weitsicht bei der Reichweiteneinschätzung des 58-Liter-Tanks gefordert.Probleme bereiteten hingegen die etwas teigig dosierbaren Bremsen, die schon nach gut 10.000 Kilometern beim Rückwärtsfahren quietschten und den Tourer zum ersten Boxenstopp zwangen. Da ihre Reinigung keine dauerhafte Abhilfe schaffte, wurden bei Tachostand 14.707 die Schwingungsdämpfer an den hinteren Bremssätteln im Rahmen einer Serviceaktion gewechselt. Danach war Ruhe, und der Zafira musste nur noch etwa alle 30.000 Kilometer - nach Intervallanzeige - zur regulären Inspektion. Die ist bei Opel traditionell recht günstig, inklusive Ölwechsel und Material werden rund 250 Euro fällig. Mit 725,59 Euro bilden der Austausch der vorderen Bremsscheiben und aller Beläge rundum den einzigen größeren Posten in der Gesamtabrechnung, wobei der antrittsstarke Dieselmotor hier ebenso seinen Tribut fordert wie bei den Reifen. Denn wer die Leistung häufig ausnutzt, muss an den Vorderrädern mit erhöhtem Verschleiß rechnen.

Opel Zafira Tourer überzeugt mit gutem Fahrwerk
Ansonsten zeigt sich das Fahrwerk allen Anforderungen bestens gewachsen, gefällt mit unerschütterlicher Fahrsicherheit, wohldosierter Agilität und einem beflissenen Federungskomfort speziell auf langen Bodenwellen, während Kanaldeckel stärker durchkommen. Gleichwohl lohnt sich die Investition für das adaptive Flex-Ride-Fahrwerk (980 Euro), zumal sich Dämpfung, Lenkunterstützung und Gasannahme in drei spürbar unterschiedlichen Modi - von Standard über Tour bis Sport - konfigurieren lassen und trotzdem niemand über ungebührliche Härte klagte. Überhaupt: Im Vergleich zu anderen Dauertestwagen fallen die Kommentare im Fahrtenbuch auffällig kurz und knapp aus. Einer monierte beispielsweise, dass die Handlichkeit gegenüber dem 19 Zentimeter kürzeren Vorgänger doch etwas gelitten habe. Ein dreifach Kindergeldberechtigter fragte sich, warum auf dem Mittelplatz in Reihe zwei kein Kindersitz installiert werden darf. Und sporadisch gab es Kritik an den schwer zu reinigenden Stoffbezügen.

Kein Knarzen und Klappern und überschaubare Betriebskosten
Neben den unvermeidlichen Kratzern an Innenverkleidungen und Stoßfängern sind sie die sichtbarsten Spuren von zwei Jahren im harten Alltagseinsatz, während der hellgraue Perleffekt-Außenlack nach einer Wagenwäsche noch wie am ersten Tag glänzt. Knarz- oder Klappergeräusche? Fehlanzeige. Dass der Wertverlust mit 55,2 Prozent trotzdem relativ hoch ist, liegt nicht zuletzt an den zahlreichen Extras des Testwagens, die seinen damaligen Grundpreis von 36.855 auf 42.380 Euro trieben. Ein vergleichbarer, aber nur noch 170 PS starker Neuwagen steht derzeit mit 40.535 Euro in der Liste, das Basismodell 1.4 Turbo mit 120 PS und akzeptabler Ausstattung schon ab 21.950 Euro. Die maßvollen Betriebskosten von 1.591 Euro über 100.000 Kilometer (ohne Kraftstoff, Öl und Reifen) für den Biturbo schonen dagegen ebenso das Budget wie Minimalverbräuche unter sechs Litern sowie die hohe Zuverlässigkeit, die dem Opel Zafira Tourer Platz drei im Mängelindex unter den Van-Dauertests beschert - knapp hinter VW Sharan und Ford C-Max. Es gab weder Ausfälle noch ernsthafte Probleme, nur die beiden außerplanmäßigen Werkstattbesuche aufgrund quietschender Bremsen trüben die sonst makellose Bilanz. Ganz ohne Dissonanzen geht es wohl in keiner Beziehung, doch der Opel-Van hält sie kurz und schmerzlos. Wenn das kein guter Grund ist, ihm weiter die Treue zu halten.

Opel Zafira Tourer - wir haben unsere Leser gefragt:
"Seit Juni 2013 fahre ich einen Zafira Tourer 2.0 CDTI mit 165 PS und Automatikgetriebe. Als Vertriebsmitarbeiter lege ich pro Jahr etwa 50.000 Kilometer zurück, und dies ist bereits mein siebter Opel (nach Astra, Vectra, Omega und Insignia). Zugleich ist er definitiv der beste, den ich je gefahren habe. Vom ersten Tag an lief er problemlos, Fahrwerk und Übersichtlichkeit überzeugen ebenso wie die praktischen Fähigkeiten im Alltag. Egal ob man einen Schrank oder eine Waschmaschine transportieren will – einfach die Rückbank umlegen, und schon passt alles rein. Das Beste an dem Wagen ist aber das AFL - Licht, das die Nacht zum Tag macht – einfach sensationell. Der Dieselmotor harmoniert zudem gut mit der Automatik und verbraucht durchschnittlich 7,5 Liter pro 100 Kilometer, wobei ich viele Langstrecken auf der Autobahn fahre.
Markus Klaus, 73269 Hochdorf

