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Opel Zafira Van (2005–2014)

Alle Motoren

1.8 (140 PS)

3,9/5 aus 29 Erfahrungen
Leistung: 140 PS
Ehem. Neupreis ab: 21.795 €
Hubraum ab: 1.796 ccm
Verbrauch: 7,0 l/100 km (komb.)

2.0 Turbo (200 PS)

4,1/5 aus 3 Erfahrungen
Leistung: 200 PS
Ehem. Neupreis ab: 26.860 €
Hubraum ab: 1.998 ccm
Verbrauch: 9,5 l/100 km (komb.)

1.6 Twinport (105 PS)

4,0/5 aus 12 Erfahrungen
Leistung: 105 PS
Ehem. Neupreis ab: 21.210 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,1 l/100 km (komb.)

2.2 Direct (150 PS)

3,6/5 aus 12 Erfahrungen
Leistung: 150 PS
Ehem. Neupreis ab: 23.475 €
Hubraum ab: 2.198 ccm
Verbrauch: 8,2 l/100 km (komb.)

1.6 (115 PS)

3,7/5 aus 11 Erfahrungen
Leistung: 115 PS
Ehem. Neupreis ab: 19.995 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 6,7 l/100 km (komb.)

2.0 Turbo OPC (240 PS)

3,6/5 aus 6 Erfahrungen
Leistung: 240 PS
Ehem. Neupreis ab: 34.750 €
Hubraum ab: 1.998 ccm
Verbrauch: 9,6 l/100 km (komb.)

1.8 (120 PS)

5,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 120 PS
Ehem. Neupreis ab: 23.740 €
Hubraum ab: 1.796 ccm
Verbrauch: 7,2 l/100 km (komb.)

1.7 CDTI (110 PS)

3,5/5 aus 9 Erfahrungen
Leistung: 110 PS
Ehem. Neupreis ab: 22.555 €
Hubraum ab: 1.686 ccm
Verbrauch: 5,1 l/100 km (komb.)

1.9 CDTI (150 PS)

3,1/5 aus 50 Erfahrungen
Leistung: 150 PS
Ehem. Neupreis ab: 26.745 €
Hubraum ab: 1.910 ccm
Verbrauch: 6,1 l/100 km (komb.)

1.9 CDTI (120 PS)

3,3/5 aus 27 Erfahrungen
Leistung: 120 PS
Ehem. Neupreis ab: 24.800 €
Hubraum ab: 1.910 ccm
Verbrauch: 6,1 l/100 km (komb.)

1.7 CDTI (125 PS)

3,1/5 aus 13 Erfahrungen
Leistung: 125 PS
Ehem. Neupreis ab: 23.585 €
Hubraum ab: 1.686 ccm
Verbrauch: 5,1 l/100 km (komb.)

1.9 CDTI (100 PS)

3,3/5 aus 5 Erfahrungen
Leistung: 100 PS
Ehem. Neupreis ab: 23.720 €
Hubraum ab: 1.910 ccm
Verbrauch: 6,1 l/100 km (komb.)

1.6 CNG ecoFLEX (94 PS)

3,7/5 aus 9 Erfahrungen
Leistung: 94 PS
Ehem. Neupreis ab: 22.425 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 0,0 l/100 km (komb.)

1.6 CNG (97 PS)

2,8/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 97 PS
Ehem. Neupreis ab: 23.825 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 0,0 l/100 km (komb.)

1.6 CNG ecoFLEX Turbo (150 PS)

4,3/5 aus 8 Erfahrungen
Leistung: 150 PS
Ehem. Neupreis ab: 25.435 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 0,0 l/100 km (komb.)

1.8 LPG ecoFLEX (140 PS)

4,2/5 aus 4 Erfahrungen
Leistung: 140 PS
Ehem. Neupreis ab: 23.995 €
Hubraum ab: 1.796 ccm
Verbrauch: 7,4 l/100 km (komb.)
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Opel Zafira 2005 - 2014

Die zweite Generation des Zafira Vans von Opel wurde von 2005 bis 2014 gebaut. Derzeit wird das Modell bei uns mit 3,5 von maximal fünf Sternen bewertet. Trotz eher mäßiger Bewertungen scheint sich der Wagen gut zu verkaufen. Wir haben schon ganze 201 darüber erhalten. Die Bewertungen auf unserer Seite ergeben sich aus den Erfahrungen unserer Nutzer mit dem Zafira Van. Wir empfehlen zusätzlich zu den Erfahrungsberichten einen Blick in die 127 Tests zu werfen. Darin gibt es zum Teil noch mehr valide Informationen über dieses Modell. Denn die Tests werden von sachverständigen Automobil-Redakteuren geschrieben, die schon viele Kilometer in verschiedenen Automodellen gefahren sind.

Die Baureihe hat für diese Fahrzeugklasse ganz typische Ausmaße. Die Außenmaße der kleinsten Variante mit einer Länge von 4.467 mm, einer Höhe von 1.625 mm und einer Breite von 1.801 mm, zeigen das deutlich. Auch der Radstand von 2.703 mm sorgt für komfortable Bewegungsfreiheit im Innenraum. Hier haben sieben Personen auf ihrem eigenen Sitz komfortabel Platz. So kompakt wie der Wagen ist auch das Kofferraumvolumen: Mit heruntergeklappten Rücksitzen wirst du auf mindestens 1.820 Liter kommen. Im Normalzustand sind es 140 Liter als Minimum.

Du kannst zwischen Gas, Benzin oder Diesel als Antrieb wählen. Je weniger Gewicht ein Auto hat, desto geringer wird der Motor beansprucht. Der PKW bietet in dieser Hinsicht einen echten Vorteil und begeistert mit einem Leergewicht von maximal 1.735 Kilogramm. Egal, welche Motorisierung dich interessiert: du kannst immer von einer maximalen Anhängelast von mindestens 400 kg ausgehen – egal, ob dein Anhänger über eine Bremsanlage verfügt, oder nicht.

Mit fünf von maximal fünf Sternen zeigten unsere Nutzer klar, dass der 1.8 (120 PS) unter den möglichen Motorisierungen ihr Favorit ist. Der PS-stärkste Motor dieser Baureihe ist der 2.0 Turbo OPC (240 PS): Seine PS-Leistung entspricht einem typischen Wert für einen Van. So erhält er noch 3,6 von fünf Sternen von unseren Fahrern. Je nachdem für welchen Motor du dich entscheidest, entspricht das Auto den Schadstoffklassen EU5 oder EU4 und wird sich somit mehr oder weniger schädlich auf die Umwelt auswirken. CO2-Emissionen von 134 g bis 230 g (je nach Motorisierung) zeigen, weshalb der Kompakt-Van mit einigen Motorvarianten so schlecht eingestuft ist.

Wenn die Fakten dich überzeugt haben und du dich für einen Kauf entscheidest, dann schreib uns hier gerne über deinen Eindruck vom Kompakt-Van.

Alle Tests

Opel Zafira Van (2005–2014)

Opel Zafira Tourer - Mehr Druck für den Kompakt-Van
Autoplenum

Mehr Druck für den Kompakt-Van Opel Zafira Tourer

Mit einem 143 kW/190 PS starken Diesel rundet Opel nun das Motorenprogramm des Zafira Tourer nach oben ab. Der 2,0 Liter große Bi-Turbo ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 218 km/h und soll auch dank eines serienmäßigen Start-Stopp-Systems lediglich 5,6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern benötigen.

