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Opel Meriva Van (2003–2010)

Alle Motoren

1.8 (125 PS)

3,6/5 aus 10 Erfahrungen
Leistung: 125 PS
Ehem. Neupreis ab: 15.975 €
Hubraum ab: 1.796 ccm
Verbrauch: 7,3 l/100 km (komb.)

1.6 (100 PS)

3,7/5 aus 14 Erfahrungen
Leistung: 100 PS
Ehem. Neupreis ab: 15.185 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,2 l/100 km (komb.)

1.4 Twinport ecoFLEX (90 PS)

3,3/5 aus 21 Erfahrungen
Leistung: 90 PS
Ehem. Neupreis ab: 14.415 €
Hubraum ab: 1.364 ccm
Verbrauch: 6,2 l/100 km (komb.)

1.6 Twinport (105 PS)

3,7/5 aus 33 Erfahrungen
Leistung: 105 PS
Ehem. Neupreis ab: 16.050 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 6,7 l/100 km (komb.)

1.6 Turbo (180 PS)

4,4/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 180 PS
Ehem. Neupreis ab: 25.350 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,8 l/100 km (komb.)

1.6 (87 PS)

3,4/5 aus 11 Erfahrungen
Leistung: 87 PS
Ehem. Neupreis ab: 13.715 €
Hubraum ab: 1.598 ccm
Verbrauch: 7,8 l/100 km (komb.)

1.7 CDTI (100 PS)

3,6/5 aus 38 Erfahrungen
Leistung: 100 PS
Ehem. Neupreis ab: 16.600 €
Hubraum ab: 1.686 ccm
Verbrauch: 5,2 l/100 km (komb.)

1.3 CDTI ecoFLEX (75 PS)

3,7/5 aus 6 Erfahrungen
Leistung: 75 PS
Ehem. Neupreis ab: 16.860 €
Hubraum ab: 1.248 ccm
Verbrauch: 5,0 l/100 km (komb.)

1.7 DTI (75 PS)

3,6/5 aus 2 Erfahrungen
Leistung: 75 PS
Ehem. Neupreis ab: 15.055 €
Hubraum ab: 1.686 ccm
Verbrauch: 5,4 l/100 km (komb.)

1.7 CDTI (125 PS)

2,5/5 aus 3 Erfahrungen
Leistung: 125 PS
Ehem. Neupreis ab: 20.370 €
Hubraum ab: 1.686 ccm
Verbrauch: 5,4 l/100 km (komb.)

1.6 LPG (87 PS)

0/0
Leistung: PS
Ehem. Neupreis ab:
Hubraum ab: ccm
Verbrauch: l/100 km (komb.)

1.4 LPG (90 PS)

0/0
Leistung: 90 PS
Ehem. Neupreis ab: 17.300 €
Hubraum ab: 1.364 ccm
Verbrauch: 6,2 l/100 km (komb.)
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Opel Meriva 2003 - 2010

Der Meriva Van von Opel wurde in erster Generation von 2003 bis 2010 auf den Markt gebracht. Derzeit wird das Modell bei uns mit 3,6 von maximal fünf Sternen bewertet. Trotz tendenziell durchschnittlicher Bewertungen scheint sich der Wagen gut zu verkaufen. Wir haben schon volle 140 darüber erhalten. Alle Bewertungen ergeben sich aus den Erfahrungen unserer Nutzer mit dem Meriva Van. Was die Fachleute von diesem Modell halten, erfährst du in den 24 Tests oder Fahrberichten. In den Beiträgen geht es auch viel um Updates, Facelifts und die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten.

Die Baureihe hat für diese Fahrzeugklasse ganz typische Ausmaße. Die Außenmaße der kleinsten Variante mit einer Länge von 4.042 mm, einer Höhe von 1.624 mm und einer Breite von 1.694 mm, zeigen das deutlich. Auch der Radstand von 2.630 mm sorgt für komfortable Platzverhältnisse im Innenraum. Die Modelle der Baureihe weisen insgesamt fünf Sitze auf. So kompakt wie der Wagen ist auch das Kofferraumvolumen: Mit umgeklappten Rücksitzen wirst du auf mindestens 1.410 Liter kommen. Im Normalzustand sind es 350 Liter als Minimum.

Du kannst zwischen Benzin, Diesel oder Gas als Antrieb wählen. Den Einfluss des Leergewichts auf Fahrleistung und Verbrauch darf man nicht unterschätzen, hier liegt es bei 1.330 kgDas bedeutet, dass du für eine manchmal notwendige schnelle Beschleunigung ordentlich PS unter der Haube brauchst. Eine maximale Anhängelast von mindestens 1.000 kg (gebremst) oder 665 kg (ungebremst) kann der Kompakt-Van ziehen.

Nach Meinung unserer Fahrer ist der 1.6 Turbo (180 PS) die beste Maschine, er wurde mit 4,4 von fünf Sternen belohnt. Auch sind 180 PS bei diesem Motor durchaus erfreulich. Aber es muss nicht immer eine PS-starke Motorleistung sein, die überzeugt: Der 1.3 CDTI ecoFLEX (75 PS) verbraucht kombiniert nur fünf Liter Diesel pro 100 Kilometer (nach Herstellerangaben) und ist damit sparsamer und zukunftssicherer als die anderen Verbrennungsmotoren der Baureihe. Der Kompakt-Van entspricht je nach Motor den Schadstoffklassen EU4 oder EU3. Falls die Umweltfreundlichkeit des Wagens für dich eine Rolle spielt, solltest du daher darauf achten, die bessere, d.h. höhere, Einstufung zu wählen. Der 1.8 (125 PS) wäre dafür eine gute Wahl. CO2-Emissionen von (je nach Motorisierung) 135 g bis 190 g auf 100 Kilometer zeigen, weshalb der Kompakt-Van zum Teil so schlecht eingestuft ist.

Für ein abschließendes Urteil haben wir für dich auch eine Galerie mit 26 Fotos des Meriva Vans zusammengestellt.

Alle Tests

Opel Meriva Van (2003–2010)

Opel Meriva 1.7 CDTi: Sparsamer Familien-Van mit Diesel-Power
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Opel Meriva 1.7 CDTi: Sparsamer Familien-Van mit Diesel-Power

Natürlich sind es die Türen, die den neuen Opel Meriva so besonders machen. Hinten angeschlagene Fondtüren sind ein Segen für Eltern, die ihren Nachwuchs noch im Kindersitz anschnallen müssen und gelegentlich die nicht mehr ganz so gelenkigen Großeltern mitnehmen möchten. Doch wer denkt beim Kauf schon in erster Linie an die Passagiere?

Opel Meriva - Familientransporter mit wenig Durst Wenn man sich selbst etwas Gutes tun möchte, sollte man sein Kreuz auf dem Opel Meriva-Bestellformular beim 130-PS-Diesel machen. Zwar werden dann mindestens 20.100 Euro fällig (Version Opel Meriva Selection), aber der seit kurzem verfügbare 1,7-Liter-Motor steht nicht nur im Ruf, sparsam zu sein - was nebenbei das Ökogewissen beruhigt -, er ist auch angenehm kräftig. Typisch Diesel, reagiert der Opel Meriva Selbstzünder auf niedrige Außentemperaturen beim Kaltstart zunächst mit leichtem Nageln, beruhigt sich aber schon nach kurzer Zeit und läuft akustisch unauffällig. Geringfügige Vibrationen sind zu spüren, stören jedoch nicht. Das Drehmoment-Maximum liegt ab 2.000 Touren an, gedreht werden darf sogar bis 5.000 U/min, was allerdings nichts bringt. Wer den Motor zwischen 1.800 und 3.000 U/min hält, wird mit ansprechendem Durchzug belohnt und kann mit einem Durchschnittsverbrauch des Opel Meriva von 6,4 L/100 km rechnen. Nicht schlecht für einen Familien-Transporter.

