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Opel Zafira

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3,7/5

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Opel Zafira

Gebrauchtwagen-Check: Opel Zafira C - Flexibler Raumriese
Autoplenum

Flexibler Raumriese Gebrauchtwagen-Check: Opel Zafira C

Der Opel Zafira der dritten Generation – oder Zafira C – wird seit 2012 gebaut und zählt daher eher zu den jüngeren Gebrauchten. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Zafira B, ist das aktuelle Modell deutlich gewachsen. So richtet sich der Van an Familien mit erhöhtem Platzbedarf oder Menschen, die viel Stauraum für ihr Hobby benötigen.

Karosserie und Innenraum: Der Zafira ist ein echter Van. Die SUV-artige hohe Sitzposition und die großen Fensterflächen verbindet nur diese Fahrzeugklasse. Das Design ist recht scharf gezeichnet und hebt sich vom Vorgänger-Modell ab. Innen gibt es – je nach Ausstattung – bis zu sieben Sitze. Die hinteren beiden Sitzreihen lassen sich auf einem praktischen Schienensystem verschieben und auch im Kofferraumboden versenken. Für die Siebensitzer-Konfiguration muss beim Neuwagenkauf allerdings entweder das Ausstattungsniveau „Sport“ oder „Innovation“ angekreuzt worden sein. Optional gab es ein „Lounge“-Paket, bei dem sich der mittlere Sitz der dritten Reihe zusammenfalten und in eine Mittelarmlehne verwandeln ließ. Die optional erhältlichen Ergonomie-Sitze für Fahrer und Beifahrer sind zudem von der „Aktion Gesunder Rücken“ ausgezeichnet. Etwas überfrachtet kommt die mit vielen Knöpfen und Schaltern versehene Mittelkonsole daher.

Motoren: Den Zafira C gibt es mit einer ganzen Reihe an Motorisierungen. Die Basis stellen ein 1,8-Liter-Saugbenziner mit 85 kW/115 PS und ein 2,0-Liter-Turbodiesel mit 81 kW/110 PS dar. Das Top-Aggregat ist ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 147 kW/200 PS. Außerdem gibt es eine Erdgas-Version mit 110 kW/150 PS und eine Autogas-Version mit 103 kW/140 PS. Wer unbedingt einen Benziner mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe koppeln möchte, ist auf das 140-PS-Aggregat angewiesen. Generell empfiehlt es sich, nicht am Motor zu sparen, da der Zafira mit rund 1.600 bis 1.760 Kilogramm und viel Zuladung kein Leichtgewicht ist. Für Wenigfahrer bietet sich der 1,4-Liter-Turbobenziner an.

Ausstattung und Sicherheit: Die Aufpreisliste des Zafira C kann ganz schön lang ausfallen. Neben einigen Fahrassistenten wie einem Toter-Winkel-Warner, einer Verkehrszeichenerkennung und einem adaptivem Tempomat gibt es unter anderem auch eine große Panorama-Windschutzscheibe. Empfehlenswert ist das adaptive Fahrwerk „FlexRide“ mit elektronischer Dämpferregelung und drei Fahrmodi. Je nach Sitzkonfiguration schafft es der Zafira C auf ein Kofferraumvolumen von 152 Liter mit allen ausgeklappten Sitzen über 710 Liter als Fünfsitzer bis maximal 1.762 Liter. Den Euro-NCAP-Crashtest schloss der Zafira der dritten Generation mit vollen fünf Sternen ab.

Qualität: Wer sich für einen Zafira C entscheidet, sollte im Klaren darüber sein, dass die Qualität der im Innenraum verwendeten Materialien nicht auf Oberklasse-Niveau liegt. Besonders die schlecht absaugbaren Teppiche und die schwer zu reinigenden Stoff-Sitze können für einen reinen Schule-Fußballtraining-Spielplatz-Transporter ein wichtiger Punkt sein. Was die technische Seite angeht, schlug sich der Zafira C sowohl im TÜV-Report 2017 als auch in Dauertests der Magazine „Auto Bild“ und „Auto Motor und Sport“ weitestgehend fehlerfrei. Lediglich zwei Rückrufe im September 2012 für die Abdeckung des Beifahrerairbags und im Jahr 2015 für die Anzeige der elektronischen Feststellbremse sind zu vermelden. Bei Fahrzeugen, die zwischen zwei und drei Jahren alt sind, schafften es knapp 91 Prozent ohne Mängel durch die Hauptuntersuchung.

Fazit: Der Opel Zafira C ist ein echter Familientransporter und Raumriese. Wer ein Modell mit Siebensitzer-Konfiguration erwischt, hat stets die Wahl zwischen Kleinbus-Qualitäten und einem extrem großen Gepäckvolumen. Und auch, wenn ein moderner Crossover oder ein Kompakt-SUV vielleicht schicker sein mag, bei den praktischen Vorteilen gewinnt der Zafira. Preislich geht es schon bei deutlich unter 10.000 Euro los.

Es gab mal eine Zeit, in der waren praktische Vans so richtig in Mode. Und auch, wenn Crossover und SUVs mittlerweile mehr Fans haben, lohnt sich beim Erwerb eines Gebrauchten der Blick in die Van-Sparte.

Fazit

Es gab mal eine Zeit, in der waren praktische Vans so richtig in Mode. Und auch, wenn Crossover und SUVs mittlerweile mehr Fans haben, lohnt sich beim Erwerb eines Gebrauchten der Blick in die Van-Sparte.

Testwertung

4,5/5

Test: Opel Zafira - Kein Anschluss in Reihe zwei
Autoplenum

Kein Anschluss in Reihe zwei Test: Opel Zafira

Für einen Abschied ist es noch zu früh. Auch wenn der Opel Zafira bald hausinterne Konkurrenz durch einen schicken Familien-Crossover bekommen soll, wird es ihn wohl noch ein paar weitere Jahre geben. Für Familien ist das eine gute Nachricht. Zumindest, wenn sie Verständnis für kleine, aber seltsam unzeitgemäße Schwächen haben.

Aber zunächst zu den Stärken: Eine des Kompakt-Vans ist das üppige Raumangebot. Der lange Radstand, das hohe Dach und die großen Fenster sorgen tatsächlich für das von Werbern gern bemühte „Lounge-Gefühl“ an Bord. Dass Fahrer und Beifahrer auch noch auf ausgesprochen bequemen Sitzen Platz nehmen, rundet den positiven Wohneindruck ab. Wundern muss das großzügige Ambiente nicht, zählt der Zafira doch mit knapp 4,70 Metern Länge zu den großen Kompakt-Vans. Oder aus anderer Perspektive: zu den kleinen Fullsize-Vans. Denn mit dem Platzangebot von Ford Galaxy, VW Sharan und Co. kann es der Rüsselsheimer dann doch nicht aufnehmen. Was besonders klar wird, sobald die optionale dritte Sitzreihe zum Einsatz kommt, in die allenfalls noch kleine Kinder passen.

Reihe zwei punktet dafür außer mit viel Platz auch noch mit hoher Variabilität. Die serienmäßigen Einzelsitze lassen sich längs verschieben und zusammenklappen. Dabei entsteht eine eben Ladefläche von einer Größe, die so manchem Kombifahrer die Tränen in die Augen treiben dürfte. Gleiches gilt aber auch beispielsweise für präpubertierende Fondpassagiere, die zwar Zugriff auf das von Opel stolz beworbene autointerne W-LAN haben (Teil des On-Star-Systems, ab 950 Euro), aber auf USB-Anschlüsse zum Laden von Handy- oder Smartphone-Akku verzichten müssen. Im ganzen Testwagen gibt es gerade einmal einen entsprechenden Port – doof, wenn sich den auf der Urlaubsfahrt bis zu sieben Personen teilen müssen. Ganz in der Online-Neuzeit ist der Zafira also offenbar noch nicht angekommen. Der aktuelle Astra macht das bereits besser, der 2017 startende Zafira-Nachfolger Grandland X voraussichtlich auch.