Der bereits aus Astra und Insignia bekannte Top-Diesel ist für den siebensitzigen Zafira Tourer in den gehobenen Ausstattungsvarianten „Sport“ und „Innovation“ zu Preisen ab 35.405 Euro zu haben. Preiswerteste Diesel-Motorisierung für den Kompakt-Van bleibt vorerst der 81 kW/110 PS starke 2,0-Liter-Motor, der mit 25.850 Euro in der Liste steht. Dieses Treibwerk dürfte aber in absehbarer Zeit von einem neuen 1,6-Liter-Diesel abgelöst werden, den Opel für das Frühjahr angekündigt hat.

Der neue Bi-Turbo-Diesel von Opel hält in weiteren Modellen Einzug. Nun können auch eilige Familienoberhäupter auf seine 190 PS zugreifen.

Fazit

Der neue Bi-Turbo-Diesel von Opel hält in weiteren Modellen Einzug. Nun können auch eilige Familienoberhäupter auf seine 190 PS zugreifen.
Opel Zafira 1.6 CNG Turbo - Ruhiger Platzhirsch
Autoplenum

Opel Zafira 1.6 CNG Turbo - Ruhiger Platzhirsch

Opel rüstet seinen Zafira Tourer auf Wunsch auch mit einem CNG-Antrieb aus. Günstiger kann man kaum tanken.

Während aus Rüsselsheim eine Hiobsbotschaft nach der anderen den Weg in die Funk- und Fernsehhäuser findet, gibt es ab und an noch etwas Positives von der Marke mit dem Blitz zu berichten. Der 4,66 Meter lange und 2,10 Meter breite Opel Zafira Tourer 1.6 CNG Turbo ecoFLEX ist so eine positive Meldung. Denn der Zafira Tourer ist nicht mehr nur als Benziner oder Diesel erhältlich, sondern ab sofort auch als 110 kW / 150 PS starke Erdgasvariante. Im Sommer kommt die im Sortiment noch fehlende LPG-, sprich Flüssiggasvariante auf den Markt.

Das Besondere an dem 1,6 Liter großen Vierzylindermotor mit manuellem Sechsgangschaltgetriebe, der für den Notfall noch auf eine 15 Liter Benzinreserve zurückgreifen kann, ist seine Laufruhe. Im Stand so wie bei Drehzahlen zwischen 2.000 und 2.500 Umdrehungen pro Minute ist je nach gewähltem Gang entweder nahezu nichts oder sind lediglich die Abrollgeräusche der Reifen zu vernehmen. Zugegeben, seine 150 PS erscheinen nicht nur auf den ersten Kilometern recht unglaubwürdig, ist ihm sein Leergewicht von 1.626 Kilogramm doch arg anzumerken. Dabei wurden allein durch die Verwendung von 25 Kilogramm Erdgas fassenden Kohlefasertanks an Stelle der zuvor ebenfalls im Unterboden und somit Platz sparend untergebrachten Stahltanks ganze 65 Kilogramm eingespart.

Insgesamt gibt sich der 1,69 Meter hohe und ab 27.950 Euro kostende und damit im Vergleich zu seinem Benzin-Bruder 3.100 Euro teurere Opel sehr stadtfreundlich. Nicht nur sein Antrieb fällt mit 11,2 Sekunden von null auf Tempo 100 eher zurückhaltend aus, auch seine Bremsanlage scheint sehr auf das Wohl der Mitfahrer abgestimmt zu sein. So bedarf es einer gefühlten Ewigkeit bis der rechte Fuß den Befehl zum Verzögern an die Bremsen weitergeben kann. Bis dahin kommt dem Fahrer das Bremsen mehr wie in Watte treten vor. Die bis zu fünf beziehungsweise sieben Mitfahrer danken es jedoch, können bei normalen Bremsmanövern keinerlei Übelkeit fördernde Fliehkräfte auftreten. Über seine Vorderachse treiben 210 Newtonmeter Drehmoment den Rüsselsheimer bis zu seiner Höchstgeschwindigkeit von 204 km/h.

Wer zu fünft unterwegs ist findet im Heck noch 710 Liter Stauvolumen vor. Ist lediglich die erste Reihe besetzt, können nach wenigen Handgriffen 1.860 Liter Gepäck in einen ebenen Laderaum gepackt werden. Wurde bei der Bestellung das Kreuzchen beim Flex-Fix-Fahrradträger gesetzt, passen sogar noch vier Drahtesel hinter die Heckklappe. Ein immer beliebter werdendes Kreuz darf beim Zafira Tourer mit CNG-Antrieb leider nicht gesetzt werden, nämlich das für das Bi-XenonAFL-Licht. Da die Treibstoffflaschen im Heck einem Höhensensor für die Leuchtweitenregulieren keinen Platz mehr lassen, muss auf dieses Extra verzichtet werden. Ein Extra, auf das, obwohl es erhältlich ist, gern verzichtet werden kann ist nach den ersten Testfahrten der Spurhalteassistent. Einer Lotterie gleich piept er beim fälschlicherweise Überfahren einer entweder durchgezogenen oder gestrichelten Linie, oder er lässt es bleiben.

Anders sieht es wiederrum mit seinen Ergonomiesitzen aus. Hier zeigt sich, dass lange Touren nicht immer mit schmerzenden Rücken enden müssen. Auch das optionale Navigationsgerät erfüllt seinen Zweck durchaus zielführend, wobei die grafische Darstellung alles andere als in dieses Jahrtausend gehört. C64-Besitzer werden sich schnell an frühere Zeiten erinnert fühlen. Doch der CNG angetriebene Opel soll ja auch nicht mit seiner multimedialen Seite prahlen, sondern seinem Besitzer große Abstände zwischen den weniger teuren Tankstopps bescheren - was er auch schafft. Rund 4,7 Kilogramm Gas (129 Gramm CO2 pro Kilometer) gönnt sich der Tourer auf 100 Kilometern und sorgt damit für eine Gas-Reichweite von 530 Kilometern. Werden die 15 Liter Notfalltropfen hinzugezogen erweitert sich diese um nochmals knapp 150 Kilometer. Mehr ist leider nicht drin, denn durch die motorseitigen Veränderungen an den Ventilen auf Grund der trockeneren Verbrennung lohnt beim CNG-Tourer eigentlich nur der Gasbetrieb.

Opel Zafira Family - Zweites Leben für den Kompakt-Van
Autoplenum

Zweites Leben für den Kompakt-Van Opel Zafira Family

Auch nach der Premiere des neuen Opel Zafira Tourer bleibt der Zafira im Programm. Unter dem Beinamen „Family“ positioniert sich der Kompakt-Van als preisgünstigere Alternative zu seinem größeren jungen Bruder. Fünf Motoren sind für den Siebensitzer im Angebot, das Spektrum reicht von den beiden Benzinern mit 85 kW/115 PS und 103 kW/140 PS über die Diesel mit 81 kW/110 PS beziehungsweise 92 kW/125 PS Liter-Erdgas-Turbomotor mit 110 kW/150 PS. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Klimaanlage, CD-Radio und eine Dachreling. Die Preisliste startet bei 22.950 Euro. Bisher war das Basismodell für 20.995 Euro zu haben – hatte dabei allerdings weniger Ausstattung an Bord.

Der neue Opel Zafira Tourer feiert auf der IAA (15. bis 25. September) Premiere Die Namensgebung, die an die Kombis der Marke angelehnt ist, soll die gewachsenen Abmessungen und das gewachsene Selbstbewusstsein des Kompakt-Vans unterstreichen. Mit 4,66 Metern ist er fast 20 Zentimeter länger als der Zafiara, zudem sind neue Sicherheitsassistenten wie ein radarbasierter Abstandsregel-Tempomaten mit Notbrems-Funktion zu haben. Beim Antrieb hat der Kunde zunächst die Wahl zwischen fünf Motoren. Drei Diesel decken ein Leistungsband von 81 kW/110 PS bis 121 kW/165 PS ab. Auf Benzinerseite gibt es zwei 1,4-Liter-Turbomotoren mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS. Die Preise dürften deutlich über denen des Zafira Family starten.