Ich habe 2013 einen Zafira Tourer 2.0 CDTI mit 165 PS gekauft, der bereits ein Jahr als Direktionswagen beim Autohaus Bauer in St. Wendel lief. Mit der Ausstattung Innovation bleiben fast keine Wünsche offen, zusätzlich hat mein Wagen noch die feine Rückfahrkamera, das Navigationssystem 900 und ein Flex Dock an Bord, das jedoch nur bis zum iPhone 4 S reicht. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend, sowohl das Navi wie die Sprachsteuerung funktionieren perfekt. Die AGR-Sportsitze bieten guten Seitenhalt und eine angenehm hohe Sitzposition, Fahrverhalten und Komfort sind einfach klasse. Die Verarbeitung lässt bisher keine Wünsche offen, nur die Blende an der Fahrertür knarrte. Nach der Reparatur war wieder Ruhe im Auto. Neben den vielen Fächern und Ablagen gefallen mir auch die verschiebbare Mittelkonsole und die Lounge-Funktion der zweiten Reihe, die hinten superviel Platz schafft. Der Verbrauch ohne Klimaanlage liegt zwischen 5,6 und 6,6 Litern auf 100 Kilometer, mit Kühlung sind es 6,2 bis 7,4 Liter. Außerplanmäßig in die Werkstatt musste ich bislang nicht, nur die Reifen sind etwas teuer, und die vorderen verschleißen schneller."Torsten Schmid, 66564 Ottweiler"Mein Zafira Tourer ist mit dem 140 PS starken 1,4-Liter- Turbobenziner ausgerüstet, der im Bereich zwischen 80 und 130 km/h wenig durchzugsstark und generell leistungsschwach wirkt. Dafür ist er recht durstig und genehmigt sich im Durchschnitt 8,3 Liter Super alle 100 Kilometer. Die guten Platzverhältnisse innen gehen zulasten der Außenabmessungen, die den Wagen etwas unhandlich im täglichen Gebrauch machen.
Jürgen Schmidt, 76275 Ettlingen

Testwertung

4,5/5

BMW 2er Gran Tourer und Opel Zafira Tourer Vergleich: Sieben auf einen Streich
auto-motor-und-sport

BMW 2er Gran Tourer und Opel Zafira Tourer Vergleich: Sieben auf einen Streich

Die Studioscheinwerfer blinzeln sich wach, bestrahlen den flamencoroten Gran Tourer mit hellem weißen Licht: ein BMW, ohne Zweifel, mit Niere, LED-Doppelscheinwerfern, L-förmigen Heckleuchten und Aeroblades an der D-Säule. Müssen wir uns also auch diesmal fragen, ob ein Kompaktvan ein echter BMW sein kann? Das ist eine Frage, die sich für Projektleiter Peter Krist, verantwortlich für die Frontantriebsplattform von BMW und deren Ableger, gar nicht stellt. Für ihn ist der Gran Tourer eine logische Fortsetzung des vor Jahresfrist präsentierten Active Tourer, etwas höher und länger sowie optional mit einer dritten Sitzreihe im Fond, die den neuen BMW zum Siebensitzer macht. "Warum soll jemand, der sonst BMW fährt, in einer Lebensphase, in der er zusätzlichen Platz benötigt, darauf verzichten?", fragt Krist.Wir gehen um den Wagen, er wirkt wuchtiger als der Active Tourer, ein Blick auf die Zahlen bestätigt den Eindruck: 214 Millimeter länger, 110 Millimeter mehr Radstand, 53 Millimeter höher, der Gran Tourer sieht wirklich groß aus. Die Länge schafft Platz für eine optionale dritte Sitzreihe (voraussichtlich rund 800 Euro Aufpreis). Dann schrumpft der Kofferraum um 85 Liter, doch das Ladevolumen ist auch so beachtlich: 560 bis maximal 1.820 Liter, beim Fünfsitzer lauten die Werte 645 und 1.905 Liter.

Opel Zafira Tourer bietet deutlich mehr Platz
Auftritt Zafira Tourer. Der Kompaktvan aus Rüsselsheim ist zwar nicht der Lieblingsgegner des neuen BMW-Vans, doch der Platzhirsch VW Touran steht vorm Modellwechsel. Egal wie: Neben dem dynamischen, kantigen Gran Tourer wirkt der Opel richtig groß. Und er ist es auch: Mit einer Länge von 4656 Millimetern und einer Höhe von 1.685 Millimetern überragt er den BMW deutlich. Der ist genau 100 Millimeter kürzer und fast 80 Millimeter flacher. Das bleibt jedoch fast ohne Auswirkungen auf das Ladevolumen, als Fünfsitzer packt der Zafira 1.860 Liter, der Normalkofferraum ist mit 710 Litern etwas größer. Die dritte Sitzreihe – das ist keine Überraschung bei Vans diesen Zuschnitts – ist bei beiden eher ein Notbehelf. Im BMW lässt sie sich durch die Easy-Entry-Funktion der zweiten Reihe vergleichsweise einfach entern und leicht vor- und zurückklappen. Bis zur A-Säule sind Active und Gran Tourer identisch, die B-Säule streckt sich nur etwas höher bis zum Dach. Kein Wunder, dass sich die Platzverhältnisse auf den Vordersitzen nicht unterscheiden. Das Plus an Kopffreiheit kommt im Gran Tourer im Fond zur Geltung, hier sitzt es sich deutlich kommoder. Auch weil die Bank in der zweiten Reihe höher positioniert ist, dadurch einen angenehmeren Kniewinkel ermöglicht und so Raum für serienmäßige Ablagefächer schafft. Die zweite Sitzreihe besteht nicht wie bei den meisten Konkurrenten aus drei Einzelsitzen, sondern aus zwei Sitzen außen plus einem kleineren Mittelsitz. "Das haben wir bewusst so gemacht", erklärt Peter Krist, "das erhöht den Sitzkomfort, wenn nur zwei Personen hinten mitfahren, sie sind nicht so weit außen platziert wie auf kleinen Einzelsitzen." Die Lehnen sind so serienmäßig im Verhältnis 40/20/40 vorklappbar. Anders die Auslegung im Zafira Tourer: Er hat drei sehr bequeme Einzelsitze, die sich (gegen 295 Euro Aufpreis, Serie bei Innovation) zu zwei Sesseln plus Mittelarmlehne zurechtrücken lassen. Diese Möglichkeit bietet der BMW nicht, sehr große Unterschiede sind beim Sitzkomfort in der zweiten Reihe aber nicht auszumachen. Die sind dafür hinterm Lenkrad umso größer. Der Gran Tourer entspricht seinem kleineren Bruder, unverkennbar ein BMW samt iDrive-Knopf, großem Navi-Monitor und feiner Qualität.

