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Opel Astra Kombi (seit 2015)

Alle Motoren

1.0 Turbo (90 PS)

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Leistung: 90 PS
Neupreis ab: 19.635 €
Hubraum ab: 999 ccm
Verbrauch: 4,6 l/100 km (komb.)

1.6 DI Turbo (136 PS)

2,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 136 PS
Neupreis ab: 25.040 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

1.0 Turbo (105 PS)

4,3/5 aus 3 Erfahrungen
Leistung: 105 PS
Neupreis ab: 19.500 €
Hubraum ab: 998 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

1.2 Turbo (130 PS)

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Leistung: 130 PS
Neupreis ab: 22.195 €
Hubraum ab: 1.199 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

1.4 (100 PS)

4,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 100 PS
Neupreis ab: 18.400 €
Hubraum ab: 1.399 ccm
Verbrauch: 5,5 l/100 km (komb.)

1.2 Turbo (145 PS)

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Leistung: 145 PS
Neupreis ab: 23.445 €
Hubraum ab: 1.199 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

1.2 Turbo (110 PS)

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Leistung: 110 PS
Neupreis ab: 20.990 €
Hubraum ab: 1.199 ccm
Verbrauch: 4,4 l/100 km (komb.)

1.4 Turbo (145 PS)

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Leistung: 145 PS
Neupreis ab: 25.845 €
Hubraum ab: 1.342 ccm
Verbrauch: 5,0 l/100 km (komb.)

1.4 Turbo (125 PS)

3,6/5 aus 7 Erfahrungen
Leistung: 125 PS
Neupreis ab: 20.500 €
Hubraum ab: 1.399 ccm
Verbrauch: 4,9 l/100 km (komb.)

1.4 Turbo (150 PS)

4,8/5 aus 4 Erfahrungen
Leistung: 125 PS
Neupreis ab: 21.750 €
Hubraum ab: 1.399 ccm
Verbrauch: 4,9 l/100 km (komb.)

1.6 Turbo (200 PS)

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Leistung: 200 PS
Neupreis ab: 26.530 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 6,0 l/100 km (komb.)

1.6 BiTurbo D (150 PS)

5,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 150 PS
Neupreis ab: 25.900 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,9 l/100 km (komb.)

1.6 D (110 PS)

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Leistung: 110 PS
Neupreis ab: 23.440 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

1.5 D (105 PS)

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Leistung: 105 PS
Neupreis ab: 24.385 €
Hubraum ab: 1.496 ccm
Verbrauch: 3,4 l/100 km (komb.)

1.5 D (122 PS)

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Leistung: 122 PS
Neupreis ab: 25.990 €
Hubraum ab: 1.496 ccm
Verbrauch: 3,5 l/100 km (komb.)

1.6 BiTurbo (160 PS)

3,5/5 aus 4 Erfahrungen
Leistung: 160 PS
Neupreis ab: 25.350 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,0 l/100 km (komb.)

1.6 CDTI (136 PS)

4,8/5 aus 4 Erfahrungen
Leistung: 136 PS
Neupreis ab: 25.895 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 4,5 l/100 km (komb.)

1.6 CDTI (95 PS)

3,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 95 PS
Neupreis ab: 21.400 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 3,6 l/100 km (komb.)

1.4 CNG ECOTEC (110 PS)

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Leistung: 110 PS
Neupreis ab: 24.120 €
Hubraum ab: 1.399 ccm
Verbrauch: 0,0 l/100 km (komb.)
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Alle Tests

Opel Astra Kombi (seit 2015)

Neue Opel-Motoren - Sauberer Schub
Autoplenum

Sauberer Schub Neue Opel-Motoren

SP-X/Zagreb. Oft steht Opel ja im Schatten von Volkswagen und empfindet das als ungerecht. Beim Thema Diesel können sich die Rüsselsheimer allerdings derzeit nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Freude kommt darüber dennoch nicht auf. Denn die Schlagzeilen beherrschen Opels Selbstzünder nur wegen der Schummeleien beim Zweiliter-Diesel älterer Baujahre, die das Kraftfahrtbundesamt dem Hersteller vorwirft – und die Opel bestreitet. Vom runderneuerten 1,6-Liter-Diesel im Astra (ab 27.720 Euro) und dem gleich großen, aufgefrischten Insignia-Turbo-Benziner  (ab 35.195 Euro) mit der aktuellsten Norm Euro 6d-Temp ist dagegen kaum die Rede. Zunächst auf 600 Kilometer Testfahrt mit dem Diesel: Ein SCR-Kat mit Harnstoff-Einspritzung, die stets und auch außerhalb des Teststandes ein gutes Umweltgewissen garantiert, das verspricht Opel für den Reihenvierzylinder. Sicher darf sich der Käufer sein, dass der 150-PS-Diesel im Astra eine unbegrenzte Spaßgarantie bietet. Die Maschine legt gleich nach dem Start fast ohne Verzögerung los, als ob ein E-Motor für den Vortrieb sorgen würde. Die maximal 350 Newtonmeter Drehmoment stehen früh und ohne Durchhänger zur Verfügung, die Turbo-Unterstützung ist maßgeschneidert für dieses Antriebspaket. Wer Diesel mag – ja, das gibt’s zurecht noch –, der wird auch das dezente Brummen des Motors als angenehm empfinden. Der Sechsgang-Schalter steigert die Freude am Vortrieb noch. Fleißig schaltend durch das kroatische Hinterland und auf Küstenstraßen stehen immer die passenden Gänge für dynamisches Vorankommen bereit. Lediglich bei Geschwindigkeiten jenseits der 170 km/h geht es auf der Autobahn etwas zäher voran. Aber wer will schon die maximalen 225 km/h ausreizen? Wichtiger ist da schon, dass der Astra stets satt, treu und problemlos auf der Straße liegt und untadelig geradeaus läuft. Eine Sänfte ist der Diesel-Astra nicht – aber dafür gibt es im PSA-Konzern ja auch andere Marken. Und auch beim Bremsen geht es sehr deutsch-direkt zur Sache. Was auch bei diesem Opel begeistert: Trotz Kurvenräubern an der Küste knausert der neue Motor unter der Sechsliter-Schwelle. Bei zurückhaltender Fahrweise geht auf Dauer sicher auch weniger. An diese Verbrauchs- und damit Emissions-Askese sollten sich die vielen Totengräber des Selbstzünders ab und zu auch mal wieder erinnern. Beim zweiten runderneuerten Motor, dem 1,6 Liter-Benziner mit 147 kW/200 PS, sind solche Verbrauchswerte naturgemäß nicht ganz zu erreichen. An der Dynamikfront allerdings kommt der Turbo-Benzindirekteinspritzer dem Biturbo-Diesel schon nahe. Das maximale Drehmoment von 280 Newtonmetern liegt schon ab 1.650 und bis zu 4.500 Umdrehungen an und den Zug spürt man auch im größeren Aggregat-Träger Insignia. Lediglich beim schnellen Zwischenbeschleunigen von 60 auf 100 merkt der Fahrer gewisse Mühe mit dem 1,8-Tonnen-Gefährt. Die Limousine sprintet aber in 7,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und auch die  Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h wird zügig erreicht. Klar, dass bei schnellen Sprints durch das Sechsgang-Schaltgetriebe oder die Sechsstufen-Automatik der Normverbrauch von 6,6 Litern illusorisch bleibt. Es geht aber auch sanft gleitend. Dann ist zumindest eine sieben vor dem Komma drin. So motorisiert begeistert der Insignia auch als Benziner (übrigens mit Partikelfilter) dank seines bestens austarierten und behänden Fahrwerks auch bei Kurven- und Kehrenorgien – der Fast-Fünfmeter-Klotz fährt sich deutlich kompakter. Er bietet auch als Benziner ein rundum vollwertiges Angebot. Da ist es eigentlich nur schade, dass die beiden neuen Motoren mit dem absehbaren Abschied von den GM-Plattformen für Astra und Insignia ebenfalls beerdigt werden. Bis dahin dürften sie Käufern mit Spaß an Preis-/Leistungsriesen aber noch viel Freude bereiten.Zwei neue Motoren der Rüsselsheimer sollen die Schadstoffdiskussionen vergessen machen. Diesel und Benziner machen eine gute Figur. Die Zukunft der Antriebe ist dennoch überschaubar.