Vielleicht liegt das auch daran, dass der große Opel im Kern ein im guten Sinne altmodisches Auto ist. Auf optischen Crossover-Schnickschnack verzichtet er genauso wie auf moderne Hyper-Fahraktivität. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, wilde Kurvenfahrten scheut der Langstreckengleiter. Stattdessen spult er irgendwo zwischen träge und gemütlich entspannt seine Kilometer ab. Daran ändert auch der im Testwagen verbaute 1,6-Liter-Turbobenziner mit immerhin 147 kW/200 PS nichts. Der Vierzylinder ist zwar sehr kräftig, bleibt aber sowohl akustisch als auch bei der Kraftentfaltung eher unauffällig. Der Motor schiebt ab rund 1.600 Touren so gleichmäßig und unaufgeregt nach vorn, dass man am Steuer des großen Gleiters fast nichts davon mitbekommt. Das ist durchaus angenehm, verbraucht aber so viel Sprit (knapp 10 Liter im mittelflotten Autobahnverkehr), dass man unweigerlich in der Preisliste nach einem vergleichbaren Diesel sucht.

Apropos Preise: Vergleicht man ihn mit anderen Kompakt-Vans, ist der Zafira mit einem Startpreis von 22.000 Euro nur auf den ersten Blick günstig (Variante „Selection“). Vernünftig ausgestattete Modelle kosten mindestens 25.270 Euro („Edition“), die 200-PS-Variante sogar 29.575 Euro. Dafür ist der Zafira größer, komfortabler und sogar edler als die meisten Wettbewerber. Gerade im Innenraum hat das kürzlich erfolge Facelift Wunder gewirkt; der Verzicht auf das Knöpfchen-Wirrwarr lässt das ganze Cockpit deutlich hochklassiger wirken. In praktischer Hinsicht bleibt der Opel mit seinem leicht bedienbaren Sitzsystem sowieso der Maßstab in seiner Klasse. Und wer mit Smartphone-Teenies auf Reisen geht, muss halt einen USB-Adapter für die beiden 12-Volt-Steckdosen an Bord mitnehmen. Oder spielt  mit ihnen einfach mal wieder das klassische Kennzeichenraten.

Technische Daten – Opel Zafira:
Fünf- oder siebensitziger, fünftüriger Kompaktvan, Länge: 4,67 Meter, Breite: 1,93 Meter (mit Außenspiegeln 2,10 Meter), Höhe: 1,66 Meter, Radstand: 2,76 Meter, Kofferraumvolumen: 710 bis 1.860 Liter (Fünfsitzer), 152 bis 1.792 Liter (Siebensitzer)

1,6-Liter-Turbobenziner, 147 kW/200 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.650 – 5.000 U/min, 0-100 km/h: 8,8 s, Vmax: 220 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,8 Liter, CO2-Ausstoß: 168 - 160 g/km, Testverbrauch: 9,3 Liter, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: D/C, Preis: ab 29.575 Euro

Kurzcharakteristik Opel Zafira:
Warum: weil der Zafira ein richtiger Tourer ist
Warum nicht: weil es modischere Familienautos als einen Kompakt-Van gibt
Was sonst: VW Touran, Renault Grand Scénic, Ford Grand C-Max

Der Opel Zafira zählt längst zu den Klassikern unter den Kompaktvans. In der jüngst gelifteten Variante ist er sogar besser als je zuvor. Doch zum optimalen Reisewagen fehlt es noch an einer Kleinigkeit.

Fazit

Der Opel Zafira zählt längst zu den Klassikern unter den Kompaktvans. In der jüngst gelifteten Variante ist er sogar besser als je zuvor. Doch zum optimalen Reisewagen fehlt es noch an einer Kleinigkeit.

Testwertung

4,5/5

Opel Zafira im Test mit technischen Daten und Preisen
auto-news

Platz satt und extrem bequem

Frankfurt, 4. Juli 2016

Der Zafira ist die Rüsselsheimer Waffe im Kampf der vielsitzigen und großräumigen Reiseautos. Seit 1999 rollt das Fahrzeug mit dem integrierten Sitzsystem für sieben Personen vom Band. Über 2,7 Millionen Zafira fanden seitdem ein neues Zuhause, allein 230.000 in 2015. Nun bringt die Marke mit dem Blitz die vierte Generation des Kompaktvans an den Start. Mit viel Platz, hohem Komfort und modernsten Technologien. Fährt er so gut, wie Opel es verspricht?

Druckvoller Turbodiesel mit viel Drehmoment
Mein Testwagen ist mit dem Zweiliter-Turbodiesel-Aggregat ausgerüstet. 170 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment sollen den Zafira bis auf eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h beschleunigen. Der stärkste Dieselmotor rangiert damit 30 PS unterhalb der Topversion mit einem Zweiliter-Turbobenziner und 200 PS. Am unteren Ende der Leistungsskala startet der Zafira mit 120 PS, auch Motoren für den Betrieb mit Auto- oder Erdgas sind erhältlich. Die 170 PS und 400 Newtonmeter treiben den Testwagen souverän voran und sorgen in jeder Lebenslage für einen druckvollen Antritt. Dabei bleibt die Diesel-Maschine recht leise und geräuschtechnisch eher unauffällig. Übrigens: Opel rechnet mit einer Verteilung von 62 Prozent für die Diesel- und 35 Prozent für die Benzinmotoren. Falls Sie wissen möchten, ob Sie im Trend liegen würden oder nicht.

Lange Schaltwege und vielseitiges Fahrwerk
Das in meinem Fall verbaute manuelle Sechsgang-Getriebe schaltet sich ordentlich, die Schaltwege sind aber zu lang. Generell würde ich wohl die optionale Automatik für lange Autobahn-Etappen und den täglichen Stadtverkehr bevorzugen. So kommen wir auch schon zum nächsten Punkt, dem Fahrwerk. Als adaptives "FlexRide"-System ausgelegt, bietet es dem Fahrer drei verschiedene Modi. Im "Normal"-Modus ist der Zafira bestens für den normalen Gebrauch gerüstet. Die Aufhängung ist komfortabel, die Lenkung weder zu schwer- noch zu leichtgängig. So steuert man den Kompaktvan bequem und sicher von der Schule zum Einkaufen, zum Fußballplatz und wieder nach Hause.

Für dynamisch angehauchte Familienväter gibt es den "Sport"-Modus. Dort wird die Lenkung merklich straffer und das Fahrwerk lässt weniger Seitenneigung zu. Die wohl komfortabelste und langstreckentauglichste Einstellung erfolgt aber durch den Druck auf den "Tour"-Knopf. Kommt einem die Lenkung im Vergleich zu den anderen Modi anfangs sehr leicht vor, stelle ich mir den "Tour"-Modus besonders auf langen Fahrten als angenehme Alternative zur Basiseinstellung vor. Nach acht Stunden Autofahrt mit bis zu fünf Kindern im Fond sind Sie mit Sicherheit froh, den Zafira nur noch mit einer Hand durch die Toskana gondeln zu müssen.



Frischere Optik für den Kompaktvan

Wenden wir uns der Optik zu. An der Front hat sich Opel Gott sei Dank endlich vom Scheinwerfer-Design des nun abgelösten Zafira entfernt. Das neue Gesicht lehnt sich sehr stark an den Astra an - nicht die schlechteste Idee. Die Chromspange im Kühlergrill zieht sich nun bis in die Scheinwerfer hinein und das Auto somit noch mehr in die Breite. Neben dem serienmäßigen LED-Tagfahrlicht sind optional auch Voll-LED-Scheinwerfer mit adaptiver Steuerung erhältlich. Diese sollen dank dem Verzicht auf bewegliche Teile nun schneller und präziser sein sowie eine bessere Lichtfarbe bieten als das bisher verbaute Xenon-System. Lässt man den Blick über die Motorhaube in Richtung der Seitenlinie wandern, fällt die zweigeteilte A-Säule auf, die schon im Vorgänger vorhanden war und im Innenraum für ein schönes Raumgefühl und viel Licht sorgt. Generell ist der Zafira optisch recht zurückhaltend, ohne aber im riesigen Teich des Kompaktvan-Segments unterzugehen.

