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Testbericht

Michael Gebhardt/SP-X, 8. Januar 2020

SP-X/Las Vegas. Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas wird für die Autoindustrie immer wichtiger, erst recht, da die bislang nahezu zeitgleich stattfindende Detroit Motorshow ab diesem Jahr in den Juni verlegt wird. Doch während zahlreiche Hersteller und Zulieferer in der Wüstenmetropole neuste Techniken präsentieren, sind echte Fahrzeug-Premieren auf der CES noch immer eine Ausnahme. Ein paar Serien-Debütanten gibt es aber auch in diesem Jahr zu vermelden – und die haben es in sich. Dass es sich bei den Neulingen um SUV handelt, war zu erwarten, dass beide elektrisch fahren, absehbar. Zugegeben, der Byton M-Byte ist keine große Überraschung mehr, der chinesische Autobauer ist damit schon über mehrere Messen getingelt. Doch jetzt soll es mit der Serienversion endlich richtig losgehen: Noch in diesem Jahr soll der vor allem für sein riesiges Display berühmte Hochbeiner, es erstreckt sich auf dem Armaturenbrett von Tür zu Tür, im Reich der Mitte an den Start gehen, 2021 stehen dann Europa und die USA auf dem Plan.

Ein Jahr länger noch müssen sich Fisker-Interessenten erkundigen: Das neue E-SUV Ocean des ehemaligen BMW- und Aston-Martin-Designers Henrik Fisker soll erst 2022 an den Start gehen. Sein Highlight: Solarzellen im Dach sollen – Sonnenschein vorausgesetzt – pro Jahr Strom für bis zu 1.600 Kilometer erzeugen. Ansonsten kann der 80-kWh-Akku natürlich an der Schnellladesäule betankt werden, Strom für 300 Kilometer soll in 30 Minuten in die Batterie fließen. Die maximale Reichweite gibt Fisker, der schon mit dem Sportwagen Karma Elektro-Erfahrungen gesammelt hat, mit 480 Kilometern an. Die Technik selbst ist hier wie da, abgesehen von vielleicht jener Display-Orgie im Byton oder der Solar-Technik im Fisker, weitgehend unspektakulär. Dass im Ocean Stoffgewebe aus Plastikflaschen zum Einsatz kommen und Fisker Zierleisten aus alten T-Shirts macht, ist mittlerweile als weiteres grünes Deckmäntelchen zumindest nicht unüblich, und der für den Ocean angekündigte California-Modus, der ein „Open-Air-Feeling“ bieten soll, entpuppt sich am Ende lediglich als Automatik-Funktion um alle Scheiben und das Schiebedach zu öffnen; dass dabei auch die Heckscheibe nach unten fährt ist selten, aber nicht revolutionär. Das gilt auch für die von Byton eingegangene Kooperation mit einem Hollywood-Studio, um auf dem knapp 1,20 Meter breiten Bildschirm – im Stand – Filme streamen zu können.

Wirklich spannend dagegen sind die auf der CES verlautbarten Preise: Byton will den M-Byte in Europa für 45.000 Euro anbieten, der Fisker soll in den USA – allerdings vor Steuern – weniger als 40.000 Dollar kosten. Beide bewegen sich damit auf dem Preisniveau des neuen Tesla Cybertruck, der ebenfalls in den Startlöchern steht. Die Autobauer aus den USA und China rufen damit Kampfpreise auf, die die alteingesessenen Hersteller ziemlich unter Druck setzen dürften. Zum Vergleich: Mercedes und Audi verlangen für ihre Elektro-SUV EQC und E-Tron rund 70.000 Euro und der Jaguar I-Pace ist mit knapp 80.000 Euro sogar doppelt so teuer wie die Stromer-SUV von Byton, Fisker und der Pick-up von Tesla. Zwar erwarten Experten keinen weiteren, starken Preisverfall, schließlich gelten die Batteriepreise als limitierender Faktor. Dennoch dürften die Premium-Hersteller nach Stellschrauben suchen, um ihre SUV zukünftig günstiger anbieten zu können. Mit dem Byton M-Byte und dem Fisker Ocean stehen zwei Elektro-SUV in den Startlöchern. Punkten können die Stromer vor allem mit ihrem günstigen Preis.

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Fazit

Mit dem Byton M-Byte und dem Fisker Ocean stehen zwei Elektro-SUV in den Startlöchern. Punkten können die Stromer vor allem mit ihrem günstigen Preis.

Quelle: Autoplenum, 2020-01-08

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