Fazit

Zwei neue Motoren der Rüsselsheimer sollen die Schadstoffdiskussionen vergessen machen. Diesel und Benziner machen eine gute Figur. Die Zukunft der Antriebe ist dennoch überschaubar.

Testwertung

3,5/5

Opel Astra 1.4 Ecotec CNG - Spätes Sparpotenzial
Autoplenum

Spätes Sparpotenzial Opel Astra 1.4 Ecotec CNG

Opel erweitert das Motorenprogramm des Astra um eine Erdgasversion namens 1.4 Ecotec CNG. Die mindestens 23.000 Euro teure Motorisierung kann sowohl mit Erdgas als auch Benzin gefahren werden.

Angetrieben wird der Astra CNG von einem 81 kW/110 PS und 200 Newtonmeter Drehmoment starken 1,4-Liter-Turbomotor. Die Sprintzeit der ausschließlich mit manuellem Sechsgang-Getriebe erhältlichen Variante gibt Opel mit 10,9 Sekunden an, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Der Ottomotor verträgt neben Benzin auch Erdgas und Biogas oder eine beliebige Mischung daraus. Das Gas wird in zwei Tanks aus Kohlefaser-Verbundstoffen gespeichert, die insgesamt 19 Kilogramm des Kraftstoffs speichern können. Angesichts eines Normverbrauchs von 4,1 bis 4,3 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer sind Reichweiten von rund 450 Kilometer im reinen Gasbetrieb möglich. Zusätzlich ist eine Benzinreserve von 13,7 Liter an Bord, mit der man über 200 Kilometer weit kommen kann.

Den CNG-Astra gibt es ab der Ausstattung Business als Fünftürer für 23.020 Euro, die Kombiversion Sports Tourer kostet 1.100 Euro Aufpreis. Zur Basisausstattung gehören Parkpiepser hinten, Tempomat, Radio, Klimaanlage sowie Fensterheber vorne und hinten. Die Mehrinvestition für den CNG-Antrieb liegt im Vergleich zu einem ähnlich motorisierten Benziner bei gut 3.600 Euro. Angesichts der bis 2026 subventionierten Erdgaspreise dürfte sich die neue Astra-Motorisierung bei den aktuellen Benzinpreisen nach einer Fahrleistung von etwa 100.000 Kilometer amortisieren.  
 

 

Fazit

Opel bietet den Astra ab sofort in einer Erdgas-Version an, mit der sich die Spritkosten in etwa halbieren lassen. Man muss allerdings viel fahren.

Testwertung

4,0/5

Budget-Kombis im Vergleich: Einmal alles zum mitnehmen
auto-motor-und-sport

Budget-Kombis im Vergleich: Einmal alles zum mitnehmen

Kennen Sie das? Man hat eben am Autohof getankt und flitzt in aller Eile wieder auf die Autobahn, hinein in den Stau? Obwohl nur ein Blick auf die in der Navi-Karte rot markierte Autobahn vorm Herumstehen bewahrt hätte? Beständig eingemalt vom Mégane, dank Verkehrsdaten in Echtzeit? Ja – ärgerlich. Dass die beiden Testkollegen in Octavia und Astra ebenso feststecken, tröstet da nicht viel weiter. Aber: Staus haben auch so ihre Vorteile. Beispielsweise wenn es darum geht, das touchscreenbasierte Infotainment-System namens R-Link 2 in aller Ruhe zu analysieren. Dann entdeckt man etwa, in welchem Untermenü sich das hilfreiche Head-up-Display ausrichten lässt, wie einfach sich die vielen Fahrerassistenzsysteme aktivieren oder verschiedene Benutzeroberflächen anlegen lassen. Ganz wie beim Tablet könnte man jede Funktion per Fingertippen direkt ansprechen: DAB, Massage, Klima.Wow, denkt man, da hat ein Programmierer aber mal kräftig gegrübelt. Und fein, dass das System bei allen Mégane Grandtour dCi 130 immer serienmäßig an Bord ist. Aber ob sich Renault des Risikos bewusst war, dass sich konservative Herrschaften angesichts der Vielfalt von R-Link abwenden könnten? Nervig ist übrigens, dass das Navi-System die ausgezoomte Karte immer auf wenige Meter wieder heranholt.Na ja. Jetzt nicht ärgern. Der Testwagen, ein Bose-Edition-Modell für 28.390 Euro, bietet schließlich Features, die überall gut ankommen. Beispielsweise die bequemen, gut ausgeformten Sitze inklusive heller Ziernähte, eine schmuckvolle Lichtleiste in der Mittelkonsole, die Bose-Soundanlage samt DAB und CD-Player sowie Chromschmuck hier und da. Von der Außenoptik ganz zu schweigen. Ja, Renault gibt sich viel Mühe, sein Image zu liften.

Der Renault-Diesel ist leise, aber schwach
So, der Verkehr rollt wieder, und der 150 PS starke Skoda Octavia Combi 2.0 TDI zieht schon davon. Die Chancen, ihn wieder einzuholen, sind indes gering. Länger übersetzt und schwerer als seine Konkurrenten, kommt der derzeit kräftigste Diesel-Mégane nur langsam in Schwung und zeigt auch bei höheren Drehzahlen nur wenig Schubkraft. Dazu passen auch die Messwerte. Für einen Spurt von 0 auf 130 km/h benötigt der 130 PS starke Renault Mégane Grandtour dCi 130 3,8 Sekunden länger als der Octavia. Ähnlich durchschnittlich fallen auch die Durchzugswerte aus. Übrigens bei identischen Drehmomentwerten für alle drei Kombis: 320 Nm. Immerhin: Kultivierter und leiser als der 1,6 Liter kleine Renault-Diesel arbeitet in diesem Vergleich keiner.Da passt es gut, dass auch von Wind und Asphalt nur wenig zu hören ist und das komfortable Fahrwerk Straßenschäden sanft abfängt. Doch leider führt die softe Abstimmung auf kurzen Wellen oder gröberen Straßen zu Hubbewegungen, die nicht jeder verträgt. Eine rückmeldungsarme und indirekte Lenkung sorgt schließlich dafür, dass im Mégane Grandtour dCi 130 nur selten sportliche Gelüste aufkommen.Wichtiger als Querdynamik dürfte für den klassischen Kombi-Käufer aber sowieso das Raumangebot sein. Und hier macht der 4,63 Meter lange Franzose einen guten Job. Trotz seiner forschen Dachlinie fehlt es den Insassen nicht an Platz, an große Fächer haben die Entwickler ebenfalls gedacht (bravo!), und das Stauvolumen ist mit 521 bis 1.504 Litern standesgemäß. Dazu wartet der Renault mit einer im verstellbaren Ladeboden eingesetzten Klappe zum Teilen des Gepäckraums, Unterbodenfächern (50 Liter) und einer umklappbaren Beifahrerlehne auf. 2,7 Meter lange Gegenstände könnten dann mit auf die Reise. Zugleich erleichtert eine niedrige Kofferraumkante (590 Millimeter) das Beladen. Einzig eine Durchlade fehlt dem Grandtour.