Opel Meriva CDTi: Neuer Basis-Diesel für den Meriva
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Opel Meriva CDTi: Neuer Basis-Diesel für den Meriva

Flex Doors (gegenläufig öffnende Türen), Flex Space (verschiebbare Rücksitze), Flex Rail (variable Armlehne und Getränkehalter auf Schienen) - und jetzt auch Ecoflex: So heißt der neue Basis-Diesel für den Opel Meriva mit 1,3 Liter Hubraum, 95 PS und Partikelfilter, der nur 4,5 L/100 km (119 g CO2/ km) konsumieren soll.

Start-Stopp folgt 2011 Nach einer kleinen Anfahrschwäche wirkt der Vierzylinder-Diesel des Opel Meriva recht temperamentvoll, hält sich akustisch angenehm zurück. Ein Start-Stopp-System gibt es aber erst ab 2011, und bei einem Aufpreis von 2.600 Euro gegenüber dem 1.4-Benziner rechnet er sich nur für Vielfahrer. Ähnlich verhält es sich mit den beiden renovierten 1.7 CDTi (110/130 PS), wobei die stärkere Variante bei gleichem ECE-Verbrauch (5,2 L/100 km) spürbar mehr Kraftreserven bietet. Schließlich lädt der großzügige Innen- und Kofferraum (400 bis 1.500 Liter) des Opel Meriva ja dazu ein, ihn ganz flexibel zu nutzen.

Opel Meriva : Kompaktvan mit pfiffigem Türkonzept
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Opel Meriva : Kompaktvan mit pfiffigem Türkonzept

Das ist doch der mit diesen Klapptüren." Der ältere Herr auf dem Nachbar-Parkplatz drückt sich zwar nicht ganz präzise aus, ist jedoch von den gegenläufig aufschwingenden Opel Meriva-Pforten sichtlich angetan.

Opel Meriva mit neuem Türkonzept Ob er sie denn auch mal öffnen dürfe? Aber sicher. Kompliment schon mal an Opel, ein Sportwagen mit Flügeltüren würde hier vor dem Supermarkt wohl auch nicht mehr Aufsehen erregen. Doch das Flex-Doors getaufte Türkonzept will mehr sein als nur Show. Statt sich zwischen Radhaus und Tür einzufädeln, entern Mitfahrer den Fond des Testwagens tatsächlich einfacher und entspannter, wie unser Supermarkt-Tester begeistert bestätigt. Auch die massiven Haltegriffe an den B-Säulen und der fast rechtwinklige Tür-Öffnungswinkel von 84 Grad ernten sein volles Lob. Der rückenschonende Zugang soll jedoch nicht nur Senioren überzeugen, sondern auch junge Familien. Kindersitze lassen sich so mit deutlich weniger Fummelei befestigen als sonst. Etwas Gewöhnung verlangen die Portal-Türen des Opel Meriva trotzdem: Steigen Passagiere vorn und hinten gleichzeitig ein, wird es zwischen den Pforten ganz schön eng. Und wer in Reihe eins nicht schnell genug Platz nimmt, lebt in der Gefahr, die Tür des Hintermanns abzubekommen. Dennoch: Die Vorteile überwiegen. Mehr Platz im neuen Opel Meriva Neben den ungewöhnlichen Türen geraten die sonstigen Meriva-Neuerungen beinahe in den Hintergrund. Zu Unrecht, denn der über 20 Zentimeter gewachsene Opel bietet mehr Platz für Passagiere und 40 Extra-Liter fürs Gepäck. Schließlich überragt er mit 4,29 Meter Länge sogar Hochdach-Kompaktklässler VW Golf Plus. Ein weit oben positionierter Schalthebel sowie der Einsatz einer elektrischen Handbremse schafft im Testwagen zudem Raum für ein flexibles Ablagesystem zwischen den Vordersitzen. Anstelle einer starren Mittelkonsole nehmen massive Schienen aus poliertem Alu unterschiedliche Einsätze und Armlehnen auf, die unabhängig voneinander auf zwei Ebenen verschoben werden können. Da lässt es sich verschmerzen, dass Türtaschen und Handschuhfach im Opel Meriva nicht allzu üppig ausfallen. Die variable Inneneinrichtung, mit der der Vorgänger 2003 für Furore sorgte, ist hingegen im Wesentlichen geblieben. So klappt jedes Segment der dreigeteilten Rückbank separat um und lässt sich in der Länge justieren - je nachdem, ob mehr Kniefreiheit oder Gepäckraum gefragt ist. Werden die äußeren Rücksitze nach hinten und innen verschoben, mutiert der Meriva-Testwagen gar zum Viersitzer mit dem Fond-Entfaltungsraum einer Mittelklasse-Limousine. Insignia und Astra Merkmale im Meriva Mittelklasse-Gefühle weckt darüber hinaus das schwungvolle Cockpit im Opel Meriva, wobei ihm die Anleihen von Insignia und Astra nicht nur zum Vorteil gereichen: Außer den hochwertigen Materialien und sauber klickenden Bedienelementen findet sich nämlich auch die mit Knöpfen überfrachtete Mittelkonsole wieder. Ähnlich problematisch die Übersichtlichkeit: Die steil abtauchende Schnauze und dicke Dachpfosten empfehlen die Wahl der Parkpiepser vorn und hinten (520 Euro). Wer gerade beim Ankreuzen ist, sollte möglichst noch 500 Euro für die Ergonomie-Sitze investieren, die dank tollem Seitenhalt sowie umfangreichen Verstellmöglichkeiten ihren Namen zu Recht tragen. Wer die Rücken seiner Mitfahrer schont, hat schließlich ebenfalls Bequemlichkeit verdient. Höhere Ziele verfolgten auch die Fahrwerksentwickler: Anstelle der Corsa-Plattform baut der Meriva B auf Komponenten von Zafira und Astra auf, zudem kommt statt der vormals verwendeten rein elektrischen Lenkung eine elektrohydraulische Variante zum Einsatz. Unruhiges Fahrgefühl im Opel Meriva Entsprechend erwachsen fährt sich der Opel-Van im Test: Ob auf der Autobahn, wo sich dank gutem Geradeauslauf lange Etappen entspannt abspulen lassen, oder in Kurven, die er leichtfüßig, mit geringer Seitenneigung und spät einsetzendem Untersteuern durcheilt. Für ein sicheres Gefühl sorgen darüber hinaus die mitteilsame Lenkung sowie kräftige und standfeste Bremsen. Die agilen Fahreigenschaften des Opel Meriva werden allerdings mit einem herben Federungskomfort erkauft. Auf serienmäßigen 55-Rädern unterwegs, rumpelt der Testwagen etwas unbeholfen über Querfugen und Frostaufbrüche. Immerhin schaukelt er sich selbst beladen nicht auf langen Wellen auf. Turbo-Motor ist kein Komfortwunder Ein Komfort-Wunder ist auch der neue 1,4-Liter-Motor mit 120 PS nicht: Schon im Stand dringen leichte Vibrationen bis ins Lenkrad vor, während der Vierzylinder bei höherem Tempo vor sich hin dröhnt. Mit den geschliffenen Manieren der gleich großen VW-TSI-Triebwerke kann er nicht mithalten, doch dank Turboschub lässt er sich im Test ähnlich niedertourig und schaltfaul bewegen. Der Griff zum kurzen Hebel des Fünfganggetriebes gerät ohnehin nicht sehr freudvoll, da es weder besonders leicht noch präzise zu schalten ist. Sechs Gänge gibt es erst mit der 830 Euro teureren 140-PS-Variante, Start-Stopp-Systeme folgen gar erst 2011. Umso erstaunlicher, dass sich der mittlere der drei Benziner auf der auto motor und sport-Normrunde im Test mit 5,5 Liter Super pro 100 km zufriedengibt und damit exakt den Wert eines Golf Plus 1.2 TSI samt Start-Stopp-System erreichte. Typisch für einen Turbo hängt der Verbrauch aber stark von der Fahrweise ab - im Testschnitt genehmigte sich der Meriva mäßige 8,3 Liter. Und der Preis? Trotz aller Fortschritte verlangt Opel für die deutlich reifere Meriva-Basis nur 800 Euro mehr als bisher. Die getestete, empfehlenswerte Variante Edition kostet verglichen mit dem ähnlich kräftigen 1,8-Liter-Vorgänger sogar 300 Euro weniger - und das bei verbesserter Ausstattung. Neben Klimaanlage und CD-Radio sind jetzt auch Bordcomputer, Tempomat und die flexible Mittelkonsole serienmäßig an Bord. Erfreulich, dass Opel den Einstieg nicht nur über das ungewöhnliche Türkonzept erleichtert.

