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Testbericht

10. November 2013

Den neuen VW Golf 7 haben wir bereits ausführlich vorgestellt, sowohl als Limousine mit bewährtem 140 PS starkem TSI sowie als oben offenes Topmodel GTI-Cabrio. Jetzt steht der starke Diesel-Bruder GTD mit 184 PS in der Einfahrt. Ist er eine würdige GTI-Konkurrenz?

Rasantes Sparschwein
Der VW Golf GTD startet bei 29.700 Euro. Für den GTD mit dem genialen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe werden 31.625 Euro fällig. Die Standardfarben (weiß, rot, schwarz) gib es kostenlos, unsere Farbe Night Blue Metallic kostet 530,00 Aufpreis. Gut gefallen hat uns der Spurhalteassistent "Lane Assist" (510 Euro). Für entspannte Long-Run-Turns sorgt die automatische Distanzregelung ACC inkl. City-Notbremsfunktion und "Front Assist" für preiswerte 560 Euro. In unserem Testwagen ist zusätzlich das komplette Fahrerassistenz-Paket (1.710 Euro) verbaut. Für ein sportliches Auto und eine straffe Federung ist die adaptive Fahrwerksregelung DCC (1.000 Euro) schon fast Pflicht. Am Ende kommt „unser“ Golf GTD so auf einen stolzen Preis von 39.687 Euro.

Unauffällig unterwegs
Mit dem Golf GTD versucht VW den Spagat zwischen Sparfuchs (4,2 l/100 km Gesamtverbrauch laut Werk) und Rennsemmel (0-100 km/h in 7,5 sec, Höchstgeschwindigkeit 230 km/h). Turboloch? Davon hat der Golf GTD noch nie etwas gehört. Der Motor liefert bereits ab einer Drehzahl von 1.750 u/min satte 380 Nm Drehmoment. Seine Sportlichkeit sieht man ihm nicht an. Die Bremssättel glänzen in unauffällig in Silber, auf Seitenschweller und einen ausgeprägten Spoiler hat VW verzichtet. Der VW Golf GTD glänzt durch Unauffälligkeit.

Der Golf GTD im Alltag
Der GTD ist ein Golf und der ist was den Kofferraum angeht kein Raumwunder. Drei Kisten Wasser schafft er trotzdem. Die Rückbank lässt sich entweder zu 1/3 oder zu 2/3 umklappen und schafft eine fast ebene Fläche. Auch eine Durchreiche in der Mittelkonsole für Ski oder andere lange und sperrige Teile fehlt nicht. Über die Verarbeitungsqualität brauchen wir bei Volkswagen nicht zu sprechen. Innen und außen ist alles top. Fast 40.000 Euro sind eine Menge Geld - keine Frage. Aber der Golf GTD ist es irgendwie wert, so viel Spaß, wie mit ihm hatten wir schon lange nicht mehr. Das Navigationssystem hat uns gut geführt, ist einfach zu bedienen und endlich kann über das Display in der Mittelkonsole auch das Handy via Bluetooth konfiguriert werden. Die Variante "Discover Pro" kostet zwar satte 2.315 Euro Aufpreis, dafür bekommt man aber auch acht Lautsprecher, DVD-Laufwerk, zwei SD-Kartenschächte, Mobiltelefon-Schnittstelle, Sprachbedienung, USB-Schnittstelle und eine Multimediabuchse.

Einparken leicht gemacht
Der Park-Lenkassistent "Park Assist" inkl. ParkPilot kostet nur 200 Euro. Auch die Rückfahrkamera "Rear Assist" ist mit 285 Euro nicht extrem teuer. Vor allem in der Stadt und bei engen Parklücken eine gute Investition. Ein Parkrempler kostet da schnell mehr. So ausgestattet sucht sich der Golf GTD selbstständig seinen Parkplatz, egal ob längs oder quer eingeparkt werden muss. Ist die Parklücke groß genug, wird ein Einparkzeichen im Display angezeigt. Rückwärtsgang rein, der Golf lenkt und steuert zielsicher in die ziemlich enge Parklücke. Bitte aussteigen: Führerschein bestanden!

 

Kraftstoffverbrauch
Volkswagen will mit dem Golf einen Sportler und ein Sparschwein in nur einem Auto realisieren. Das gelingt erstaunlich gut. Er sprintet in einer Sportwagen-Zeit in nur 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und kann dennoch mit einem moderaten Verbrauch von nur 6 Litern Diesel bewegt werden. 

Modus Strecke  [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100 km]
Autoplenum- Vergleichsrunde [normal] 55 75 4,9
Super- spar 14 61 4,2
Landstraße sparsam 85 75 4,9
Landstraße normal 85 65 5,8
BAB sparsam 72 109 4,9
BAB normal 176 108 5,7
BAB schnell 74 151 9,5
Stadt Kurzstrecke 53 33 6,8

Testverbrauch nach 2.785 km, 81 km/h = 6,0 l/100 km

Fazit
Der Volkswagen Golf, jetzt in der 7. Auflage, hat uns mit seinem starken Diesel-Triebwerk begeistert. Der GTD macht einfach nur Spaß, wie er fast spielerisch im 2 oder auch dritten Gang in den roten Bereich dreht. Man glaubt es nicht, dass unter der Haube ein Diesel wohnt. So kombiniert er Fahrspaß und Sparspaß auf eine ideale Art und Weise.

Fotos © 2013 Redaktionsbüro Kebschull

 

 

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