Der Opel wirkt unruhig, aber kräftig
Damit kann hingegen der rundherum geräumigere und acht Zentimeter längere Opel Astra Sports Tourer 1.6 CDTI Ecoflex dienen (340 Euro). Zudem bietet Opel für schlanke 124 Euro ein Schienen- und Hakensystem an. Ein Unterbodenfach besitzt der Astra indes nicht. Immerhin lässt sich das Rollo quer über dem Tirefit verstauen. Der Anblick von Blech, Kabeln und lockeren Steckern dürfte aber jedem Besitzer klarmachen, dass sein Opel (als Innovation 28.060 Euro teuer) längst nicht überall so schön ausschaut wie am mit Klavierlack bezogenen Armaturenbrett. Sowohl Renault als auch Skoda gestalten ihre Ablagen deutlich hochwertiger. Da wundert es auch nicht, dass besonders von der Hinterachse deutliche Abrollgeräusche zu vernehmen sind.Womit wir schon beim Fahrwerk sind. Im Vergleich zu dem des Mégane ist es teils unnachgiebig straff, gibt sich auf Autobahnen stößig und mäßigt sich erst, wenn zugeladen wird. Beachtliche 560 Kilo sind erlaubt. Der leichte Opel Astra Sports Tourer 1.6 CDTI Ecoflex profitiert von einer direkten und spontan ansprechenden Lenkung, die zu flotten und entsprechend launigen Fahrmanövern verleiten kann.An Schub soll es jedenfalls nicht liegen. Nur sechs PS stärker als der Franzose, zieht der Astra Sports Tourer leichtfüßig davon, ohne zu schwächeln. Die Schaltung könnte indes etwas geschmeidiger agieren. Dafür gebührt dem 1.6 CDTI die Krone beim Verbrauch: 6,1 l/100 km. Mégane und Octavia konsumieren minimal mehr.Ebenfalls Lob verdient die umfangreiche und zugleich serienmäßige Sicherheitsausstattung des Astra Innovation. Opels Notfall- und Telematiksystem OnStar ist beispielsweise ebenso an Bord wie eine Verkehrsschilderkennung sowie ein Spurhalte- und aktiver Bremsassistent. Wählt man dazu noch die adaptiven LED-Matrix-Scheinwerfer (1.450 Euro) sowie die erstklassigen Ergonomiesitze vorn (685 Euro), reift der Sports Tourer zu einem agilen und sehr sicheren Begleiter, der sich dank entschlacktem Cockpit auch noch problemlos bedienen lässt.

Der Skoda punktet in allen Bereichen
Nun zum Skoda Octavia, der seine beiden Konkurrenten, der kundige Leser ahnt es schon, wieder einmal blass aussehen lässt. Nahezu in jedem Kapitel liegt der als Style gelieferte und damit 28.550 Euro teure Kombi vorn. Möglich machen dies ein in allen Drehzahllagen kraftvoll anschiebender Zweiliter-TDI in Kombination mit einem präzise schaltbaren Getriebe sowie das üppige Raumangebot für Insassen und Gepäck. 610 bis 17.40 Liter sind in dieser Klasse nicht zu überbieten – übrigens trotz einer im Vergleich zum Astra 4,3 Zentimeter kürzeren Karosserie. Schade nur, dass die mögliche Zuladung lediglich 514 Kilogramm beträgt.Zugleich sind es die kleinen, für manch einen vielleicht spießigen Dinge, die den wie gewohnt solide gefertigten Skoda Octavia Comb auszeichnen. Angefangen bei Seitenairbags hinten und ausreichend großen Ablagen über unverspielte Instrumente sowie eine verständliche Bedienlogik bis hin zu verschiedenen Nettigkeiten wie regelbaren Luftausströmern im Fond, Abfalltaschen, einer praktischen Multifunktionsablage (für Jacken und Co.) sowie einem clever konstruierten Unterbodenfach. Selbst die Querelemente vom Dachgepäckträger lassen sich hier notfalls verstauen.Das, was man dem Skoda Octavia Combi 2.0 TDI Style wirklich anlasten kann, sind zwei Ärgernisse. Zum einen das straffe, teils fast poltrige Fahrwerk, das im Zusammenspiel mit der unauffälligen, aber präzisen Lenkung für unnötige Disharmonie sorgt. Zum anderen die vergleichsweise karge Ausstattung.Die kostet ihn am meisten Punkte. Doch am Ende hat er sich den ersten Platz verdient. Wieder einmal. Auch das dürften Sie schon kennen.

Testwertung

4,0/5

Opel Astra Sports Tourer gegen Skoda Octavia Combi: Sticht der Astra den Octavia aus?
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Opel Astra Sports Tourer gegen Skoda Octavia Combi: Sticht der Astra den Octavia aus?

Und dann stehen wir da im Wald, Kollege Peter und ich. Die Köpfe in den Kofferraum des Octavia Combi gebeugt. Noch ganz einfach: das Rollo, das Trennnetz und die zusätzliche Kleiderablage, die sich so leicht in die ausklappbaren Haken hängen lässt, zu entfernen. Schwierig aber ist, sie alle unter dem Ladeboden in genau jene Aussparungen zu friemeln, die die Herren Ingenieure zur Fixierung dieser Dinge erdacht haben. Wir wenden die langen Dinger immer wieder, ruckeln, drücken, drehen, gucken in die Betriebsanleitung. In dunklen Stunden hilft es ja, an die Erkenntnisse großer Geister zu denken. Oscar Wilde kommt da gerade recht: "Am Ende wird alles gut“, sagte er mal. "Und wird es nicht gut, ist es noch nicht das Ende.“ Also ringen wir weiter mit der Technik – und plötzlich passt eins ins andere in diesem Kombi-Tetris.

Opel Astra Sports Tourer mit pragmatischer Laderaum-Aufteilung
Der neue Astra Sports Tourer macht kein großes Geheimnis um seine Unterflur-Aufteilung: Das Gepäckraumrollo passt schräg übers Notrad, das Trennnetz daneben im spärlich verkleideten Kämmerchen unterm Stauraum. Kabelstränge sind da auch zu sehen mit ungeschützt eingeklipsten Steckern. Hier soll man Kleinkram verstauen, wenn es im Obergeschoss, das sich mittels eines cleveren Laderaum-Managements unterteilen lässt, mal eng wird? Hm. So sauber-akkurat wie der Skoda ist der Opel im Heck also nicht verarbeitet, doch vom Ende des – im Innenraum übrigens sehr sorgfältig gemachten – Autos sollte man nicht aufs Ganze schließen. Denn der Sports Tourer – das sei schon verraten – muss keine Konkurrenz fürchten, ist aus dem Stand bei der Musik. Man mag darüber streiten, ob die D-Säule ganz am Ende, die schon sehr an den kleinen Opel Adam erinnert, nicht zu verspielt ausgefallen ist, zu stark mit den sehnigen Linien des Astra kontrastiert. Die relativ flachen Seitenscheiben erschweren es jedenfalls kleinen Mitfahrern, aus dem Fenster zu schauen, und die Rundumsicht ist auch eher mäßig.

Beide Kombis gleichauf beim Gewicht
Der großflächiger verglaste Octavia Combi wirkt da klarer gezeichnet, weniger um Aufmerksamkeit bemüht. Doch er muss ja auch nichts mehr beweisen. Er gilt ja als einer der besten kompakten Kombinierer, während der Astra Sports Tourer die Bühne neu betritt und seinen Vorgänger vergessen machen will. Der trug ja schwer an der Last seiner international eingesetzten King-Size- Komponenten, die ihm neben Übergewicht auch ein schlechtes Raumangebot bescherten. Doch nun ist wie bei der Limousine Schluss mit dieser Verschwendung. Nur zwei Kilogramm schwerer als der Octavia Combi ist der Astra Sports Tourer, und an Platz herrscht nun wahrlich kein Mangel.Vorn wie hinten ist der Innenraum des Opel höher als der des Skoda, der minimal mehr Innenbreite und auch mehr Sitzraum in der zweiten Reihe bietet. Im Alltag verwischen aber diese Unterschiede: Selbst wenn vorn zwei große Erwachsene Platz nehmen, stößt man auf den Rücksitzen, die im Astra stärker ausgeformt sind, nicht mit den Knien an die Lehnen der Vordersitze. Diese sind im Falle des Astra AGR-Sitze (685 Euro) und verdienen eine dicke Empfehlung: Tief integriert ins Auto ist der Fahrer, wird bestens in alle Richtungen gestützt und kann sich mittels elektrischer Neigungsverstellung und Lordosenstütze sowie ausziehbarer Oberschenkelauflage sein Plätzchen auf Maß schneidern. Im Skoda sitzt es sich etwas höher (was der Übersicht zugutekommt) und nicht ganz so stark mit dem Auto verzahnt.