Opel Meriva: So fährt sich Opels neuer Hoffnungsträger
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Opel Meriva: So fährt sich Opels neuer Hoffnungsträger

Die zunächstgeplanten Schiebetüren kamen wegender kompakten Abmessungen des Opel Merivanicht in Frage. Doch auch das neueTürkonzept erweist sich in engen Parklückenals Gewinn.

Der Opel Meriva verabschiedet sich von seinen Kleinwagen-Genen Was hat sich sonst im Vergleich zur ersten Generation des Opel Meriva verändert? Der Kompaktvan hat sich von seinen Kleinwagen-Genen verabschiedet, basiert nun auf Komponenten des großen Bruders Zafira und nicht mehr auf der Corsa-Plattform. Das kommt vor allem dem Federungskomfort zugute. Das Fahrwerk ist straff, aber nicht hart. Dazu hat Opel das Geräuschniveau reduziert und eine präzisere, elektrohydraulische Servolenkung eingebaut. Der Meriva wuchs um 20 Zentimeter,was der Fahrer im Innenraum jedoch wenig spürt. Fußgängerschutz- und Crashnormen erforderten einen längeren Vorderwagen. Dafür wirken die Materialien innen hochwertiger. Viele Teile stammen aus Insignia und Astra - leider auch die unübersichtliche Ansammlung von Schaltern und Knöpfen in der Mittelkonsole. Der Basispreis von 15.900 Euro spricht für den Opel Meriva Zum Marktstart stehen drei Benziner sowie ein Diesel mit 100 PS zur Verfügung, den es zunächst nur mit Automatik gibt. Ein kleinerer (1.3 CDTi mit 95 PS) und zwei stärkere Selbstzünder (1.7 CDTi mit 110 und 130 PS) folgen im Spätsommer.Die beiden 1,4 Liter großen Turbo-Benziner ohne Direkteinspritzung bieten zwar akzeptable Fahrleistungen, sind aber etwas brummig. Die Normverbräuche liegen mit 6,1 Litern (120 PS) und 6,7 Litern (140 PS) dabei auf niedrigem Niveau.Insgesamt macht der neue Meriva einen erwachseneren Eindruck als der Vorgänger. Die aufrechte, ergonomisch angenehme Sitzposition, eine gute Rundumsicht und nicht zuletzt der Basispreis von 15.900 Euro sprechen für ihn. Das sind rund 2.000 weniger, als für einen VW Golf Plus mit vergleichbarem Kofferraumvolumen fällig werden und nur 800 Euro mehr als für den alten Meriva.

Opel Meriva: Die neue Alternative zum Rolls-Royce
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Opel Meriva: Die neue Alternative zum Rolls-Royce

Erinnern Sie sich an Dr. Braun? Das war die in der Opel -Werbung vielfach strapazierte Figur, die vom Vorstand mit der unlösbar erscheinenden Aufgabe betraut wurde, ein neues Sitzkonzept zu entwickeln. Der geheimnisvolle Doktor, wir wissen das längst, hat seine Aufgabe mit Bravour gelöst - heraus kamen die hinteren Sitzgelegenheiten des Opel Zafira, die sich komplett im Wagenboden versenken lassen. Dr. Braun gibt es offensichtlich noch. Er hat allen Widrigkeiten widerstanden, der Fast-Pleite von Opel ebenso wie dem verlockenden Angebot des Zulieferers Magna. Er ist Opel treu geblieben, kreativ wie eh und je.

Opel Meriva soll sich von der Konkurrenz abheben Die jüngste Aufgabe war die Darstellung eines neuartigen Türkonzepts, das beim kleineren Bruder des Opel Zafira , dem Opel Meriva , zum Einsatz kommen sollte. Es musste etwas her, das den Opel grundsätzlich von der zahlreichen Konkurrenz im Segment der kompakten Vans unterschied. Ganz normal öffnende Türen hat schließlich fast jeder, auch Schiebetüren haben keinen Aha-Effekt mehr. Sie schieden beim Meriva schon relativ früh aus, denn dem Vorteil des guten Zugangs in engen Parklücken stehen auch Nachteile gegenüber: Schiebetüren sind vergleichsweise teuer, und das Geräusch, das sie beim Öffnen und Schließen verursachen, erinnert stark an einen kommerziellen Lieferwagen. Suicide-Doors haben eine lange Geschichte Das Ende vom Lied: Der Opel Meriva erhielt gegenläufig öffnende Portale. Das ist ein in der automobilen Historie wohlbekanntes Rezept, das auch schon der Opel Kadett der Nachkriegszeit herzeigte. Aber es stieß bereits 1961 auf das Veto des Gesetzgebers. Hinten angeschlagene Türen, so glaubte der zu wissen, können vom Fahrtwind aufgerissen werden, wenn sie nicht korrekt verriegelt sind. Suicide doors - Selbstmördertüren - nannten die Amerikaner solche Wagenschläge, die auch jenen mächtigen Lincoln Continental der sechziger Jahre auszeichneten, in dem John F. Kennedy seine letzte Fahrt in Dallas unternahm. Inzwischen sind die umgekehrt öffnenden Portale für den Fond wieder möglich, was nicht zuletzt der nobelsten Autofirma der Welt zu verdanken ist. Alle Opel Meriva-Passagiere profitieren von den Türen Rolls-Royce bedient sich ihrer und ermöglicht damit nicht nur der britischen Adelsgesellschaft einen ungezwungenen Zustieg. Wir haben im Opel Meriva bereits Platz genommen und kommen nicht umhin, der alten, neuen Idee Beifall zu zollen. Zumal nicht nur die für den Fond vorgesehenen Passagiere profitierten, sondern auch Fahrer und Beifahrer. Denn die Türen öffnen im ungewöhnlich großen Winkel von 84 Grad, was auch rein visuell nur noch hauchdünn vom rechten Winkel entfernt ist. Für die umgekehrt öffnenden hinteren Türen gilt das Gleiche, und da die Sitze, ganz dem üblichen Van-Konzept entsprechend, etwas höher platziert sind als bei einer herkömmlichen Limousine, steigt man nicht ein, man gleitet widerstandslos auf den Sitz.

