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Hyundai ix55 SUV (2009–2012)

Alle Motoren

3.0 V6 CRDi (239 PS)

3,6/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 239 PS
Ehem. Neupreis ab: 42.290 €
Hubraum ab: 2.959 ccm
Verbrauch: 9,4 l/100 km (komb.)

3.0 V6 CRDi (250 PS)

3,0/5 aus 1 Erfahrung
Leistung: 250 PS
Ehem. Neupreis ab: 44.630 €
Hubraum ab: 2.959 ccm
Verbrauch: 7,6 l/100 km (komb.)
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Hyundai ix55 SUV (2009–2012)

Hyundai ix55 mit neuem Diesel im Test: Sparsam und leise
auto-news

SUV, aber auf die sanfte Art

Haar, 6. Juni 2012 - Den ix55 stuft Hyundai als Oberklasse-SUV ein. Auch wenn die obere Mittelklasse eher passt: Mit 4,84 Meter Länge, dem starken V6-Diesel sowie serienmäßigem Allradantrieb gehört das Auto auf jeden Fall in die höheren Segmente. Das Fahrzeug basiert auf dem US-Modell Veracruz, wurde aber an europäische Ansprüche angepasst. Optisch präsentiert sich das SUV als Gentleman, nicht etwa als martialisches Raubein. Eine weitere Besonderheit ist die Sitzanlage mit sieben Plätzen. Wir haben das Auto getestet. Neuer Diesel: Ein ruhiger Geselle Ein 3,0-Liter-Turbodiesel ist der einzige Motor, der im ix55 angeboten wird. Ende 2011 bekam das Aggregat ein kleines Leistungsplus: Er bringt jetzt 250 statt 239 PS. Damit beschleunigt der ix55 in 9,2 Sekunden auf 100 km/h. Im Vergleich zum etwa gleich starken VW Touareg V6 TDI mit 245 PS ist das kein Ruhmesblatt, denn der Wolfsburger Konkurrent schafft es in acht Sekunden. Beim Fahren fühlt man die 250 PS des ix55 kaum. Das liegt aber nur zum Teil am Beschleunigungsvermögen. Der Motor ist so wunderbar leise, dass man gar nicht glauben mag, wie schnell man ist. Ein Tester in der Redaktion guckte beim Tanken zweimal nach, bevor er glaubte, dass da ein Diesel unter der Haube war. Die geringe Lautstärke rührt unter anderem von den Piezoinjektoren her, die für einen ruhigen Motorlauf sorgen. 7,6 statt 9,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer Einen deutlichen Fortschritt gegenüber dem Vorgänger gibt es beim Spritbedarf. Dank Kennfeldoptimierung beträgt der Normverbrauch nun 7,6 statt 9,4 Liter - ein gewaltiger Unterschied. Damit erreicht das Auto nun das Verbrauchsniveau des erwähnten Touareg-Modells, und das ohne Start-Stopp-Automatik. In der Praxis ist der Verbrauch des ix55 sehr unterschiedlich: Bei Stadtfahrten lässt sich die Bordcomputer-Anzeige kaum unter zwölf Liter drücken. Bei verhaltener Autobahnfahrt sinkt der Verbrauch jedoch schnell auf etwa neun Liter. Im Mittel flossen bei den absolvierten Testfahrten 10,4 Liter je 100 Kilometer aus dem Tank. Dabei war der so genannte Active-Eco-Schalter aktiviert. Er sorgt dafür, dass Motor, Getriebe und Klimaanlage besonders effizient arbeiten.

Nur sechs Gänge und Allradantrieb Die serienmäßige Sechsgang-Automatik schaltet ohne Probleme. Allerdings haben die meisten Konkurrenten mehr Gänge - der entsprechende Touareg fährt zum Beispiel mit einer Achtgang-Automatik. Außerdem fehlen Schaltwippen am Lenkrad. Der ix55 besitzt serienmäßig einen Allradantrieb, der sich automatisch zuschaltet. Das heißt: Bei guter Traktion gelangt die gesamte Kraft an die Vorderachse. Erst wenn dort Schlupf auftritt, wird eine Kupplung geschlossen, sodass bis zur Hälfte des Drehmoments nach hinten geleitet wird. Zum Anfahren gibt es einen per Schalter aktivierbaren 4WD-Lock-Modus. Das Fahrwerk basiert auf der verlängerten Bodengruppe des Santa Fe, wurde aber angepasst. Der ix55 besitzt vorne eine McPherson-Doppellenkerachse, hinten eine Mehrlenkerachse. So ausgestattet, tendiert das SUV leicht zur Härte, was aber nur bei sehr schlechtem Fahrbahnbelag stört. Die Lenkung ist etwas schwergängig, bereitet aber keine Probleme. Schwer bedienbares Radio-Navi Im Cockpit fällt die etwas hohe Sitzposition auf. Ungewohnt ist auch das Starten des Motors mit einer Art Drehschalter rechts neben dem Lenkrad - ein Startknopf wäre schöner. Statt einer elektrischen Parkbremse besitzt der Hyundai noch eine mechanische, die über einen Fußhebel bedient wird. Kritik hat das im Testwagen installierte Radio-Navigationssystem verdient. Das über 2.000 Euro teure Pioneer Avic-F30BT besitzt nicht nur ein stark spiegelndes Display, das Bedienkonzept ist auch alles andere als intuitiv. Viel, viel Platz Im Inneren bietet der ix55 ansonsten vor allem eines: viel, viel Platz. Auch die Variabilität ist hoch, so kann man die zweite Reihe längs verschieben. Rückt man die Sitze nach hinten, ist der Sitzkomfort in der zweiten Reihe beeindruckend. Über dem Kopf ist ohnehin viel Raum, was sich bei einem 1,81 Meter hohen Auto eigentlich aber auch von selbst versteht. Nicht so selbstverständlich ist das Gleiche in der dritten Reihe. Doch auch dort ist der Sitzkomfort gut: Die Knie stehen zwar nach oben, doch Knie und Kopf haben genug Platz. In den Kofferraum passen in fünfsitziger Konfiguration 598 Liter. Klappt man die zweite Reihe um, werden daraus 1.746 Liter. Damit liegt der ix55 etwas besser als der VW Touareg. Der Laderaum ist gut nutzbar, es ergibt sich eine nur minimal nach oben ansteigende Fläche. Ein 28-Zoll-Trekkingrad beispielsweise lässt sich ohne Probleme am Stück einladen.
Ab 44.630 Euro Den ix55 3.0 V6 CRDi gibt es ab 44.630 Euro. Ähnlich stark motorisierte SUVs sind meist deutlich teurer. So bekommt man den VW Touareg V6 TDI in der 245-PS-Version erst ab 52.375 Euro. Eine asiatische Alternative ist der Nissan Pathfinder 3.0 dCi mit 231 PS, doch auch dieses optional siebensitzige Allradmodell kostet schon 53.370 Euro. Unser Hyundai ist also günstig. Trotz des niedrigen Preises ist der Hyundai bereits in der Basisversion Comfort gut ausgestattet. Außer ESP und sechs Airbags gehört dazu auch ein ordentliches Komfortpaket. Neben Selbstverständlichem wie CD-Radio, Zentralverriegelung, elektrischen Scheibenhebern rundum und elektrisch einstellbaren Außenspiegeln sind auch eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein Tempomat, 17-Zoll-Alufelgen, Nebelscheinwerfer, Parkpiepser hinten, Licht- und Scheibenwischerautomatik und elektrisch einstellbare Vordersitze stets an Bord. Ebenfalls Standard sind stattliche fünf Jahre Garantie. Hightech Fehlanzeige Trotz des günstigen Preises ist der ix55 in Deutschland nicht gerade ein Bestseller. Aber große Stückzahlen sind laut Hyundai auch gar nicht beabsichtigt, der Hersteller will mit dem ix55 technische Kompetenz demonstrieren. Doch Hightech-Elemente wie LED-Scheinwerfer, Internetzugang oder moderne Fahrerassistenten sucht man in der Preisliste vergeblich. Ein Technologieträger ist der ix55 nicht, er hat andere Vorzüge.