Skoda Octavia Combi punktet mit Detaillösungen im Innenraum
Doch zweitklassig ist dies genauso wenig wie die Funktionalität des Armaturenbretts. Hier fällt der Astra mit seinen kleineren Rundinstrumenten und der weniger klaren Kartendarstellung des Touchscreens ab, auch funktioniert das Aus- und Einzoomen oder Verschieben der Karte im Skoda flüssiger. Etwas unpraktischer geformte Türablagen fallen im Astra ebenso auf wie Sparsamkeiten im Detail: So pustet die Klimaautomatik des Skoda bei Bedarf auch kalte Luft ins Handschuhfach und hat regelbare Ausströmer im Fond. Und die Abfalltaschen samt Müllbeuteln für die hinteren Türtaschen (220 Euro im Paket mit variablem Ladeboden und der eingangs erwähnten Multifunktionsablage) wissen Eltern kleinerer Kinder schnell zu schätzen. Der Astra kontert diese Nettigkeiten aber durchaus, zum Beispiel in Form der 40 : 20 : 40 geteilten Rücksitzlehnen (250 Euro). Die erlauben eine sehr flexible Aufteilung zwischen Sitz- und Stauraum, was bei Kombis ja durchaus ein Kriterium darstellt. Beim Stauvolumen reicht der Sports Tourer hingegen nicht an den Octavia Combi heran. Mit 505 bis 1.595 Litern (ohne Notrad sind es 540 bis 1.630 Liter, mit vollwertigem Reserverad 475 bis 1.565 Liter) sollte er zwar selten in Verlegenheit kommen. Doch die 610 bis 1.740 Liter des Konkurrenten sind schon eine andere Hausnummer.

Zuladung hilft dem Astra
Immerhin düpiert der Astra den Octavia mit der höheren Zuladung: Exakt 61 Kilogramm mehr sind es im Falle der Testwagen. Schon mit vier Personen an Bord zeigt sich, dass Gewicht dem Rüsselsheimer Kombi beim Komfort auf die Sprünge hilft. Während er mit zwei Personen ungelenker über Absätze stampft als der ebenfalls durchaus straff abgestimmte Skoda, kommt mit der Zuladung Geschmeidigkeit ins Spiel. Der Octavia wiederum verliert dann eher die Contenance, schwingt nach Wellen stärker nach und meldet Asphaltflicken oder Fugen deutlicher und mit stärker hörbarem Fahrwerkspoltern. So groß, dass hiervon eine Kaufentscheidung abhängen könnte, sind die Unterschiede aber nicht – auch beim Handling übrigens, wo der Opel agiler wirkt, weil er aus der Mittellage einen Tick williger einlenkt. Die bei den Fahrdynamiktests ermittelten Geschwindigkeiten wie auch die durch sanft regelnde Stabilitätsprogramme (im Astra komplett abschaltbar) unterstützte Fahrsicherheit sind jedenfalls vergleichbar gut. Nur bei den Bremsen schwächelt der Astra etwas gegenüber dem exzellent verzögernden Octavia

Opel Astra Sports Tourer mit neuem Top-Diesel
Ansonsten alles wie von den Limousinen bekannt: tolles LED-Matrixlicht beim Astra, jede Menge Sicherheitsassistenz und viel Ausstattung, die den hohen Preis des Innovation (29.110 Euro) relativiert. Der Skoda ist im Multimediabereich durchaus ebenbürtig bis hin zum optionalen WLAN-Hotspot, bei Komfortassistenten (aktives Ein- und Ausparken) vorn und beim Preis (28.250 Euro für den Style) nur auf den ersten Blick billiger, da die Serienausstattung weniger üppig ausfällt.Wirklich alles wie immer? Nein, denn mit dem Sports Tourer debütiert im Astra auch ein neuer Top- Diesel mit gleich zwei Turbos. Die entlocken dem 1,6 Liter großen CDTI 160 PS und 350 Newtonmeter und düpieren den Octavia 2.0 TDI (150 PS, 320 Nm) trotz Hubraumdefizits – theoretisch jedenfalls. Doch bei den Beschleunigungsmessungen geht es bis 180 km/h nur um Sekundenbruchteile hin und her, die etwas höhere Spitze des Opel (220 zu 216 km/h) spielt im Alltag keine Rolle. Auch in der Leistungsentfaltung hat keiner die Nase vorn: Spätestens ab 1.500 Umdrehungen sind beide hellwach, ziehen ohne Schwächeln durch und drehen bis fast 5.000, wenn mal Not am Mann ist.Der TDI läuft allerdings etwas schwingungsärmer und mit wohligerem Klang speziell bei hohen Drehzahlen. Und die liegen im Astra öfter an, weil sein Getriebe, dessen Gänge sich nicht ganz so geschmeidig wechseln lassen, kürzer übersetzt ist. Schaden tut das aber nicht: Mit 6,0 Litern unterbietet der Opel den Skoda beim Testverbrauch um 0,2 Liter, und auch beim Geräusch spielen beide in der ersten Kompaktdiesel-Liga. Nicht nur am Ende des Astra Sports Tourer, sondern auch am Anfang ist damit alles ziemlich gut geraten, können wir zum Schluss feststellen. Ganz knapp verdirbt ihm zwar der Octavia Combi das Happy End mit Sieg und Fanfaren. Aber der hat ja auch andere richtig gute Autos schon gebügelt.

Testwertung

4,0/5

Opel Astra K Sportstourer vs. Ford Focus Turnier: Neuer Opel Astra Kombi im ersten Vergleich
auto-motor-und-sport

Opel Astra K Sportstourer vs. Ford Focus Turnier: Neuer Opel Astra Kombi im ersten Vergleich

Wahrscheinlich wussten Sie das nicht, doch der erste kompakte Opel-Kombi, der Kadett A Caravan, kam im März 1963 auf den Markt, mit Einliter-Vierzylinder und 40 PS und dabei 700 kg leicht. Doch das ist gar nicht mal das Bemerkenswerteste daran. Erst fünf Jahre später brachte Ford mit dem Escort Turnier einen ernsthaften Rivalen auf den Markt, so lange konnte es sich der Kadett allein in seiner Marktnische bequem machen.Das ist heute komplett anders, der neue Astra Sports Tourer trifft in der Kompaktklasse auf Golf Variant, Skoda Octavia Combi, Kia Cee’d SW, Hyundai i30 Kombi und viele weitere Konkurrenten. Natürlich ist ein Ford dabei. Der kommt immer noch als Turnier, gleichwohl er seit drei Modellgenerationen ein Focus ist. Dass sich die beiden Rivalen aus Köln-Niehl und Rüsselsheim immer noch im Visier haben, ist auch den Preislisten der Kombis zu entnehmen. Mit den populären 125-PS-Benzinmotoren - die im Übrigen bei beiden eine sehr vernünftige Wahl sind - kosten Sports Tourer und Turnier jeweils rund 22.000 Euro. Beide kommen dann in der eher nüchternen Trend- oder Edition-Ausstattung. Der Astra ist genau 500 Euro teurer. Was jedoch nichts daran ändert, dass es in beiden Fällen sehr viel gutes und solides Auto fürs Geld gibt.

Opel Astra Sports Tourer ist großzügiger
Das gilt hier in erster Linie für den Opel, der mit reichlichen 4,70 Metern fast eine Klasse größer ist als der Ford. Entsprechend geräumig geht es im Ladeabteil zu, hier packt der neue Sports Tourer sogar mehr als der rund 20 Zentimeter längere Insignia Sports Tourer: Mit einem Gepäckraumvolumen von 540 Litern und 1.630 Litern maximalem Fassungsvermögen bietet er fast genauso viel Platz wie der Golf Variant und nur knapp weniger als Skodas Octavia.Dass man bei Opel von Kombis etwas versteht, ist auch an der ausgefeilten Funktionalität erkennbar. So falten sich die Lehnen dreigeteilt mit mittlerer Durchreiche (250 Euro extra) per Fernentriegelung spielend leicht zusammen. Das ergibt eine ebene Ladefläche von beträchtlichen Ausmaßen, solide Verzurrösen erleichtern die Ladungssicherung. Nur die etwas schmale Hecköffnung fällt hier negativ auf, nur da hat der Focus Turnier etwas mehr zu bieten. Den Astra-Topversionen Dynamic und Innovation ist eine weitere Option vorbehalten: die sensorgesteuerte Heckklappe (885 Euro). Da öffnet und schließt sich die Kofferraumklappe per lockerem Fußschwenk.