Neuer Opel Meriva mit großen Fensterflächen Wobei noch nicht einmal eine besonders gute körperliche Verfassung notwendig ist, um das Ganze elegant wirken zu lassen. Ältere Passagiere werden diesen Einstiegsluxus zu schätzen wissen - mehr aber noch die Mütter kleiner Kinder, die hier weit müheloser als bei anderen Autos die Kindersitze der Isofix-Befestigung anvertrauen können. Passagiere in der zweiten Reihe dürfen sich auch an einer zweiten Design-Eigenart erfreuen. Der Knick der Gürtellinie sorgt für eine beträchtliche Vergrößerung der Fensterfläche, man genießt einen freien Blick, wie er bei modernen Autos längst nicht mehr selbstverständlich ist. Man kann dies sogar noch verbessern, wenn man die nicht nur in Längs-, sondern auch in Querrichtung verschiebbaren Sitze näher an der Mittelkonsole arrangiert. Damit können die Rückbänkler zwischen den Köpfen der Erste-Reihe-Passagiere nach vorn auf das Verkehrsgeschehen blicken. Das kann sehr wohltuend sein für Menschen, die einen reiseempfindlichen Magen besitzen. Gute Sicht auch vorn. Den vantypischen Nachteil einer riesigen Armaturenbrett-Landschaft und einer entsprechend gewaltigen Frontscheibe hat Opel geschickt vermieden. Man kann dies in der Seitenansicht gut erkennen: Der Opel Meriva zeigt nicht den fließenden Übergang der Motorhaube zur Scheibe, sondern einen gut erkennbaren Ansatz zum abgesetzten Motorabteil. Zu den neuen Ideen zählt auch die Mittelkonsole, auf der sich ein Ablagefach beliebig verschieben lässt, um alle Insassen daran teilhaben zu lassen.Nicht revolutionär, aber sehr praktisch. Da bedanken wir uns doch herzlich, Doktor Braun.

Vergleich: Meriva OPC vs. C4 Picasso - Kopf gegen Bauch
Autoplenum

Vergleich: Meriva OPC vs. C4 Picasso - Kopf gegen Bauch

Platz für vier plus Gepäck, reichlich Power unter der Haube und nicht die Familienkasse sprengen – diese Anforderungen erfüllen nur wenige Minivans. Meriva OPC und C4 Picasso 2.0i tun es und sind dabei völlig unterschiedlich.

Junge Familien hatten es noch nie so einfach wie heute – jedenfalls dann, wenn es um die Wahl einer passenden Familienkutsche geht. Das Angebot an Kombis, geräumigen SUV und Vans ist in den letzten Jahren geradezu explodiert. Damit Vans nicht langweilig werden, besetzen die Hersteller jede nur erdenkliche Nische. Es gibt sie in allen Größen, Formen und Farben, mit fünf oder sieben Plätzen, gewaltigen Glasdächern und Sitzen, die sich beliebig verschieben, umklappen oder ausbauen lassen. Nehmen wir an, eine vierköpfige Familie setzt sich ein Preislimit von 25.000 Euro, und ein kompakter Van soll es sein. Mama möchte gerne viel Komfort, die Kinder reichlich Platz zum Herumtoben, und alle eine tolle Aussicht auf der Reise in die Ferien. Da bietet sich der Citroën C4 Picasso an: Den "VisioVan" mit dem riesigen Glasdach gibt es jetzt auch mit fünf Sitzen. Papa dagegen denkt noch immer wehmütig an den Sportwagen, den er verkaufen musste und versteckt einen Prospekt des Opel Meriva OPC unterm Kopfkissen. Der Flitzer aus Rüsselsheim ist Europas schnellster in Serie gebauter Minivan und verspricht familientauglichen Fahrspaß.

Der Meriva OPC unterschreitet mit 24.360 Euro locker das Preislimit, das sich unsere Familie gesetzt hat. Auch beim C4 gibt es für diesen Preis einen flotten Benziner – der 2.0i 16V mit 143 PS kostet in der "Confort"-Ausstattung 24.750 Euro. Was bieten die beiden schnellen Familienkutschen? Zunächst mal reichlich Platz. Sowohl im Meriva- als auch im C4-Cockpit kann man sich bequem ausstrecken. Allerdings ist durch die fehlende Mittelkonsole das Raumgefühl auf der Citroën-Brücke einfach beeindruckender. Das spacige Feeling kann sich aber nicht in den Fond hinüberretten: Die Beinfreiheit im C4 Picasso ist nur für Kinder und kleine Erwachsene in Ordnung, ansonsten droht den Knien ein unfreiwilliger Engtanz mit der Rücksitzlehne. Opel gelingt die Raumausnutzung etwas besser, obwohl der Meriva ein ganzes Stück kürzer ist als der C4. Den Namen "VisioVan" trägt der C4 Picasso zu Recht. Die Übersicht durch die riesigen Fensterflächen ist gigantisch, durch die schmalen und durchbrochenen A-Säulen bietet der Franzose in Kurven eine bessere Übersicht als der Meriva mit seinen dicken Pfosten. Auf der Picasso-Rückbank dürfen sich wegen der heruntergezogenen Seitenscheiben sogar kleine Kinder über tolle Ausblicke freuen. Auch beim Kofferraum hat der Franzose mehr zu bieten (500 Liter, Meriva nur 360 Liter).

Das Zeug zum Lademeister haben mit ihrem variablen Innenraum aber beide Minivans. Die dreiteilige Rückbank des Opels lässt sich mit wenigen Handgriffen so zusammenfalten, dass eine fast ebene Ladefläche mit 1410 Litern Stauraum entsteht. Die Bretter für das neue Kinderzimmer-Regal finden auch noch Platz, denn die Lehne des Beifahrer-Sitzes kann man ebenfalls komplett umklappen. Der C4 Picasso lockt mit 1734 Litern Stauraum, auch bei ihm lassen sich die Rücksitze geteilt umklappen und bilden eine ebene Ladefläche. Beide Autos haben eine recht niedrige Ladekante, beim Citroën stört allerdings der breite lackierte Stoßfänger und sollte beim Einladen sperriger Gegenstände vor Kratzern geschützt werden.

So ähnlich das Grundkonzept der beiden Autos auch ist: Bei der Innenraum-Gestaltung könnten beide nicht unterschiedlicher sein. Bei Citroën ist man erst zufrieden, wenn alle Details extravaganter ausfallen als bei der Konkurrenz. Die Nabe des Lenkrads dreht sich beim Lenken nicht mit, sondern nur der Lenkradkranz. Die meisten Bedienungselemente leben am und hinter dem Lenkrad. Mama und die Kinder freuen sich vor allem über das satte Angebot an Staufächern und Ablagen: Gleich zwei Handschuhfächer und zwei Ablagen im langgezogenen Armaturenbrett können mit Karten, Sonnenbrillen, Proviant oder Spielzeug gefüttert werden. Hier gibt sich der Meriva wesentlich geiziger, Ablagen sind Mangelware an Bord. Auch praktische Details wie den kleinen "Fischauge"-Spiegel über dem Innenspiegel, mit dem man die Kinder auf dem Rücksitz ständig im Blick hat, bietet nur der C4 Picasso.

"Dafür hat Opel wenigstens richtige Instrumente“, wird Papa jetzt einwerfen. Der Meriva hat in der Tat schicke Uhren im blauen OPC-Design. Allerdings lässt sich der Tacho wegen der kleinen Zahlen manchmal schlecht ablesen. Das betrifft vor allem den in der City wichtigen Bereich zwischen 40 und 60 Km/h.