BMW 2er Gran Tourer mit bis zu 192PS
Das ist im Opel anders, Bedienung und Infotainment sind bereits seit 2011 in dieser Form an Bord, gegenüber dem BMW also nicht mehr ganz up to date. Bei den Motoren hat Opel zu Beginn des Jahres nachgelegt, es gibt den Zafira jetzt mit Benzinern von 115 bis 200PS sowie Dieselmotoren zwischen 120 und 170PS. Da hat BMW 2er Gran Tourer zum Start am 13. Juni noch keine so große Palette parat, es wird drei Diesel mit 116, 150 und 190PS geben, dazu zwei Benziner mit 136 und 192PS, die Einstiegsmotoren jeweils als Dreizylinder, den 220d als xDrive. Im Sommer soll der 216i für 26.950 Euro als preiswerteste Variante folgen. Der 216d mit 116PS wird ab 30.400 Euro in der Preisliste stehen. Der Zafira Tourer 1.6 CDTi mit 120PS kostet ab 25.200 Euro, ein Unterschied, der nicht nur für Familien entscheidend sein kann. Angesichts dieser hohen Preisdifferenz wird sich der BMW in einem künftigen Vergleichstest gegen den Zafira und den neuen VW Touran sicher schwertun.

Testwertung

4,0/5

Opel Zafira Tourer 1.6 Turbo im Fahrbericht: Vergnüglicher Familien-Van
auto-motor-und-sport

Opel Zafira Tourer 1.6 Turbo im Fahrbericht: Vergnüglicher Familien-Van

Wenn wir Argumente für einen starken Turbo brauchen, liebe Mitväter, erinnern wir besser nicht an diese kurzweilige Präsentation des Insignia OPC am Nürburgring. Aus gutem Grund gab es da Spezi und Schokoriegel in der Box statt Powerpoint-Präsentationen bei kaltem Kaffee im Konferenzraum. Und aus einem unerklärlichen Grund die Möglichkeit, in einem Zafira A OPC über die Nordschleife mitzufahren. Entgegen der Rennrichtung. Es zählt zu den erinnerungswürdigen Momenten, wenn du hinten links in einem Zafira sitzt, der die Fuchsröhre hochdampft, während der Pilot am Lenkrad vorliest, was da verkehrt herum auf dem Asphalt steht.

Opel Zafira Tourer mit optionalen AdaptivdämpfernSeither mögen wir den Zafira OPC und bedauern, dass es ihn in der aktuellen Generation nicht mehr gibt. Immerhin bringt Opel nun eine neue stärkste Version mit 200PS – so viel wie im ersten Zafira OPC. Der aktuelle Opel Zafira Tourer nutzt dafür die stärkste Entwicklungsstufe des 1,6-Liter-Turbobenzin-Direkteinspritzers. Zunächst erscheinen die Vorzüge gegenüber der nur noch mit Automatik lieferbaren 170-PS-Version nicht so erheblich: Nullhundert schafft der Stärkere 0,7 Sekunden fixer, rennt mit Tempo 225 noch 17km/h schneller. Doch der Unterschied liegt in der Lässigkeit des Schubs, der – und da liegt in gewisser Weise ein Problem des 200-PS-Triebwerks – so homogen und stetig ab rund 1.600 Touren einsetzt, dass es kaum auffällt. Der Zafira tourt unauffällig-rasant über die Autobahn, bleibt leise und komfortabel mit Adaptivdämpfern. Sie kosten 980 Euro und können nach jedem Start gleich in den sanften Tour-Modus geschaltet werden (nach jedem Motorstopp schaltet das System wieder ins Normal-Programm, in dem der Opel Zafira Tourer homologiert ist).

Nur zwei Isofix-Anker im FondAllzu groß sind die Unterschiede zwischen den Modi Tour, Normal und Sport nicht – die rot glimmende Instrumentenbeleuchtung fällt im Sport-Programm eher auf als die straffere Dämpferkennung. Damit bewahrt sich der Opel Zafira Tourer seine feinen Langstreckenqualitäten, kurvt aber nicht ganz so beherzt wie die alten OPC-Modelle um Biegungen. Dazu fehlt ihm Bissigkeit, Präzision und Rückmeldung in der Lenkung. Um die Zwerge im Fond schwindelig zu fahren, reicht es locker, doch bleibt dabei immer alles sicher. Bevor wir zum Finanziellen kommen, bedauern wir, dass in diesem Van im Fond nur zwei Kindersitze eingebaut werden dürfen. Sehr schade für ein großfamilientaugliches Auto. Wie schwer kann das sein, Opel? Selbst ein Dacia Lodgy hat hinten drei Isofix-Anker! Deswegen hier noch ein gutes Argument für den starken Benziner im Opel Zafira Tourer: Der kostet 3.850 Euro weniger als der Biturbo-Diesel mit 195PS. So dauert es trotz der 9,9 Liter Super Plus, die der Benziner braucht, 69.750 Kilometer, bis der Diesel sich lohnt. Üben wir gemeinsam: "So lange können wir doch unmöglich warten, Schatz."

Opel Zafira Tourer 2.0 CDTI Biturbo Innovation im Dauertest: Antrieb und Platzangebot überzeugen
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Opel Zafira Tourer 2.0 CDTI Biturbo Innovation im Dauertest: Antrieb und Platzangebot überzeugen

Der Name lässt es erahnen, der Zafira fühlt sich auf großen Touren wohl. Dabei allerdings eher mit viel Gepäck als mit vielen Kindern. Denn auf die Rückbank passen maximal zwei Kindersitze, bei einem Auto dieser Größe könnte man mehr erwarten. Sonst nimmt es der Opel Zafira Tourer mit fast allem auf. Weder Schneemassen in Österreich noch Skier samt Gepäck bringen ihn aus der Ruhe. Bei den laufenden Kosten fordert der starke Motor seinen Tribut. 298 Euro Steuern werden pro Jahr fällig, und auch die Spritkosten liegen bei einem Testverbrauch von durchschnittlich 8,9 Litern Diesel nicht gerade niedrig. Weiter schlägt der Opel Zafira Tourer mit rund 305 Euro pro Jahr für die Haftpflichtversicherung und 537 Euro in einer Vollkaskoversicherung zu Buche.