Mit dem Zafira Tourer baut Opel sein Angebot an kompakten Vans aus. Der bisherige Zafira bleibt mit zusätzlicher Serienausstattung weiter im Programm, wird aber teurer.

Fazit

Mit dem Zafira Tourer baut Opel sein Angebot an kompakten Vans aus. Der bisherige Zafira bleibt mit zusätzlicher Serienausstattung weiter im Programm, wird aber teurer.
Neuer Opel Zafira Tourer startet im Herbst 2011
auto-reporter.net

Neuer Opel Zafira Tourer startet im Herbst 2011

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main (15. bis 25. September) feiert der neue Opel Zafira Tourer seine Weltpremiere. Mit dem völlig überarbeiteten Flex7-Sitzkonzept will die dritte Generation des kompakten Monocabs neue Standards für Variabilität und Qualität des Innenraums definieren. Doch die Innovationen gehen weit über die neu entwickelte, flexible Sitzkonfiguration hinaus: Der gesamte Auftritt des Fahrzeugs will ein deutlicher Schritt nach vorn darstellen, so Opel. Bei seiner Markteinführung 1999 war der Opel Zafira der erste Siebensitzer seiner Klasse und setzte Maßstäbe für voll integrierte Onboard-Flexibilität. Das heißt, der Ausbau und die Lagerung schwerer zusätzlicher Sitze in der dritten Reihe entfallen. Seitdem hat Opel 2,2 Millionen Zafira der ersten und zweiten Generation in Europa verkauft. Zusammen mit dem Meriva, dem europäischen Klassenprimus bei den kleinen Monocabs, machte der Zafira Opel zum Gradmesser – sowohl im Monocab-Segment als auch in Sachen Flexibilität. Die Monocab-Palette besteht aus Agila (3,74 Meter Länge), Meriva (4,29 m), Zafira (4,47 m) sowie Zafira Tourer (4,66 m). Maximale Flexibilität ohne Sitzausbau ist auch die Visitenkarte des neuen Zafira Tourer. Die Opel-Ingenieure haben das ausgeklügelte Flex7-Sitzkonzept nochmals erheblich weiterentwickelt. Während sich die dritte Reihe weiterhin komplett im Boden des Kofferraums versenken lässt, gestalteten sie die zweite Sitzreihe vollständig neu. Statt einer Sitzbank befinden sich hier serienmäßig drei separate Einzelsitze, die sich flach umlegen lassen und somit eine ebene Ladefläche ermöglichen. Die drei Einzelsitze können unabhängig voneinander 210 Millimeter in Längsrichtung verschoben werden. Mit dem einzigartigen „Lounge-Sitzsystem“, das optional erhältlich ist, erleben die Passagiere in der zweiten Reihe großzügige Platzverhältnisse wie in einer Oberklasselimousine. Dank eines raffinierten Klapp- und Drehmechanismus’ bildet hier die Rückenlehne des mittleren Sitzes komfortable Armlehnen für die Passagiere auf den beiden äußeren Plätzen. Die Außensitze lassen sich um bis zu 280 Millimeter verschieben – 70 Millimeter mehr als bei der Standard-Bestuhlung und 80 Millimeter mehr als im aktuellen Zafira. Eine weitere Neuheit in diesem Segment: Die Sitze gleiten 50 Millimeter in Richtung Fahrzeugmitte. Das Verschieben der Sitze in Längs- und Querrichtung bietet Komfort erster Klasse und vermittelt das einzigartige Gefühl, in einer „Lounge auf Rädern“ zu reisen. Dabei genießen die Passagiere ein Maximum an Platz und Ergonomie. Durch die Betonung des individuellen Komfort-Faktors ist der neue Zafira Tourer weitaus mehr als „nur“ ein Familien-Fahrzeug. Die Opel-Designer erhoben den flexiblen Innenraum zu einem Ort der Entspannung und Erholung in einer geräumigen Atmosphäre – ob beim Business-Trip oder auf einer langen Urlaubsreise. Dank des großzügigen Kabinenlayouts und des flexiblen Sitzkonzepts bietet der Zafira Tourer als Fünfsitzer 710 Liter Gepäckraumvolumen (plus 65 Liter). Das maximale Ladevolumen von 1.860 Liter (plus 40 Liter zum Vorgänger) erreicht man durch Umklappen der zweiten Sitzreihe. Zum Verkaufsstart im Herbst dieses Jahres bietet Opel den Zafira Tourer mit dem aus Astra und Insignia bekannten 2.0 CDTI-Common-Rail-Turbodieselmotor in drei Leistungsstufen an: 110 PS (81 k) und 130 PS (96 kW) sowie 165 PS (121 kW) im überarbeiteten Top-Aggregat. Außerdem sind zwei hocheffiziente 1,4-Liter-Turbobenziner mit 120 PS (88 kW) und 140 PS (103 kW) erhältlich. Bis auf den 110 PS-Diesel und den 120 PS-Benziner sind alle aufgeführten Motorvarianten mit Sechsgangschalt- oder Automatikgetriebe erhältlich. Zudem rüstet Opel die 1,4-Liter-Benziner und Zweiliter-Diesel mit der neuen Start-Stopp-Automatik aus, die besonders im innerstädtischen Verkehr zusätzlich Kraftstoff sparen soll. Bereits kurz nach dem Debüt wird die Motorenpalette um ein noch sparsameres ecoFLEX-Modell erweitert. Hinzu kommen Erdgas- und Autogas-Varianten. Wenige Monate später folgen weitere Triebwerke am oberen Ende der Leistungsskala – mit einer völlig neuen Benziner-Generation. (Auto-Reporter.NET/pha)

Opel Zafira Tourer - Großer Bruder für den Zafira
Autoplenum

Großer Bruder für den Zafira Opel Zafira Tourer

Größer, flexibler und mit zahlreichen neuen Sicherheitsassistenten: Mit dem Nachfolger des Kompakt-Vans Zafira will Opel den Vorgänger in jeder Hinsicht toppen. Das neue Selbstverständnis des Familien-Mobils dokumentiert auch der Namenszusatz „Tourer“, der mehr an komfortable Urlaubsreisen denken lässt als an den Shuttle-Dienst beim Fußballtraining der Kinder. Zugleich vermeidet der Beiname die Verwechslung mit dem aktuellen Zafira. Denn der bleibt auch nach dem Verkaufsstart des Neuen im Herbst als preiswertes Einstiegsmodell im Programm.

Prunkstück des alten Zafira war sein flexibles Sitzsystem mit Platz für sieben Insassen. In der neuen Generation hat Opel die Funktionen erweitert. In Reihe zwei finden sich nun drei Einzelsitze an Stelle einer Sitzbank. Die Lehnen des Trios lassen sich einzeln umklappen, die Sitzflächen längs und seitlich verschieben. So wird aus dem Siebensitzer ein geräumiger Sechssitzer mit viel Schulterfreiheit in der zweiten Reihe. Werden auch noch die beiden Sitze in Reihe drei umgeklappt, entsteht ein Viersitzer mit großem Gepäckraum. Wer alle Rücksitze wegklappt, hat 1.860 Liter Stauvolumen zur Verfügung – 40 Liter mehr als im Vorgänger.