Ford Focus Turnier mit weniger praktischen Details
Die Umklapp-Prozedur gestaltet sich beim Focus Turnier etwas aufwendiger, weil hier zusätzlich die Sitzflächen vorgeklappt werden müssen, damit sich eine ebene Ladefläche ergibt. Zudem fehlt, anders als im Astra, eine passende Ablage im Kofferraum für die Abdeckung, und mit 490 Litern sowie 1.516 Litern maximalem Volumen ist der Laderaum doch deutlich kleiner. Beengter ist es ebenso für die Passagiere im Ford. Vor allem im Fond scheint es hier spürbar knapper zuzugehen als im Astra. Überraschend - denn der Unterschied dürfte nur ein paar Millimeter betragen, schließlich ist der Radstand des Opel nur minimal länger (1,4 Zentimeter).
Zum luftigeren Raumgefühl trägt auch das weniger zugebaute Cockpit des Astra bei. Vorn fühlen sich die Insassen nicht so eingemauert wie im engeren Focus. Zudem wirkt dieser mit seiner zerklüfteten Instrumentenlandschaft älter und chaotischer als der vergleichsweise kühl und nüchtern eingerichtete Opel. Die bequemeren Sitze gibt es ebenfalls im Astra, vor allem wenn vorn die optionalen Ergonomiesitze (685 Euro) montiert sind. Sieht also nicht so schlecht aus für den kompakten Opel-Kombi, der seit 2010 nicht mehr Caravan, sondern Sports Tourer heißt.

Testwertung

4,0/5

Opel Astra Sports Tourer (2016) im Test: Fahrbericht mit technischen Daten und Preis
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Familienfreundliches Flottenfahrzeug

Porto (Portugal), 16. März 2016 - Man sollte eigentlich nicht mit einem Artikel anfangen, noch bevor man das Auto, um das es gehen soll, gefahren ist. Normalerweise ist das auch nicht meine Art, aber beim neuen Opel Astra Sport Tourer bin ich mir fast sicher, was ich zu erwarten habe. Ich habe zwar keine hellseherischen Fähigkeiten, doch vor gut einem halben Jahr hatte ich das Vergnügen, den neuen Fünftürer zu fahren. Damals war ich begeistert und schrieb: "Mit dem Astra der elften Generation ist Opel ein großer Wurf gelungen. Der aktuell Zweitplatzierte im deutschen Kompaktwagensegment wird kürzer, flacher und verliert deutlich an Gewicht. Das Ergebnis fährt sich souverän wie ein Mittelklässler und bleibt gleichzeitig agil wie ein Kleinwagen." Mit dieser Meinung bin ich nicht alleine, denn mittlerweile wurde der Astra zum "Car of the Year 2016" gewählt. Ob der Astra auch als Sports Tourer überzeugt? Schauen wir mal, ob sich Erwartung und Realität decken. Design und Streiten? Nein, danke Zugegeben, als ich den Astra-Kombi das erste Mal auf Fotos gesehen habe, war ich in einer gewissen Art und Weise zwiegespalten. Die Front gefällt - wie auch beim Fünftürer -, aber das Heck? Ja, der Hintern des Kombis ist wohl mit Abstand der gewöhnungsbedürftigste Teil des Autos. Dachte ich. Denn wenn der Wagen dann vor einem steht, ist die nach unten über die C-Säule auslaufende Chromleiste der oberen Fensterlinie gar nicht so störend, wie zuerst befürchtet. Deutlich mehr Platz im Innenraum Im Gegensatz zum Fünftürer (der bei seinem Generationswechsel 50 Millimeter in der Länge einbüßte) wuchs der Kombi vier Millimeter auf jetzt insgesamt 4.702 Millimeter. Zusammen mit dem neuen Innenraumkonzept und dem Radstand von 2.662 Millimeter bekämpfte Opel eine Astra-Krankheit der J-Baureihe: Platzmangel. In Zahlen: Der Kombi hat 26 Millimeter mehr Kopffreiheit vorne, 38 Millimeter mehr Kopffreiheit hinten und die Beine der Fondpassagiere haben 28 Millimeter mehr Spielraum. Merkt man diese theoretischen Zahlen auch praktisch? Ja, die Fahrgastzelle fühlt sich jetzt einfach viel luftiger an.

Gutes Konzept und noch bessere Sitze Ansonsten gibt es im Innenraum keine großen Überraschungen. Zumindest dann nicht, wenn Sie schon einmal im Fünftürer gesessen haben. Die Knöpfchenflut ist abgeebbt und macht Platz für ein klares Konzept. Vielfahrer können sich über die verbesserten AGR-Sitze (AGR ist die "Aktion gesunder Rücken") freuen. Wie Sitze mit einer 18-fachen-Verstellung, einer Heizung, einer Belüftung und einer Massagefunktion (die gibt`s allerdings nur für den Fahrer) klingen? Gemütlich, ja klar, und das sind sie auch. Diese Features hatten bislang so gar nichts in der Kompaktklasse verloren. Sie wollen noch ein Beispiel? Okay, Sie können eine Sitzheizung für die zwei äußeren Plätze im Fond ordern. Punkt. Demokratie, Licht und Technik Opel spricht von der "Demokratisierung des guten Sitzens". Und weil Demokratie nicht nur gut für den Rücken und die Pobacken ist, bietet man für die Augen ein Matrix-LED-Licht an: Für 1.250 Euro Aufpreis blendet ein System aus der neuesten Generation der Frontkamera und LED-Einheiten gezielt den Gegenverkehr aus. 37 Prozent der Astra-Käufer werden sich dieses Feature gönnen. Ich finde, es sollten mehr sein. Und alle, die auf technische Spielereien wie eine Smartphone-Anbindung, die neuesten Assistenzsysteme und Online-Anbindungen nicht mehr verzichten können, werden auch im Sports Tourer nicht enttäuscht. Hoher und variabler Nutzwert für alle Und so banale Dinge wie ein großer Kofferraum? Den gibts auch. 540 Liter passen rein, und wenn die 40-20-40-Rückbank umgelegt wurde, verschwinden bis zu 1.630 Liter Gepäck (80 Liter mehr als beim Vorgänger) hinter der optional automatisch per Fußkick zu öffnenden Heckklappe. Um die Einkäufe, den Kinderwagen oder die Sportausrüstung fürs Wochenende auch sicher, geordnet und sauber im Ladeabteil verstauen zu können, bietet Opel außerdem ein System aus Schienen, Netzen, Haken, Trenngittern und einem Wendeboden an.
So fährt er sich Wie fährt sich denn nun der Astra mit mehr Kofferraum? Er fährt sich, wie man das von der Kombiversion eines ziemlich guten fünftürigen Kompaktwagens erwartet: genauso gut. Warum? Der Sports Tourer profitiert von all den technischen Veränderungen, die auch den kurzen Astra so verdammt agil gemacht haben. Der Wagen steht auf der gleichen Plattform mit hochfesten Leichtbaustählen, er ist dadurch bis zu 190 Kilogramm leichter und trotzdem verwindungssteifer geworden. Zusammen mit dem ebenfall neuen Fahrwerk und dem 160 PS starken 1,6-Liter-Biturbo-Diesel, der sein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter bereits ab 1.500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung stellt, ist eine runde und spritzige Sache aus dem Sports Tourer geworden. Eine, die sich deutlich spaßiger als ein Golf Variant mit Zweiliter-Vierzylinder-Diesel und 150 PS bewegen lässt. In 8,9 Sekunden geht es auf Tempo 100 und die Höchstgeschwindigkeit ist erst bei 220 km/h erreicht. Ja, ich spreche hier aber auch von der Leichtigkeit eines Kleinwagens, einem direkten und genauen Einlenkverhalten, einem tollen Abroll- und Federkomfort sowie von einem sparsamen (wir brauchten laut Bordcomputer 4,9 Liter auf 100 Kilometer), kraftvollen und laufruhigen Dieselaggregat. Wermutstropfen und die Motorenpalette Einzige Wermutstropfen sind das etwas träge ansprechende Gaspedal und das fehlende Automatikgetriebe. Verstehen Sie mich nicht falsch, die Sechsgang-Schaltung ist ein tolles Getriebe-Produkt, keine Frage, doch wer wie ich seine Dieselpower lieber über eine Sechsgang-Automatik an die Vorderräder schicken möchte, muss auf den schwächeren 136-PS-Selbstzünder zurückgreifen. Der neue Top-Diesel ist nur mit manueller Schaltung erhältlich. Weitere Optionen sind ebenfalls 1,6 Liter große Diesel mit 95 und 110 PS sowie Drei- und Vierzylinder-Benziner mit 100 bis 200 Pferden. Markteinführung und Preis Sprechen wir noch über den Preis. Ich möchte gleich zwei Zahlen in den Raum werfen: 24.590 und 28.400. Die erste ist nicht mehr aktuell, denn so viel kostete der Astra-Sports-Tourer-Vorgänger mit gleichwertiger 2,0-Liter-Diesel-Motorisierung, 165 PS und all den Kritikpunkten der letzten Generation mindestens. Die zweite Zahl ist der Euro-Preis eines aktuellen Golf Variant mit 150-PS-Diesel und Schaltgetriebe. Was der neue Astra mit neuem Top-Selbstzünder kostet? Der Einstiegspreis liegt bei 28.310 Euro. Klingt also nach einer guten - aber leider Automatik-freien - Alternative zu Wolfsburg. Gewöhnen wir uns trotzdem besser schnell an den Anblick der C-Säule. Bis zur Markteinführung am 9. April 2016 haben Sie Zeit.