Flexibler Innenraum mit hohem Komfort
Der Innenraum ist neben der unaufgeregten Fahrbarkeit der Bereich, in dem der Zafira seine Talente voll ausspielen kann. Wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer mit voll umklappbarem Gestühl ist der Zafira eine rollende Metamorphose zwischen Kleinbus und Transporter. Die optionalen AGR-Sitze - AGR steht dabei für "Aktion gesunder Rücken" - sind unglaublich bequem und sorgen für einen hohen Wohlfühlfaktor. In der ersten Reihe des Fonds haben selbst groß und breit gewachsene Menschen genügend Platz für Beine, Kopf und Schultern. Entscheidet man sich für die optionalen "Lounge-Sitze" - 44 Prozent der Kunden tun das laut Opel - lässt sich der mittlere Sitz umklappen, wodurch eine breite Mittelarmlehne entsteht. Die Fünfsitzer-Konfiguration meines Testwagens bietet im Normalzustand ein Kofferraumvolumen von 710 Liter. Klappt man die zweite Sitzreihe nach vorne, entsteht ein ebener Ladeboden und Platz für bis zu 1.860 Liter. Zum Vergleich: Der VW Touran bietet als Fünfsitzer 743 beziehungsweise 1.980 Liter. Noch mehr Lademöglichkeiten bietet der aus der Heckstoßstange ausziehbare Fahrradträger, der zum Öffnen des Kofferraums einfach nach unten geklappt wird.

Leichte Schwierigkeiten beim Infotainment
Das Cockpit des Zafira ist groß, hell und lichtdurchflutet. Der Sieben-Zoll-Bildschirm des Infotainmentsystems ist von seiner hohen Position auf dem Armaturenbrett ein Stück nach unten in die Mittelkonsole gewandert. So verbessern sich auch dank dem Wegfall einiger Tasten Übersichtlichkeit und Ästhetik. Das neu gestaltete Lenkrad liegt gut in der Hand und ist mit den wichtigsten Knöpfen ausgestattet. Im getesteten Fahrzeug war das "kleinere" der beiden Navis verbaut, das "R 4.0 Intellilink". Dieses bringt via "Apple CarPlay" oder "Android Auto" die Welt der Smartphones auf den Infotainment-Screen. Während des Tests zeigte sich das System allerdings etwas anfällig, musste oft neu gestartet werden und nervte mit langen Ladezeiten. Gut, dass es neben dem Smartphone-System auch das fest installierte "950 Intellilink" gibt. Neu beim Zafira ist der Abstandsregeltempomat mit Radarsystem. Dieser hält neben einer eingestellten Geschwindigkeit auch einen vordefinierten Abstand zum Vordermann.
 
Günstiger als die Konkurrenz
Der neue Opel Zafira rollt ab dem 24. September 2016 zu den Händlern und ist ab sofort bestellbar. Preislich liegt der Rüsselsheimer mit einem Einstieg von 21.990 Euro rund 2.500 Euro unter der Konkurrenz aus Wolfsburg. Richtig teuer wird der Van-Spaß bei BMW. Der 2er Gran Tourer wird als 216i mit gerade einmal 100 PS für deftige 26.950 Euro angeboten. Wer also einen Kompaktvan mit moderner Optik, innovativen Ausstattungen und einer sehr guten Fahrbarkeit sucht, dürfte bei Opel definitiv fündig werden.

Fazit

Platz satt, bequemes Reisen und eine ordentliche Motor-Getriebe-Fahrwerks-Kombination: Der neue Opel Zafira macht fast alles richtig. Nur die Smartphone-Anbindung scheint weiterhin ein Sorgenkind zu bleiben. + druckvoller Motor, moderne Optik, viel Platz, sehr komfortabel - Smartphone-Anbindung nicht zuverlässig

Testwertung

4,5/5

Fahrbericht neuer Opel Zafira (2016): Was kann der flexible Kompaktvan nach dem Facelift?
auto-motor-und-sport

Fahrbericht neuer Opel Zafira (2016): Was kann der flexible Kompaktvan nach dem Facelift?

"Denken Sie an Reisen, dann denken Sie an den Zafira“, heißt es bei der Präsentation. Damit sind natürlich nicht Palmen und Strand, sondern lange Fahrten gemeint. Der erste Eindruck hinter dem Steuer: Ja, hier lässt es sich in der Tat über längere Zeit aushalten. Von den bequemen Sitzen aus blickt der Fahrer auf eine, dank 7-Zoll-Touchscreen, tastenbereinigte Cockpit-Landschaft. Weiche Kunststoffe und Zierelemente sind hochwertig verarbeitet, einzig die Tasten bleiben etwas hinter dem guten Gesamteindruck zurück.Konnektivität haben sich die Opelaner groß auf die Fahne geschrieben. An Bord lassen sich die führenden Smartphone-Systeme einbinden und über den Touchscreen steuern, inklusive Navi-Funktion und Musik-Streaming. Mit dem optionalen Onstar kommt ein LTE-Hotspot für bis zu sieben Endgeräte obendrauf. Vor dem Losfahren noch ein Blick rundum – die Übersichtlichkeit wird an keiner Stelle empfindlich geschädigt.

Fahrwerk im Zafira überzeugt
Also Schlüssel rum und der Zweiliter-Topdiesel mit seinen 170 PS und 400 Nm Drehmoment erwacht sanft zum Leben. Verbindlicher wird das Aggregat ab 2.500 Umdrehungen und schiebt den 1.748 Kilo schweren Van souverän über den Asphalt, sodass auch Überholmanöver keinen Schweißausbruch provozieren. Das im Testwagen verbaute mechatronische Flexride-Fahrwerk bietet drei Modi: Normal, Tour und Sport. Während letzterer für Segment-untypischen Fahrspaß in schnellen Kurven gut abgestimmt ist, federt der Tour-Modus Unebenheiten weg, ohne den Eindruck vom völligen Straßenkontakt-Verlust zu erwecken.Drei kleine Dämpfer muss sich der Rüsselsheimer dann aber doch gefallen lassen. Die Gassen des manuellen Sechsgang-Getriebes sind nicht präzise genug, um schnelle Schaltvorgänge zuzulassen. Zudem nehmen die Windgeräusche ab Tempo 130 aufwärts deutlich Fahrt auf. Der Motor bleibt dagegen ruhig und kultiviert. Zu ruhig ist er nur, wenn die Start-Stopp-Automatik ihren Dienst antritt, denn bis der Motor wieder startet vergehen ein paar Zehntel zu viel.

Bekannt gute Flexibilität
Der Opel Zafira verdient seine Lorbeeren beim Kundenstamm jedoch traditionell nicht mit Kurvenräuberei und einer Hatz nach der Höchstgeschwindigkeit. Der Kompaktvan soll flexibel und funktional sein, und das ist er. Der Kofferraum in der Fünfsitzer-Konfiguration schluckt respektable 710 Liter. 1.860 Liter werden es, wenn die Sitze umgelegt werden. Die hinteren Sitze lassen sich aber nicht einfach nur umlegen, auch einen Lounge-Modus hat Opel, getreu der eingangs erwähnten Betitelung dazugepackt. Dabei wird der mittlere Fond-Sitz nach vorne geklappt und dessen Seitenwangen nach oben. Die beiden äußeren Sitzplätze können dann nach innen eingerückt werden, was für zusätzliche Schulterfreiheit sorgt. Das klappt intuitiv und ohne Gefummel. Nur die flexible Mittelkonsole zwischen Fahrer- und Beifahrersitz sollte dann nicht ganz zurück geschoben werden, sonst lässt sich die Mittelarmlehne hinten nicht ganz so problemlos arretieren.