Allerdings ist der Zafira Tourer deutlich gewachsen. Stolze 4,66 Meter misst der Kompakt-Van, der dadurch fast ein großer Van im Stil von VW Sharan, Ford Galaxy und Co. ist. Um die Größe etwas zu kaschieren, haben ihn die Designer in ein von dynamischen Linien durchzogenes Blechkleid gesteckt. Mit der bogenförmigen Seitenlinie – Opel nennt sie Bumerang -, den pfeilförmigen Tagfahrleuchten und dem Trapez-Kühlergrill nimmt er zudem Elemente des aktuellen Designstils der Marke auf.

Ein Familienauto muss auch bei der Sicherheit punkten. Opel gönnt dem Zafira Tourer daher die Premiere seines radarbasierten Abstandsregel-Tempomaten mit Notbrems-Funktion. Darüber hinaus gibt es eine ganze Armada weiterer elektronischer Helfer, etwa einen Spurhalte-Assistent, einen Tot-Winkel-Warner und eine verbesserte Verkehrszeichenerkennung.

Die meisten Assistenten dürften Aufpreis kosten. Auch generell lässt sich der Zafira Tourer umfangreich aufrüsten. Beispielsweise mit einem adaptiven Fahrwerk, Panorama-Dach und LED-Heckleuchten. Auch der aus anderen Modellen der Marke bekannte Fahrradträger in der Heckstoßstange ist in einer überarbeiteten Version zu haben.

Beim Antrieb hat der Kunde zunächst die Wahl zwischen fünf Motoren. Drei 2,0-Liter-Diesel decken ein Leistungsband von 81 kW/110 PS bis 121 kW/165 PS ab. Auf Benzinerseite gibt es zwei 1,4-Liter-Turbomotoren mit 88 kW/120 PS und 103 kW/140 PS. Für einen geringen Verbrauch soll ein serienmäßiges Start-Stopp-System sorgen. Für die Kraftübertragung sorgen manuelle und automatische Getriebe mit jeweils sechs Gängen. In Zukunft soll es auch Erd- und Autogasversionen geben, zudem kündigt Opel die Einführung einer neuen Generation von Benzinmotoren im oberen Leistungsbereich an.

Geheim bleibt bis zur Premiere auf der IAA in Frankfurt noch der Preis des Zafira Tourer. Aber auch in dieser Hinsicht wird er seinen Vorgänger voraussichtlich toppen. Das aktuelle Modell gibt es zurzeit ab 20.995 Euro.

Der Opel Zafira hat die Klasse der kompakten Vans mit definiert. Sein Nachfolger tritt im Herbst daher in große Fußstapfen. Die soll er vor allem mit neuer Größe und noch mehr Flexibilität füllen.

Fazit

Der Opel Zafira hat die Klasse der kompakten Vans mit definiert. Sein Nachfolger tritt im Herbst daher in große Fußstapfen. Die soll er vor allem mit neuer Größe und noch mehr Flexibilität füllen.
Fahrbericht Opel Zafira Tourer: Dritte Generation des Opel-Van
auto-motor-und-sport

Fahrbericht Opel Zafira Tourer: Dritte Generation des Opel-Van

Eine warme lange Unterhose schadet nichts in der Gegend um Arvidsjaur, dem tiefgekühlten Tester-Mekka im Norden Schwedens. Konstante Minustemperaturen, gern auch mal unter 20 Grad, ausgebuffte Eismacher und nur wenig unerwünschte Zaungäste. Auch die Opel-Truppe testet hier und gibt dem neuen Opel Zafira Tourer den letzten Fahrwerks-Schliff. Eben noch als loungige Studie Zafira Tourer in Genf, soll die gleichnamige Serienversion im Herbst beim Händler parken. Bis dahin stehen noch einige Test-Kilometer an, wie Chassis-Entwickler Michael Harder erklärt. Doch sie sind schon weit gekommen, wie zwei Prototypen des rund 4,60 Meter langen Kompaktvans Opel Zafira Tourer beweisen. Der wird nun zu Höherem berufen – nicht nur wegen des Beinamens. Größer und hochwertiger als bisher, beschwört er Begriffe wie Premium und Wellness. Er lässt damit zudem eine Lücke, die zukünftig der bekannte Opel Zafira Tourer als Budgetversion ausfüllen darf. Nummer drei baut auf einem Fahrwerksmix auf, nimmt die Vorderachse mit Ausnahme der elektrischen Lenkung vom Insignia und die Verbundlenkerachse hinten inklusive Watt-gestänge vom Astra. Das Ganze ist verglichen mit Multilenker-Konstruktionen steifer und platzsparender und ermöglicht damit unter anderem auch den integrierten Fahrradträger in der Heckschürze (Flex Fix).

Türenfrage ist beim Opel Zafira Tourer eine Kostenfrage Vorbei ist es auch mit der vergleichsweise drögen Anmutung und dem bisherigen Flex7-Sitzkonzept, bei dem die hinteren Sitze des Opel Zafira Tourer zwar im Boden verschwinden, die mittlere Bank aber nur aufgestellt werden kann, was Platz kostet. Hier hat man spürbar optimiert, so Technik-Vorstand Rita Forst. Erkennbar etwa an den verstell- und verschiebbaren Einzelsitzen der zweiten Reihe. Verschieben? Nicht bei den Fondtüren, es bleibt bei konventionellen Portalen, die gegenläufigen Türen sind merivaexklusiv. Schiebetüren kommen beim Opel Zafira Tourer ebenfalls nicht in Frage - Design- als auch Gewichts- und Kostengründe sprechen dagegen. Zafira-Kunden können dafür aus einem prall gefüllten Optionsangebot wählen – von der Verkehrszeichenerkennung bis hin zum radargesteuerten Abstandsregeltempomat mit Bedienung am Lenkrad. Luftiges Raumgefühl im Opel Zafira Tourer Unsere beiden Prototypen des Opel Zafira Tourer müssen zwar noch mit Vorserien-Anmutung auskommen, zeigen aber schon eine passende Sitzposition samt eines üppigen Verstellbereichs. Hinzu kommen ein luftiges Raumangebot und die weit nach vorn ragende Frontscheibe, bei der geschickt gestaltete A- und B-Säulen das Übersichtlichkeitsdilemma etwas entschärfen. Instrumente und Bedienung entsprechen prinzipiell Astra und Co. Neu: ein leicht knopfreduziertes Infotainment sowie ein Start-Stopp-System, bei dem eine spezielle Position der Drehzahlmessernadel auf den Ruhezustand hinweist. Clever.

Opel Zafira ist auf Geschmeidigkeit ausgelegt Auf neue Motoren und Getriebe wartet man erst einmal vergeblich. Zeitgemäße direkteinspritzende Turbobenziner und eine neue Dieselgeneration laufen zwar bereits im Versuch, doch zunächst kommen Typen wie der aufgeladene 1,4-Liter-Benziner oder der Zweiliter-Diesel hinter den Grill des Opel Zafira Tourer. Beide Vierzylinder geben sich in den nur rudimentär gedämmten Vorserien-Zafira kernig, schieben den Van jedoch kräftig an. Mehr als nur ausreichend präsentiert sich der Fahrwerkskomfort des Opel Zafira Tourer. Einer der Probanden neigt zwar zu deutlichen Vertikalbewegungen auf langen Wellen, aber an dem Thema sei man schon dran, erklärt Michael Harder. Selbst in der Sportstellung des Adaptivfahrwerks wird der Opel Zafira Tourer also nicht zum harten Hund. Opel legt eben Wert auf ein geschmeidiges Fahrgefühl, der Van soll Fahrer und Passagiere niemals belästigen. Ein Ziel, das auch die linear ausgelegte Lenkung und die ESP-Abstimmung verfolgen, die es leichtmachen, den Siebensitzer selbst unter schwierigen Verhältnissen auf Kurs zu halten. Damit keine harschen Reaktionen entspanntes Touren in Opels Wellness-Van vermiesen.

