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Testbericht

Stefan Grundhoff, 6. März 2017
Man muss nicht lange grübeln, wen das Mercedes AMG GT Concept angreifen will. Der spektakulär anmutende Viertürer, der auf dem Genfer Salon für Aufsehen sorgt, will den Porsche Panamera aufspießen.

Der Erfolg des Porsche Panamera ist vielen Wettbewerbern ein Dorn im Auge. Bereits die erste Generation wurde trotz des wenig schmucken Designs zum Bestseller. Da taten sich Mercedes CLS und BMW 6er Gran Coupé trotz augenscheinlicher Designvorteile schwerer denn je. Nachdem die zweite Panamera-Generation ein echter Coupé-Hingucker geworden ist, legen BMW und Mercedes im Gleichschritt nach. BMW erhebt seinen 6er inklusiv des schneidigen GranCoupés ab 2018 zur 8er-Reihe und auch Mercedes will dem Porsche Panamera zukünftig nicht mehr hinterherfahren. So wird es neben dem neuen Mercedes CLE, der Ende 2017 den bisherigen CLS ablöst, ab Ende kommenden Jahres ein eigenes AMG-Derivat in Form eines viertürigen Coupés geben. Nach dem SLS-Flügeltürer und dem GT das dritte Modell, das AMG in Eigenregie mit nennenswerter Mercedes-Unterstützung entwickeln durfte.

Einen ersten Ausblick auf den neuen Panamera-Jäger aus Affalterbach gibt es in diesem Jahr auf dem Genfer Automobilsalon. Das seriennahe AMG GT Concept zeigt nicht nur bei der Seitenlinie und Proportionen deutliche Designanleihen beim Porsche Panamera. Die Front ist fett, mächtig und hungrig nach Gegnern. Für Aufsehen sorgen nicht nur die großen Lufteinlässe, sondern auch der Kühlergrill im Stil des legendären Mercedes 300 SL Panamericana und die Powerdomes auf der Motorhaube. Allzu sehr halten sich vorn und insbesondere am Heck die Lichteinheiten zurück, die in schmalen LED-Bändern ausgeführt sind. Zur Technik gibt Mercedes auf der Messe keine Details bekannt; es ist jedoch davon auszugehen, dass unter 400 PS nichts gehen wird. Das Topmodell des AMG GT Viertürers dürfte mit Hybridmodul rund 700 PS haben. Obligatorisch sind Neungang-Automatik und Allradantrieb.
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Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2017-03-06

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