Immer noch besser als beim C4-Picasso: Die Anzeigen muss man dort in einem Kombiinstrument in der Mitte des Armaturenbretts suchen, wo sie allen Design-Spielereien zum Trotz einfach nichts verloren haben. Wer in schnellen Kurvenfahrten gern mal auf Tacho und Drehzahlmesser schielen möchte, muss zwischen Kurvenausgang und Mittelkonsole hin- und herschauen wie bei einem Tennismatch – so macht flottes Fahren keinen Spaß. Vor allem der digitale Drehzahlmesser, der auch noch rechts außen fast in Höhe des Beifahrers sitzt, ist praktisch unbrauchbar. Womit wir beim Thema wären, das besonders dem sportlichen Familienvater am Herzen liegt: Motor und Fahreigenschaften. Der Meriva OPC galoppiert mit 180 Pferdestärken, die er aus 1,6 Litern Hubraum herauslockt. Der C4 Picasso leistet mit seinem 2,0-Liter Motor 143 PS. Der Meriva OPC ist mit 222 Km/h der schnellste Serien-Minivan Europas und beschleunigt in nur 8,2 Sekunden auf 100 Sachen. Der C4 Picasso ist mit 11,3 Sekunden auf 100 (Automatik 12 Sekunden) deutlich behäbiger, aber mit 195 Km/h Spitze ebenfalls sehr schnell unterwegs. Ziemlich laut werden beide Motoren, wenn man ihnen Leistung abverlangt. Beim Thema Fahrspaß hat der Franzose aber das Nachsehen. Der Turbo-geladene OPC ist agiler und mit seinem Drehmoment von 230 Newtonmetern deutlich schubstärker als der Franzose. Dazu kommen die straffe Abstimmung und die direkte Lenkung. Der Meriva lässt sich ungestüm um die Kurven jagen, bleibt nur wegen des etwas hochbeinigen Van-Aufbaus und der kleinen Felgen hinter der Sportlichkeit seiner OPC-Brüder Corsa oder Vectra zurück.

Mit dem C4 Picasso wird Papa weniger Spaß haben. Zwar ist auch der 2,0-Liter Motor kräftig und hilft dem Franzosen mit immerhin 200 Newtonmetern Drehmoment auf die Sprünge. Aber das sehr auf Komfort ausgelegte Fahrwerk vergrätzt manchmal den Kurvenspaß, und die etwas gefühllose Lenkung macht fahraktive Papas auch nicht wirklich glücklich. Außerdem darf man beim Meriva die Schaltarbeit mit einer präzisen Sechsgang-Box noch selbst übernehmen, der Citroën schnappt einem dieses Vergnügen mit einem automatisierten Sechsgang-Schaltgetriebe (EGS 6) oder einer Vierstufen-Automatik vor der Nase weg. Das automatisierte Schaltgetriebe fällt gelegentlich durch Zugkraftunterbrechungen unangenehm auf.

Ein Patt gibt es beim Thema Umwelt und Verbrauch. Beide Vans sind keine Kostverächter: Der C4 Picasso verbraucht im Schnitt 8 Liter Super (Automatik: 8,9), der Meriva OPC will mit 7,8 Litern gefüttert werden. In der Praxis sind mit dem Rüsselsheimer Flitzer aber eigentlich nie weniger als acht Liter drin, selbst wenn man äußerst sparsam unterwegs ist. Wenn Papa mal aufs Gas tritt, fließen locker elf Liter und mehr durch die Leitungen. Beim CO2-Ausstoß ist der Meriva OPC mit 187 Gramm pro Kilometer dabei, der C4 Picasso mit 190 Gramm (Automatik: 211 Gramm). Die Ausstattung beider Minivans ist recht ordentlich. Der 24.360 Euro teure Meriva OPC bringt serienmäßig unter anderem ein Sport-Lederlenkrad, Recaro-Sportsitze, Klimaanlage, CD-Radio mit Lenkradfernbedienung, Multifunktionsdisplay, elektrische Fensterheber rundum, Nebelscheinwerfer und ESP mit. Den C4 Picasso gibt es zu einem vergleichbaren Preis in der Confort-Ausstattung, die zusätzlich zu den auch beim Meriva gebotenen Komfort-Extras noch Nettigkeiten wie Tempomat, einen Duftspender für den Innenraum, ein gekühltes Ablagefach in der Mittelkonsole, Sonnenrollos oder Klapptische für die Rücksitze bietet. Unterm Strich können sich beide Autos als familientaugliche und flotte Reisebegleiter qualifizieren. Bleibt die Frage, ob man auf seinen Kopf oder lieber den Bauch hört: Der C4 Picasso ist wegen der etwas besseren Ausstattung, der vielen Ablagen, des cooleren Innenraums und der durchdachten Detaillösungen das vernünftigere Auto. Der Meriva OPC dagegen bietet reichlich Fahrspaß und kommt ohne die manchmal nervigen Design-Extravaganzen des C4 aus. Wer sparsame Autos sucht, ist bei beiden Modellen fehl am Platz –und sollte eher die Einstiegsbenziner oder gleich die Dieselvarianten wählen, von denen es bei beiden Vans genügend Auswahl gibt.

Testwertung

4,0/5

Praxistest: Opel Meriva 1.6 - Hokus, pokus, Meriva
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Praxistest: Opel Meriva 1.6 - Hokus, pokus, Meriva

Was man im Opel Meriva alles zaubern kann, das klingt fast schon märchenhaft. Viel Platz und ein intelligentes Innenraum-Konzept sprechen deutlich für den "kleinen Zafira". Aber Emotionen setzt er nicht gerade frei.

Wer Harry Potter kennt, kennt auch das Zelt von Mr. Perkins. Von außen durchaus normal und unscheinbar, entpuppt es sich nach dem Eintreten als möblierte 3-Zimmerwohnung mit Küche und Bad. Außen klein - innen riesig. Was im Zeltlager der Quidditch-WM nur die Magie vermag, schaffen die Opel-Ingenieure beim Meriva zumindest ansatzweise mit kreativen Ideen: Außen ist der Meriva um einiges kompakter als sein großer Bruder Zafira - innen fast genau so groß.

Das Prinzip "mehr sein als scheinen" fängt schon bei der Optik an. Der kleine Opel-Van ist auf den ersten Blick und böswillig ausgedrückt ziemlich langweilig. Wohlwollender formuliert: dezent und eher unauffällig. Weder eine dynamisch gespannte Linienführung samt aggressiver Front ist hier zu finden noch ein Knuddelchen mit Kulleraugen. Zweckmäßig halt. Praktisch. Nullacht/Van-ig. Aber wer den Meriva kauft, der kauft ihn nicht, weil die Ferrari gerade alle alle waren. Sondern weil er ein praktisches Auto sucht zu einem Preis, für den man nicht unbedingt den Jackpot im Lotto knacken muss. Und ein Auto, mit dem man jeden Tag was anfangen kann.

Und das kann man mit dem Meriva. Auch vom Innenraumkonzept her ist er ähnlich flexibel wie der hier gar nicht so viel größere Bruder. Zwischen den satten 2,63 Metern Radstand findet sich eine Sitzkonstruktion, die ihn wahlweise zu einem Mini-Bus oder zu einem Kleintransporter macht. Die dreisitzige Rückbank läßt sich mit wenigen Handgriffen so komplett zusammenfalten, dass eine nahezu ebene Fläche entsteht. So werden aus einem Laderaumvolumen von - voll bestuhlt - 360 Liter 1410 Liter.