Fazit

Schon am Ende des Jahres 2015 hat Opel mit dem neuen Astra die Karten im Kompaktwagen-Quartett neu gemischt. Es ist also keine große Überraschung, das der Sports Tourer im Segment der kompakten Kombis einen genauso guten Eindruck hinterlässt. Der Innenraum ist geräumiger, komfortabler, wertiger und besser strukturiert und der Kofferraum ist größer und variabler geworden. Außerdem ist das Fahrzeug leichter und steifer geworden und in Verbindung mit dem neuen, sparsamen und kraftvollen 160-PS-Top-Diesel hat der Astra Sports Tourer einen gewaltigen Agilitätssprung gemacht. Auch Kompaktfahrzeug-Innovationen kommen nicht zu kurz: Ausstattungsdetails wie Matrix-LED-Scheinwerfer, eine Sitzheizung für die Fondpassagiere oder eine Massagefunktion für den Fahrer sprechen eine deutlich höhere Klassensprache. Alltag, Urlaub, Freizeit, Beruf oder Familie. Der Astra Sports Tourer kanns und zwar zu einem annehmbaren Preis. Ein echter Wagen fürs Volk.+ gute Raumausnutzung, aufgeräumtes Cockpit, solide Verarbeitung, schicke Optik, umfangreiches Technikpaket, fantastische Sitze, agiles und leichtfüßiges Fahrverhalten, guter Preis- Top-Diesel ohne Automatikgetriebe

Testwertung

4,5/5

Opel Astra Sports Tourer im Fahrbericht (2016): Der ist groß, Mann
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Opel Astra Sports Tourer im Fahrbericht (2016): Der ist groß, Mann

Der Status des ewigen Zweiten kann einem vermutlich ganz schön auf die Nerven gehen - der Opel Kadett/Astra beispielsweise wäre womöglich das meistgebaute Auto der Welt, wenn er nicht zwischendurch mal den Namen gewechselt hätte und es keinen VW Golf gäbe. 24 Millionen Kadett und Astra entstanden seit 1963, über fünf Millionen als Kombi. Der im Übrigen ebenfalls kürzlich umbenannt wurde: aus Caravan wurde Sports Tourer.Dass Opel mit geräumigen, praxistauglichen Kombis viel Erfahrung hat, ist dem neuen Sports Tourer anzumerken. Man sieht es an vielen Kleinigkeiten, etwa der per Fußschwenk zu öffnenden und zu schließenden Heckklappe (ab 750 Euro). Die ist allerdings, auch das muss gesagt werden, nur in den teuren Dynamic- und Innovation-Ausführungen zu haben. Doch es ist auch an so scheinbar Nebensächlichem wie dem Ablageplatz fürs Gepäckrollo unter dem Ladeboden oder den Einsteckplätzen für die hinteren Sicherheitsgurte und den gut zugänglichen Isofix-Befestigungen zu sehen. Natürlich ist nichts davon sensationell neu, das gibt es ebenso in anderen Kombis, aber in dieser Kombination und in der Preisklasse doch bemerkenswert. Da wir schon bei den Preisen sind: Den Astra Sports Tourer gibt es ab 18.260 Euro.

Opel Astra Sports Tourer: Geschmeidige Federung, agiles Handling
Im Konkurrenzumfeld kann sich das durchaus sehen lassen, ein vergleichbarer Skoda Octavia ist allerdings rund 1.000 Euro billiger. Aber eigentlich soll hier ja vom Astra die Rede sein und davon, wie er denn fährt. Für die erste Ausfahrt steht ein 1.6 CDTI mit 160 PS zur Verfügung, die teuerste zum Marktstart verfügbare Antriebsvariante. Dazu steht der 1,6-Liter-Diesel auch mit 95, 110 und 136 PS in der Preisliste, Benziner gibt es zwischen 100 und 200 PS. Wer die Astra-Limousine kennt, wird sich im Sports Tourer natürlich ebenfalls rasch zurechtfinden, Interieur und Bedienung sind weitgehend identisch. Die zusätzliche Raumfülle macht sich im Fond bemerkbar, da geht es schon etwas luftiger zu als in der Limousine. Der kräftige Diesel hat mit dem Sports Tourer wenig Mühe, was auch am kräftig reduzierten Gewicht liegt. Je nach Version und Ausstattung soll der Neue bis zu 190 kg weniger wiegen als der Vorgänger. Diese Leichtigkeit wirkt sich auch auf das Handling aus, der Kombi wirkt agil und federt geschmeidig. Dass es nun keine adaptiven Dämpfer mehr gibt, scheint da verschmerzbar. Kleiner Wermutstropfen: Mit 160 PS und Innovation-Ausstattung kostet der Sports Tourer ab rund 27.000 Euro - da ist der Astra dann auch kein Schnäppchen mehr.

Testwertung

4,0/5

Opel Astra Sports Tourer 1.6 CDTI - Der besondere Kick
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Opel Astra Sports Tourer 1.6 CDTI - Der besondere Kick

Opel lässt die Kombiversion seines Astra vom Stapel. Unter dem viel strapazierten Namen "Sports Tourer" haben die Rüsselsheimer einen ebenso ansehnlichen wie praktischen Familienlaster kreiert. Der neue Biturbo-Diesel überzeugt durch seine Drehfreude.

Opel Astra Sports Tourer. Zugegeben, als wir die Bezeichnung des Astra Kombis hörten, kamen nicht gerade Begeisterungsstürme auf. Gefühlt fast jedes zweite Auto dieser Bauart hat irgendwas mit "Sport" im Namen. Nicht immer folgen auf dieses Versprechen Taten. Immerhin feiert der doppelt aufgeladene 1.6-Liter-Diesel im Rüsselsheimer Kombi seine Premiere. Der Blick auf das Datenblatt resultiert in einem kurzen Stirnrunzeln. Zwei Lader und dann lediglich 118 kW / 160 PS? Das soll ein Top-Diesel sein? Da haben andere doch mehr auf der Pfanne. Der Golf GTD Variant mit 135 kW / 184 PS zum Beispiel. Auch der 2.0 CDTI, der im Vorgänger seinen Dienst tat, war um 25 kW / 35 PS potenter. "Rightsizing" nennt das die Opel-Marketing-Abteilung.