Familiengesicht für den Opel Zafira
Rein äußerlich hat Opel den Zafira an das aktuelle Markengesicht angepasst. Zusammen mit den optionalen AFL-LED-Leuchten und der Chromspange im Grill wirkt der Van tatsächlich satter und breiter, wie von Chefdesigner Uwe Müller versprochen. Die neuen Lichter beinhalten keine beweglichen Teile mehr. Die LED-Bänder passen sich automatisch an die Straßen- und Licht-Verhältnisse an. Der Linienschwung der frisch gestalteten Front findet sich auch im Innenraum wieder. Etwa in der Form der Türöffner, oder dem Armaturenbrett. Damit wirkt der "Multi Purpose Van“, wie Opel ihn getauft hat, konsequent gestyled. Jetzt muss den Kunden der Look nur noch gefallen. Die Preise des neuen Zafira wurden gegenüber dem Vorgänger moderat angehoben, und zwar um 40 Euro. Los geht’s mit dem 1,4 Liter Turbobenziner mit 120PS für 21.990 Euro. Den von uns gefahrenen Spitzen-Selbstzünder gibt es ab 30.795 Euro. 1,6-Liter-Diesel werden im Sommer noch nachgelegt. Ende September kommt der Zafira in die Autohäuser.

Testwertung

4,0/5

Opel Zafira 1.6 Ecotec DIT - World Wide Van
Autoplenum

Opel Zafira 1.6 Ecotec DIT - World Wide Van

Opel verpasst dem Zafira eine Frischzellenkur. Die Technik-Infusion bringt dem Kompaktvan vor allem moderne Konnektivität und eine vereinfachte Bedienung, ohne die Basis-Werte zu vernachlässigen.

Der Zafira ist seit 17 Jahren eine Konstante bei Opel. Selbst als viele dem Rüsselsheimer Autobauer während der Krise die Letzte Ölung verabreichen wollten, hielten die Käufer zu dem Kompaktvan: Seit seinem Start 1999 entschieden sich rund 2,7 Millionen Autofahrer für den Zafira. Seit 2011 ist die dritte Generation am Start und da wurde es höchste Zeit für ein Facelift. Die erste gute Nachricht gleich vorneweg. Gottseidank gehört das Marketing-Scrabble, bei man zwischen dem "Zafira Family" (Generation B) und dem "Zafira Tourer" (Generation C) wählen konnte, der Vergangenheit an. Mit der Modellpflege gibt es nur noch einen "Zafira" und das ist auch genug. Im Grunde hat sich der Kompaktvan nicht großartig verändert: Der Touran-Gegner überzeugt nach wie vor mit seiner Variabilität. Die Rückbank ist um 15 Zentimeter in der Längsrichtung verschiebbar und gewährt so in der zweiten Reihe fürstliche Platzverhältnisse. Mit der Lounge-Konfiguration kommt in Opels eierlegenden Wollmilchsau echtes S-Klassen-Feeling auf.

Dazu verschiebt man die beiden äußersten Sitze etwas nach innen, nutzt das zweigeteilte Sitzkissen des Mittelplatzes als Armlehne und macht es sich gemütlich. Für 750 Euro bekommt man eine dritte Sitzreihe, die ist aber nur etwas für Kinder. Außerdem schrumpft dann der Kofferraum auf 152 Liter. Mit wenigen Handgriffen verschwinden die Notsitze im Ladeboden und hinterlassen einen ebenen Boden. Nutzt man alle Kniffe des Zafira aus, wächst das Gepäckteil auf ein Volumen von 1.860 Litern. Zum Vergleich: beim VW Touran Siebensitzer sind es maximal 1.857 Liter.

Nach wie vor bietet Opel beim Zafira die Panorama-Windschutzscheibe (1.300 Euro Aufpreis) an. Durch das Verschieben der Sonnenblenden nach hinten entsteht eine Glaskuppel über den Häuptern der beiden Front-Passagiere. Das hilft gegen die Winter-Depression, heizt sich aber im Sommer auf und fordert die Klimaanlage heraus. Angesichts des Preises ein Extra, dessen Anschaffung wohl überlegt sein sollte. Neben der handfesten Praktikabilität hat Opel vor allem an der Konnektivität und der Bedienung geschraubt: Die Interieur-Designer haben die Knöpfe- und Hebel-Vielfalt deutlich reduziert.

Im Zeitalter von Facebook und Whatsapp ist ein Familienvan ohne Konnektivität ein aussterbender Dinosaurier. Damit die Familienfahrt nicht zum Online-Desaster mutiert, können bis zu sieben Endgeräte mithilfe des LTE-Hotspots mit dem Internet verbunden werden. So ist die Rasselbande auf der Rückbank schon einmal ruhiggestellt. Der Fahrer profitiert von dem Opel IntelliLink-System, mit dem iPhones und Android-Geräte problemlos eingebunden werden. Bei den Testfahrten klappte die Navigation mit den Apple Maps ausgezeichnet, die Ansagen kamen früh und fehlerfrei.

Dass der zentrale Sieben-Zoll-Touchscreen nicht mehr ganz up to date ist, stört dabei kaum, eher schon die angestaubte monochrome Schwarz-Weiß-Pixekgrafik zwischen den Rundinstrumenten. Immerhin unterstützen einige moderne Helfer, wie ein Toter-Winkel-Assistent oder ein adaptiver Tempomat den Fahrer. Dank der etwas erhöhten Sitzposition hat der den Verkehr gut im Blick und die Dreiecksfenster bei der A-Säule sind beim Abbiegen hilfreich. Die Kombination aus adaptiven Fahrwerk (980 Euro, nur für Top-Ausstattung erhältlich) und den ebenfalls aufpreispflichtigen vielfältig verstellbaren AGR-Sitzen (Aktion Gesunder Rücken, 685 Euro für Fahrer und Beifahrer) verleihen dem Zafira einen guten Langstrecken-Komfort. Vor allem in der Einstellung "Tour" werden jegliche Unebenheiten zuverlässig weggebügelt.

Mit dem 147 kW / 200 PS Turbo-Benziner ist man alles andere als untermotorisiert unterwegs. Der aufgeladene Vierzylinder lässt sich dank des maximalen Drehmoments von 280 Newtonmetern auch schaltfauler bewegen, fährt aber bei Bedarf aber die Krallen aus. Dann sprintet der Zafira in 8,8 Sekunden auf Landstraßen-Tempo und erreicht 220 km/h Spitze. Der Verbrauch von 7,2 Litern pro 100 Kilometer ist nicht überragend, aber in Ordnung. Wer viel Strecke macht, ist mit dem 125 kW / 170 PS-Diesel besser aufgehoben. Der ist mit einem Preis von mindestens 32.090 Euro auch 2.595 Euro teurer als die Version mit dem stärksten Verbrennungsmotor. Ab 24. September steht der Zafira beim Händler. Im Angebot sind acht Motoren-Varianten: zwei Diesel und vier Benziner mit einem Leistungsspektrum von 88 kW / 120 PS bis zu 147 kW / 200 PS. Dazu kommen noch die 110 kW / 150 PS-Erdgas-Version (ab 29.740 Euro) und die Autogas-Variante (ab 28.840 Euro). Auch hier wenden wir den Blick nach Wolfsburg: Der VW Touran startet bei 23.625 Euro und die Top-Version schlägt mit 37.150 Euro zu Buche.

Testwertung

4,0/5

Opel Zafira - Weiterhin höchst familientauglich (Kurzfassung)
Autoplenum

Weiterhin höchst familientauglich (Kurzfassung) Opel Zafira

Opel hat seinen Van geliftet, auch um ihn fit für die hauseigene Konkurrenz im nächsten Jahr zu machen. Optisch orientiert sich der kompakte Van am Astra. Von ihm übernimmt er auch moderne Infotainment- und Assistenzsysteme. In Verbindung mit dem 88 kW/120 PS starken Einstiegsbenziner kostet der Zafira 21.990 Euro.
 