Opel Zafira - Eine Geschichte in drei Akten Der erste Opel Zafira räumt richtig ab: Ein leicht bedienbares Siebensitz-System auf rund 4,30 Meter Außenlänge in Verbindung mit bewährter Technik-Hardware bringt ihn im Kompaktvan-Segment ganz nach vorn. Die Konkurrenz wird daraufhin härter, der zweite Opel Zafira wächst auf knapp 4,50 Meter, kann aber nicht ganz an den Erfolg von Nummer eins anknüpfen – obwohl das nur leicht modifizierte Sitzkonzept immer noch Vorteile gegenüber demontierbaren Varianten bietet. Es ist allerdings relativ unflexibel und wird deshalb beim im Herbst erscheinenden Opel Zafira Tourer von Einzelplätzen im Fond abgelöst. Sie erlauben eine höhere Variabilität. Der Neue wird rund zehn Zentimeter länger und hochwertiger, so dass Zafira B vorerst als Budgetversion weitergebaut wird.

Opel Zafira Prototyp - Schneewalzer in geheimer Mission
Autoplenum

Schneewalzer in geheimer Mission Opel Zafira Prototyp

Schönheitskönige sehen anders aus: Das Gesicht verklebt mit einem wirren Karomuster, alle markanten Linien der Karosserie wie mit schwarzem Heftpflaster kaschiert und innen alles mit schwarzem Tuch verhängt. Dass dieser unförmige Prototyp mal ein schmucker Van werden soll, kann man bislang kaum erahnen. Und selbst die Markenzeichen sind alle abgenommen. Aber wir sind schließlich nicht mehr auf dem Genfer Salon, wo Opel noch vor ein paar Wochen stolz die Designstudie für den neuen Zafira präsentiert hat. Sondern wir sind sehr viele Kilometer weiter im Norden, im schwedischen Arjeplog am Polarkreis, wo die Hessen gerade letzte Hand an das Serienmodell anlegen. Weil das erst im September auf der IAA enthüllt werden und im Januar zu den Händlern kommen soll, und vor allem weil es im Reich der Wintertester mehr neugierige Konkurrenten als Rentiere gibt, gibt sich die Mannschaft von Entwicklungschefin Rita Forst noch ausgesprochen zugeknöpft.

Aber selbst das schillernde Tarnkleid kann die wichtigsten Designmerkmale kaum kaschieren: Durch die Klebefolie sieht man bereits die markanten Scheinwerfer, die wie beim elektrischen Ampera an die Zähne eines Walross erinnern, man erkennt die stärker abfallende Dachlinie und den neuen Schwung im Fernsterband. Und vor allem erkennt man das gewachsene Format: Der neue Zafira steht nicht nur satter auf der Straße, er ist auch breiter und länger geworden. „Um etwa 15 Zentimeter haben wir den Wagen gestreckt,“ lässt sich Rita Forst entlocken.

Auch innen gibt sich der Zafira noch geheimnisvoll. Vom „Wellnesstempel auf Rädern“, den Frau Forst verspricht, ist jedenfalls noch nichts zu sehen. Und auch die Evolution des Sitzkonzeptes, bei dem künftig neben der dritten Bank wohl auch der Mittelplatz in der zweiten Reihe aus dem Weg geklappt werden können, muss man vorerst ohne eigene Prüfung glauben. „Alles noch Vorserie, alles noch nicht final“, winken die Entwickler ab.

Was man schon sehen kann, ist das variable Befestigungssystem für Ablagen und Kleinteile, das man aus dem Meriva kennt; man sieht die Kamera für die Verkehrszeichenerkennung und die adaptiven Scheinwerfer - und man sieht am neuen Lenkrad die Knöpfe für jede Menge Assistenzsysteme. Darunter ist erstmals auch einer für die Abstandskontrolle, die bei einem drohenden Unfall sogar Alarm schlägt.

Was außerdem schon auffällt, ist die üppige Beinfreiheit in der zweiten Reihe. Nicht nur vorn sitzt man ausgesprochen bequem. Sondern auch im Fond möchte man nicht mit einem Insignia tauschen.

Als engen Verwandten des Astra gibt’s den Zafira wohl mit den bekannten 110 bis 180 PS. Dieser Erlkönig fährt mit einer überarbeiteten Variante des 2,0-Liter-Diesels, die jetzt auf ca. 121 kW/165 PS kommt. Damit macht der Erlkönig nicht nur beim Schneewalzer auf dem zugefrorenen See eine gute Figur, sondern auch auf den verschneiten Pisten entlang des Polarkreises: Die sind so leer und einsam, dass man schnell mal auf Tempo 160 beschleunigt und deutlich spürt: da geht noch was. Deshalb ist der Blick auf den Bordcomputer eine angenehme Überraschung: Am Ende der er Abnahmefahrt zeigt der Bordcomputer 6,8 Liter. Bei dem Tempo, einem Auto von etwa 4,70 Metern und mindestens 1,6 Tonnen Leergewicht ist das kein schlechter Wert.

Auf der Dynamikfläche, dem Handlingkurs und der großen Kreisbahn gibt der Zafira den heißen Feger. Er lässt sich präzise lenken und so lange quer um die Kurven zirkeln, bis die Elektronik dem bunten Treiben sanft, aber bestimmt eine Ende macht. Auch bei der Landpartie gibt sich der Zafira straff und präzise und dreht die Gänge weit aus. Wir befinden uns im Sportprogramm. Aber ein Knopfdruck genügt, dann nimmt die Lenkunterstützung zu, die Dämpfung wird weicher, das Getriebe schaltet früher und der Zafira wird zur kommoden Familienkutsche, in der auch die Mitfahrer ihren Spaß haben.

Nach dieser ersten Ausfahrt kann man zumindest ahnen, wie der neue Zafira aussieht, man kann abschätzen, wie er fährt und hat ein erstes Gespür dafür, wie er sich anfühlt. Jetzt müsste man nur noch wissen, mit welchem Preisaufschlag sich Opel das Wachstum und das versprochene Nobelambiente bezahlen lässt. Aber da beißt man bei den Entwicklern auf Granit: „Wir sind nur Ingenieure, keine Kaufleute“, antworten sie ausweichend. Und alle, die es wissen könnten, wollen es noch nicht verraten: „Ein paar Geheminsse wollen wir schließlich bis zur Premiere auf der IAA in Frankfurt noch behalten.“

Von Genf nach Arjeplog: Während auf dem Autosalon alles über die Designstudie staunt, legen die Entwickler am Polarkreis letzte Hand an das Serienmodell: Damit Opel den neuen Zafira tatsächlich in knapp einem Jahr auf der Straße hat, tanzen die Ingenieure mit den Erlkönigen Schneewalzer.