Bei aller Modernität haben die Rüsselsheimer Ingenieure dem Selbstzünder nicht alle Diesel-Krankheiten austreiben können. Im kalten Zustand knurrt der Motor brummig unwirsch. Nach einigen Kilometern gehört diese akustische Randerscheinung jedoch der Vergangenheit an und die Geräuschkulisse verkehrt sich ins Gegenteil: der 1.6 CDTI BiTurbo gehört zu den ruhigeren Vertretern seiner Zunft. Angenehm sind auch die Drehfreude bis zur 5.000er-Grenze sowie die Elastizität beim Anfahren und beim Durchbeschleunigen im Geschwindigkeitsbereich um 100 km/h. Grund für diesen geschmeidigen Habitus ist die Register-Aufladung und die Tatsache, dass der kleinere der beiden Turbo-Lader eine variable Geometrie hat.

Das führt dazu, dass das maximale Drehmoment von 350 Newtonmetern schon ab 1.500 U/min bereitsteht. Nach 8,9 Sekunden erreicht der 1.435 Kilogramm schwere Kombi Landstraßentempo 100 km/h und der Vortrieb hört erst bei 220 km/h auf. Da hilft es, dass die Top-Diesel-Version des Astra Sports Tourer knapp 150 Kilogramm leichter ist als der Vorgänger. Das resultiert auch in einem Normverbrauch von 4,2 Liter pro 100 Kilometer. Der positive Eindruck wird allerdings durch die teigige Sechsgang-Handschaltung und das stößige Fahrwerk getrübt. Beim Rangieren stören das kleine Rückfenster und die breiten hinteren Säulen. Erleichterung schafft die Rückfahrkamera.

Im Interieur regiert das frische Astra-Ambiente. Sehenswerte Klarlack-Applikationen und ein griffiges Lenkrad werden durch uncharmante Plastikteile, wie etwa auf dem Mitteltunnel und den dazugehörigen Zigarettenanzünder konterkariert. Dafür gibt es interessante Ideen: der Bügel unterhalb des Navigationsbildschirms ist nicht, wie zunächst vermutet, ein Pseudo-Klappengriff, sondern eine Befestigungs-Möglichkeit für eine Smartphone-Halterung. Die komfortablen und ergonomischen AGR-Sitze (Aktion Gesunder Rücken), im Leder-Paket für 1.850 Euro enthalten, sind nach wie vor jede Investition wert.

Mit einem Kick unter die Heckschürze öffnet sich die Heckklappe. Neu ist, dass ein zweiter Spannstoß den Kofferraumdeckel wieder verschließt. Das hilft, wenn man beim Entladen die Hände voll hat. Allerdings kostet der Fußball-Übungsspaß bei der zweitbesten Ausstattungsvariante Dynamic immer noch 885 Euro Aufpreis. Der Kofferraum kann sich mit einem Fassungsvermögen von 540 bis 1.630 Liter vielfältig nutzen lassen. Zum Vergleich: Das Gepäckabteil des Golf Variant schluckt 605 bis 1.620 Liter und der Lademeister in diesem Segment, der Skoda Octavia Kombi 605 bis 1.655 Liter. Dass der Abdeck-Rollo genau in das Unterboden-Fach passt, ist ebenso nützlich wie das Schienen-Leisten-System, mit dem Gegenstände fixiert werden können.

Allerdings muss an die Kopfstützen herausnehmen, um einen flachen Ladeboden zu bekommen. Der Basis-Preis des Opel Astra Sports Tourer 1.6 BiTurbo CDTI beläuft sich auf 28.310 Euro. Mit ein paar Extras, wie der erwähnten Lederausstattung, dem sehr guten Matrix-LED-Licht (1.250 Euro), dem Navigationssystem (790 Euro), der Frontkamera (500 Euro) und dem Assistenz-Paket, wächst der Preis des gefahrenen Familienmobils auf 34.710 Euro. Ein Golf Variant Comfortline 2.0 TDI mit 110 kW / 150 PS kostet mindestens 28.750 Euro. Dann fehlt aber die Klimaautomatik (380 Euro) und es ist nur Xenon-Licht für 885 Euro erhältlich.

Testwertung

4,0/5

Opel Astra – Neue Klasse für die Masse?
redaktion

Opel Astra – Neue Klasse für die Masse?

Neu? Aha.
Rund 40 Minuten dauert es, bis die Garde der Techniker und Designer genug Worte gefunden haben, um den ungeduldig scharrenden Journalisten die Vorzüge des neuen Opel Astra in allen Details zu erläutern. 40 Minuten, die den Wartenden vorkommen, wie eine halbe Ewigkeit und welche die Erwartungshaltung in etwa auf das Level der ersten Mondlandung schraubt. Und dann fällt der Vorhang und der neue, rote Astra steht in seiner vollen Größe vor einem.

Dynamik pur: So flott dürften nur wenige Astra im Alltag unterwegs sein. Denn alles, was gut aussieht, kostet Aufpreis.

Neu? Naja, für Opel ist an dem im Vergleich zum Vorgänger etwas kürzeren Astra alles neu. Dem Betrachter kommen angesichts der bekannt erscheinenden Formensprache erste Zweifel. Ein wenig Kia und Hyundai hier, etwas Seat Leon dort, garniert mit den üblichen (und natürlich Aufpreis-pflichtigen) 18 Zoll-Rädern, einer weit ins Dach gezogenen Windschutzscheibe und den derzeit so angesagten schlitzigen Heckleuchten. Gefällig zwar, aber eine Design Revolution ist es denn auch nicht.

Erklärungsversuche: Das etwas schlichte Design des neuen Astra verlangt mitunter einiger emotionaler Worte, um das Interesse der Zuschauer zu wecken.

Doch das muss er ja vielleicht auch nicht sein, denn im Segment der Kompaktklässler genügt ein durchschnittliches Outfit schon, um die Kunden zum Kauf zu bewegen. Zumindest wenn die inneren Werte stimmen und man im Mainstream mitschwimmt. Und nicht selten, wird der Wert des schlichten Designs einem erst mit zunehmenden Alter des Mobils bewusst. Nämlich dann, wenn die übertrieben modisch daherkommenden Modelle schon längst unansehnlich geworden sind.

Trauriger Ausblick: Die Karkheit der einfachsten Version erschreckt dann doch etwas.

High Tech aus Rüsselsheim
Also auf zur großen Opel Astra Entdeckungstour im Innenraum. Und an dessen Werten, so werden die Herren der Produktpresse nicht müde zu betonen, fehle es dem Asta Nummer sechs nun wirklich nicht. Beispiel gefällig? Opel hat das Cockpit aufgeräumt und weniger Schalter installiert als beim Vorgänger. Das heißt zum einen nichts anderes, als dass man offenbar auch bei Opel die Vielzahl der Knöpfe im Vorgänger verwirrend fand und zum anderen die Funktionsknöpfe nun in das neue zentrale Touch-Display (7 bzw. 8 Zoll groß) gelegt hat. Das fügt sich elegant ins Dashboard ein und kommuniziert problemlos mit dem Smart Phone. Dank Mirror Link und Apple Car Play bzw. Android Auto gelingt die Bedienung der mobilen Gerätschaften auf dem Bildschirm während der Fahrt problemlos und legal, wobei wegen der großen hin und her reisenden Datenmengen das Handy trotzdem am Kabel angeschlossen sein muss. Aber immerhin können nun die Lieblingstitel, SMS oder die im Smart Phone integrierten Landkarten samt der auf dem Gerät laufenden Navigation auf dem Opel Bildschirm angezeigt werden. Im Internet surfen ist jedoch nach wie vor nicht möglich – aus verständlichen Gründen.