Fazit

Hightech kann der Hyundai ix55 nicht bieten. Statt Technologieträger ist er eher Sympathieträger. Denn die sanfte, nichtmartialische Optik macht das Auto zu einem SUV der anderen Art. Eine weitere Besonderheit sind die sieben Sitze, vor allem aber der Preis, der deutlich niedriger liegt als bei den meisten Konkurrenten. Zu den Pluspunkten gehören außerdem der niedrige Verbrauch, der leise Motor, das hervorragende Innenraumangebot mit hoher Variabilität und die gute Basisausstattung. Negativ fällt neben dem optionalen Pioneer-Navi nur die Automatik mit lediglich sechs Gängen sowie das wenig berauschende Sprintvermögen auf.

Testwertung

4,0/5

Hyundai ix55 3.0 V6: Mehr Leistung bei weniger Verbrauch
auto-reporter.net

Hyundai ix55 3.0 V6: Mehr Leistung bei weniger Verbrauch

Für das siebensitzige Oberklasse-SUV ix55 verspricht Hyundai ab sofort trotz einer Steigerung bei Leistung und Drehmoment einen niedrigeren Verbrauch. Der 3,0-Liter-V6-Common-Rail-Diesel leistet nach der Überarbeitung 250 PS, 11 PS mehr als zuvor. Das maximale Drehmoment liegt bei 471 Newtonmetern. Der ix55 beschleunigt nun in 9,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, 1,2 Sekunden schneller als bisher. Die Höchstgeschwindigkeit stieg um fünf auf 205 km/h.Der Gesamtverbrauch beträgt laut Hyundai dank Kennfeldoptimierung 7,6 Liter Diesel und damit 1,8 Liter weniger als bei dem bisher angebotenen Modell. Oxidationskatalysator und Partikelfilter sorgen dafür, dass der ix55 3.0 V6 CRDi die Grenzwerte der Euro-5-Abgasnorm deutlich unterbietet. Die Einstiegspreise liegen bei 44.630 Euro für die Ausstattungslinie „Comfort“ und 50.990 Euro für den „Premium“. (Auto-Reporter.NET/br)

Hyundai ix55 3.0 CRDi - Austausch-Student
Autoplenum

Hyundai ix55 3.0 CRDi - Austausch-Student

Hyundai hat eine sehenswerte Allradtradition. Doch statt des robusten Terracan lieben es die Koreaner mittlerweile eine Klasse schicker. Der ix55 ist an sich ein Amerikaner mit Namen Veracruz.

Wer auch immer auf die Idee mit der neuen Nomenklatur im Hause Hyundai kam – verstehen kann man ihn nur schwer. Gerade bei den Geländewagen hatte Hyundai mit Modellen wie Terracan, Santa Fe oder Tucson ein glückliches Händchen und auch der Name Veracruz für das 4x4-Aushängeschild der Marke kann sich hören lassen. Doch der 4,84 Meter lange SUV hört nur in seiner Wahlheimat USA auf den Modellnamen Veracruz. In Europa klebt ein ix55-Logo auf der üppig dimensionierten Heckklappe. Hyundai kann längst nicht nur Kleinwagen. Das haben die Koreaner mit erfolgreichen Modellen in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen. Jetzt, als die deutschen Hersteller langsam Lust auf Geländecrossover kleiner und mittlerer Dimensionen kommen, klopft Hyundai selbstbewusst eine Klasse höher an. Nicht nur angesichts seiner Dimensionen, sondern auch in Bezug auf die Motorisierung will man sich gegenüber den Luxus-SUV von Audi, Mercedes und BMW nicht länger im Wald verstecken.