Fazit

Von Genf nach Arjeplog: Während auf dem Autosalon alles über die Designstudie staunt, legen die Entwickler am Polarkreis letzte Hand an das Serienmodell: Damit Opel den neuen Zafira tatsächlich in knapp einem Jahr auf der Straße hat, tanzen die Ingenieure mit den Erlkönigen Schneewalzer.
Genf 2011: Zafira Tourer Concept mit Wohlfühlatmosphäre
auto-reporter.net

Genf 2011: Zafira Tourer Concept mit Wohlfühlatmosphäre

Mit einem luftig-hellen und qualitativ besonders hochwertigen Innenraum, so präsentiert sich in Genf die neue Generation des Trendsetters Opel Zafira, der Zafira Tourer Concept. Man habe die Idee einer Lounge, einem Ort der Erholung, auf ein Fahrzeug übertragen, sagt Opel-Designchef Mark Adams. Das Ergebnis ist die „Lounge auf Rädern“. Der Zafira Tourer Concept will mit höchster Flexibilität bei der Innenraumkonfiguration insbesondere für die Fond-Passagiere ein maximales Platzangebot schaffen. Großzügige Verglasung sorgt für Lichtdurchflutung und schafft so eine Wohlfühlatmosphäre. Den äußeren Auftritt beschreibt Opel als elegant, skulpturhaft und kraftvoll. Mit pfeilförmig geschwungenen Scheinwerfern in der markanten Fahrzeugfront will man für einen dynamischen Ausdruck sorgen.(Auto-Reporter.NET/br)          

Kompaktvans im Test: Der Opel Zafira trifft auf den Peugeot 5008
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Kompaktvans im Test: Der Opel Zafira trifft auf den Peugeot 5008

Praktische Sitzkonzepte mit hoher Variabilität und einfacher, selbsterklärender Handhabung scheiden bei modernen Kompaktvans die Spreu vom Weizen. Mittlerweile gehört es in dieser Klasse zum guten Ton, zusätzlich zwei kleine Sitze in Reihe drei anzubieten. Peugeot verlangt für dieses Extra einen Obolus von 700 Euro und lässt die Sitze, wenn sie nicht benötigt werden, ganz elegant zusammengeklappt im Boden des Gepäckraumes verschwinden.

Den Opel Zafira gibt es als Siebensitzer bereits seit 1999 Der Trick ist nicht neu, der Opel Zafira führt ihn in ähnlicher Form schon seit der ersten Generation von 1999 vor. Mit einem kleinen Unterschied: Seine beiden hintersten Sitze falten sich der Länge nach flach auseinander und benötigen so weniger Stauhöhe im Boden des Laderaums. Dass sein Sitzkonzept bereits ein wenig in die Jahre gekommen ist, merkt man an der Handhabung, die bei fast allen Aktionen zwei Hände und höheren Krafteinsatz erfordert. Außerdem hat der Opel in Reihe zwei eine Bank, bei der nur die Lehne, nicht aber die Sitzfläche geteilt ist, und die man folglich auch nur am Stück in Längsrichtung verschieben kann. Um eine ebene Ladefläche zu schaffen, wird die Bank mit hochkant aufgestellter Fläche nach vorn gefahren. Die Sitze des Peugeot sind variabler und einfach zu handhaben Der Peugeot wartet mit höherer Variabilität und einfacher zu handhabenden Verstellmechanismen auf. Dafür sorgen beispielsweise drei separat verschiebund klappbare Einzelsitze mit mehrstufiger Lehnenverstellung in der zweiten Reihe. Sie lassen sich mit einem Griff nach vorn umklappen, wobei sich auch die Sitzfläche automatisch absenkt. Mit Hilfe ausziehbarer und faltbarer Klappen entsteht ein topfebener Ladeboden. Damit nicht genug: Auf Klappenzug schießen die beiden äußeren Sessel mit hochgeschnalzter Sitzfläche katapultartig nach vorn und machen großzügig Platz für den Einstieg zu den Klappsitzen in Reihe drei. Auch beim Sitzkomfort liegt der Peugeot vor dem Opel Mühsamer ist der Zustieg in das hinterste Opel-Abteil, weil die vorgeschobene Bank und die geklappten Lehnen weniger Platz schaffen. In beiden Autos herrschen ganz hinten zwar erträgliche Platzverhältnisse, sofern die Passagiere in Reihe zwei kompromissbereit sind, aber die Notsitze sind hart gepolstert und zwingen Erwachsene zu einer unbequemen Froschhaltung. Mehr Vergnügen bereitet die Mitfahrt auf den übrigen fünf Plätzen, wobei im 5008 gut profilierte, straffe Polster festen Halt und Bequemlichkeit vermitteln. Im Zafira ( der Opel Zafira im Dauertest ) hingegen sorgen harte Sitze für Ungemütlichkeit - vorne zwicken Seitenwülste, hinten drücken brettartige Flächen. Bewegungsfreiheit hingegen gibt es im Fond jeweils genügend und dazu auf den vorderen Plätzen ein sehr großzügiges Raumgefühl.

Bei der Transportkapazität sind die beiden Kompaktvans fast gleichauf Bezüglich der Transportkapazität herrscht weitgehend Gleichstand: Als Fünfsitzer bietet der Peugeot mit 679 Litern etwas mehr Kofferraumvolumen, wird die maximale Ladekapazität benötigt, hat hingegen der Opel mit 1.820 Litern die Nase knapp vorn. Deutlich besser schneidet der Zafira mit seiner maximalen Zuladung von 601 Kilogramm ab. Der 5008 begnügt sich da mit sehr bescheidenen 489 Kilogramm. Bei beiden Autos erleichtern große Luken, weit öffnende Heckklappen und niedrige Ladekanten das Verstauen schwerer Gegenstände. Der Opel Zafira verfügt über 20 PS mehr als sein Konkurrent Eiltransporter-Talente lassen beide Konkurrenten vermissen, das verraten schon ihre Triebwerke. Im Peugeot 5008 steckt der Basis-Benziner mit 1,6 Liter Hubraum, der in Zusammenarbeit mit BMW entwickelt wurde und auch im Mini Cooper Dienst tut. Er leistet 120 PS und sorgt für ansprechende Fahrleistungen, ohne allerdings durch kräftigen Antritt bei niedrigen Drehzahlen oder gar sportliches Temperament zu beeindrucken. Freude bereiten hingegen der vibrationsarme, leise Lauf und seine kultivierten Manieren. Mit 1,8 Liter Hubraum und 20 Mehr- PS schiebt sich der Zafira nominell nach vorne, was er bei den Messfahrten durch bessere Werte untermauert. Im Alltagsbetrieb zieht er daraus jedoch keine Vorteile, denn subjektiv wirkt er weder kräftiger noch temperamentvoller als der Peugeot. Mit 10,2 Litern Verbrauch auf 100 km ist der Opel etwas durstiger als der Peugeot Auffallend und störend sind seine kernigere Aussprache sowie die Dröhnneigung jenseits von 5.000 Umdrehungen. Beide Motoren sind serienmäßig mit einem Fünfganggetriebe kombiniert. Eine unglückliche Lösung, weil die kurze Übersetzung im 5008 und die Geräuschentwicklung im Zafira auf Schnellstraßen häufiger nach einer sechsten Stufe verlangen. Die Gangwechsel erfolgen im Peugeot sehr leichtgängig und exakt, im Opel unpräziser und knochiger. Auch dem Verbrauch käme ein sechster Gang zugute. Der 5008 genehmigte sich durchschnittlich gerade noch akzeptable 9,4 Liter Superbenzin. Als viel durstiger erwies sich der Zafira mit 10,2 L/100 km - von Genügsamkeit bei ihm also keine Spur.