Opel Zafira Tourer überzeugt bei Antrieb, Platzangebot und Variabilität
Gleich zweimal beschäftigten sich die Mechaniker mit lautem Bremsenquietschen beim Rückwärtsfahren. Da das Anschleifen der Bremsbeläge von Hand keinen Erfolg brachte, tauschten sie kurze Zeit später die Schwingungsdämpfer an den hinteren Bremssätteln aus. Seitdem herrscht Ruhe. Die knapp 120 Euro für die Reparatur übernahm Opel auf Garantie. Aktuell wartet der Opel Zafira Tourer auf seinen ersten Inspektionstermin. Adaptivdämpfer sind eine feine und komfortable Sache, doch der Opel Zafira Tourer speichert die gewählte Einstellung nicht ab. So muss zu jeder Fahrt die gewünschte Kennlinie neu gewählt werden. Mit einem zweiten Nerver ist der Zafira jedoch nicht allein: der zurzeit trendigen Ambiente-Beleuchtung. Vor allem bei Nacht spiegeln sich die bunten Lichter in den Scheiben und lenken ab.

Erster großer Service-Stopp nach 30.722 km
Mit seinem starken Biturbo-Diesel ist der überzeugt bei Antrieb, Platzangebot und Variabilität ein angenehmer und ausgesprochen zügiger Reisewagen. Seine Variabilität erfreut dabei nicht nur auf Langstrecken, sondern auch beim Transport von großem Gepäck. So lässt sich die Rückbank verschieben oder zum zweisitzigen Loungemöbel samt breiter Mittelarmlehne umbauen. Den ersten großen Service brauchte der Opel Zafira Tourer bei 30.722 km. 253 Euro kostete der. Nun warten wir darauf, dass die Intervallanzeige zum zweiten Pflichtstopp auffordert.Zwischenbilanz nach 59.958 km: Gespaltene Meinungen zu den AGR-Komfortsitzen, aber der Opel Zafira Tourer überzeugt bei Antrieb, Platzangebot und Variabilität.

Opel Zafira Tourer jetzt mit IntelliLink
auto-reporter.net

Opel Zafira Tourer jetzt mit IntelliLink

Starke Leistung trifft beste Bordunterhaltung: Der 1.6 ECOTEC Direct Injection Turbo der neuen Motorengeneration macht den Opel Zafira Tourer mit 147 kW/200 PS und 300 Newtonmeter maximalem Drehmoment (mit Overboost) zu einem der stärksten Kompaktvans auf dem Markt. Diese Leistung kombiniert der hochvariable Zafira Tourer nun mit individuellem Infotainment: Seit kurzem ist auch für das schnelle Reisemobil das moderne Opel IntelliLink-System erhältlich.

Es integriert zahlreiche Smartphone-Funktionen ins Auto und vernetzt Fahrer wie Passagiere umfassend mit ihrer Umwelt. Den stärksten Zafira Tourer inklusive hochmodernem Infotainment-System CD 600 IntelliLink gibt es bereits zum erschwinglichen Preis ab 29.655 Euro (UPE inkl. MwSt. in Deutschland). Ab sofort ist jeder Zafira Tourer auf Wunsch mit IntelliLink erhältlich.

Die innovative IntelliLink-Technologie von Opel garantiert dank Smartphone-Integration umfangreiche Infotainment-Funktionen nach dem persönlichen Geschmack des jeweiligen Nutzers. Im Zafira Tourer verfügt das ausgezeichnete IntelliLink-System u.a. über CD-Laufwerk, Doppeltuner, AUX/USB-Eingänge sowie iPod-, mp3- und Smartphone-Steuerung per Lenkradtasten. Telefonieren via Bluetooth und Audiostreaming sind genauso möglich.

Die Navigation und das Smartphone reagieren auch auf Sprachbefehle; die beiden Systeme Radio CD 600 IntelliLink und Navi 950 Europa IntelliLink können darüber hinaus SMS vorlesen. Per USB-Verbindung lassen sich zudem Bilder anzeigen - Voraussetzung: Das Auto befindet sich in Parkposition. Der sieben Zoll große, hochauflösende Farbbildschirm wartet mit der neuen, IntelliLink-typischen Oberfläche auf, die eine exzellente Ablesbarkeit garantiert.

Die schnell und präzise arbeitende Navigation ist beim Navi 950 Europa IntelliLink standardmäßig dabei. Ziele können entweder über den gewohnten Bedienknopf oder per Sprachsteuerung eingegeben werden. Dazu genügt es, nach den Befehlen „Navigation" und „Adresse eingeben" ganz natürlich fließend die komplette Adresse in einem Zug zu nennen. Vorbildlich ist auch die Reaktionszeit beim Zoomen: Quasi in Echtzeit lässt sich die Kartengröße anpassen. Updates gibt es einfach via USB-Download. Das Top-of-the-Line-System Navi 950 Europa IntelliLink verwaltet Karten aus Gesamt-Europa inklusive Russland und Türkei.

Zafira Tourer-Fahrer, die außerdem Wert auf eine große Programmvielfalt und hohe Klangqualität legen, können ihr Infotainment auf Wunsch zusätzlich mit DAB aufwerten. Das digitale Radioempfangssystem erhöht nicht nur die Anzahl der empfangbaren Radiostationen um ein Vielfaches, die Qualität steigt ebenso merklich und vermittelt ein Hörgefühl vergleichbar mit CD-Niveau. (dpp-AutoReporter/hhg)

Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo im Fahrbericht: Spart Geld und bietet Platz
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Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo im Fahrbericht: Spart Geld und bietet Platz

Während E-Mobile noch wegen hoher Preise und geringer Reichweiten gemieden werden, sind die Vorbehalte gegenüber Erdgasfahrzeugen eher unklar. Eigentlich unverständlich, denn Erdgas, das in Kilogramm abgerechnet wird, ist bis mindestens 2018 steuerbegünstigt und daher meist über 50 Cent billiger als ein Liter Super. Zudem harmoniert es bestens mit hochverdichtenden Turbodirekteinspritzern.

Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo mit wenig Temperament Bei Opel zählt der 150PS starke Zafira Tourer 1.6 CNG (Grundpreis: 28.350 Euro) zu den beliebtesten Gasbrennern. Seine 150PS und ein Drehmoment von immerhin 210Nm sollten für ordentlich Schub sorgen, doch das Temperament enttäuscht. Für den Standardsprint auf 100km/h benötigt der Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo über elf Sekunden, und von Durchzug ist wenig zu spüren. Für den Zwischenspurt von 80 auf 120km/h im vierten Gang braucht der Van 13,7 Sekunden, im fünften sind es noch mal sechs Sekunden mehr. Zum Vergleich: Ein 120PS starker Tourer 1.4 Turbo war im Test mit 9,5 sowie 13,1 Sekunden spürbar schneller. Wer auf der Autobahn also tatsächlich einmal die Höchstgeschwindigkeit von 200km/h erreichen möchte, muss seinen Vierzylinder beständig nahe der 5.000/min-Marke drehen. Und wehe, es kommt eine Steigung. Dann verliert der bis zu 1,7 Tonnen schwere Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo schneller an Tempo, als man zurückgeschaltet hat. Spätestens an der nächsten Tankstelle dürfte sich ein breites Grinsen einstellen, denn mit einem Verbrauch von 4,5 bis 5,9 kg/100 km und einem Kilopreis um 1,10 Euro fährt sich der CNG-Van zwar träge, aber trotz hoher Drehzahlen sensationell günstig. Viel mehr als 6,50 Euro sind für 100 Kilometer schließlich nicht zu bezahlen. Nimmt man nun den Taschenrechner zur Hand, zieht Grundpreis (25.605 Euro), Unterhaltskosten und den Normverbrauch eines Zafira 1.4 Turbo (140PS, 6,1 L/100 km) hinzu, rechnet sich der Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo (4,7 kg/100 km) nach rund 12.000 Kilometern.

Van mit 15 Liter großem Reservetank Durch die 25 Kilo Erdgas fassenden Tanks reicht der Vorrat für rund 400 Kilometer. Geht das CNG zur Neige, schaltet der Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo automatisch in den Benzinbetrieb um und zapft einen 15 Liter großen Reservetank an. Laut Opel kommt man so rund 150 Kilometer weit - inklusive sieben Insassen oder reichlich Gepäck. Dank den unter dem Fahrzeugboden montierten Gasbehältern bietet der Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo so viel Platz wie gewohnt. Der ebene Laderaum fasst 710 bis 1.860 Liter, und selbst eine dritte Sitzreihe lässt sich ordern. Darben müssen letztlich nur jene, die mehr wollen. So ist für den CNG weder das adaptive Fahrlicht AFL Plus noch das feinfühlig ansprechende Flex-Ride-Fahrwerk bestellbar. Der Fahrkomfort selbst leidet indes nicht. Gelassen fängt der schwere Van jede Fuge und Welle ab und durcheilt Kurven ohne große Seitenneigung. Immer wieder klasse: die sehr bequemen Ergonomiesitze für Fahrer und Beifahrer. 685 Euro, die sich wirklich lohnen. Ebenso wie der CNG-Antrieb selbst.

Opel Zafira 1.6 CNG Turbo im Test: Für den betulichen Spareinsatz
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Opel Zafira 1.6 CNG Turbo im Test: Für den betulichen Spareinsatz

Leicht haben sie es derzeit nicht, die gasbetriebenen Fahrzeuge. Denn während E-Mobile als Autos der Zukunft gepriesen werden, interessieren sich für bodenständige Erdgasfahrzeuge bislang nur wenige. Dabei kann es sich sprichwörtlich lohnen, den Blick auf CNG-Fahrzeuge zu richten. Denn Erdgas, das in Kilogramm abgerechnet wird, ist bis mindestens 2018 steuerbegünstigt und daher meist über 50 Cent günstiger als ein Liter Super. Zudem harmoniert es bestens mit hochverdichtenden Turbodirekteinspritzern und muss längst nicht nur aus unterirdischen Lagern gefördert oder gepresst werden. Immer mehr Bauern verwerten Mist und Gülle zu Biomethan, das sich genauso gut verbrennen lässt wie das Erdgas für die Heizung in Ihrem Keller. Bei Opel zählt der 150PS starke Opel Zafira Tourer 1.6 CNG (Grundpreis: 28.350 Euro) zu den beliebtesten Gasbrennern. Direkt im Rüsselsheimer Stammwerk in den Hallen der Special Vehicles GmbH zusammengeschraubt, verspricht Opel eine geprüfte Crashsicherheit und gewährt die übliche Herstellergarantie von zwei Jahren. 25 Kilogramm Erdgas, reingepresst mit 200 bar, lagern in den unterflurig montierten Tanks des Opel Zafira Tourer 1.6 CNG aus leichten Kohlefaser-Verbundstoffen. Rückschlag- und Magnetventile sorgen für absolute Dichtheit. Einmal angelassen, strömt das Gas über Hochdruckleitungen zu einem elektronischen Regler, der den Gasdruck auf sechs bis acht bar reduziert. Über Injektoren wird das CNG schließlich in die Brennräume des Opel Zafira Tourer 1.6 CNG geblasen.

Opel Zafira 1.6 CNG Turbo ist extrem durchzugsschwach Nun möchte man meinen, 150PS und ein Drehmoment von immerhin 210Nm sollten für ordentlich Schub sorgen. Zu früh gefreut. Für den Standardsprint auf 100km/h benötigt der Opel Zafira Tourer 1.6 CNG über elf Sekunden, und von Durchzug ist wenig zu spüren. Für den Zwischenspurt von 80 auf 120km/h auf der vierten Welle benötigt der Opel Zafira Tourer 1.6 CNG 13,7 Sekunden, im fünften Gang sind es nochmal sechs Sekunden mehr. Zum Vergleich: Ein 120PS starker Tourer 1.4 Turbo war im Test mit 9,5 sowie 13,1 Sekunden bedeutend schneller. Wer auf der Autobahn also tatsächlich einmal die Höchstgeschwindigkeit von 200km/h erreichen möchte, muss seinen Vierzylinder beständig nahe der 5.000-Marke drehen. Und wehe, es kommt eine Steigung. Dann verliert der bis zu 2,35 Tonnen schwere Opel Zafira Tourer 1.6 CNG schneller an Speed, als man zurückgeschaltet hat.