Beim Design wirkt der ix55 gefällig, aber beeindruckend unauffällig. Ähnlich wie beim Audi Q5 aus den Klassen darunter erscheint das Model eher als hoch gesetzter Familienkombi denn als Geländewagen. Die Zeiten eines robusten Klettermaxen vom Typ Terracan sind eben vorbei. Dabei zeigt der ix55 das Selbstbewusstsein der Koreaner deutlicher als bisher jedes andere Fahrzeug aus eigener Produktion. „Wir gehen davon aus, dass der Trend zu kleineren Autos anhalten wird“, sagt Hyundai-Deutschland-Geschäftsführer Walter H. Frey, „trotzdem wollten wir den ix55 als Top-of-the-Line-Modell der Marke auch in Deutschland haben.“ Auf das Triebwerk ist man hierzulande besonders stolz.

Immer wieder gab es im Entwicklungsprozess Rückmeldungen nach Korea, dass man für den europäischen und besonders den deutschen Markt einen besonders kraftvollen Diesel bräuchte. Die Wünsche wurden erhört. Der gerade auch im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim entwickelte drei Liter große Commonrail-Diesel mit sechs Zylindern säuselt sanft vor sich hin und 176 KW / 239 PS hören sich beim Erstkontakt kraftvoll an. Doch bereits das überschaubare Drehmoment von 451 Nm und ein opulentes Leergewicht von 2,3 Tonnen zeigen, dass hier kein Kraftprotz unter der Motorhaube arbeitet.

Nach ein paar Kilometern verfestigt sich der erste Eindruck – nach ein paar hundert Kilometern steht fest, dass das Triebwerk eine ordentliche Mischung bietet. Doch für ein derartiges großes Gerät wie den ix55 ist man angesichts der starken Europa-Konkurrenz einfach mehr gewöhnt. Die sechsstufige Automatik nimmt dem Koreaner spürbar an Tatendrang. So lässt sich auch der überaus müde Spurt in gemessenen elf Sekunden von 0 auf Tempo 100 erklären. Immerhin animiert einen der ix55 zum entschleunigten Cruisen. So pendelte sich der Durchschnittsverbrauch auf 10,8 Litern Diesel auf 100 Kilometern ein. Eineinhalb Liter mehr als die Werksangabe. Die Höchstgeschwindigkeit des 2,3-Tonners ist ebenfalls kein Bestwert: zäh errungene 203 km/h. Zudem nervig, dass die Wundgeräusche ab 130 km/h deutlich vernehmbar zunehmen.

Auch im Innenraum zeigt sich der Modelfokus auf den amerikanischen Hauptmarkt. Die Verarbeitung ist ordentlich, die Bedienung jedoch überaus bodenständig. Dort, wo man in dieser Klasse einen großen Multifunktionsbildschirm für Navigation, Klimaautomatik, Soundsystem und weitere Selbstverständlichkeiten erwartet, gibt es ein normales Radio und eine asiatisch anmutende Klimabedienung. Das kann man sich als Konkurrent von Audi, BMW, Volvo und Mercedes nicht erlauben. Auch die fehlende Sitzhöhenverstellung auf der Beifahrerseite und weitere Bedienschwächen sind in dieser Klasse untypisch und verwässern den an sich guten Eindruck. Auch um die klassentypischen Assistenzsysteme macht der Hyundai einen großen Bogen. ESP, ABS und Airbags sind an Bord. Doch das war es auch schon. Abstandstempomat, Überholassistent und eine Luftfeder oder elektronische Dämpfer für hohe Lasten oder Autobahnfahrten gibt es nicht einmal gegen Aufpreis. Bei der Zuladung hält sich der ix55 ebenfalls zurück. Maximale 560 Kilogramm sind nicht viel, denn es gibt Platz für sieben Personen und einiges an Gepäck. Ernsthaft zumuten kann man den Innenraum jedoch nur fünf Insassen.

Der 598 Liter große Gepäckraum sollte dem dienen, für das ihn sein Name bestimmt. Die beiden Notsitze sollten dort bleiben, wo sie hingehören: unter dem Ladeboden. Immerhin wurde das Fahrwerk den europäischen Maßstäben angepasst. Die Lenkung ist zu indirekt, doch der Federungskomfort ist über die meisten Zweifel erhaben. Nicht erst in schnellen Kurven macht sich jedoch eine spürbare Seitenneigung bemerkbar. Zudem reagiert der Allradantrieb mit der variablen Kraftübertragung an die Hinterachse überaus träge. Zudem gelangen maximal 50 Prozent der Kraft nach hinten. Im normalen Fahrbetrieb ist der ix55 nicht viel mehr als ein Fronttriebler.

Die größte Schwäche des Hyundai ix55 ist sein Preis. Für die komplett ausgestattete Luxusversion mit Namen „Premium“ sind 46.990 Euro an sich ein fairer Preis. Doch noch bevor der ix55 Anfang Sommer bei den Hyundai-Händlern stand, boten viele EU-Importeure das koreanische Vorzeigemodell für kaum mehr als 30.000 Euro an. Die Zeiten, dass diese Euro-Sparversionen allein eine Magerausstattung hatten und über keinen Partikelfilter verfügten, sind ebenfalls vorbei. Und in dieser Liga wollen viele Kunden nicht mit einem TomTom-Navigationssystem an der Windschutzscheibe durch die Weltgeschichte gondeln. Doch immerhin das DVD-System mit Rückfahrkamera soll bald lieferbar sein. Hyundai täte gut daran, es in den Serienumfang aufzunehmen. Darüber hinaus sollte man sich für eine angenehme Innenraumatmosphäre allenfalls das große Panoramadach für 1.090 Euro gönnen. Ansonsten ist die Serienausstattung mit elektrischer Heckklappe, Xenonlicht und elektrischen Ledersitzen überaus komplett.

Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi Premium: Oberklasse-SUV im Einzeltest
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Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi Premium: Oberklasse-SUV im Einzeltest

So ganz glücklich klingen sie bei Hyundai nicht über den Zeitpunkt, an dem sie den Schritt in die Oberklasse des SUV-Segments wagen. Aber jetzt ist es eben da, das bisher teuerste und nach dem Kleinbus H1 mit 2,2 Tonnen Leergewicht schwerste Modell - der neue Hyundai ix55 ( zum Hyundai ix55-Fahrbericht ). Wobei der so neu gar nicht ist. Unter dem Namen Veracruz lebt er seit 2007 in Amerika. Damals, als der Markt für große Geländewagen in Europa noch boomte, schien es ein feiner Einfall zu sein, ihn über den Atlantik zu holen. Die Idee, für die USA entwickelte SUV einzubürgern, ist weder ungewöhnlich noch sehr erfolgversprechend - fragen Sie mal Nissan nach den Verkaufszahlen des Murano und Subaru nach denen des Tribeca . Oder nein, seien Sie nicht grausam, tun Sie das nicht.

Der Hyundai ix55 erhält einen Dreiliter-Turbodiesel mit 239 PS Hyundai vermeidet den Fehler der Japaner, die beiden SUV nur mit Sechszylinder-Benzinern auszurüsten, die schon zum Frühschoppen ein halbes Ölfeld leerschlabbern. Die Koreaner bieten den ix55 daher erst gar nicht mit dem V6-Benziner des Veracruz an, sondern einzig mit Dreiliter-Turbodiesel, den das firmeneigene Kompetenzzentrum in Rüsselsheim konzipierte. Wie andere aktuelle Neukonstruktionen - die 2,2-Liter-Selbstzünder von Mazda und Mercedes etwa - ist der Common-Rail-Diesel langhubig ausgelegt (Bohrung × Hub 84 × 89 mm). Hyundai versteht den ix55 schon deswegen als Technologieträger, weil er als erstes Modell den 239 PS starken V6 mit Piezo-Einspritzung, variabler Turboladergeometrie und vier obenliegenden Nockenwellen bekommt. Das gilt auch für die neue Sechsstufenautomatik, mit der die Techniker den Selbstzünder zwangsverkuppeln. Alternativen zu dieser Motor-Getriebe-Kombination gibt es nicht. Der kräftige Diesel und das Automatikgetriebe des Hyundai ix55 harmonieren Daran besteht auch kein Bedarf. Denn der kräftige Diesel mit seinen guten Manieren und das sanft schaltende Getriebe kommen gut miteinander aus. Gekonnt überschlupft die Automatik die leichte Anfahrschwäche des Triebwerks. Auf ebener Strecke wählt sie ihre Stufen treffsicher, lässt den drehmomentstarken Motor oft im lang übersetzten sechsten Gang herumbrummeln. Bei spontanem Leistungsabruf dauert es aber etwas, bis sie sich einen niedrigen Gang zurechtsortiert hat. Auch bei Steigungen schaltet sie oft an den falschen Stellen - zu früh hoch und zu spät zurück. Oder sie gerät in Hektik und lässt sich nur durch manuelle Eingriffe beruhigen - das passiert auch, wenn es etwas flotter vorangehen soll. Fahrwerk, Lenkung und Bremsen des Hyundai ix55 könnten besser sein Obwohl niemand von einem über zwei Tonnen schweren und einsachtzig hohen Allradklotz besonders dynamische Fähigkeiten erwartet, lobpreist Hyundai die Agilität des für Europa abgestimmten Fahrwerks ebenso wie Lenkung und Bremsen. Zu Unrecht: Schon auf harmlosen Überlandtouren stört das sichere, aber schunkelige Fahrverhalten. Kurven umrundet der ix55 mit deutlicher Schlagseite. Offensichtliche Schwächen weist die Bremse auf, die standfest, aber nur auf mäßigem Niveau verzögert. Wenig erfreulich gestaltet sich auch der Umgang mit der servostrotzenden Lenkung, die sich ganz der Leichtgängigkeit hingibt, dabei Rückmeldung und Präzision vernachlässigt. Bei schnellen Richtungswechseln verhärtet sie stark und gibt Unebenheiten stößig weiter. Das Allradsystem verzichtet auf Differenzialsperre und Untersetzungsgetriebe Auch die Geländefähigkeiten des ix55 halten sich in Grenzen - schon wegen der mit 19 Zentimeter niedrigen Bodenfreiheit, dem geringen Verschränkungspotenzial des Fahrwerks mit Einzelradaufhängung rundum sowie des einfachen Allradsystems, das auf Differenzialsperren oder ein Untersetzungsgetriebe verzichtet. Auf trockener Strecke fließt alle Kraft an die Vorderräder. Erst wenn dort Schlupf auftritt, schließt die elektromagnetisch betätigte Mehrscheiben-Kupplung am hinteren Differenzial selbsttätig und schickt maximal 50 Prozent an die Hinterräder. Nur als Anfahrhilfe und bis zu einem Tempo von 38 km/h kann die 50:50-Verteilung über eine Taste im Cockpit fixiert werden. Für die SUV-typischen, harmlosen Kraxeleien reicht das völlig.

