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Testbericht

Hanne Schweitzer/SP-X, 5. Juni 2016

Mit der neuen Generation des E-Klasse T-Modells rückt Mercedes leicht von der Positionierung des Kombis als Lademeister ab: Bei in etwa gleicher Länge ist das Kofferraumvolumen mit der Neuauflage zugunsten eines dynamischeren Designs etwas gesunken. Gestiegen ist hingegen der Technik-Anspruch: Wie schon die Limousine ist auch die Variante mit großer Klappe in Sachen Assistenz- und Komfortsysteme auf dem allerneusten Stand und kann unter anderem teilautonom fahren. Zu den Preisen erfährt man noch nichts, derzeit liegt der Einstiegspreis bei 44.600 Euro.
 
Bei in etwa gleicher Länge von 4,93 Metern (plus 2,5 cm) beträgt das Kofferraumvolumen nun immer noch beachtliche 670 bis 1.820 Liter. Aufgrund der nun nach hinten abfallenden Dachlinie sind das allerdings 55 beziehungsweise 130 Liter weniger als zuvor. Die Grundfläche hat sich nicht verkleinert, es passt weiterhin eine Europalette in den Kombi.
 
Mit der neuen, serienmäßigen Cargo-Funktion der Rückbank kann man weitere 30 Liter gewinnen, indem man die Lehne um 10 Grad steiler stellt. Die ebenfalls serienmäßige Teilbarkeit der Rücksitzlehne im Verhältnis 40:20:40 soll noch mehr Flexibilität ermöglichen. Teil des Nutzwert-Konzepts ist auch weiterhin die Niveauregulierung über die serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse, die dafür sorgt, dass der Kombi bei voller Ausnutzung von Zuladung (bis zu 745 Kilo) oder Anhängelast (bis zu 2,1 Tonnen) in der Waagerechten bleibt. 
 
Unter ihren Mitbewerbern im Premium-Segment liegt die E-Klasse mit dem Laderaumvolumen immer noch vorn, mehr Stauraum in der Oberen Mittelklasse hat allerdings der Skoda Superb. Einen ähnlichen Weg hatte zuletzt Volvo eingeschlagen, die Schweden verzichteten mit der Höherpositionierung des V90 auf etwas Volumen hinter den Sitzen (max. 1.526 Liter).
 
Dafür hat die Optik des größten Mercedes-Kombi deutlich gewonnen: Bis zu B-Säule gleicht er der Limousine, die modisch nach hinten abfallende Dachlinie und die stärker geneigte Heckscheibe tragen deutlich zu schnittiger Dynamik bei. Das Heck mit den breiten Schultern und horizontalen Akzenten wie den schmalen Rückleuchten oder der verchromten Griffleiste ist jetzt um einiges präsenter als zuvor. Die breite, elektrische Heckklappe kann auf Wunsch per Fußkick unter das Auto bedient werden. Darüber hinaus ist die Anhängerkupplung nun vollelektrisch ein- und ausfahrbar und trägt nun vier Fahrräder (100 Kilo).
 
Zum Markstart stehen zwei Benziner und ein Diesel zur Wahl: Der E 200 (135 kW/184 PS) und E 350 (155 kW/211 PS) sowie der E 220 d (143 kW/194 PS). Im vierten Quartal folgen E 200 d (110 kW/150 PS), der Sechszylinder-Diesel E 350 d (190 kW/258 PS) und der Sechszylinder-Benziner E 400 4matic (245 kW/333 PS). Alle Modelle sind bei der Markteinführung mit dem Neungang-Automatikgetriebe ausgerüstet, Anfang kommenden Jahres kommt der Einstiegsbenziner auch mit Handschaltung auf den Markt. Noch stärker ist die veredelte Version von Mercedes-AMG: Das E 43 4matic T-Modell mit 295 kW/401 PS starkem 3,0-Liter-V60Biturbo ist ebenfalls ab viertem Quartal erhältlich.
 
Innen übernimmt das T-Modell das Design und die Ausstattung der Limousine, zum Beispiel mit den zwei breiten Displays mit je 12,3 Zoll Bilddiagonale als „Widescreen-Cockpit“. Gesteuert werden die Funktionen mit berührungssensitiven Flächen am Lenkrad, dem bekannten Touchpad mit Controller in der Mittelkonsole oder die Sprachsteuerung. Auch die Innovationen der E-Klasse Limousine sind an Bord, serienmäßig beispielsweise der aktive Bremsassistent, der autonom bremst und auch Fußgänger erkennt. Darüber hinaus sind die teilautonome Funktion „Drive Pilot“ und das automatische Einparken von außen per Smartphone-App auf Wunsch an Bord.
 
Ab Ende 2016 wird das T-Modell noch familienfreundlicher: Dann ist der Kombi wieder mit herausklappbarer dritter Sitzbank für Kinder im Kofferraum erhältlich. Außerdem kann die Rücksitzbank ab dann mit Original-Zubehör zur iPad-Integration zum Kinderkino umfunktioniert werden.

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Fazit
Nun also auch der E-Klasse-Kombi: Zugunsten eines gefälligeren Designs verzichtet der Lademeister der Oberen Mittelklasse auf etwas Kofferraumvolumen. Weniger praktisch wird er aber nicht.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: Autoplenum, 2016-06-05

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