Die Veränderungen am Außenblech betreffen fast ausschließlich die Frontgestaltung. Statt der prägnanten Bumerang-Stilelemente um Scheinwerfer und Tagfahrlicht kommen nun die bereits vom Astra bekannten Scheinwerfer samt Tagfahrleuchten zum Einsatz. Dazu gibt es eine große dreidimensionale Chromspange mit dem Blitz-Logo.
 
Im Innenraum finden die modernen Opel-Infotainmentsysteme ihren Platz. Sie ermöglichen via Apple Car Play und Android Auto eine einfache Smartphone-Anbindung. Da die Systeme über einen 7-Zoll-Touchscreen bedient werden, konnte die Anzahl der Bedienknöpfe sinken. Dank des Telematiksystems Onstar kann man zum Beispiel die Pannenhilfe ordern oder sich beim Navigieren helfen lassen. Bis zu sieben mobile Endgeräte können über das System ins Netz gehen.
Der Zafira bleibt auch ganz analogen Eigenschaften treu. Der als Fünf- oder Siebensitzer (Aufpreis: 750 Euro) erhältliche Van punktet wie eh und je durch seine Variabilität. So lassen sich die Einzelsitze der zweiten und der optionalen dritten Reihe einfach umklappen, den Konfigurationsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Zwei-, drei-, vier-, fünf-, sechs- oder sieben Plätze erforderlich? Die Sitze verschwinden bei Nichtbedarf im Kofferraumboden.
 
Je nach Grundausstattung fasst das Gepäckvolumen zwischen 710 und 1.860 Liter (Fünfsitzer) beziehungsweise 152 bis 1.792 Liter (Siebensitzer). Der Platz in der dritten Reihe geht für einen 4,67 Meter langen Van in Ordnung. Zu den Extras zählen zum Beispiel Fahrerassistenzsysteme oder die LED-Scheinwerfer mit adaptiver Lichtverteilung und Fernlichtassistent. Der praktische Fahrradträger, der auf einer Art Schublade unter dem hinteren Stoßfänger herausgezogen wird, wird weiterhin offeriert.
 
Das Motorenangebot umfasst Benziner, Erdgas- und Flüssiggas-Varianten und auch weiterhin Dieselaggregate. Das Leistungsspektrum reicht von 88 kW/120 PS bis zu 147 kW/200 PS. Auf die Selbstzünder fallen fast Zweidrittel aller Bestellungen und bei Opel rechnet man trotz der aktuellen Diskussion um Schadstoffemissionen damit, dass dieser hohe Wert auf mittelfristig weiterhin Bestand hat.
 
Volumenmotor bleibt wohl der 2,0-Liter-Diesel mit 125 kW/170 PS, der mit 400 Nm überzeugen kann und ab 32.790 Euro in der Preisliste steht. Auf Benzinerseite entscheidet sich das Gros der Kunden für das 1,4-Liter-Aggregat mit 103 kW/140 PS. Der Durchschnittsverbrauch liegt je nach Ausstattungsvariante zwischen 6,7 und 6,1 Liter. Wer sich für den Motor interessiert, muss mindestens 26.990 Euro anlegen.

Der überarbeitete und ab Ende September erhältliche Opel-Familienvan heißt wie schon die ersten zwei Generationen zuvor nur Zafira und bleibt auch weiteren traditionellen Tugenden treu.

Fazit

Der überarbeitete und ab Ende September erhältliche Opel-Familienvan heißt wie schon die ersten zwei Generationen zuvor nur Zafira und bleibt auch weiteren traditionellen Tugenden treu.

Testwertung

4,5/5

Fahrbericht: Opel Zafira - Sitzen wie es gefällt
Autoplenum

Sitzen wie es gefällt Fahrbericht: Opel Zafira

Der überarbeitete und ab Ende September erhältliche Opel-Familienvan kommt ohne den Zusatz Tourer vorgefahren und heißt dann wie schon die ersten zwei Generationen zuvor nur Zafira. Neben dem Namensanhängsel werden noch einige Bedienknöpfe in Rente geschickt. Optisch orientiert sich der kompakte Van am Astra. Von ihm übernimmt er auch moderne Infotainment- und Assistenzsysteme. In Verbindung mit dem 88 kW/120 PS starken Einstiegsbenziner kostet der Zafira 21.990 Euro.
 
Die Veränderungen am Außenblech betreffen fast ausschließlich die Frontgestaltung. Statt der prägnanten Bumerang-Stilelemente um Scheinwerfer und Tagfahrlicht kommen nun die bereits aus Astra bekannten Scheinwerfer samt Tagfahrleuchten zum Einsatz. Dazu gibt es eine große dreidimensionale Chromspange mit dem Blitz-Logo und schon ist die Familienähnlichkeit zum neuen Astra hergestellt.
 
Im Innenraum haben die Opel-Designer die bisherige Instrumententafel gegen eine neueausgetauscht. Hier finden nun die modernen Opel-Infotainmentsysteme ihren Platz. Sie ermöglichen via Apple Car Play und Android Auto eine einfache Smartphone-Anbindung. Angenehmer Nebeneffekt: Da die Systeme über einen 7-Zoll-Touchscreen bedient werden, konnte die Anzahl der Bedienknöpfe sinken. Alles wirkt aufgeräumter und übersichtlicher. Natürlich verfügt der Zafira auch über das Telematiksystem Onstar. Damit kann man nicht nur die Pannenhilfe ordern oder sich beim Navigieren helfen lassen, es lassen sich mit ihm auch bis zu sieben mobile Endgeräte mit dem System koppeln und so die Verbindung ins WWW herstellen. Damit sollte während der Fahrt in der Urlaub Ruhe auf den hinteren Plätzen herrschen, weil die Kids sich ganz und gar auf ihre digitale Welt konzentrieren können.
 
Bei alle modernen Errungenschaften: Der Zafira bleibt auch ganz analogen Eigenschaften treu. Der als Fünf- oder Siebensitzer (Aufpreis: 750 Euro) erhältliche Van punktet wie eh und je durch seine Variabilität. So lassen sich die Einzelsitze der zweiten und der optionalen dritten Reihe einfach umklappen, den Konfigurationsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Zwei-, drei-, vier-, fünf-, sechs- oder sieben Plätze erforderlich? Kein Problem, alles ist schnell geändert. Die Sitze verschwinden bei Nichtbedarf im Kofferraumboden. Je nach Grundausstattung fasst das Gepäckvolumen zwischen 710 und 1.860 Liter (Fünfsitzer) beziehungsweise 152 bis 1.792 Liter (Siebensitzer). Wer Wert auf Komfort in der zweiten Reihe legt, freut sich am Loungepaket aus der höchsten Ausstattungsstufe Innovation. Hier kann der Mittelplatz in eine Armlehne für die zwei äußeren Plätze umgewandelt werden. Die Außensitze lassen sich zudem in Längsrichtung um 28 Zentimeter sowie seitlich um fünf Zentimeter verschieben. In dieser viersitzigen Konfiguration lümmeln nicht nur Heranwachsende gerne. Ganz so fürstlich kommen die Passagiere der dritten Reihe natürlich nicht unter, für einen 4,67 Meter langen Van gehen die Platzverhältnisse aber auch hier in Ordnung.
 
Apropos Sitze: Für den Zafira hat Opel die AGR-zertifizierten Ergonomie-Sitze im Angebot. Fast Zweidrittel der Kunden ordern diese. Überhaupt entscheiden sich Zafira-Käufer gerne für die höheren Komfortniveaus und setzen auch reichlich Häkchen bei Extras. Dazu zählen zum Beispiel Fahrerassistenzsysteme oder die LED-Scheinwerfer mit adaptiver Lichtverteilung und Fernlichtassistent. Der Familienvan wartet mit allen Features auf, die Opel im Programm hat. Der praktische Fahrradträger, der auf einer Art Schublade unter dem hinteren Stoßfänger herausgezogen wird, wird ebenfalls weiterhin offeriert. Bis zu vier Velos können darauf verstaut werden.
 