Fahrfreude kommt beim Zafira nicht auf Dass der im Frühjahr 2005 runderneuerte Opel schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, merkt man auch beim Fahren. Er folgt zwar brav seiner präzisen Lenkung und bringt den Piloten selbst bei forscher Gangart nie in Verlegenheit, aber Fahrfreude erstickt er bereits im Keim - mit kräftigem Untersteuern, Schwerfälligkeit in Wechselkurven, geringer Agilität, mäßiger Bodenhaftung auf Unebenheiten und weichem Pedalgefühl beim Verzögern. Der Peugeot geht als Sieger aus dem Vergleichstest hervor Da agiert der 5008 dank geringerer Untersteuerneigung und ruhigerem Aufbau viel leichtfüßiger und behänder. Enge Kurven und schlechte Fahrbahnen meistert er vergleichsweise gelassen, seine Bremsen überzeugen mit guter Dosierbarkeit. Allein die Lenkung passt mit ihrem synthetischen Gefühl nicht recht ins Bild. Der 5008 federt zudem etwas geschmeidiger und kostet weniger als der besser ausgestattete Zafira Sport. Zwei Gründe mehr, aus diesem Vergleich als verdienter Sieger hervorzugehen.

Test: Opel Zafira 1.6 CNG Turbo - unterwegs im Etappenschwein
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Etappenschwein: Sparen kann nervig sein

Haar, 28. Oktober 2009 - Es ist dunkel, es ist spät und es regnet. Und von der Erdgas-Zapfsäule des Globus-Baumarktes grinst uns ein hell erleuchtetes Schild entgegen: "Außer Betrieb". Wir sind tief in der Pampa und wollen einfach nur noch nach Hause - aber wenn man mit Erdgas fährt, ist das nicht immer ganz so einfach. Unser Wagen: ein Opel Zafira 1.6 CNG mit Turboaufladung. Unsere Strecke: quer durch Deutschland von München über Berlin zur Ostsee-Insel Usedom. Immer unter der Prämisse, so viel wie möglich im Erdgas-Betrieb zu fahren - wir ahnen nicht, was uns erwartet.

Die Zafira-Stärken An dem Opel Zafira 1.6 CNG Turbo gibt es an sich nicht viel auszusetzen. Von außen ist der Wagen halt ein Zafira, innen gefallen die bequemen Langstrecken-tauglichen Sitze, die verschiebbare zweite Sitzreihe und die komfortabel zu einem ebenen Ladeboden versenkbaren Sitze der dritten Reihe. Die hohe Sitzposition macht den Einstieg einfach und schafft Übersicht im Verkehr. Die Lenkung macht einen unspektakulären Job und das Fahrwerk geht für einen Familien-Wagen in Ordnung. Allerdings wankt der Zafira in Kurven wacker und das Abrollen könnte etwas softer vonstatten gehen. Was uns ein bisschen stört, ist die schwergängige klobige Handbremse, vom Design her etwas überkandidelt im Stile eines Flug-Schubreglers gehalten.

Jetzt geht der Anzug halbwegs in Ordnung Den Erdgas-Zafira gibt es auch ohne Turbo-Lader. In dieser Version ist der Wagen was für gemütliche Zeitgenossen: 17 Sekunden von null auf 100 km/h sprechen für sich. Unser Turbo-Aggregat ist da schon knurriger, bekommt Überholvorgänge auf der Autobahn recht unauffällig hin. Aber dafür sind Drehzahlen notwendig, obwohl das maximale Drehmoment von 210 Newtonmeter bereits bei 2.300 U/min anliegt, geht gefühlt erst ab 3.000 U/min die Post ab - die maximal 150 PS gibt es erst ab 5.000 U/min. Und dann wird der Motor richtig laut, egal ob im Erdgas- oder Benzinbetrieb. Wir müssen mit der leicht knorpeligen Schaltung immer fleißig runterschalten. Bei 11,5 Sekunden bleibt der Stoppuhr-Zeiger nach dem Sprint von null auf hundert stehen. Und wie ist das nun mit Tanken, Verbrauch und langen Strecken?

Erdgas-Tankstellen-Netz: zu löchrig? Etwas über 850 Erdgas-Tankstellen gibt es in Deutschland. An den Zapfsäulen steht auch manchmal "CNG", die Abkürzung für "Compressed Natural Gas". Das konkurrierende Produkt Autogas "LPG" (Liquefied Petroleum Gas) wird momentan an 5.364 Tankstellen angeboten (Stand September 2009). Es gibt also um den Faktor sechs mehr Auto- als Erdgastankstellen. Aber davon lassen wir uns nicht bange machen: Wir haben schließlich einen gedruckten Erdgas-Tankstellenatlas dabei und Opel gibt an, dass unser Navi CNG-Tankstellen findet. So greifen wir zum Start gleich aufs Navi zurück, da uns die Verwendung des guten alten Atlas etwas antiquiert vorkommt.

Neben der Spur Was uns als Erstes auffällt: An der gesamten A9, die München mit Berlin verbindet, gibt es keine einzige Erdgastankstelle. Das Gleiche gilt für die A93, auf welcher wir eine Vollsperrung der A9 umgehen wollen. Auch sonst herrscht in dieser Beziehung in Deutschland Ebbe: Null CNG-Tankstellen liegen direkt an den beliebten Schnellfahr-Verbindungen. Im Gegensatz dazu leuchtet uns nur allzu oft schadenfroh das LPG-Schild von Autobahntankstellen an. Ein paar Autohöfe mit Erdgas-Tanke kommen den Autobahnen zwar nahe, aber wir müssen in jedem Fall runter von unserer Route. Egal, wir düsen los, standardmäßig fährt unser Wagen im Erdgasmodus. 21 Kilogramm des brennbaren Gases sollen in die Druck-Tanks des Zafiras passen. Per Knopfdruck können wir auf die 14 Liter Benzin-Reserve umschalten - von der wir unter allen Umständen die Finger lassen wollen.

Das erste Mal Tanken Kurz vor Regensburg müssen wir erstmals tanken. Aber mit dem Navi eine CNG-Tankstelle zu finden, gestaltet sich umständlich: Wir müssen die aktuelle Routenführung beenden, dann nach Sonderzielen suchen, die Unterkategorie "Tankstellen" wählen und dann die Liste durchscrollen. In der Liste sind grundsätzlich sämtliche Tankstellen der Gegend aufgeführt, die mit Erdgas-Angebot tragen zusätzlich das Kürzel "CNG". Ausschließlich nach CNG-Zapfstellen suchen können wir nicht. Entfernung zur nächsten Erdgas-Zapfe für uns: sieben Kilometer.

Zeit und Nerven Wir erreichen unsere Tankstelle in Regensburg, müssen aber erstmal warten - den einzigen Erdgas-Zapfrüssel belegt ein anderer Zafira. Und es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis die paar Kilogramm Gas in den Tank gezischt sind. Außerdem wollen wir unsere Benzin-Reserve randvoll machen. Also gehen wir in den Tankstellen-Laden, lassen die Zapfsäule auf null zurückstellen, schrauben den fummeligen Tankdeckel aus seiner Ecke und lassen Benzin in den Stutzen - bis wir den Flüssigkeits-Spiegel sehen können. Zurück auf der Autobahn haben wir einen Umweg von beinahe 15 Kilometer gemacht und zirka eine halbe Stunde eingebüßt. Dass wir wegen eines defekten Ventils nur halb soviel Gas mitnehmen konnten wie angegeben, ist uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht richtig klar. Wir wollen jetzt mal den Gastank richtig leer fahren - und sind erstaunt, mit welch ambitionierter Geschwindigkeit der Tank-Zeiger Richtung "null" zieht. In der Nähe von Wunsiedel geht dann ein spürbarer Ruck durch den Wagen - der CNG-Tank ist leer, was mit einer automatischen Umstellung auf Benzinbetrieb verbunden ist. Ein Waschpark in Wunsiedel soll laut Navi Erdgas führen. Wir fahren hin - die Gegend ist bestimmt wunderschön, aber nachts bei Regen interessiert uns das nicht.