Wem das noch nicht reicht: Auch der Beifahrersitz läßt sich klappen und schafft so Platz für lange Güter. Und wer statt Ikea-Regalen eher seine Kleinfamilie von A nach B chauffieren will, hat es nicht weniger flexibel. Hinten gibt es Platz für drei und üppig Platz für zwei: Den mittleren Sitz versenken, die beiden äußeren zur Seite und zurück schieben - und der Meriva ist zum geräumigen Viersitzer mit Mittelklasseformat mutiert. Ohne, dass man sich fragen muss: Wohin mit dem ausgebauten Sitzplatz?

Auch ansonsten ist der Meriva innen ohne Fehl und Tadel. Die Fertigungsqualität ist ausgezeichnet, die Übersichtlichkeit gut und intuitiv. Kein Schalter, kein Instrument gibt Rätsel auf, alles liegt gut im Blickfeld. Und: Alles atmet auch hier ein wenig den Hauch der Langeweile. Bloß nichts riskieren, hat man sich wohl in der Rüsselsheimer Designabteilung gedacht. Und: Bloß nichts falsch machen, war der zweite Gedanke.

Entsprechend ist der Meriva ein für seine Klasse rational nahezu perfektes Auto. Er erfüllt so ziemlich alle harten Kriterien, die wir in unseren Praxistests so anlegen. Die großen Türen öffnen weit, der Zustieg ist vor allem vorne sehr bequem. Die Sitze, in denen man bequem und passgenau platznimmt, lassen sich im Zusammenspiel mit dem höhenverstellbaren Lenkrad auch für größere Passagiere weit genug nach hinten schieben - ohne dort dann für eingeklemmte Knie zu sorgen. Ablagen gibt es zwar nicht üppig aber ausreichend. Der Kofferraum ist ohne Ladekante leicht und effektiv zu beladen. Wenn man im Meriva sitzt, hat man eine gute Rundumsicht, kein Problem, beim Einparken abzupassen, wo sein Anfang ist und wo sein Ende. Allenfalls vorne muss man sich mental die ersten Tage ein wenig herantasten.

Der Motor? Auch der passt ins Bild. Der 1,6-Liter-Benziner werkelt brav und klaglos. Ein Arbeitspferd, kein Araberhengst. Ein Motor wie das ganze Auto. Kaum warmgelaufen, läuft er kultiviert und vibrationsarm. Auch bei höheren Geschwindigkeiten wird er nicht übermäßig laut. Dank der Getriebeübersetzung zeigt er sich - zum Beispiel beim Überholen - auch durchaus durchzugsstark. Weil man ihn allerdings auch gerne hochtourig fährt, erweist er sich in der Realität aber auch als relativ durstig. Die von Opel angegebenen 6,7 Liter pro 100 Kilometer haben wir im Praxistest auch nicht annähernd schaffen können - unter acht Liter war nichts zu machen. Der Motor produziert 77 kW/105 PS und ein Drehmoment von 150 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 181 km/h, für den Spurt von 0 auf 100 km/h braucht er 13,3 Sekunden. Mit diesen Werten liegt er noch im üblichen Rahmen seiner Klasse.

Ähnlich ohne dunkle Punkte das ausgewogen abgestimmte Fahrwerk. Es führt den Meriva brav um alle Kurven und sorgt für einen stabilen Geradeauslauf. Schnell gefahrene Kurven werden vom ESP in der Regel sicher austariert. Allenfalls ein leichtes Untersteuern ist zu merken - auch für wenig geübte Fahrer kein Problem. Die Federung schluckt Unebenheiten auf der Fahrbahn auch dann, wenn sie etwas gröber ausfallen. Und der Rest bleibt in den bequemen Sitzen hängen. Die Lenkung reagiert direkt und ohne all zu viel Kraftaufwand, der Kontakt zur Straße ist gut. Die Bremsen leisten eine Verzögerung, die klassenüblich ist und sind gut dosierbar. Wer voll in die Eisen steigt, bleibt dank ABS gut in der Spur. Selbst beim Preis erlebt man mit dem Meriva keine große Überraschung. Die Basisversion mit 1,4-Liter-Motor ist ab 14.790 Euro zu haben, der 1,6-Liter-Meriva kostet ab 15.715 Euro. Das sind knapp 4000 Euro weniger als der gleich motorisierte, innen auch kaum größere Opel Zafira. Ein Renault Modus mit 1,6-Liter-Motor und sieben PS mehr kostet 16.400 Euro, ein 100-PS-Ford-Focus kommt auf 14.500 Euro. Die Liste der Sonderausstattungen ist beim Meriva zumindest überschaubar, enthält unter anderem Nebelscheinwerfern (170 Euro), Kopfairbags (380 Euro) und Xenon-Scheinwerfern (760 Euro). Fazit: Der Meriva zaubert - ohne zu verzaubern.

Opel Meriva OPC: Wir haben den Minivan mit 180-Turbo-PS getestet
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Opel Meriva OPC: Willkommen im Sport-Klapp

Hamburg, 6. April 2006 – Als im Jahr 2003 der Opel Meriva auf den Markt kam, war er vor allem eines: praktisch. Denn der Minivan in der Corsa-Gruppe hat die magischen Fähigkeiten seines großen Bruders Zafira. Dank des ausgeklügelten FlexSpace-Systems ist der Fond des Wagens überaus flexibel. Jetzt hat der kleine Praktiker noch Sport-Gene gekriegt: OPC heißen die magischen Buchstaben, die für Opel Performance Center stehen und bereits als Zusatzbezeichnung ganz besonders starke und dynamische Zafira, Astra und Vectra kennzeichnen. Nun kommt der Mervia mit 180 PS beflügelt an den Start. Wir haben ihn getestet. Aerodynamikpaket macht die Optik scharf Der Meriva hat das typische OPC-Gesicht: In der markanten Frontschürze wird die Luft durch Wabengitter gesiebt, die zentrale Einströmöffnung ist größer als üblich. Breite Schweller weisen den Weg nach hinten. Auch das Hinterteil ist nicht gerade dezent: Unten gibt es als Abschluss einen Diffusor, oben grüßt ein kleiner Dachspoiler. Nicht fehlen darf ein trapezförmiges Auspuffrohr, welches ebenfalls ein OPC-Merkmal ist. Der Renn-Meriva liegt vorn zehn Millimeter und hinten 15 Millimeter tiefer als die Serienvariante. 17-Zöller füllen die Radhäuser gut aus. Straffe Sportsitze vorn Fahrer und Beifahrer werden von zupackenden Recaros mit straffer Seitenführung empfangen. Menschen ohne Model-Maße empfinden das stark ausgeformte Gestühl allerdings als recht eng. Die Hände umfassen das lederummantelte Lenkrad mit ungewöhnlich dickem Kranz. Wülste auf neun und drei Uhr ermöglichen beherztes Zufassen.