Der durchschnittliche Verbrauch des Hyundai ix55 liegt bei 11,9 L/100 km Am besten versteht man den ix55 als bequemen Kilometer-Knabberer, der auf langen Strecken in seinem Element ist, bei Autobahntempo leise bleibt und ordentlich federt. Zahm bewegt begnügt er sich mit knapp acht Liter/100 km. Die 11,9 Liter, die er im Schnitt alle 100 Kilometer aus dem 78-Liter-Tank zapft, liegen spürbar niedriger als bei der ähnlich starken, aber temperamentvolleren Konkurrenz wie BMW X5 x-Drive 30d (12,4 L/100 km) und Audi Q7 3.0 TDI (12,9 Liter) ( zum Audi Q7-Fahrbericht ). Doch weil er lediglich die Euro 4-Abgasnorm erfüllt, verfehlt er das selbstgesetzte Ziel, ein echter Technologieträger zu sein - Audi Q7 und Mercedes ML gibt es schon mit Selbstzündern, die Euro 6 erfüllen. Der Hyundai ix55 bringt bis zu sieben Passagiere unter Ein besonders zeitgemäßes Auto ist der ix55 also nicht geworden, ein großes dagegen schon. In der Stadt stört die wuchtige Statur mit ihrer schlechten Übersichtlichkeit und dem großen Wendekreis. Dafür bringt der Hyundai bis zu sieben Passagiere unter, wobei der große und ebene Kofferraum dann konzeptbedingt auf einen Bruchteil schrumpft. Immerhin opfert er sich nicht umsonst, denn im Gegensatz zu anderen selbsternannten Siebensitzern genügen die Klapp-Notsitze zumindest auf Kurzstrecken auch Erwachsenen. Vor der längs verschieb- und geteilt umlegbaren mittleren Sitzreihe gibt es viel Kniefreiheit. Bequem sitzen auf der rutschigen Lederbank wegen des hart gepolsterten Mittelplatzes aber nur zwei, die sich die Temperatur über die Klimaautomatik selbst regeln können. Der Basispreis für den Hyundai ix55 beträgt 42.290 Euro Vorn stört nur die zu hohe Sitzposition, aus der der Fahrer auf das Cockpit herabblickt. Bis auf die mit Funktionen überladenen Hebel an der Lenksäule wirkt alles aufgeräumt, solide und sauber verarbeitet, besser als alles, was man bisher in einem Hyundai gesehen hat - und doch etwas bemüht. Details wie die billige Digitaluhr passen nicht in die 50.000-Euro-Liga. Wobei der ix55 schon in der Basis für 42.290 Euro komplett ausstaffiert ist. Das 4.700 Euro teure Premium-Paket bietet als habhaften Mehrwert nur die Reifendruckkontrolle und die Xenonscheinwerfer, überfrachtet den Hyundai ansonsten mit Elektrik-Schnickschnack - von der trödeligen, elektrischen Heckklappenbetätigung über beleuchtete Einstiegsleisten bis zur elektrischen Lenkradverstellung und automatisch abblendenden Außenspiegeln.

Ein besseres Auto macht all das aus dem ix55 nicht, der sich einige herbe Schwächen und nur wenige Stärken leistet. So bleibt die Frage, warum man sich gerade jetzt dieses Auto kaufen sollte. 700 Käufer pro Jahr, prophezeit Hyundai, haben darauf tatsächlich eine Antwort.

Der sanfte Riese: Erster Test vom Hyundai-Flaggschiff ix55
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Der sanfte Riese: Erster Test vom Hyundai-Flaggschiff ix55

Leipzig, 30. März 2009 - "Abwrackprämie" ist das Wort des Tages, preiswerte Kleinwagen gehen weg wie warme Semmeln. Mancher Hersteller kommt nicht hinterher, günstige Neuwagen für die Kunden heranzuschaffen. Da ist die Frage berechtigt: Ist es der richtige Zeitpunkt für Hyundais neues Raum- und Flaggschiff ix55? Doch Deutschlands Hyundai-Chef Werner H. Frey ist optimistisch. Er spricht vom Imagegewinn für die Marke und davon, dass der Newcomer für Hyundai dank starkem V6-Diesel neue Maßstäbe setzen soll. Dabei tritt der Siebensitzer erstmals im Premium-Segment gegen Mercedes M-Klasse, BMW X5 und Volvo XC90 an. Er soll auch eine Preisklasse weiter unten Autos wie dem BMW X3, dem Mercedes GLK oder dem Audi Q5 die Kunden abspenstig machen. Mit welchen Qualitäten das neue SUV ein Stück vom Kuchen abschneidet, haben wir mit dem ix55 3.0 V6 CRDi in der Premium-Ausstattung getestet. Groß, aber nicht wuchtig Ein komplett neues Modell ist der ix55 nicht: In den USA ist der 4,86 Meter lange Groß-Koreaner bereits seit März 2007 als Veracruz auf dem Markt und läuft dort laut Geschäftsführer Frey recht erfolgreich. Die Designer haben ihre Sache gut gemacht. Der Wagen wirkt groß, aber nicht wuchtig, die Linie ist recht schnörkellos und der Auftritt eher zurückhaltend als protzig. Getönte Scheiben ab der B-Säule verhindern Einblicke und verraten damit nicht mal andeutungsweise, dass hier ein Siebensitzer steht. 598 Liter großes Ladeabteil Elektrisch betrieben schwingt die große Heckklappe weit nach oben. Sie schließt auch auf Knopfdruck wieder wie von allein. Diese Annehmlichkeit ist in der Top-Ausstattung Premium, die neben der Comfort-Linie zu haben ist, schon ab Werk dabei. Vor uns erstrecken sich die Weiten eines 598 Liter großen Ladeabteils. Von einer dritten Reihe ist zunächst nichts zu sehen. Erst, als wir die Abdeckmatte anheben und herausnehmen, finden wir das praktische Klappgestühl.

3. Reihe: Überraschend viel Platz Mit wenigen Handgriffen und geringem Kraftaufwand lassen sich Zusatzsitze aufrichten. Um uns dort niederzulassen, können wir sowohl den Einzelsitz als auch die Doppelbank der zweiten Reihe verschieben und somit prima zu Hinterbänklern werden. Wir sind überrascht: Ausreichende Kopf- und Beinfreiheit vermitteln uns das Gefühl, auch eine längere Strecke gut zu überstehen. Eine Reihe weiter vorn versüßen uns jede Menge Platz, Sitzheizungen und eine manuelle Zusatzklimaanlage mit Luftdüsen im Dachhimmel die Fahrt. Wer für die große Reise zu zweit mehr Platz braucht, kann die Rücklehnen der zweiten Reihe auch klappen und so ein Abteil mit 1.746 Liter erzeugen. Beheizte Ledersessel Wir erobern die Kanzel. Beleuchtete Einstiegsleisten zeugen vom Premium-Anspruch, den der Hersteller mit dem ix55 erfüllen will. In den beheizbaren Ledersesseln fühlen wir uns wohl, vermissen aber etwas den Seitenhalt. Das Cockpit ist funktional eingerichtet, die Materialien wirken wertig und fühlen sich gut an, die Verarbeitung passt. Zu kritisieren ist die nicht intuitiv bedienbare Klimaautomatik: Die Tasten sehen sich sehr ähnlich und die Beschriftung für die Funktionen ist zu klein. Navi kommt erst im Herbst 2009 Bedauerlich ist der Umstand, dass man zurzeit kein fest installiertes Navigationssystem bestellen kann. Es soll im Herbst 2009 angeboten werden und dann neben der Wegfindung per DVD eine Rückfahrkamera und eine Bluetooth-Schnittstelle bieten. Weitere, mittlerweile klassenübliche Features wie beispielsweise ein Abstandstempomat, ein Spurverlassenswarner oder ein Totwinkel-Warner fehlen völlig in der Optionen-Liste. Dafür gibt es eine MP3-fähige Soundanlage mit sechs Lautsprechern und USB- sowie iPod-Anschluss schon in der Grundausstattung.