Das Motorenangebot umfasst Benziner, Erdgas- und Flüssiggas-Varianten und auch weiterhin Dieselaggregate. Das Leistungsspektrum reicht von 88 kW/120 PS bis zu 147 kW/200 PS. Auf die Selbstzünder fallen fast Zweidrittel aller Bestellungen und bei Opel rechnet man trotz der aktuellen Diskussion um Schadstoffemissionen damit, dass dieser hohe Wert auf mittelfristig weiterhin Bestand hat. Im Angebot werden auch zwei 1,6-Liter-Selbstzünder mit ca. 120 und 140 PS sein. Die genauen Spezifikationen werden erst im Laufe des Sommers bekannt gegeben. Volumenmotor ist und bleibt wohl der 2,0-Liter-Diesel mit 125 kW/170 PS, der mit 400 Nm überzeugen kann und ab 32.790 Euro in der Preisliste steht. Dieser agiert kraftvoll und lässt von Anfahrschwäche nichts spüren. Der Standardspurt gelingt in 10,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 205 km/h erreicht. Opel gibt den Normwert mit 4,2 Litern an. Bei ersten entspannten Testfahrten zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 6,5 Litern an. In Verbindung mit dem mechatronischen Fahrwerkssystem, das drei Fahrmodi (Standard, Sport und Tour) ermöglicht, lässt sich die individuell angenehme Dämpferregelung anwählen.
 
Auf Benzinerseite stehen 1,4- und 1,6-Liter-Turbo-Motoren zur Wahl. Diese leisten zwischen 88 kW/120 PS und 147 kW/200 PS. Das Gros der Kunden entscheidet sich für das 1,4-Liter-Aggregat mit 103 kW/140 PS. Der Durchschnittsverbrauch liegt je nach Ausstattungsvariante zwischen 6,7 und 6,1 Liter. Wer sich für den Motor interessiert, muss mindestens 26.990 Euro anlegen.
 
Auch wenn im September 2017 der neue, mehr SUV-ähnliche Van in Zusammenarbeit mit PSA (Peugeot/Citroen) vorgestellt wird, soll der Zafira weiterhin Bestandteil des Opel-Portfolios bleiben. Der variable Sitzverwandlungskünstler hat bei den Rüsselsheimer weiterhin eine Zukunft.
 

Opel Zafira – Technische Daten:

Fünf oder siebensitziger, fünftüriger Kompaktvan, Länge: 4,67 Meter, Breite: 1,93 Meter (mit Außenspiegeln 2,10 Meter), Höhe: 1,66 Meter, Radstand: 2,76 Meter, Kofferraumvolumen: 710 bis 1.860 Liter (Fünfsitzer), 152 bis 1.792 Liter (Siebensitzer)
 
Benzinmotoren
1,4-Liter-Turbobenziner, 88 kW/120 PS, maximales Drehmoment: 200 Nm bei 1.850 – 4.200 U/min, 0-100 km/h: 11,9 s, Vmax: 190 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,7 – 6,1 Liter, CO2-Ausstoß: 158 - 150 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C,
Preis: ab 21.990 Euro
 
1,4-Liter-Turbobenziner, 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 200 Nm bei 1.850 – 4.900 U/min, 0-100 km/h: 10,8 (10,9) s, Vmax: 200 (197) km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,7 – 6,1 (6,9 - 6,5) Liter, CO2-Ausstoß: 158 - 150 (160 - 150) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C (C),
Preis: ab 26.996 Euro (28.290 Euro) [Edition]
Werte in ( ) Sechsstufen-Automatik
 
1,6-Liter-Turbobenziner, 125 kW/170 PS, Sechsstufen-Automatik, maximales Drehmoment: 245 Nm bei 2.000 - 3.500 U/min, 0-100 km/h: 9,6 s, Vmax: 208 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,9 - 6,5 Liter, CO2-Ausstoß: 160 - 150 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C,
Preis: ab 29.940 Euro [Edition]
 
1,6-Liter-Turbobenziner, 147 kW/200 PS, maximales Drehmoment: 280 Nm bei 1.650 – 5.000 U/min, 0-100 km/h: 8,8 s, Vmax: 220 km/h, Durchschnittsverbrauch: 7,2 - 6,8 Liter, CO2-Ausstoß: 168 - 160 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: D - C,
Preis: ab 29.495 Euro [Edition]
 
Erdgas (CNG) (H-Gas)
1,6-Liter-Turbo, Sechsgang-Getriebe, 110 kW/150 PS bei 5.000 U/min, max. Drehmoment 210 Nm bei 2.300 – 5.000 U/min, 0-100 km/h in 11,5 s, Vmax 200 km/h, Verbrauch 5,0 - 4,7 kg/100 km, 136 - 129 g CO2/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A
Preis: ab 29.740 Euro [Edition]
 
Autogas (LPG)
1,4-Liter-Turbobenziner, 103 kW/140 PS, maximales Drehmoment: 200 Nm bei 1.850 – 4.900 U/min, 0-100 km/h: 11,8 s, Vmax: 195 km/h, Durchschnittsverbrauch: 9,2 – 8,5 Liter, CO2-Ausstoß: 149 - 139 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: B,
Preis: ab 28.840 Euro [Edition]
 
Dieselmotoren
2,0-Liter-Turbodiesel, 96 kW/130 PS, Sechsstufen-Automatik, maximales Drehmoment: 300 Nm bei 1.750 - 2.500 U/min, 0-100 km/h: 10,1 s, Vmax: 205 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,2 Liter, CO2-Ausstoß: 107 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A,
Preis: ab 30.090 Euro [Edition]
 
2,0-Liter-Turbodiesel, 125 kW/170 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 1.750 - 2.500 U/min, 0-100 km/h: 10,1 (10,1) s, Vmax: 205 (200) km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,2 (4,8) Liter, CO2-Ausstoß: 107 (124) g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: A (B),
Preis: ab 30.795 Euro (ab 32.090) [Edition])

Werte in ( ) Sechsgang-Automatik

Opel Zafira - Kurzcharakteristik
Warum: weil sich die Sitze so schön konfigurieren lassen
Warum nicht: weil man nur noch zu zweit unterwegs ist
Was sonst: VW Touran, Renault Grand Scenic, Peugeot 5008, Ford Grand C-Max, Citroen C4 Grand Picasso, BMW 2er Gran Tourer
Wann kommt er: 24. September 2016

Opel hat seinen Van geliftet, auch um ihn fit für die hauseigene Konkurrenz im nächsten Jahr zu machen. Flexibel bei der Innenraumgestaltung war er schon immer. Jetzt ist er es auch bei der Konnektivität.

Fazit

Opel hat seinen Van geliftet, auch um ihn fit für die hauseigene Konkurrenz im nächsten Jahr zu machen. Flexibel bei der Innenraumgestaltung war er schon immer. Jetzt ist er es auch bei der Konnektivität.

Testwertung

4,5/5

Opel Zafira 2016 - Familiengesicht
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Opel Zafira 2016 - Familiengesicht

Opel hat seinen Familienvan Zafira überarbeitet. Der präsentiert sich ab sofort mit dem aktuellen Stammesgesicht des Astra.

Und übernimmt mit dem neuen Frontdesign gleich auch die optionalen LED-Scheinwerfer mit blendfreier Matrixfunktion. Im Innenraum gibt es mit der Modellpflege unter anderem eine geänderte Armaturentafel mit einem sieben Zoll großen Touch Screen für eine vereinfachte Bedienung. Das Radiosystem R 4.0 IntelliLink holt die Welt der Smartphones mit Apple CarPlay, Android Auto und OnStar in den Rüsselsheimer Familienvan. Per WLan lassen sich bis zu sieben Geräte an den mobilen 4G/LTE-Hotspot andocken. Das garantiert entspannte Touren in den Urlaub.