OPC-Schriftzüge und blau-weiße Uhren Die sonstige Gestaltung des Interieurs ist sachlich, aber gelungen. Das funktionale Cockpit wird durch OPC-Applikationen ergänzt. Die wichtigsten Werte werden an chromgefassten Uhren mit blau-weißen Skalen abgelesen. Dass man in einem OPC sitzt, kann man nicht vergessen: Schriftzüge in den Instrumenten, am Lenkrad und am Schalthebel verraten die Besonderheit dieses Meriva. Auch der Komfort kommt nicht zu kurz: Unser Testwagen verfügt über ein Navigationssystem mit großem Farbdisplay. FlexSpace für einen variablen Innenraum Trotz des Krafttrainings für die Maschine und den Sportdress kommt der vom Meriva gewohnte Nutzwert nicht zu kurz: FlexSpace-System heißt das Geheimnis des variablen Ladeabteils. Ohne die Sitze auszubauen, kann der Meriva für die unterschiedlichsten Transportzwecke genutzt werden. Kernstück ist die im Verhältnis 40:20:40 umlegbare Rückbank. Sekundenschnell wird aus dem Meriva ein bequemer Viersitzer: Der mittlere Sitz klappt nach einem kurzen Hebelzug zusammen. Die Sitzfläche senkt sich dabei nach unten und die Lehne liegt mit den Polstern der beiden Außenflächen auf gleicher Höhe. Bis zu 1.415 Liter Stauvolumen Anschließend lassen sich die zwei Außensitze um jeweils 7,5 Zentimeter nach innen rücken. Zudem ist es dann möglich, sie um bis zu sieben Zentimeter nach hinten zu schieben. So haben zwei Fond-Gäste viel Raum und vor allem Beinfreiheit. Wird mehr Platz für Gepäck benötigt, lassen sich die zwei Fondsitze um bis zu 13 Zentimeter nach vorne schieben und die Lehnen aufrichten. Dabei wächst der Kofferraum von 415 auf 570 Liter. Werden alle drei hinteren Sitze umgeklappt, entsteht eine geschlossene, nahezu ebene Fläche von 1,70 Metern Länge. Dachhoch passen nun 1.415 Liter in den Meriva.

Druckvoller Start Kommen wir zu den OPC-Qualitäten des Minivans: Unter der kurzen Haube powert ein zwangsbeatmeter 1,6-Liter-Ecotec-Motor. Die 180-PS-Maschine erwacht mit einem recht kernigen Sound, der in höheren Bereichen satter, aber nicht aggressiv wird. Forsch setzt sich der Sport-Meriva bereits vom Start weg in Bewegung. Der Sprint auf Tempo 100 dauert nur 8,2 Sekunden. Dank Overboost auf 266 Newtonmeter Der Motor hängt bei jeder Drehzahl gierig und ohne Turboloch am Gas. Klar: Das maximale Drehmoment von 230 Newtonmetern liegt zwischen 2.200 und 5.500 Touren an. Im Notfall gibt’s sogar noch was obendrauf: Wer für einen Überholvorgang das Gas voll durchtritt, bekommt dank Overboost-Funktion des Turboladers für fünf Sekunden eine Maximal-Kraft von 266 Newtonmetern. ESP sportlich abgestimmt Über Kurvenstrecken lässt sich der OPC agil bewegen. Die direkte Lenkung und das straffe Sportfahrwerk erlauben hohe Kurvengeschwindigkeiten. Die Sechsgang-Schaltung ermöglicht schnelle und exakte Gangwechsel. Ambitionierte Fahrer werden zu schätzen wissen, dass das ESP später eingreift als bei den anderen Meriva-Versionen. Allerdings ist der Unterbau für den Alltagsbetrieb ein wenig zu unkomfortabel ausgelegt – hier siegt der Sportsgeist über den Komfortgedanken.

Bei Seitenwind empfindlich Auf der Autobahn schafft man es dafür, für verblüffte Gesichter bei anderen Verkehrsteilnehmern zu sorgen: Immerhin wird der Kleinwagen-Van bis zu 222 km/h schnell. Die Seitenwindempfindlichkeit und die unruhige Straßenlage bei hohem Speed verleiden allerdings längere Vollgas-Etappen. Kurven- und Abbiegelicht als Option Man muss den heißen Meriva übrigens nicht zwangläufig in der typischen OPC-Farbe Ardenblau kaufen, es gibt ihn auch in Saphirschwarz, Starsilber, und Magmarot. Der Einstiegspreis beträgt 23.000 Euro. Dafür gibt es neben dem OPC-Paket mit Recaro-Sitzen, dem Sportfahrwerk und den Aerodynamikteilen außerdem unter anderem vier Airbags, das ESP, eine Klimaanlage und das Sechsgang-Schaltgetriebe. Zum Vergleich: Der Einstiegspreis für den Mervia 1.4 beträgt 14.520 Euro. Eine Neuheit findet sich in der Optionenliste: Für den Meriva wird ab dem Modelljahr 2006 ein Abbiege- und Kurvenlicht mit Halogenscheinwerfern angeboten.

Fazit

Kleine Vans müssen nicht langweilig sein, das zeigt der Meriva OPC. Schon die heiße OPC-Optik macht Lust auf mehr. Dass das clevere Innenraum-Konzept keine Einbußen hinnehmen musste, ist erfreulich. Der über das ganze Drehzahlband ausdauernd starke Motor passt zum Sportdress und das dynamische Fahrverhalten begeistert ambitionierte Fahrer. Dass der Komfort des Unterbaus ein wenig leidet, ist in diesem Zusammenhang zu verschmerzen, schließlich ist der Meriva OPC dennoch voll alltagstauglich. Nur der hohe Preis wird jüngere Kunden ein wenig ausbremsen. Das ist aber nicht schlimm: Auf den Meriva OPC zu sparen, macht Vorfreude auf einen heißen Opel. (hd)
Stühle rücken bei Opel: Minivan Meriva 1.7 CDTI im Test
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Stühlerücken bei Opel: Minivan Meriva 1.7 CDTI im Test

München, 19. Januar 2004 – So mancher sieht Wolkenkratzer als Ausdruck phallischen Größenwahns. Gänzlich falsch ist diese Auslegung wohl nicht. Doch unterliegt die hochstapelnde Bauweise einer zweckmäßigen Prämisse: viel nutzbaren Raum auf möglichst kleiner Grundfläche zu schaffen. Dieses praktische Konstruktionsprinzip hält seit einiger Zeit auch im Autobau Einzug.

Ein noch junger Vertreter der so genannten Minivan-Architektur ist der Opel Meriva. Auf kleiner Bodengruppe bietet er dank seines hohen Aufbaus und der kurzen Radüberhänge einen großen und vielseitig nutzbaren Innenraum. Ein klarer Sieg der Vernunft, will man meinen. Mit welchen weiteren Höhepunkten der Schrumpf-Zafira noch beeindruckt, erfahren Sie in unserem Fahrbericht mit dem neuen Top-Diesel 1.7 CDTI.

Aktueller Opel-Mix Das Interieur entspricht dem aktuellem Opel-Dekor. Viele Ausstattungsdetails sind so oder ähnlich aus Corsa, Combo und Co bekannt. Doch bietet das Meriva-Innere auch Eigenständiges. Das Cockpit besticht durch eine überwiegend hochwertige Materialanmutung und tadellose Bedienbarkeit. Die Insassen werden auf angenehm straffen Sitzen mit reichlich Platz verwöhnt. Zudem hat der Meriva einen vielseitig nutzbaren Innenraum.

Im Handumdrehen wandelbar Höhepunkt ist das FlexSpace-System. Der Clou: Ohne die Sitze auszubauen, kann der Meriva für die unterschiedlichsten Transportzwecke genutzt werden. Kernstück dieser Variabilität ist die im Verhältnis 40:20:40 umlegbare Rückbank. In der Normalversion bietet die Rückbank drei Sitzplätze. Sekundenschnell wird aus dem Meriva ein bequemer Viersitzer.

Versenkbare Mitte Der mittlere Sitz klappt nach einem kurzen Hebelzug zusammen. Die Sitzfläche senkt sich dabei nach unten und die Lehne liegt mit den Polstern der beiden Außenflächen auf gleicher Höhe.