Kopfkino: Das 7 Zoll-Display verfügt naturgemäß nicht über den gleichen Funktionsumfang, wie sein großer Bruder.

Opel, hier wird Ihnen geholfen
Mit an Bord ist auch ein Heer von Assistenzsystemen, ohne die heute kaum mehr eine Autoneuheit auskommt und die bei Opel nun zunehmend das Niveau der Wettbewerber erreichen. Denn im Astra 2016 gibt es endlich auch einen Spurhalteassistenten der aktiv gegenlenkt und einen Einparkautomaten, der Querlücken erkennt und in diese auch automatisch einparkt. Ein Fortschritt – für Opel. Denn das alles hat die Konkurrenz auch und zwar nicht erst seit gestern. Feinheiten, wie eine Radar gestützte Geschwindigkeitsregelanlage samt Stopp-and-Go-Assistenten finden dagegen nicht den Weg in den neuen Astra. Dafür ein High-Tech-Scheinwerfer namens IntelliLux. Für einen Mehrpreis von 1.150 Euro soll der Fahrer künftig mit adaptiven LED-Matrix Scheinwerfern durch die Nacht schneiden und auf alle Funktionen eines Hightech Scheinwerfers der Oberklasse, wie verkehrsabhängiges Abblenden im Fernlichtbetrieb oder ein Abbiegelicht zurückgreifen können. Der Scheinwerfer kommt dabei ohne mechanische Bauteile aus und ist dank LED-Technik langlebiger und effizienter, als sein Pendant mit einer Glühbirne. Ein tolles Feature, ob es aber in der Preis sensiblen Kompaktklasse angenommen wird, bleibt angesichts des Mehrpreises abzuwarten. Gleiches gilt für das von GM USA implementierte „On Star“ Opel-Service-System. In nahezu allen Lebensfragen hilft auf Knopfdruck eine charmante Online-Hilfe aus dem Call-Center im englischen Luton. Sie weiß etwa den Standort des nächsten Geldautomaten und sendet diesen sogar ins Navigationsgerät des Astra. Und selbstverständlich reserviert sie auch Restauranttische und noch vieles mehr. Der Dienst ist im ersten Jahr kostenlos, dann kostet er 99 Euro Grundgebühr zzgl. den Kosten der Datenflatrate. Wie lange dieser Service angesichts der Preisgestaltung letztlich besteht, bleibt unklar, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass derlei Dienste meistens dann auf wenig Interesse stoßen, sobald der Kunde dafür zahlen soll.

Dünnhäutig: Sind die Fondpassagiere nett, spendieren sie dem Fahrer eine Punkt genaue Massage durch die dünnen Rückenlehnen.

Sitz und Platz
Schöne Dinge erwarten den spendablen Astra Käufer also, doch auch wenn er eher im Basismodell unterwegs sein sollte, möchte Opel ihn das Gefühl eines guten Kaufs vermitteln. Das gelingt vor allem mit einem geräumigen Innenraum, der auch im Fond ein üppiges Raumangebot bietet. Man kann ihm allenfalls ankreiden, dass die Öffnungswinkel der hinteren Türen etwas gering ausfallen. Wer mag, kann den Opel in Sachen Sitze auch ordentlich aufmöbeln. Zu der obligatorischen vorderen Sitzheizung, kann diese nun auch für die Fondpassagiere geordert werden und wer „Rücken“ hat, bestellt einfach den Ergonomiesitz „AGR“ mit vielfachen Verstellmöglichkeiten und Ventilation dazu. Sind dann noch langbeinige Mitreisende auf der zweiten Reihe an Bord gibt es dank der dünnen Sitzlehen der Vordersitze sogar noch eine kostenlose Massagefunktion dazu. Womit die Qualität des neuen Astra in den Fokus rückt. Wer hier die Passgenauigkeit und Detailverliebtheit bei Oberflächen und Spaltmaßen der Konkurrenz sucht, hat Pech. Bei Opel ist in diesen Punkten (auch, wenn es sich um Vorserienfahrzeuge handelte) noch Luft nach oben. Das wird auch deutlich, wenn man den bis zu 1.210 Liter großen Kofferraum öffnet. Eine schlecht ausgeschnittene Abdeckung hier, eine lieblos eingeclipste Verkleidungen dort, irritieren das Auge des Betrachters. Und selbst, wenn man sich an diesen Details nicht stört, an dem unebenen Ladeboden bei vorgeklappter Rückbank (Version Standard ohne Notrad) wird man es spätestens tun.

Traurige Lösung: Den ebenen Ladeboden gibt es nur gegen Aufpreis, eine etwas ansprechendere Materialauswahl dagegen gar nicht. Zudem ist die Ladekante des neuen Astra recht hoch.

Basiskost für den Verkaufserfolg?
Wenig Überraschendes ist auch aus dem Motorraum zu vermelden. Opel hat zwar das gesamte Motorenprogramm zum Marktstart des Astra erneuert, doch echte Innovationen sucht man auch hier vergebens. An der Basis operiert der auch im Adam eingesetzte Dreizylinder-Turbomotor, hier mit 105 PS, gefolgt von zwei Versionen des 1,4 Liter Turbobenziners mit 125 bzw. 150 PS. Einen Einstiegsmotor gibt es auch, nämlich den 1,4 Liter Vierzylinder mit 100 PS. Fünf PS weniger bietet der kleinste Diesel, auf dessen 1,6 Liter Grundmotor auch die beiden anderen (110 und 136 PS) starken Selbstzünder aufbauen. Auf mehr als 150 PS muss der Astra Kunde derzeit ebenso verzichten, wie auf Hightech-Bausteine, wie etwa eine Zylinderabschaltung zu Senkung des Verbrauchs. Ebenfalls eine Lücke hat Opel im Angebot, wenn es um einen Allradantrieb geht. Und auch in Sachen Automatik ist man in Rüsselsheim mit dem neuen Astra nicht up to date. Statt dem flott schaltenden Direktschaltgetriebe kann sich der Astra Kunde über die zögerlich agierende Easytronic (ein automatisiertes Schaltgetriebe) ärgern oder eine antiquiert anmutende Sechs-Stufen-Wandlerautomatik wählen. Vor diesem Hintergrund erübrigt sich derzeit auch die Frage nach einer späteren Hybridversion – Opel scheint es für die Entwicklung derlei Nischenprodukte schlicht an Geld zu fehlen.

Klein bei klein: Zu Beginn ist bei 150 PS Schluss im Astra. Die stärkeren Versionen kommen ab 2016.

Fazit
Der neue Astra ist gelungen, ohne Frage. Doch das eigentlich erwartete „gewisse Etwas“ bleibt leider aus. Das Ziel, mit dem Auto wieder auf den Podiumsplatz in den Zulassungsstatistiken zurückzukehren, dürfte vor allem angesichts der sehr starken Mitbewerber im Segment äußerst schwierig werden. Denn am Ende möchte Opel mit dem Auto auch Geld verdienen und kassiert für jede der interessanten Optionen munter Aufpreise, die das Auto preislich an das Ende des oberen Drittel des Klassenniveaus bringt, wo bereits die zahlreich vertretene Konkurrenz auf ihn wartet.

Technische Daten Opel Astra

Länge/Breite/Höhe 4,37/1,04/1,48 m
Radstand 2,66 m
Wendekreis 11,0 m
Leergewicht ab 1.263 kg
Zuladung 517 kg
Ahhängerlast (gebr./12 %) 1.220 kg
Kofferraumvolumen 370 - 1.210 l
Tankinhalt 47 l

1.6 i-DTEC mit Sechsgang-Schaltgetriebe 

77 kw/105 PS, max. Drehmoment 170 Nm bei 1.800-4.250/min. 0–100 km/h in 11,2 s, Spitze 200 km/h; Verbrauch 4,4l S/100 km, CO2-Ausstoß aus Kraftstoff (Werksangabe) 102 g/km; ab € 17.960,- (5-Gang Selection)

Testwertung

3,5/5

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