100 Kilometer für 6,50 Euro Spätestens an der nächsten Tankstelle dürfte sich aber ein breites Grinsen einstellen. Denn mit einem Verbrauch von 4,5 bis 5,9 kg/100 km und einem Kilopreis um 1,10 Euro fährt sich der Opel Zafira 1.6 CNG Turbo-Van zwar träge, aber trotz hoher Drehzahlen sensationell günstig. Viel mehr als 6,50 Euro sind für 100 Kilometer schließlich nicht zu bezahlen. Nimmt man nun den Taschenrechner zur Hand, zieht Grundpreis (25.605 Euro) und den NEFZ-Verbrauch eines Zafira 1.4 Turbo (140PS, 6,1 L/100 km) hinzu, rechnet sich der Erdgas-Zafira (Normverbrauch: 4,7 kg/100 km) schon nach 12.000 Kilometern. Durch die großen Tanks des Opel Zafira 1.6 CNG Turbo reicht der Gasvorrat für immerhin rund 400 Kilometer. Geht das CNG zur Neige, schaltet der Tourer automatisch in den Benzinbetrieb um und zapft einen 15 Liter großen Reservetank an. Laut Opel kommt man so mit dem Opel Zafira 1.6 CNG Turbo rund 150 Kilometer weit. Ob es stimmt? Wie haben es lieber nicht ausprobiert, sondern steuerten mit Hilfe des kenntnisreichen Navi 900 Europa immer rechtzeitig eine passende Tankstelle an. Einziger Nachteil: Da jene bislang eher links und rechts der Autobahn liegen, sind Abstecher aufs Land kaum zu vermeiden.

Opel Zafira 1.6 CNG Turbo bietet reichlich Platz Dank den unter dem Fahrzeugboden montierten Gastanks bietet der Opel Zafira 1.6 CNG Turbo so viel Platz wie gewohnt. Der ebene Laderaum fasst entsprechend 710 bis 1.860 Liter, selbst eine dritte Sitzreihe lässt sich ordern. Darben müssen nur jene, die mehr wollen. So ist für den Opel Zafira 1.6 CNG Turbo weder das adaptive Fahrlicht AFL noch das feinfühlig ansprechende Flex-Ride-Fahrwerk oder der im Stoßfänger integrierte Fahrradträger bestellbar. Der Fahrkomfort selbst leidet indes nicht. Gelassen fängt der schwere Van jede Fuge und Welle ab und durcheilt Kurven ohne große Seitenneigung. Immer wieder klasse: die sehr bequemen und vielfach verstellbaren Ergonomiesitze für Fahrer und Beifahrer. 685 Euro, die sich wirklich lohnen. Bleibt also festzuhalten: Wer ein Auto mit viel Platz sowie geringen Unterhaltskosten sucht und eine Erdgas-Tankstelle in der Nähe hat, findet in diesem Opel Zafira 1.6 CNG Turbo einen komfortablen, umweltfreundlichen Begleiter. Nur allzu eilig darf man es nicht haben.

Alles über Erdgas Der niedrige Kraftstoffpreis bei CNG ist verlockend, doch bevor man zum Erdgasauto greift, sollte man ein paar Dinge wissen. Wir klären auf. Je höher die Kraftstoffpreise klettern, desto attraktiver erscheint der Umstieg auf alternative Antriebskonzepte. Neben Hybrid-, Elektro- und Autogasmodellen stehen besonders Erdgasfahrzeuge hoch im Kurs. Rund 1,10 Euro kostet ein Kilogramm Erdgas – im Vergleich zu Diesel (rund 1,40 Euro) und Super (etwa 1,60 Euro) verlockend günstig. Nur Autogas kostet mit rund 80 Cent pro Liter noch weniger. Doch warum ist Gas so viel billiger als Benzin und Diesel? Es liegt vor allem an der Steuerbegünstigung bis 2018, dass die Notierungen so niedrig sind. Die Preisdifferenz zwischen Erdgas (CNG) und Autogas (LPG) resultiert unter anderem aus dem unterschiedlichen Energiegehalt: Ein Kilogramm Erdgas enthält rund eineinhalb Mal so viel Energie wie ein Liter Autogas. Ein weiterer Vorteil: Bei der Verbrennung von CNG entstehen weniger Schadstoffe und Kohlendioxid.

Handikap Tankstellennetz Allerdings gibt es auch Schattenseiten, besonders das Versorgungsnetz stellt für Gasautos ein Handikap dar: Von den insgesamt rund 14.300 Tankstellen in Deutschland haben rund 6.200 Autogas zu bieten, aber lediglich an etwa 920 erhält man Erdgas. Das führt zu einem erhöhten Planungs-aufwand gerade bei Langstrecken. Hinzu kommt, dass im Ausland zum Teil erhebliche Lücken im Tankstellennetz klaffen. Immerhin erleichtern Navigationssysteme im Auto oder Smartphone-Apps die Suche. Grundsätzlich ist beim Kauf aber zu bedenken, dass eventuell anfallende Umwege zur Zapfsäule die Kostenbilanz verschlechtern können. Fein raus ist hingegen, wer ohnehin täglich an einer Erdgas-Tankstelle vorbeifährt. Doch nicht nur beim Kraftstoffpreis lässt sich sparen, denn viele örtliche Gasversorger fördern den Erwerb. Laut der Datenbank von Erdgas-Mobil (www.erdgas-mobil.de) unterstützen derzeit 283 Unternehmen die Anschaffung eines entsprechenden Autos in ihrem Versorgungsgebiet. Allerdings fallen die Subventionen sehr unterschiedlich aus, die Spanne reicht von 100 Euro Tankguthaben bis zu 1.250 Euro Zuschuss zum Autokauf oder 2000 Kilogramm Erdgas. Darüber hinaus gibt es zeitlich befristete Rabatte auf die Tankrechnung. Je nach Art der Förderung macht sich die Anschaffung eines Erdgasautos unterschiedlich früh bezahlt. Gerade bei den ab Werk umgerüsteten Modellen muss man heute in der Regel kaum noch Kompromisse im Raumangebot hinnehmen. Die Druckbehälter für das Erdgas sind meist unterflur installiert und gehen somit nicht mehr zu Lasten des Kofferraum-Volumens.

Opel Zafira Tourer 1.6 CDTi im Fahrbericht: Kleiner Diesel kommt groß raus
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Opel Zafira Tourer 1.6 CDTi im Fahrbericht: Kleiner Diesel kommt groß raus

Rechnen wir die 1.045 Euro Preisdifferenz vom Opel Zafira mit dem 130PS starken Zweiliter-CDTi zum neuen Opel Zafira-Einssechser mit 136PS mal in familienrelevantere Größen um: Dafür gibt es 3.490 Windeln der Größe 4 oder 55.920 Feuchttücher – grob überschlagen also gerade mal den hygienischen Wochenbedarf einer Familie mit drei kleinen Zwergen. Die passen mit ihren Kindersitzen nebeneinander auf die Rückbank des Opel Zafira Tourer. Und darum geht es ja eigentlich bei Opels Van.

