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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 6. Februar 2013
Mit dem V40 Cross Country springt Volvo auf den Kompakt-Crossover-Zug auf. Allerdings hat nur der Top-Benziner einen Allradantrieb.

Im August letzten Jahres feierte der Volvo V40 Premiere. Nun legen die Schweden nach und wollen mit dem Volvo V40 Cross Country die SUV-Fans zum Kauf des rustikalen Ablegers animieren. Schließlich sind SUVs \"in\". Doch wer einen reinrassigen Allradler erwartet, wird zunächst enttäuscht. Für 1.800 Euro Aufpreis bekommen die Offroad-Fans eine um 1,2 Zentimeter größere Bodenfreiheit und können um 3,2 Zentimeter höher sitzen. Obendrauf gibt es einige Anbauteile, die die rustikale Attitüde des Lifestyle-Schweden unterstreichen. Also einen Stoßfänger mit Unterbodenschutz, einen Waben-Kühlergrill mit Chromeinfassung, markante Seitenschweller, einen Unterbodenschutz am Heck und eine Dachreling.

Technisch tut sich bei den frontgetriebenen Modellen relativ wenig. Lediglich die Achskinematik musste aufgrund der Höherlegung verändert werden. Anders sieht die Sache schon beim Top-Benziner T5 AWD mit 254 PS aus. Da gibt es für knackige 35.780 Euro - also 2.800 Euro Aufpreis - einen Allradantrieb mit Haldex-Kupplung, wie es die XC-SUV-Modelle haben. Im Normalbetrieb werden 95 Prozent der Antriebskraft auf die Vorderräder übertragen. Wird es rutschig, gehen bis zu 65 Prozent nach hinten.

Auch wenn es nicht die Verteilungs-Variabilität eines modernen Torsen-Systems erreicht, erledigt das Volvo-System seinen Auftrag zuverlässig und reagiert schnell auf wechselnde Gripverhältnisse. Beim schnellen Herausbeschleunigen aus Kurven wird die Untersteuer-Tendenz auf ein Minimum reduziert und so der Fahrspaß erhöht. Da die Lenkung per se direkt genug ist, fällt es auch nicht sehr ins Gewicht, dass die drei verschiedenen Lenkmodi nur die Leichtgängigkeit der Steuerung verändern, nicht aber die Übersetzung. Die Fahrwerksabstimmung der höhergelegten Variante ist naturgemäß einen Schuss straffer, als beim regulären V40, was sich in einer erhöhten Sensibilität bei Unebenheiten bemerkbar macht. Auch der Seitenhalt der Sitze könnte im Schulterbereich besser sein.

Mit dem 254-PS-Benziner hat der Cross-Country genug Kraft um das fahrdynamische Potential des Allradantriebs auszureizen. Allerdings beendet die Elektronik den Vortrieb bei 210 km/h. Der Durchschnittsverbrauch liegt mit 8,3 Litern pro 100 Kilometer um 0,4 Liter höher als beim reinen Frontriebler. Alle die jetzt auf eine Allrad-Diesel-Variante hoffen, müssen jetzt ganz stark sein. Die ist in naher Zukunft nicht geplant. Immerhin will Volvo vom T5 AWD in diesem Jahr 1500 Stück in Deutschland verkaufen.

Das Interieur ist identisch mit dem der anderen V40. Inklusive der veränderbaren Displays. Allerdings ist die farbenprächtige Spielkonsolen-ähnliche Informationsvielfalt nicht jedermanns Sache. Immerhin lassen sich einen virtuellen Tacho auf den Monitor holen und so gewöhnt man sich relativ schnell an die Anzeigen. Ebenso wie an das etwas verschachtelte Bedienkonzept.

Bei der Sicherheitsausstattung punktet Volvo naturgemäß. Da macht auch der V40 Cross Country T5 AWD keine Ausnahme. Serienmäßig sind ein Fußgänger-Airbag und der Notbremssystem, das einen Auffahrunfall vermeiden oder die Auswirkungen vermindern kann.

Fazit: Der Volvo V40 Cross Country ist ein gutes Auto, aber die Preisgestaltung ist ambitioniert. Ein Golf4Motion ist bereits ab 22.525 Euro (für die 1,6-Liter-Diesel-Version) zu haben. Hat aber deutlich weniger Leistung und weniger Grundausstattung.
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Quelle: Autoplenum, 2013-02-06

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