Viel Platz für zwei Jetzt lassen sich die zwei Außensitze um jeweils 7,5 Zentimeter nach innen rücken. Anschließend ist es möglich, sie um bis zu sieben Zentimeter nach hinten zu schieben. In dieser Konfiguration können zwei Fondpassagieren auf behaglichen Sitzen viel Beinfreiheit genießen. Wer sich entspannt zurücklehnen möchte, kann die hinteren Sitzlehnen außerdem im Neigungswinkel verstellen.

Mehr Raum für Gepäck Wird hingegen mehr Platz für Gepäck benötigt, lassen sich die zwei Fondsitze um bis zu 13 Zentimeter nach vorne schieben und die Lehnen aufrichten. Maximal steht so ein Kofferraumvolumen von 560 Litern zur Verfügung.

Ebener Gepäckraum Werden alle drei hinteren Sitze umgeklappt, ergibt sich eine geschlossene, nahezu ebene Fläche von 1,70 Metern Länge. Bis zur Oberkante der Vordersitze sind 890 Liter Stauraum geboten; dachhoch passen 1.410 Liter in den Mervia.

Über 2.000 Liter möglich Noch mehr Variabilität gibt’s gegen Aufpreis: Für 110 Euro ist die Lehne des Beifahrersitzes umklappbar. So entsteht ein 2.005 Liter großer Stauraum mit bis zu 2,40 Metern Länge.

Fährt wie ein Minivan Nicht ganz so flexibel und vielseitig zeigt sich der Meriva von seinen Fahreigenschaften. Der Mix aus Komfort und straffer Straßenlage geht dennoch in Ordnung. Selbstverständlich quittiert der Rüsselsheimer grobe Unebenheiten mit Poltern. Meriva-Kunden bekommen zudem kein sonderlich sportlich ausgelegtes Auto. Die in schnellen Kurvenfahrten deutlich spürbaren Untersteuerungstendenzen sind aber typisch für hoch gebaute Kompaktwagen. Für ein sicheres Vorankommen selbst bei zügiger Fahrweise auf Autobahn und Landstraße reicht die Fahrwerksabstimmung des Meriva allemal. Das trifft auch auf die Bremsen zu, die noch etwas kräftiger zupacken könnten.

Neuer Top-Diesel Flottes Fahren ermöglicht auch der seit Oktober 2003 verfügbare, 100 PS starke 1.7 CDTI-Ecotec. Dieser spritzige Selbstzünder ist mit 16.065 Euro die vierte und teuerste Motorisierung der Baureihe. Selbst der 125 PS starke Top-Benziner ist um einige hundert Euro günstiger. Attraktiv macht den neuen Diesel das gute Leistungsniveau gepaart mit hohem Drehmoment bei einigermaßen niedrigem Spritkonsum. Weiterer Pluspunkt: Der Meriva 1.7 CDTI erfüllt die Euro-4-Abgasnorm.

Bereits ordentliche Fahrleistungen Mit den immerhin 1.455 Kilogramm wird der 1.7 CDTI locker fertig. Einer leichten Anfahrtsschwäche folgt dieseltypisch bereits ab 1.500 Umdrehungen ordentlicher Durchzug. Das respektable Drehmoment sorgt für ein häufiges Einsetzen der Traktionskontrolle. Im höheren Drehzahlbereich wirkt der Selbstzünder hingegen schlapp.

Akzeptable Fahrwerte Für den Sprint von null 100 km/h benötigt der 1.7 CDTI laut Hersteller wenig beeindruckende 13,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 178 km/h. Auf unseren Testfahrten bewegte sich die Tachonadel gelegentlich sogar um die 200 km/h. Spätestens dann sorgen Fahrtwind und der laute Motor für einen sehr hohen Lärmpegel im Innenraum. Angesichts der vorwiegend zügigen Fahrweise auf unseren Testfahrten sind die von uns gemessenen 8,5 Liter Durchschnittsverbrauch gerade noch akzeptabel. Opel gibt den Spritkonsum mit 5,3 Litern auf 100 Kilometer an.

Fünf Gänge, keine Automatik Die Gänge des recht langen Schalthebels lassen sich gut einlegen, wenn auch die Fünfgang-Schaltung etwas labberig wirkt. Ein Automatikgetriebe ist nicht verfügbar.

Günstiger Minivan Mit 15.900 Euro ist der Meriva 1.7 CDTI kein günstiges Familienauto. Unter Minivans und Hochdachkombis bewegt er sich dennoch im unteren Preissegment. Billiger ist der 100 PS starke Fiat Doblo 1.9 JTD für 15.400 Euro. Sehr viel teurer ist hingegen der 95 PS starke A 170 CDI von Mercedes für mindestens 19.314 Euro.

Ein wesentlicher Vorteil des Meriva ist sein Flexspace-System. Kein anderer Mitbewerber kann mit einer derart unkomplizierten und vielfältigen Variabilität überzeugen. Obwohl die genannten Konkurrenten ebenfalls flexiblen und großen Stauraum bieten.

Viel Ausstattung, die kostet Wirklich attraktiv wird der Meriva übrigens erst mit den 700 beziehungsweise 910 Euro teuren Ausstattungen Enjoy und Cosma. Hier bekommt der Kunde recht umfangreiche Pakete für relativ wenig Geld. Ansonsten müssen viele Extras teuer bezahlt werden.

Zusätzlich mit Klimatisierungsautomatik und einem DVD-Video-System kostet der 1.7 CDTI schon mehr als 20.000 Euro. Wer will, kann den Preis locker über 25.000 Euro treiben. Richtig happig sind Extras wie Fensterheber hinten für 365 Euro und ein einfaches Stereo-Cassetten-Radio für stolze 435 Euro. Wer viel will, kann ab Werk beim Meriva so ziemlich alles bekommen. Dazu gehören auch Xenon-Scheinwerfer für 930 Euro oder eine 1.475 Euro teure Standheizung.

Fazit

Die neue Dieselvariante 1.7 CDTI des Meriva lohnt sich für kostenbewußte Vielfahrer, die den drehmomentstarken Antritt eines halbwegs wuchtigen Diesels wünschen. Abstriche muss man dafür bei Laufkultur, Geräuschniveau und der Endgeschwindigkeit hinnehmen. Der in der Anschaffung günstigere und stärkere Top-Benziner bietet in allen drei Punkten Vorteile. Die Kosten für Steuern halten sich dank der Euro-4-Zertifizierung für den Meriva 1.7 CDTI in Grenzen. Ein ausgesprochener Spritsparer ist er jedoch nicht.

Ansonsten ist der kleine Zafira-Bruder ein vielseitig nutzbares Fahrzeug mit kompakten Außenmaßen. Sein Flexspace-System ist unkompliziert und sorgt bereits in der Grundversion für einen bemerkenswert variablen Innenraum. Die Variabilität kann gegen Aufpreis noch erweitert werden. Leicht kann der Preis des Meriva mit einiger Zusatzausstattung jedoch über 20.000 Euro klettern. Damit leistet Opel mit dem Meriva keinen befriedigenden Beitrag zum Thema „günstiges Familienauto“. Die umfangreiche Liste an Sonderausstattungen dürfte luxusorientierte Autofahrer befriedigen.

Weniger Befriedigung wird der sportlich ambitionierte Autofahrer mit dem Meriva finden. Seine nicht sonderlich sportliche Auslegung ist für einen Minivan dennoch absolut verzeihlich. (mh)

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