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Testbericht

Sebastian Viehmann, 24. September 2009
SUV unter 20.000 Euro sind rar gesät. Bei Suzuki beginnt das kompakte Allradvergnügen bei 18.100 Euro. Wer 2000 Euro zusätzlich investiert, ist mit dem neuen Dieselmotor unterwegs, der dem alten Nagler um Längen voraus ist.

Suzuki hat allen Grund zur Freude: Nicht zuletzt dank der Abwrackprämie stieg der Marktanteil des Kleinwagenbauers in Deutschland von 1,2 Prozent im Jahr 2008 auf 1,7 Prozent in diesem Jahr. Von Januar bis August 2009 wurden 45.341 Suzukis zugelassen, mehr als ein Drittel davon entfiel auf den Swift. Das kleine SUV SX4, ein Schwestermodell des Fiat Sedici, rangiert mit einem Anteil von 13 Prozent immerhin auf Rang drei hinter dem Splash. Nun hat Suzuki den 4,1 Meter langen City-Kraxler zur Überholung geschickt.

Von außen ist das Facelift kaum als solches zu bezeichnen – ein paar Retuschen hier und dort, ein neues Stoßstangendesign und neue Räder, das war es auch schon. Erfreulich: Alle SX4-Modelle haben jetzt auch an den Hinterrädern Scheibenbremsen. Im Interieur sieht man dem Wagen das Facelift schon eher an. Neue, blau beleuchtete Instrumente bauen sich vor dem Fahrer auf und enthalten jetzt eine Balkenanzeige für den Momentanverbrauch. Neue Schalter, beleuchtete Fernbedienungstasten am Lenkrad und ein paar Chromapplikationen werten das Cockpit auf.

Das Platzangebot des Wagens ist nach wie vor ordentlich, Erwachsene können sich auch im Fond über genügend Kopf- und Kniefreiheit freuen. Der Kofferraum fällt bei aufgestellten Sitzen mit 270 Litern etwas knapp aus, mit umgeklappten Sitzen steigt das Fassungsvermögen auf 1045 Liter. Unter dem Gepäckraumboden warten keine weiteren Fächer, sondern nur das Reserverad.

Der SX4 wird mit zwei Motoren angeboten, einem 1,6-Liter Benziner mit 88 kW / 120 PS und einem Zweiliter-Diesel mit 99 kW / 135 PS. Beide Aggregate wurden gründlich überarbeitet. Der alte 120 PS-Diesel reagierte auf Leistungsanforderung wie ein Kommunalbeamter kurz vor Feierabend: Ziemlich unwillig und zögerlich. Der Trecker-Sound und eine nicht gerade berauschende Kraftentfaltung zehrten an den Nerven. Der neue Motor läuft deutlich kultivierter, wird nie unangenehm laut und zeigt sich zudem deutlich elastischer. Das maximale Drehmoment wuchs von 280 auf 320 Newtonmeter und liegt nun schon bei 1500 Touren an.

Das Ergebnis ist ein spritziges Diesel-SUV, das ausgesprochen gut aus dem Quark kommt. Mit 1,4 Tonnen Leergewicht hat der Motor auch nicht viel Auto zu bewegen. Ein neu abgestuftes Sechsganggetriebe erleichtert schaltfaules Fahren und überzeugt mit einer präzisen Gangführung. Den Durchschnittsverbrauch des 2.0 DDiS gibt Suzuki mit 4,9 Litern pro 100 Kilometer an. Das sind 1,4 Liter weniger als beim alten Diesel. Bei der Allradversion beträgt der Durchschnittsverbrauch laut Werksangabe 5,5 Liter, rund ein Liter weniger als beim Vorgänger. Auch beim 1,6-Liter Benziner gibt es ein Leistungsplus (88 statt 79 kW) und einen verbesserten Verbrauch (6,2 statt 6,7 Liter pro 100 Kilometer).

Der SX4 fährt sich flott und agil, die Federung ist komfortabel und die Lenkung für ein SUV schön direkt. Bei der Allradversion wechselt man mit einem Kippschalter an der Mittelkonsole zwischen Frontantriebs- und Allradmodus. Wenn das System Schlupf registriert, wird auch die Hinterachse mit Kraft versorgt. In der Position „Lock“ sind beide Achsen in der festen Antriebsverteilung 50:50 gekoppelt. Für Wald- und Feldwege ist der SX4 damit gut gerüstet, allerdings sollte man auf sein Tempo achten: Für Abenteuer abseits befestigter Straßen ist die Federung ziemlich hart und schüttelt die Insassen durch. Verbesserungswürdig ist auch der Seitenhalt der weichen Sitze mit ihrer kurzen Beinauflage.

Der Suzuki SX4 ist mit 1,6-Liter Benziner und Frontantrieb ab 15.900 Euro zu haben. Den Diesel gibt es ab 18.600 Euro, für die Allradversion sind 20.100 (Club-Ausstattung) bis 21.400 Euro (Comfort-Ausstattung) zu berappen. Das sind 400 Euro mehr als bisher, doch allein schon der neue Diesel lässt den Preisaufschlag verschmerzen. Zur Serienausstattung des Wagens zählen unter anderem Klimaanlage, elektrische Fensterheber vorn, CD-Radio, ESP und elektrisch verstellbare Außenspiegel. Beim Modell Comfort kommen noch Dinge wie Klimaautomatik, Tempomat, Nebelscheinwerfer und Lederlenkrad hinzu.
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Quelle: Autoplenum, 2009-09-24

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