Für Sicherheit an Bord sorgen beim überarbeiteten Opel Zafira unter anderem Spur-, Verkehrsschild- und Fernlichtassistent sowie Frontkollisionswarner, Abstandstempomat und Totwinkel-Warner. Die große Stärke des Opel Zafira bleibt jedoch seine Variabilität. So bietet er Platz für bis zu sieben Personen, 1.860 Liter Stauraum und mehr als 30 unterschiedliche Ablagen im Innern. Für den Transport von Fahrrädern lässt sich der sogenannte Flex-Fix-Fahrradträger mit wenigen Handgriffen aus dem hinteren Stoßfänger ziehen. Das Antriebsangebot besteht wie bisher aus einer Palette von Benzin-, Diesel, CNG- und LPG-Motoren.

Testwertung

4,0/5

Opel Zafira - Großes Augenlifting
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Großes Augenlifting Opel Zafira

Opels kompakter Van erhält ein Lifting: Der Zafira Tourer heißt fortan wieder nur Zafira, tritt optisch etwas zurückhaltender auf und erhält die neue Technik aus dem Kompakt-Modell Astra. Die Markteinführung erfolgt im September, die Preise dürften auf dem Niveau des Vorgängers bleiben, der aktuell ab 21.950 Euro zu haben ist.

Auffälligste Änderung bei dem mit fünf oder sieben Sitzen erhältlichen Familienauto ist die neue Frontgestaltung. Die prägenden Bumerang-Elemente um Scheinwerfer und Tagfahrlicht sind verschwunden, stattdessen trägt der Zafira nun etwas konventionellere Leichten im neuen Stil der Kompakt-Limousine Astra. Seitenansicht und Heck bleiben weitgehend unverändert. Mehr getan hat sich im Innenraum, wo das neue Touchscreen-Bedienkonzept den bisherige Knöpfchen-Dschungel lichtet. Das Infotainment-System erlaubt dank Apple Car Play und Android Auto eine bessere Smartphone-Einbindung, zudem ist der Telefon-Butler „On Star“ zu haben, der zugleich für WLAN an Bord sorgt. Neu bei Opels Großfamilienmodell sind zudem optionale LED-Scheinwerfer mit adaptiver Lichtverteilung und Fernlichtassistent.

Zum Motorenprogramm nennt Opel noch keine Details, es dürfte allerdings vor allem aus 1,4-Liter-Turbobenziner und 1,6-Liter-Dieseln bestehen, die ein Leistungsband von rund 120 PS bis 160 PS abdecken. Auch die Erd- sowie die Autogasvariante bleiben im Programm.

Die nun geliftete Zafira-Baureihe ist Anfang 2012 gestartet und erhielt sofort den Beinamen „Tourer“, um sich von dem Vorgängermodell abzuheben, das unter dem ebenfalls neuen Beinamen „Family“ noch einige Zeit als preisgünstige Alternative im Programm blieb. Trotz des nun erfolgten, umfangreichen Liftings scheint der Zafira seine beste Zeit hinter sich zu haben. Sein designierter Nachfolger wird bei PSA in Frankreich mit Technik von Peugeot und Citroen gebaut. Das für 2017 erwartete Auto soll sich von den Van-Wurzeln entfernen und stärker Richtung SUV gehen. Der Zafira wird dann zunächst parallel angeboten, dürfte aber in absehbarer Zeit aus dem Programm genommen werden.

Fazit

Die Bumerang-Tränensäcke an den Scheinwerfern sind weg, der Beiname „Tourer“ ebenso. Im Ausgleich bekommt der nun geliftete Opel Zafira mehr Technik und eine einfachere Bedienung.

Testwertung

4,0/5

Dauertest-Bilanz Opel Zafira: Die Treue zum Opel-Van lohnt sich
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Dauertest-Bilanz Opel Zafira: Die Treue zum Opel-Van lohnt sich

Die klassischen Raumwagen - so scheint es - haben ein Imageproblem, gelten als zweckdienlich und nüchtern, aber wenig begehrenswert oder gar faszinierend. Dabei sollte der aktuelle Opel Zafira Tourer mit dem Klischee aufräumen, dass Mann erst dann einen Van fährt, wenn die Geliebte zur Mama wird. So hat man ihm neben einem dynamischen Design auch ein sehr gut abgestimmtes Fahrwerk mitgegeben, während es die zwei versenkbaren Klappsitze im Laderaum nur noch als Extra oder serienmäßig bei den gehobenen Ausstattungsvarianten gibt.

Zum Dienst in der Redaktion meldet sich der Dauertestwagen am 31. Oktober 2013 jedoch ohne sie, obwohl die üppig bestückte Topversion Innovation eigentlich ein Siebensitzer ist. Mitgeliefert wird hingegen das clevere Lounge-System, mit dem sich der mittlere der drei bequemen Einzelsitze in Reihe zwei zu einer breiten Armlehne umklappen und die äußeren Sitze ein Stück nach hinten und innen rücken lassen. Damit kommen die großzügigen Platzverhältnisse erst richtig zur Geltung, ohne das Ladevolumen dahinter (710 Liter) nachhaltig zu beschneiden. Damit allein ist es aber nicht getan, denn ohne eine Bestätigung über den Kranz des zentralen Dreh-Drück-Stellers geht nichts. Der eigentliche Knopf ist nur zum Verschieben und Suchen auf dem Display da, die Kartendarstellung wirkt recht grob, und Stauwarnungen kommen bisweilen zu spät. Obwohl die Zielführung meist zuverlässig klappt, wird es Zeit für ein Update, und so hält mit dem Facelift im nächsten Herbst das vom neuen Opel Astra bekannte Touchscreen-System Einzug.

Schwächelnde Assistenzsysteme
Bei dieser Gelegenheit sollten gleich noch ein paar weitere Schwächen abgestellt werden - die unzuverlässige Tempolimitanzeige etwa, der spät abblendende Fernlichtassistent oder der teils übereifrige Auffahrwarner, wobei die Frontkamera ansonsten beim Abstand- und Spurhalten gute Dienste leistet. Viel Lob gab es zudem für das hervorragende Bi-Xenon-Adaptivlicht und die Ergonomiesitze vorn. Allein die Tatsache, dass keiner der vielen Fahrer mit ihren unterschiedlichen Staturen und Empfindlichkeiten eine Klage notierte, spricht wohl für sich. Auch die Position hinter dem Lenkrad passt, und obwohl Parkpiepser wegen der unübersichtlichen Karosserieenden sehr empfehlenswert sind, stören die schmalen gegabelten A-Säulen selbst bei flotter Kurvenfahrt kaum. Ja, solches Treiben kann vorkommen im ach so vernünftigen Zafira Tourer, der sich trotz seines zarten Übergewichts (1.790 kg leer) erfrischend schwungvoll dirigieren lässt. Vor allem geht es unauffällig schnell vorwärts mit dem doppelt aufgeladenen Zweiliter- Diesel, der jedoch nur ein kurzes Gastspiel in der Opel-Palette gab und Anfang 2015 gestrichen wurde.

Ungenaue Tankanzeige erfordert Weitsicht
Angesichts seines knurrigen Laufgeräuschs und der nicht eben zurückhaltenden Trinksitten (Testmittel 8,6 l/100 km) fällt der Verzicht auf den Biturbo recht leicht, zumal der neue, günstigere 2.0 CDTI mit 170 PS über gleich viel Drehmoment (400 Nm) verfügt und dabei kultivierter und sparsamer zu Werke geht. Außerdem gibt es für dieses Triebwerk eine Wandlerautomatik, doch abgesehen von den langen Schaltwegen verrichtete das Sechsganggetriebe seinen Dienst über die gesamten 100.000 Kilometer so locker und zuverlässig wie der Motor. Wegen der ungenauen Tankanzeige ist allerdings Weitsicht bei der Reichweiteneinschätzung des 58-Liter-Tanks gefordert.Probleme bereiteten hingegen die etwas teigig dosierbaren Bremsen, die schon nach gut 10.000 Kilometern beim Rückwärtsfahren quietschten und den Tourer zum ersten Boxenstopp zwangen. Da ihre Reinigung keine dauerhafte Abhilfe schaffte, wurden bei Tachostand 14.707 die Schwingungsdämpfer an den hinteren Bremssätteln im Rahmen einer Serviceaktion gewechselt. Danach war Ruhe, und der Zafira musste nur noch etwa alle 30.000 Kilometer - nach Intervallanzeige - zur regulären Inspektion. Die ist bei Opel traditionell recht günstig, inklusive Ölwechsel und Material werden rund 250 Euro fällig. Mit 725,59 Euro bilden der Austausch der vorderen Bremsscheiben und aller Beläge rundum den einzigen größeren Posten in der Gesamtabrechnung, wobei der antrittsstarke Dieselmotor hier ebenso seinen Tribut fordert wie bei den Reifen. Denn wer die Leistung häufig ausnutzt, muss an den Vorderrädern mit erhöhtem Verschleiß rechnen.