Bislang enttäuschendes Motorenangebot Denn wegen seiner Motoren hat den Opel Zafira Tourer bisher wohl kaum jemand gekauft. Aber womöglich deswegen nicht gekauft: Denn sowohl die bisher angebotenen Dieseltriebwerke wie die Benziner (ja, wir meinen da tatsächlich alle) fahren sich wie aus einem anderen Jahrtausend. Was unter anderem daran liegt, dass sie teilweise noch aus einem anderen Jahrtausend stammen. So wie der Zweiliter-Turbodiesel, der mit Mono- und Biturbo in vier Eskalationsstufen (110, 130, 165 und 195PS) im Opel Zafira Tourer-Bug herumnageln. Die Grundkonstruktion des Common-Rail-Direkteinspritzers entstammt noch der kurzlebigen Liaison zwischen Fiat und GM, kam schon 1997 auf den Markt. Trotz mehrerer Weiterentwicklungen überstürzt Opel also die Ablösung nicht gerade. Dazu ergänzt der neu entwickelte, 1.598 cm³ große Diesel das Angebot im Opel Zafira Tourer zunächst nur in einer Leistungsstufe: Mit 136PS und 320Nm liegt die bei Leistung und Drehmoment jeweils knapp über dem 130PS starken Zweiliter. Wichtiger dürfte den Käufern der um 0,4 L/100 km niedrigere Normverbrauch sein oder auch, dass der Einssechser mit serienmäßiger Harnstoffeinspritzung die Abgasnorm Euro 6 erfüllt.

Kleiner Diesel überzeugt im Opel Zafira Tourer Von all dem spürt man nicht viel, weder vom ganzen Euro 6-Pipifix, noch vom Leistungsvorsprung, aber sehr wohl die Verbrauchsoptimierung. Im Fahrbertrieb zapfte sich der Opel Zafira Tourer 1.6 CDTi mit 6,4 L/100 km ganze 1,1 Liter weniger aus dem Tank als der 2.0 CDTi. Die anderen Vorzüge des Neuen lassen sich weniger in Zahlen ermessen, sondern darin, wie er sie bewerkstelligt: Durchnagelt der Zweiliter mühsam eine tiefe Anfahrkrise, die er bei 2.000/min schlagartig überwindet, legt der kleinere Motor ohne Anfahrzetern homogener los. So bleibt auch der große Turbowumms aus, stattdessen tourt die Maschine leichter hoch, aber nur bis knapp 4.000 Umdrehungen. Gern schon bei der halben Drehzahl darf es der nächste Gang des etwas hakelig schaltbaren und lang übersetzten Getriebes sein. Wirklich energisch wirkt das nicht, etwas mehr Durchsetzungkraft könnte nicht schaden. Aber der Opel Zafira Tourer dieselt nun viel kultivierter – abgesehen von dem Restart, wenn Start-Stopp den Motor wieder anwirft und der ein paar holperige Sekunden braucht, um auf Touren zu kommen. Nach dem überzeugenden Turbobenziner gibt es nun auch einen modernen Diesel für den Opel Zafira Tourer. Der überzeugt abermals mit feinem Komfort, hoher Variabilität, solider Verarbeitung und genug Platz, um Zwerge zu versetzen.

Opel Zafira Tourer ist der umweltfreundlichste Van 2014
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Opel Zafira Tourer ist der umweltfreundlichste Van 2014

Opel kann sich über den ersten Preis im neuen Jahr freuen. Das Umweltinstitut Ökotrend und die Fachzeitschrift Auto Test küren den Zafira Tourer in seinem Segment zum umweltverträglichsten Fahrzeug 2014. Bei der Bewertung fließt zur Hälfte der Fahrzeugbetrieb (Verbrauch, CO2-Ausstoß, Abgasnorm, Geräuschentwicklung) ein, Produktion und Unternehmen bilden die andere Hälfte.

Der Komfort-Van von Opel gewinnt seine Klasse mit dem abgasarmen und höchst wirtschaftlichen Motor 1.6 CNG Turbo ecoFlex unter der Haube. CNG steht für Compressed Natural Gas und heißt auf Deutsch Erdgas. Dieser Kraftstoff verbrennt in dem innovativen Opel-Vierzylinder-Turbomotor besonders sauber.

Bei einem Verbrauch von gerade einmal 4,7 Kilogramm H-Gas auf 100 Kilometer im kombinierten Zyklus stößt der 110 kW/150 PS starke Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo ecoFLEX nur 129 Gramm CO2 pro Kilometer aus - Werte, die sich für die Umwelt genauso wie für die Besitzer rechnen. Aufgrund des geringen Spritdursts und eines Tankvolumens von 25 Kilogramm ist so eine Reichweite von 530 Kilometern im reinen Erdgasbetrieb drin. (dpp-AutoReporter/hhg)

Citroën Grand C4 Picasso, Ford Grand C-Max, Opel Zafira Tourer: Bezahlbarer Traum vom Raum
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Citroën Grand C4 Picasso, Ford Grand C-Max, Opel Zafira Tourer: Bezahlbarer Traum vom Raum

Dieser Test ist all jenen Frauen und Männern gewidmet, die auf die Frage nach dem Beginn menschlichen Lebens nicht hochakademisch "im Moment der Zeugung" oder "bei der Geburt" antworten, sondern saftig-lebensprall: "Wenn die Kinder aus dem Haus sind." So sprechen Menschen, die das wahre Leben kennen mit seinen Hochs und Tiefs zwischen Aufsteh-Blues und Zahnweh, Abschlussballwalzer und Zahnfee. Und deshalb landen sie in der Phase ihrer Vollzeit-Elternschaft nahezu automatisch beim Van. Der ist zwar nicht sexy, passt aber in dieses kunterbunt-pralle Leben perfekt mit seiner Vielseitigkeit, seinem variablen Platz und seinen noch stemmbaren Kosten.

