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Testbericht

Susanne Kilimann, 4. Mai 2010
Auch Krisenzeiten haben mitunter ihr Gutes. Gelegentlich werden sie für kreatives Brainstorming genutzt. So wollen die Mercedes-Benz-Designer künftig auch Hubschrauber, Flugzeuge und sogar Möbel und Lifestyleobjekte in Form bringen – frei nach dem Motto: Wer Auto kann, kann alles. Mercedes-Benz Style zeigt’s eindrucksvoll.

Die Mercedes-Designer konnten sich einmal so richtig austoben. Doch nicht an C-Klasse, SL oder dem neuen Smart Fortwo, sondern auf ungewöhnlichem Terrain – ganz ohne Räder. Bequeme Sitze aus exklusiven Materialien, Fußboden und Deckenvertäfelungen aus edlen Hölzern – so stilvoll und luxuriös präsentiert sich das Interieur des Helikopters, den Eurocopter, ein Unternehmen der European Aeronautic, Defense and Space Company (EADS), derzeit auf der Luftfahrtmesse in Genf präsentiert. Der Innenraum des Hubschraubers EC145 wurde von Mercedes-Benz Designern gestaltet und ist das erste Produkt der neuen Marke „Mercedes-Benz Style“. Denn künftig werden die Stuttgarter nicht nur Autos und Accessoires für die Autokundschaft in Form bringen. Sie wollen sich auch den Transportmitteln zu Wasser und in der Luft widmen und zudem Möbeln- und Lifestyleprodukten aller Art bis hin zu Industriedesign ein schickes Outfit verpassen.

„Unsere einzigartige Design-Kompetenz wird überall auf der Welt geschätzt. Daher haben wir uns entschieden, die Mercedes-Benz typische Formensprache auch außerhalb der Automobilwelt zu etablieren – und sind damit bei vielen Herstellern in unterschiedlichen Branchen auf eine positive Resonanz gestoßen“, sagt Gorden Wagener, Designchef von Mercedes-Benz. Außer dem Edel-Interieur für das EADS- Hubschrauber- Sondermodell habe man bereits das spektakuläre Außendesign einer Luxusyacht entworfen.

Die neue Marke im Konzern nehme Auftragsarbeiten entgegen, bei denen die Rechte an der Gestaltungsleistung an den Produkthersteller verkauft werden, vergebe aber auch Designlizenzen, bei denen alle Rechte an der Designleistung bei Mercedes bleiben, erläutert Wagener. Der Auftraggeber könne wählen, ob Mercedes-Benz namentlich genannt wird oder nicht. Grundsätzlich wollen die Stuttgarter aber nur Produkte formen, wenn Objekt und Hersteller zum Image der Marke mit dem Stern passen. Porsche Design hat das vor Jahrzehnten schon vorgemacht und Stereo- Anlagen, Brillen, Joggingschuhe und allerhand andere Lifestyle-Artikel kreiert.

Woher Autodesigner den Mut beziehungsweise die Kompetenz nehmen, auch Boote, eventuell sogar Betten oder Badezimmerarmaturen in eine ebenso stilvolle wie funktionale Form zu bringen, fragt sich offenbar nur der Laie. „Automobildesign zählt zu den Königsdisziplinen des Industriedesigns“, sagt Wagner. „Kaum ein Produkt ist so komplex und vereint so viele unterschiedliche Designdisziplinen.“ Wo anspruchsvolles Automobildesign gemacht wird, arbeiten Mode- und Textildesigner, Produktdesigner und Typographen zusammen. „Color & Trim“, Industrial/Interface Design und selbst Grafikdesign zählen zu den Aufgaben der Profis ebenso wie das klassische Interieur- und Exterieur- Design. Zudem sorge die internationale Aufstellung der Teams für besondere die Kompetenz, so Wagener. „Wir haben fünf Advanced Design Studios auf drei Kontinenten. Unsere Werkstätten und Computer Aided Design -Abteilungen bieten zusätzlich alle Möglichkeiten der Realisation an, von Skizzen über Projektmanagement bis hin zu 1:1-Modellen.“

Die Arbeit unter dem Label „Mercedes-Benz Style“ werde auch Inspiration für den Kernbereich Automobildesign mit sich bringen – und umgekehrt werden Lösungen, die für die Gestaltung von Autos entwickelt wurden, auch bei anderen Objekten Anwendung finden, ist sich der Design-Experte sicher. So habe der Helikopter eine aus der E- und S-Klasse bekannte „ambiente Beleuchtung“ an Bord, die sich wie in den Autos in verschiedenen Farbtönen einstellen und dimmen lässt.

Bei der Gestaltung des Passagierraums hat sich das Style-Team von der neuen R-Klasse inspirieren lassen. Alle Sitze sind auf Schienen befestigt und lassen sich schnell und einfach verschieben oder herausnehmen, um Platz für Gepäck zu schaffen. Auch im Heck wollte man beim Kunden mit einem sehr flexiblen Stauraum punkten. Ob Golfausrüstungen für den Ausflug mit Businesspartnern oder Fahrräder und Surfbretter für die ganze Familie – der Gepäckraum hat ein großes Fassungsvermögen und bietet – wie die Transportmittel für den Asphalt - zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten an Boden und Wänden.
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Quelle: Autoplenum, 2010-05-04

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