Gutmütiger Dreiliter-Diesel mit 239 PS Der von uns getestete Dreiliter-Diesel ist derzeit der einzige Antrieb für den 2,3 Tonnen schweren ix55. Der V6 wurde komplett neu im Dieselkompetenzzentrum von Hyundai in Rüsselsheim entwickelt. Zu seinen Besonderheiten gehören Piezo-Injektoren bei der Common-Rail-Einspritzung und ein elektronischer Turbolader. Daraus resultieren Laufruhe und ein geringerer Verbrauch. Zusammenfassend können wir die quer eingebaute Maschine als "gutmütig" bezeichnen: Der 239 PS starke Motor läuft unauffällig und recht leise. In Verbindung mit der sanft schaltenden Sechsstufen-Automatik kann er sportliche Fahrer allerdings nicht ganz überzeugen. Die Beschleunigung auf Tempo 100 dauert 10,4 Sekunden, die Spitze wird nach zähem Anlauf bei 200 km/h erreicht. Die Konkurrenz ist da fixer: Ein 224 PS starker Mercedes ML 320 CDI braucht 8,6 Sekunden und schafft 215 km/h, ein BMW X5 xDrive30d spurtet in 8,1 Sekunden und wird 216 km/h schnell. Beim Vergleich der Verbrauchs-Werksangaben liegt der Hyundai mit 9,4 Liter nahezu gleichauf mit dem Mercedes (9,3 Liter), der BMW soll allerdings nur 8,2 Liter schlucken. Komfortabel abgestimmtes Fahrwerk Das Fahrwerk des ix55 ist spürbar auf Komfort ausgelegt, die Lenkung agiert leichtgängig, aber ein wenig indirekt. "Reisen statt Rasen" könnte der Slogan lauten. Das merken wir beim Abbiegen auf eine holprige Kopfsteinpflaster-Straße. Deren Unebenheiten werden sauber und weich weggebügelt, nur größere Schlaglöcher spüren wir. Damit ist der große Koreaner auch für holprige Wald- und Wiesenwege gut geeignet. Wenn es dort zudem noch schlammig wird, greift der Allradantrieb mit "Interactive Torque Management" ein: Während auf trockenen Straßen nur die Vorderräder fürs Vorankommen sorgen, werden bis zu 50 Prozent der Kraft variabel zur Hinterachse geschickt. Das qualifiziert den ix55 zum Zugwagen für Boots- oder Pferdeanhänger, immerhin darf er bis zu 3,2 Tonnen schleppen. Ab 42.290 Euro Während der ix55 in puncto Dynamik der deutschen Edel-Konkurrenz hinterfährt, überholt er sie beim Preis eindeutig wieder. 42.290 Euro kostet der Wagen in der Comfort-Ausstattung und hat dafür bereits sieben Sitze, eine Alarmanlage, Licht- und Regensensoren, das Audiosystem, die Zweizonen-Klimaautomatik und die Klimaanlage für die zweite Reihe dabei. Für 46.990 Euro gibt es die Premium-Variante. Hier sind die Xenon-Scheinwerfer, eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage, 18-Zoll-Räder, die elektrische Lenksäulenverstellung und die Ledersitze bereits dabei. Erfrischend kurz ist die Aufpreis-Liste: Nur ein Glasdach für 1.090 Euro und der Metallic-Lack für 790 Euro sind derzeit hier zu finden. Ein VW Touareg V6 TDI Tiptronic steht mit 49.550 Euro in der Liste, der BMW X5 xDrive 30d Automatic kostet 53.700 Euro, der ML 320 CDI 7G-tronic ist erst ab 55.216 Euro zu haben - alle jeweils als Fünfsitzer und nicht so gut ausgestattet.

Fazit

Vermutlich wird der Hyundai ix55 keine Palastrevolution im Reich der Edel-SUVs auslösen, aber er bietet eine vernünftige Alternative zu ML, XC, X und Q. Auf seiner Haben-Seiten stehen der vergleichsweise niedrige Preis, die clevere Verwandlungsmöglichkeit zum Siebensitzer, die super gute Ausstattung und die unaufdringliche Optik. Weniger gefällt uns die behäbige Kraftentwicklung des Dreiliter-Diesels. Über die deutlich auf Komfort ausgelegte Federung kann man geteilter Meinung sein, zu sportlichen Manövern lädt sie nicht ein. Auf jeden Fall ist der ix55 ein geräumiger, bequemer Cruiser, der auf jeden Fall bei der Neuanschaffung eines SUV mit in die engere Auswahl gezogen werden sollte.

Testwertung

4,0/5

Fahrbericht: Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi - Großes Wagnis
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Fahrbericht: Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi - Großes Wagnis

Der Hype ist eigentlich vorbei: Doch Hyundai gönnt sich einen neuen Premium-SUV. Der ix55 kann vieles nicht besser als die Konkurrenz - aber er ist er ein echter Siebensitzer mit viel Komfort zum fairen Preis.