Das Navi machts nicht viel leichter Wir fahren ins fahle Licht der Automaten-Tankstelle und sehen, dass da ein Erdgasschlauch zu fehlen scheint. Zum Glück hängt auf der anderen Seite der Säule doch ein Rüssel. Das Tanken über die EC-Karte funktioniert prima. Zurück auf der Autobahn haben wir mehr als eine weitere halbe Stunde Umweg auf der Uhr - und unser Tank fasst anscheinend nur 9,5 Kilogramm Gas - womit wir zirka 150 Kilometer weit kommen. Wir müssen also noch zweimal tanken, um bis nach Berlin zu gelangen.

Navi-Sorgen Nachdem uns unser Navi bei der Tankstellensuche mitten im finsteren Wald mit der Nachricht überrascht: "Ziel erreicht", planen wir die weitere Route mit dem Atlas. Dort sehen wir von vornherein, welche Tankstellen nahe an der Autobahn liegen und welche noch geöffnet haben. Schließlich wird es nach 22:00 Uhr in Sachen Erdgas in der Provinz duster: 38 Prozent der CNG-Tankstellen sind nicht 24 Stunden geöffnet. Mit anderen Worten: Nachts stehen dem Erdgas-Fahrer nur noch etwas über 500 Tankstellen in ganz Deutschland zur Verfügung. Eine richtige Hilfe wäre das Navi, wenn es auf Knopfdruck geöffnete Tankstellen in Fahrtrichtung fände - aber so eine Lösung ist nicht in Sicht. Das Zafira-Navigationssystem hat nicht mal alle Erdgas-Tankstellen parat und versucht sich manchmal mit eigenwilligen Routenführungen. So wird der Weg vom Ostseebad Bansin nach Berlin grundsätzlich mit einem kleinen 200-Kilometer-Schwenk über Polen berechnet. Und bei der links vor uns liegenden Tankstelle in Bansin höhnt es aus dem Lautsprecher: "Ziel liegt auf der rechten Seite". Auf dem Rückweg nachts erreichen wir eine Aral-Tankstelle in Finowfurt, die laut Navi noch 1,1 Kilometer entfernt sein sollte.

"Da jeht ja nüscht rin" In Großstädten gibt es kein Problem mit Erdgas-Zapfstellen. Grundsätzlich werden die Tankstellen vom örtlichen Gasversoger über unterirdische Leitungen mit Gas beliefert. "Deshalb is dit bei uns so jünstich" sagt mir die nette Kassiererin an der Berliner "Go"-Tankstelle. Aber die Preise werden von den Gasversorgern diktiert. In Berlin zahlen wir 96 Cent, in Wunsiedel sind es nur 89 Cent. Am teuersten kommt uns der Erdgas-Spaß bei Motor Nützel in Bayreuth: 1,02 Cent pro Kilogramm macht einen Unterschied von 13 Cent zum günstigsten Anbieter im 50 Kilometer entfernten Wunsiedel. Wir verbrauchen im Schnitt 5,78 Kilogramm Erdgas pro 100 Kilometer (bei über 130 km/h kommen wir schnell auf 9,15 Kilogramm), womit für diese Strecke unter sechs Euro fällig werden. In Sachen Kosten macht so ein Erdgaswagen Spaß - zumindest beim Bezahlen. Die geringe Reichweite kommentiert unsere Berliner Kassiererin mit einem mitleidigen "Da jeht ja nüscht rin".

Kein Spaß für die Betreiber Und den Tankstellen-Betreibern scheint der Spaß am Erdgas auch zu vergehen: Zum einen ist für einen Anschluss ans Gasleitungsnetz ein enormer technischer Aufwand nötig, zum anderen liegt halt die Preisgestaltung in fremder Hand. Laut Aral, einer der größten Anbieter von Erdgas an Tankstellen, sind durch den rund um die Uhr laufenden Erdgas-Kompressor die Stromkosten pro Zapfstelle so hoch, dass in manchen Monaten eben nicht einmal die Energiekosten wieder hereinkommen. Mit anderen Worten: Der Verkauf von Erdgas ist für die Tankstellenbetreiber kein lohnendes Geschäft. Und an einigen Tankstellen kann man nur Erdgas zapfen, wenn man sich vorher an der Kasse eine Tankkarte holt - hier ist die Erdgas-Säule nicht mit dem normalen Kassensystem der Tankstelle verbunden. Ein schnell voranschreitender Ausbau des CNG-Tankstellennetzes ist nicht zu erwarten, schon gar nicht an Autobahnen. Laut Aral gibt es entweder in der Nähe von großen Autobahnen keine Erdgasleitungen oder nur solche mit einem zu großen Querschnitt, als das sich der technische Aufwand rechnen würde, dort einen Abzweig zu legen. Das Abfall-Produkt der Kraftstoffherstellung "Autogas" lässt sich hingegen bei geringeren Drücken deutlich billiger lagern.

Klare Zahlen Und die Zahl der Autogas-Fahrzeuge liegt mit 306.402 im Jahr 2009 über fünf Mal so hoch wie die der Erdgas-Wagen (60.744 Fahrzeuge). Seit 2006 hat sich der Bestand an LPG-Fahrzeugen mehr als versiebenfacht, die Zahl der CNG-Wagen ist im gleichen Zeitraum gerade mal auf das Doppelte angewachsen. Ganz klar, in welcher Gas-Sorte die Tankstellenbetreiber die Zukunft sehen: Autogas. Übrigens: Der Anteil an Auto- und Erdgasfahrzeugen liegt zusammengenommen in Deutschland bei einem Gesamtbestand an Pkw von 41,3 Millionen Fahrzeugen bei zirka gerade mal einem Prozent.

Wenn das Ventil klemmt Die besonders geringe Reichweite unseres Zafira hing mit einem zwischen den Tanks sitzenden verklemmten Ventil zusammen. Bei der Werkstattsuche fällt uns noch auf, dass nur ganz wenige Vertragswerkstätten auch Erdgasfahrzeuge reparieren. In unserer Werkstatt hören wir, dass so ein verklemmtes Ventil gar nicht mal so selten ist - schade bei einem Auto, dessen Reichweite ohnehin nicht die größte ist. Nach der Reparatur kommen wir im reinen Gasbetrieb beinahe 300 Kilometer weit.

Fazit

Am Opel Zafira gibt es nicht viel zu tippen und mit Erdgas-Turbo ist der Wagen inzwischen auch halbwegs flott. Aber die relativ geringe Reichweite in Kombination mit dem überaus löchrigen CNG-Tankstellen-Netz macht Probleme. Wer den Wagen in dicht besiedelten Gegenden mit gut ausgebautem Erdgas-Tankstellen-Netz bewegt, kann die Freude am Sparen genießen. Wer oft lange Strecken auf unbekannten Routen, zudem auch noch nachts, zurücklegen muss, sollte eher über einen Autogas-Zafira nachdenken.

Für LPG gibt es erheblich mehr Tankstellen, die Gas-Reichweite ist höher und die Kosten liegen ungefähr gleichauf. Es sieht so aus, als wenn es im Bereich der alternativen Gas-Antriebe nur Platz für ein System gibt - und hier hat sich Autogas anscheinend bereits durchgesetzt.

Im Vergleich zu Autogas gibt es für Erdgas weniger Tankstellen, weniger Autos und geringeren Zuwächse - und keine nennenswerten Vorteile gegenüber LPG: Für den Erdgasantrieb wird es sehr sehr schwer.

Testwertung

4,0/5

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