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Testbericht

Hans Bast, 18. Januar 2013
Im April bringt Toyota eine überarbeitete Version seines Kompakt-Vans auf den Markt. Der verbesserte Siebensitzer kommt mit reichhaltiger Ausstattung zum gleichen Preis wie das aktuelle Modell in die Autohäuser.

Wer die aktuellen Schlagworte wie Start-Stopp-System oder Rekuperation auch in Hinblick auf den Verso erwartet hat, wird enttäuscht. Nichts davon gibt es im Toyota Verso. Leicht verbessert, aber im Grunde unverändert präsentiert sich der neue Verso dem Kunden. Zwar wurden die Front dem Konzerngesicht angepasst und die Linien etwas geglättet. Wie bisher kommt der Verso mit fünf Motorisierungen aus: zwei Benziner und drei Selbstzünder. Auch der Einstiegsbenziner ist ein alter Bekannter. Der 1,6-Liter-Benzinmotor leistet 97 kW/132 PS und beschleunigt den Verso in 11,7 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 185 km/h.

Das trifft auf die für den deutschen Markt so wichtigen Dieselmotoren nur bedingt zu. Zwar sind die drei Dieselmotoren mit 91 kW /124 PS bis 130 kW / 177 PS bereits aus der aktuellen Modellreihe bekannt. Das Glanzstück ist aber der kleinste Diesel mit 124 PS. Aufgrund der umfangreichen Modifikationen verbraucht der Motor jetzt nur noch 4,9 Liter im Durchschnitt. Für den Sprint auf 100 km/h benötigt der 1,5-Tonner damit 11,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h. Dieses Festhalten an der bewährten Technik wird auch getriebeseitig fortgesetzt. Ein Sechsganggetriebe für alle. Für den Benziner ist noch ein stufenloses CVT im Programm und der Diesel ist auch mit einer Automatik erhältlich: mit sechs Gängen.

Die Geräuschdämmung wurde verbessert und die neue Karosserie produziert weniger Windgeräusche. Die Federung ist auf Komfort ausgelegt und die neue elektrische Servolenkung ist sehr leichtgängig. Sportliche Ambitionen hat der Verso sowieso nicht, dennoch ist das Handling gut - auch wenn der Wendekreis subjektiv etwas groß erscheint.

Beide Vordersitze bieten guten Seitenhalt und sie sind zusätzlich noch höhenverstellbar, jedenfalls ab der höheren Life-Ausstattung. Im Fond ist zwar ausreichend Platz aber wirklich lange Strecken will man dort als Erwachsener nicht verbringen. Nichts spricht dagegen die Familie dort unter zubringen. Alle fünf Einzelsitze lassen sich separat umlegen und bilden zusammen eine ebene Ladefläche von minimal 178 Litern bis maximal 1696 Litern Ladevolumen.

Der Einstiegspreis bleibt bei 21.150 Euro. Auch jetzt erwartet man bei Toyota, das 90 Prozent der Kunden zu der Life- oder Executive-Ausstattung greifen werde. Der Verso mit dem Life-Austattungspaket verfügt über eine Klimaautomatik und Tempomat. Das Multimediasystem Toyota Touch mit Freisprecheinrichtung, die elektrisch einklappbaren Außenspiegel und die Rückfahrkamera ist ebenfalls inbegriffen. Der so ausgestattete Verso kostet mit 23.550 Euro jetzt 400 Euro weniger als bisher.

Ausgesprochen reichhaltig ist die Sicherheitsausstattung. ABS, ESP, eine Traktionskontrolle und eine Berganfahrhilfe sind serienmäßig. Dazu gibt es Kopf-, Seiten und Vorhangairbags für Fahrer und Beifahrer. Der Fahrer wird zusätzlich von einem Knieairbag geschützt. Vorhangairbags gibt es auch für die zweite Sitzreihe, für die dritte Sitzreihe sind sie optional. Es ist erstaunlich: Während andere Hersteller mit kleineren Hubräumen und aufwendigster Technik zehntelliter Mindererbräuche der spröden Verbrennungstechnik abtrotzen geht Toyota beim Verso einen anderen Weg. Kein Allrad, kein Erdgas kein Hybrid. Damit muss der Verso erstmal auskommen.
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Quelle: Autoplenum, 2013-01-18

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