Mit kleinen Autos fährt Hyundai momentan ausgezeichnet. Februar war mit 12.000 Verkäufen der beste Monat seit dem deutschen Marktstart vor 18 Jahren. Die Koreaner haben clever gepokert und sich rechtzeitig zur Umweltprämie mit Autos eingedeckt. Hyundai profitiert noch mehr als Suzuki, Daihatsu oder Chevrolet von der Abwracklaune der Deutschen. Nun holen die Koreaner im Mai ausgerechnet den großen SUV ix55 ins Land – der bei manchen Autohändlern als Grauimport schon für knapp 31.000 Euro angeboten wird – und haben selbstbewusste Ziele. "Unsere Mitbewerber sind BMW X5, Audi Q7, Mercedes ML oder Volvo XC90", betont Produktmanager Jochen Schneider: "Wir gehen davon aus, dass der Trend zu kleineren Autos anhalten wird. Trotzdem wollten wir den ix55 als top-of-the-line Modell der Marke auch in Deutschland haben", ergänzt Hyundai-Geschäftsführer Werner H. Frey.

Die recht elegante Linienführung kaschiert, was für ein Trumm der Hyundai ist: 4,84 Meter lang (knapp 20 Zentimeter mehr als der Santa Fe), 1,97 Meter breit, 1,8 Meter hoch und 2,3 Tonnen schwer. Parkhäuser und enge Gassen sind nicht die bevorzugte Umgebung des großen Korea-SUV. Der Wagen kann 3,2 Tonnen ziehen, aber die Zuladung (maximal 560 kg) ist nicht gerade üppig, wenn sieben Personen an Bord sollen.

Das Cockpit ist übersichtlich und ziemlich hausbacken angeordnet, die Verarbeitung hinterlässt aber einen sehr soliden Eindruck. Man sitzt bequem und mit reichlich Beinfreiheit hinterm Steuer. Auch im Fond steht viel Lebensraum zur Verfügung. Die Sitzreihe dort lässt sich in Längsrichtung verschieben. Auf den „billigen“ Plätzen Sechs und Sieben haben selbst Erwachsene ausreichend Bewegungsspielraum an Kopf und Knien. Wenn man die zweite Sitzreihe nicht braucht, verschwindet sie im Kofferraumboden. Das Gepäckabteil des ix55 fasst 598 Liter (BMW X5: 620 Liter, Mercedes ML: 551 Liter, VW Touareg: 555 Liter, Audi Q7: 775 Liter). Bei vollständig umgelegten Rücksitzen (die erste Reihe ist 60:40 teilbar, die zweite 50:50) stehen maximal 1746 Liter Stauraum zur Verfügung.

Nicht so recht zum Premium-Anspruch passt die Tatsache, dass viele Assistenzsysteme dieses Segments im Hyundai nicht lieferbar sind. Auch ein adaptives Fahrwerk, das den Federungskomfort an verschiedenen Fahr- und Straßensituationen anpasst, haben die Koreaner nicht im Angebot. Das ix55-Fahrwerk bietet immerhin einen akzeptablen Kompromiss: Eine leichte Seitenneigung in Kurven ist spürbar, aber nicht unangenehm, der Federungskomfort ist auch auf unebenem Gelände gut. Weniger elegant federt das Fahrwerk kurze Bodenwellen und Querfugen ab. Die Lenkung ist ziemlich leichtgängig, doch zu sportlicher Fahrweise animiert der ix55 ohnehin nicht.

Unter der Haube arbeitet ein V6-Dieselmotor mit 176 kW/239 PS und 451 Newtonmetern Drehmoment. Damit ist der Geländewagen kraftvoll motorisiert, aber keineswegs beeindruckend schnell: 10,4 Sekunden braucht er für den Spurt von 0 auf 100 km/h. Ein BMW X5 xDrive30d schafft das zwei Sekunden schneller, ein VW Touareg V6 TDI ebenfalls. Auch die Verbrauchswerte des ix55 (im Schnitt 9,4 Liter pro 100 Kilometer, Werksangabe) sind nicht besser als bei vielen Konkurrenten. Der X5 ist mit 8,2 Litern sogar deutlich sparsamer. Angenehm ist die kultivierte Laufruhe des Hyundai-Diesels, und auch die 6-Stufen-Automatik hinterlässt einen guten Eindruck. Störend sind jedoch die Windgeräusche, die schon ab 120 km/h einen ziemlich hohen Pegel erreichen. Hier herrscht bei Audi und Co. mehr Ruhe im Cockpit.

Die Komfortausstattung des ix55 lässt kaum Wünsche offen. Unter anderem sind Zweizonen-Klimaautomatik, Tempomat, CD-Radio und elektrische Fahrersitzverstellung im ix55 Comfort (42.290 Euro) an Bord. Beim Modell Premium (46.990 Euro) kommen noch Dinge wie Xenon-Scheinwerfer, elektrische Lenksäulenverstellung, elektrisch betätigte Heckklappe und Lederausstattung hinzu. Die zweite Sitzreihe ist immer serienmäßig an Bord. Die einzigen nennenswerten Extraposten sind das elektrische Panorama-Schiebedach (1090 Euro) und das DVD-Navigationssystem mit Rückfahrkamera, das aber erst ab September lieferbar ist.

Andere SUV in diesem Marktsegment sind meist deutlich teurer. Der BMW X5 xDrive30d (235 PS) ist erst ab 53.700 Euro zu haben, der Audi Q7 3.0 TDI (240 PS) ab 51.950 Euro. Der VW Touareg 3.0 TDI (240 PS) steht immerhin schon mit 47.300 Euro in der Liste, ist aber nicht so gut ausgestattet wie der ix55. Bei den japanischen Marken hat Hyundai wenig Konkurrenz. Der Nissan Murano (256 PS) kostet 46.740 Euro, ist aber nicht mit Dieselmotor zu haben. Mazdas CX-9 wird in Deutschland nicht verkauft. Bliebe noch der Lexus RX, doch auch dem fehlt der Diesel – stattdessen steht die teure Hybridvariante RX 400h für 51.500 Euro parat.