Opel Zafira Tourer überzeugt mit gutem Fahrwerk
Ansonsten zeigt sich das Fahrwerk allen Anforderungen bestens gewachsen, gefällt mit unerschütterlicher Fahrsicherheit, wohldosierter Agilität und einem beflissenen Federungskomfort speziell auf langen Bodenwellen, während Kanaldeckel stärker durchkommen. Gleichwohl lohnt sich die Investition für das adaptive Flex-Ride-Fahrwerk (980 Euro), zumal sich Dämpfung, Lenkunterstützung und Gasannahme in drei spürbar unterschiedlichen Modi - von Standard über Tour bis Sport - konfigurieren lassen und trotzdem niemand über ungebührliche Härte klagte. Überhaupt: Im Vergleich zu anderen Dauertestwagen fallen die Kommentare im Fahrtenbuch auffällig kurz und knapp aus. Einer monierte beispielsweise, dass die Handlichkeit gegenüber dem 19 Zentimeter kürzeren Vorgänger doch etwas gelitten habe. Ein dreifach Kindergeldberechtigter fragte sich, warum auf dem Mittelplatz in Reihe zwei kein Kindersitz installiert werden darf. Und sporadisch gab es Kritik an den schwer zu reinigenden Stoffbezügen.

Kein Knarzen und Klappern und überschaubare Betriebskosten
Neben den unvermeidlichen Kratzern an Innenverkleidungen und Stoßfängern sind sie die sichtbarsten Spuren von zwei Jahren im harten Alltagseinsatz, während der hellgraue Perleffekt-Außenlack nach einer Wagenwäsche noch wie am ersten Tag glänzt. Knarz- oder Klappergeräusche? Fehlanzeige. Dass der Wertverlust mit 55,2 Prozent trotzdem relativ hoch ist, liegt nicht zuletzt an den zahlreichen Extras des Testwagens, die seinen damaligen Grundpreis von 36.855 auf 42.380 Euro trieben. Ein vergleichbarer, aber nur noch 170 PS starker Neuwagen steht derzeit mit 40.535 Euro in der Liste, das Basismodell 1.4 Turbo mit 120 PS und akzeptabler Ausstattung schon ab 21.950 Euro. Die maßvollen Betriebskosten von 1.591 Euro über 100.000 Kilometer (ohne Kraftstoff, Öl und Reifen) für den Biturbo schonen dagegen ebenso das Budget wie Minimalverbräuche unter sechs Litern sowie die hohe Zuverlässigkeit, die dem Opel Zafira Tourer Platz drei im Mängelindex unter den Van-Dauertests beschert - knapp hinter VW Sharan und Ford C-Max. Es gab weder Ausfälle noch ernsthafte Probleme, nur die beiden außerplanmäßigen Werkstattbesuche aufgrund quietschender Bremsen trüben die sonst makellose Bilanz. Ganz ohne Dissonanzen geht es wohl in keiner Beziehung, doch der Opel-Van hält sie kurz und schmerzlos. Wenn das kein guter Grund ist, ihm weiter die Treue zu halten.

Opel Zafira Tourer - wir haben unsere Leser gefragt:
"Seit Juni 2013 fahre ich einen Zafira Tourer 2.0 CDTI mit 165 PS und Automatikgetriebe. Als Vertriebsmitarbeiter lege ich pro Jahr etwa 50.000 Kilometer zurück, und dies ist bereits mein siebter Opel (nach Astra, Vectra, Omega und Insignia). Zugleich ist er definitiv der beste, den ich je gefahren habe. Vom ersten Tag an lief er problemlos, Fahrwerk und Übersichtlichkeit überzeugen ebenso wie die praktischen Fähigkeiten im Alltag. Egal ob man einen Schrank oder eine Waschmaschine transportieren will – einfach die Rückbank umlegen, und schon passt alles rein. Das Beste an dem Wagen ist aber das AFL - Licht, das die Nacht zum Tag macht – einfach sensationell. Der Dieselmotor harmoniert zudem gut mit der Automatik und verbraucht durchschnittlich 7,5 Liter pro 100 Kilometer, wobei ich viele Langstrecken auf der Autobahn fahre.
Markus Klaus, 73269 Hochdorf

Ich habe 2013 einen Zafira Tourer 2.0 CDTI mit 165 PS gekauft, der bereits ein Jahr als Direktionswagen beim Autohaus Bauer in St. Wendel lief. Mit der Ausstattung Innovation bleiben fast keine Wünsche offen, zusätzlich hat mein Wagen noch die feine Rückfahrkamera, das Navigationssystem 900 und ein Flex Dock an Bord, das jedoch nur bis zum iPhone 4 S reicht. Die Bedienung ist einfach und selbsterklärend, sowohl das Navi wie die Sprachsteuerung funktionieren perfekt. Die AGR-Sportsitze bieten guten Seitenhalt und eine angenehm hohe Sitzposition, Fahrverhalten und Komfort sind einfach klasse. Die Verarbeitung lässt bisher keine Wünsche offen, nur die Blende an der Fahrertür knarrte. Nach der Reparatur war wieder Ruhe im Auto. Neben den vielen Fächern und Ablagen gefallen mir auch die verschiebbare Mittelkonsole und die Lounge-Funktion der zweiten Reihe, die hinten superviel Platz schafft. Der Verbrauch ohne Klimaanlage liegt zwischen 5,6 und 6,6 Litern auf 100 Kilometer, mit Kühlung sind es 6,2 bis 7,4 Liter. Außerplanmäßig in die Werkstatt musste ich bislang nicht, nur die Reifen sind etwas teuer, und die vorderen verschleißen schneller."Torsten Schmid, 66564 Ottweiler"Mein Zafira Tourer ist mit dem 140 PS starken 1,4-Liter- Turbobenziner ausgerüstet, der im Bereich zwischen 80 und 130 km/h wenig durchzugsstark und generell leistungsschwach wirkt. Dafür ist er recht durstig und genehmigt sich im Durchschnitt 8,3 Liter Super alle 100 Kilometer. Die guten Platzverhältnisse innen gehen zulasten der Außenabmessungen, die den Wagen etwas unhandlich im täglichen Gebrauch machen.
Jürgen Schmidt, 76275 Ettlingen

Testwertung

4,5/5

Über Opel Zafira

Opel Zafira

Der Opel Zafira ist ein Kompaktvan mit sieben Sitzmöglichkeiten. Eine geniale Erfindung von Opel – das Flex-7-Sitzsystem – verhalf dem Wagen in vielen Tests und Erfahrungen zu sehr guten Bewertungen. Dadurch ist eine Vergrößerung des Kofferraums möglich, ohne die Sitze auszubauen. Auf den Bildern und Videos siehst Du, wie das funktioniert. In den Kaufberatungen erhältst Du alle Informationen, ob Du bei den Konkurrenten schauen solltest, die das System auch verwenden, und welche Kosten auf Dich zukommen, wenn Du Dich für den Zafira entscheidest. Entdecke mithilfe der Daten und Testberichte, welche Trümpfe der Van außerdem ausspielt. 2018 wird der Van in seiner vierten Generation zum SUV, die alten Tugenden im Inneren sollen trotzdem beibehalten werden.