Stille Treppe für Querulanten Nun ist auch Citroën wieder vertreten in der Liga der kompakten Fünfsitzer mit Option auf zwei Zusatzsitze im Heck (700 Euro Aufpreis). Citroën Grand C4 Picasso lautet der etwas umständliche Name des 4,60 Meter langen Fronttrieblers, der mit seiner relativ flachen Motorhaube gar nicht so Van-typisch beginnt. Was folgt, ist aber ganz klar Großraum, lichtdurchflutet und darüber hinaus sauber verarbeitet und mit hochwertigen Materialien eingekleidet. Zu fünft verreisen? Das geht locker, wenngleich große Mitfahrer auf den hinteren Außenplätzen mit ihrem Kopf der Dachkante sehr nahe kommen. Auch der Sitzkomfort im Citroën Grand C4 Picasso könnte besser sein: Die vorderen Polster, in der getesteten Top-Version Exclusive sogar mit Massagefunktion versehen, stützen den Oberkörper in Kurven wenig ab. Die Fond-Einzelsitze wiederum sind zu niedrig montiert, um lange Beine genügend zu stützen. Und die gewaltigen Erste-Klasse-Kopfstützen des Exclusive drücken großen Menschen auf die Schultern wie ein schlecht sitzender Rucksack. Das können der enger geschnittene Ford Grand C-Max und der bekannt luftige Opel Zafira Tourer besser. Vorn wie hinten sitzt man selbst auf Langstrecken kommod, nur der Mittelplatz des Ford könnte einer strengen Super-Nanny auch als stille Treppe für Dauerquerulanten dienen, schmal und hart gepolstert, wie er ist.

Citroën Grand C4 Picasso mit überragendem Federungskomfort Er lässt sich bei Bedarf in den rechten Außensitz falten, um freien Zugang zur dritten Sitzreihe zu bieten. Eine klappbare Beifahrersitzlehne (Serie im Citroën Grand C4 Picasso, 155 Euro bei Opel), die praktisch sein kann, nicht nur beim Transport des Weihnachtsbaums, gibt es allerdings nicht. Das Tännchen kommt im Citroën Grand C4 Picasso begleitet vom körnigen Brummen des neuen, nach Euro 6 sauberen Zweiliter-Diesels und bestens gefedert nach Hause. Querrinnen mag der große Picasso zwar nicht wirklich, doch Wellen bügelt er noch sanfter weg als der mit Adaptiv-Dämpfern (980 Euro) gepimpte Zafira Tourer. Beide sind in dieser Disziplin dem Grand C-Max überlegen, der auf richtig miesen Strecken schon mal mit seinen Schiebetüren klappert. Er ist nicht unkomfortabel, aber jenen Hauch straffer ausgelegt, der schon im Stadtverkehr viel Spaß auf der Landstraße verspricht.

Citroën gibt sich wenig handlich So ist es dann auch. Wie ein Kompakter lässt sich der Ford in die Kurven werfen, noch williger und präziser als der beachtlich gute Zafira Tourer. Wie steht es um den Citroën Grand C4 Picasso? Er will in Kurven gezwungen werden, liegt geradezu sperrig in der Hand und signalisiert, dass ihm Tempomachen trotz seiner 150PS nicht gerade im Blut liegt. Als Gleiter outet er sich vollends in lang gezogenen Autobahnkurven, in welche die Konkurrenten wie von selbst hineinstechen. Mit sehr bewussten Lenkbefehlen und etwas Nachdruck am überladenen Multifunktionslenkrad dagegen muss der Citroën hier auf Kurs gezwungen werden und bewirbt sich so um den Vorsitz im elitären Club der Highspeed-Untersteurer. Grand C-Max und Zafira Tourer erweisen sich nicht nur deshalb als die agileren, handlingfreudigeren Vans. Ihre Stabilitätsprogramme greifen sanfter ein, wenn es einmal eng wird (siehe Geschwindigkeiten in der ams-Wedelgasse), sie vermitteln dem Fahrer mehr Gefühl für die Interaktion zwischen Reifen und Piste, und ihre nicht minder kräftigen Bremsen lassen sich viel feiner dosieren als die des Citroën Grand C4 Picasso.

Citroën Grand C4 Picasso mit gewöhnungsbedürftiger Bedienung Er macht also vieles anders, der Citroën Grand C4 Picasso. So auch beim Bedienkonzept, was schon der zierliche Wählhebel der Sechsstufen-Wandlerautomatik hinterm Lenkrad zeigt (Citroën konnte uns keinen Schaltwagen liefern, der 1.200 Euro billiger wäre). Nicht selten aktiviert der Fahrer auf dem Weg von D nach P oder R erst einmal die Scheibenwischer. Und die zwei großen Monitore sind auch nicht das Ei des Kolumbus: Auf dem unteren Touchscreen, der die Karte des serienmäßigen Navigationssystems zeigt, während die Abbiegepfeile oben im Drehzahlmesser erscheinen, lassen sich allerlei Dinge regeln bis hin zu Internet-Apps. Doch wenn die Temperatur-Justierung der Zwei-Zonen-Klimaautomatik (serienmäßig sogar mit seitenweise getrennter Gebläseregelung für den Fond) nicht in einem Schritt möglich ist, läuft was in die falsche Richtung. Der Grand C-Max wirkt hier trotz kleiner Instrumente und verwirrender Menüs schon bedienfreundlicher, am wenigsten Probleme bereitet der Zafira Tourer trotz verknopfter Mittelkonsole. Dass der große Opel mit dem kleinsten und PS-schwächsten Motor antritt, schadet wenig. Der 1,6-Liter-Diesel nervt zwar mit einem tiefen Turboloch, doch später bietet er bei guter Laufkultur absolut ausreichendes Temperament. Dass er nicht 210km/h wie der dann laut im Wind rauschende Citroën schafft oder wenigstens 200 wie der Ford − geschenkt. Beim Testverbrauch setzt er sich nämlich mit 6,5 L/100 km klar vom spritzig-kraftvollen Ford (7,2 Liter, einziger ohne Start-Stopp-System) ab. Mit 6,7 Litern nah am Opel liegt der brummige Citroën, der für den höchsten Preis mit der üppigsten Ausstattung entschädigt. So passt auch er gut ins wahre Leben, das ein Auto öfter zum Kinderarzt führt als zum angesagtesten Club der Stadt. Und ehe wir uns falsch verstehen: Kinder sind etwas Wunderbares. Aber wenn sie aus dem Haus sind: Cabriolehet! Alles hat seine Zeit.

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