Fahrbericht Hyundai ix55: Neuer Siebensitzer-Oberklasse-SUV mit V6-Dieselmotor
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Fahrbericht Hyundai ix55: Neuer Siebensitzer-Oberklasse-SUV mit V6-Dieselmotor

Das hat den Koreanern gerade noch gefehlt: ein Premium-SUV mit kultiviertem V6-Diesel. Voilá, da ist er. Ab Mitte Mai grummelt der iX55 3.0 V6 CRDi als Ableger des aus Nordamerika und Korea bekannten Veracruz über deutsche Straßen. Diesel statt Benziner Zuerst musste aber dessen 3,8-Liter-Benziner raus. Seinen Platz nimmt ein Dreiliter-Diesel ein, Premiere bei den Koreanern. Der V6 orientiert sich klar an der europäischen Konkurrenz, schließlich stammt er aus dem konzerneigenen Dieselkompetenzzentrum in Rüsselsheim. Mit Common-Rail-Einspritzung samt Piezo-Injektoren und einem Turbolader mit variabler Turbinengeometrie sowie 239 PS nebst 451 Newtonmetern Drehmoment besitzt er die wesentlichen Merkmale zeitgenössischer Selbstzünder.

Lernfähiges Automatikgetriebe Ebenfalls Genre üblich: sein Sechsstufen-Automatikgetriebe, das sich dem Fahrstil anpasst - nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis. Manchmal sogar etwas zu eifrig, etwa wenn es nach einem zügigen Überholmanöver unnötig lange hohe Drehzahlen verordnet oder im Stadtverkehr nach Zwischenspurts etwas unschlüssig die Stufen wechselt. Insgesamt harmoniert der Automat mit seiner tendenziell weichen Wandlerauslegung und den sanften Schaltvorgängen dennoch sauber mit dem quer eingebauten V6-CRDi. Der entfaltet seine Kraft entspannt und gleichmäßig, verkneift sich Drehmoment-Drohgebärden, bleibt akustisch weitgehend im Hintergrund. Üppige Zuladung möglich Speziell bei hohen Tempi - der Hyundai ix55 3.0 V6 CRDi wird bei 200 km/h abgeregelt - tritt der Motorsound hinter die Windgeräusche zurück. Im Normalfall lässt der Dreiliter seine Kraft ausschließlich auf die Vorderräder los, erst bei Schlupf greift die elektromagnetisch betätigte Mehrscheibenkupplung des so genannten Interactive Torque Management ein und leitet bis zu 50 Prozent des Moments Richtung Hinterachse. Per Knopfdruck lässt sich dieser Kraftschluss auch permanent zuschalten, allerdings nur bis zu einem Tempo von 38 km/h. Sinnvoll etwa beim Rangieren schwerer Lasten, von denen der ix55 bis zu 2.500 Kilogramm an den Haken nehmen darf (bis acht Prozent Steigung sind es sogar 3.200 Kilogramm.

Abgeleitetes Santa Fe-Fahrwerk Andererseits scheut er auch vor zügiger Fahrweise nicht zurück, profitiert dabei von der europäisch geprägten Abstimmung von Fahrwerk, Lenkung und Bremsen, die ebenfalls aus Rüsselsheim stammt. So arbeitet die Lenkung nicht zu leichtgängig, bietet aus der Mittellage genug Gefühl für präzise Manöver, ohne nervös zu wirken. Das vom 16 Zentimeter kürzeren Hyundai Santa Fe abgeleitete Fahrwerk mit Multilenker-Hinterachse offenbart ebenfalls einen europäisch geprägten Charakter. So unterbindet die straffe Abstimmung zwar störende Wank-und Schaukelbewegungen, im Gegenzug dringen die Stöße miserabler Fahrbahnoberflächen etwa auf Flickstellen oder Kopfsteinpflaster kaum gefiltert zu den Passagieren durch. Einfache Bedienung und ordentlicher Sitzkomfort Diese logieren in der Premium-Version des 4,84 Meter langen 2,3-Tonners auf knackig gepolsterten Ledersitzen und registrieren neben einfacher Bedienung einen ordentlichen Sitzkomfort sowie saubere Verarbeitung. Exakte Spaltmaße und metallisch anmutenden Applikationen zeugen vom Bemühen um standesgemäßes Ambiente, selbst wenn die etablierte Oberklasse-Riege um BMW X5 , Mercedes ML und Co. noch eine Portion mehr Finesse bietet.

Sieben Sitze und günstiger Preis Dafür tunnelt der Hyundai ix55 den Einstandspreis der SUV-Platzhirsche um rund 10.000 Euro. So kostet die Basisversion (Comfort) inklusive Zweizonen-Klimaautomatik und Infinity-Stereoanlage samt i-Pod-Anschluss 42.290 Euro. Feudal wird es im Premium für 49.990 Euro. Hier öffnet die Heckklappe auf Knopfdruck elektrisch, strahlt Xenonlicht und spannt sich Leder über die sieben Sitze. Sieben? Genau, unterm Gepäckraumboden lauern serienmäßig zwei Extra-Plätze, die sich nach Zug am Griff leichtgängig auffalten. Der Zustieg nach ganz hinten gelingt wegen der nach vorne gleitenden Rückbank auch Menschen mit einer vier im Turnen. Der Sitzkomfort in der letzen Reihe genügt für mittellange Touren, wobei die Beinfreiheit dort von der Toleranz der Mittelbank-Passagiere und der Bankposition abhängt. Insgesamt geht es im ix55 aber luftig zu. Lediglich die Kopffreiheit hinten dürfte für Großgewachsene üppiger ausfallen. Der Gepäckraum sollte für alle genügen: er fasst zwischen knapp 598 und 1.746 Litern, unter dem Wagenboden wartet überdies noch ein vollwertiges Ersatzrad. Bleibt abzuwarten, ob die Chancen des ix55 ebenso strahlend ausfallen wie seine LED-Rückleuchten - Hyundai hofft in Deutschland jedenfalls auf einen Absatz von 1.300 Stück pro Jahr.

Testwertung

4,0/5

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