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Testbericht

Peter Eck/SP-X, 10. Juni 2013

Als Sportwagen unter den Dieseln positioniert Volkswagen seinen neuen Golf GTD. Der Kompakte mit dem starken Selbstzünder unter der Haube leistet mit 125 kW/184 PS nochmals 14 PS mehr als die keineswegs allzu leistungsschwache Vorgängerversion. Damit realisieren die Wolfsburger Fahrleistungen, die für einen 2,0-Liter-Diesel in dieser Klasse außergewöhnlich sind: In der Spitze sind bis zu 230 km/h drin, 7,5 Sekunden benötigt der Kompakte für den Standardspurt. Mit einer Grundpreis-Forderung von 29.700 Euro verhält sich VW allerdings einmal mehr so selbstbewusst, wie man es von einer Erfolgsmarke erwarten und befürchten durfte.

Im Vergleich zum rund 1.000 Euro günstigeren GTI will der GTD vor allem mit seinem satten Drehmoment und einem deutlich geringeren Verbrauch überzeugen. 380 Newtonmeter liegen zwischen 1.750 und 3.250 Umdrehungen je Minute an, also in einem Bereich, in dem man sich gemeinhin mit einem Diesel aufzuhalten pflegt. Nur 4,2 Liter (4,5 mit DSG-Getriebe) soll sich der stärkste Golf-Diesel zudem im Durchschnitt genehmigen, in Wahrheit wird es natürlich stets etwas aber nicht viel mehr sein.

Gegenüber dem GTI hat der GTD sogar seine Vorteile. Denn anders als der Spitzen-Benziner fordert der Diesel nicht ständig Leistung ab. In ihm fährt es sich wesentlich unaufgeregter und er ist damit vor allem für die Langstrecke und für den Stadtverkehr die bessere Wahl als ein GTI, der allenfalls auf der Landstraße oder in den Alpen Agilitätsvorteile ausspielen kann. Das Fahrwerk des neuen Golf und der potente 2,0-Liter-Diesel bilden in Wahrheit die perfektere Melange.

Wer mit dem GTD etwas mehr Spaß und mehr Komfort haben will, als es die Basisversion bietet, muss allerdings wie immer bei VW deutlich drauflegen. Zum Grundpreis von knapp 30.000 Euro summierten sich schnell Extras. Als da zum Beispiel wären: die adaptive Fahrwerksregelung DCC (1.000 Euro), ein hochwertiges Navi (2.315 Euro), Metallic-Lack (530 Euro), vier statt zwei Türen (900 Euro) sowie eine Reihe von kostspieligen Assistenzsystemen und weiteren Extras. Nicht zu vergessen das sechsgängige DSG-Automatikgetriebe, das mit 1.925 Euro ebenfalls empfindlich zu Buche schlägt.

Dabei ist der GTD noch nicht mal ärmlich ausgestattet: Xenon-Licht, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Klimaautomatik, beheizbare Sportsitze und einiges mehr gehören immerhin zur Serienausstattung. Aber ein teures Vergnügen bleibt der neue Spitzen-Diesel-Golf allemal.

Mit dem neuen GTD will Volkswagen seiner Golf-Baureihe eine zumindest vorläufige Diesel-Krone aufsetzen. Der 2,0-Liter-Selbstzünder bildet mit dem Golf der siebten Generation tatsächlich eine fast perfekte Melange. Aber ist er auch eine Alternative zum GTI?

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Fazit
Mit dem neuen GTD will Volkswagen seiner Golf-Baureihe eine zumindest vorläufige Diesel-Krone aufsetzen. Der 2,0-Liter-Selbstzünder bildet mit dem Golf der siebten Generation tatsächlich eine fast perfekte Melange. Aber ist er auch eine Alternative zum GTI?

Quelle: Autoplenum, 2013-06-10

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