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Testbericht

6. September 2016
Rüdesheim, 7. September 2016

Der Suzuki SX4 S-Cross ist ein waschechter Crossover - und trägt das sogar in seinem Namen. Zwischen Kompaktwagen und SUV platziert, bietet sich der aufgefrischte Japaner für verschiedenste Anwendungen an. Eine Art eierlegende Wollmilchsau für den Alltag? Wir sind das S-Cross-Facelift mit neuem Motor bereits gefahren.

Äußerlich aufgefrischt
Äußerlich hat Suzuki dem S-Cross eine kleine Frischzellenkur verpasst. An der Front wurden Haube, Scheinwerfer und Kühlergrill modifiziert, die Optik erinnert nun mehr an einen SUV als an einen Kompaktwagen. Betrachtet man die Seitenlinie des Suzuki, fällt auf, dass das ganze Fahrzeug höher liegt. Verantwortlich dafür ist der höhere Querschnitt der Reifen. Rund einen Zentimeter wächst die Bodenfreiheit durch diese Änderung. Am Heck wurden lediglich die Rückleuchten etwas aufgehübscht - eine unkomplizierte Möglichkeit, das Aussehen eines Autos auf den ersten Blick zu modernisieren.

Vorne viel Platz, hinten kaum Platz
Im Innenraum - getestet wurde die Top-Ausstattung "Comfort" - gibt es nun ein neues Navigationssystem von Bosch mit Bluetooth- und Apple-Carplay-Anbindung. Durch die höhere Bodenfreiheit ist auch der Einstieg etwas nach oben gewandert. In der ersten Sitzreihe sitzt man sehr bequem, die Kopffreiheit ist mehr als ausreichend - auch wenn die Sitzposition SUV-typisch recht hoch ist und einen sehr guten Blick über das, was sich außerhalb des Cockpits abspielt, ermöglicht. Im Fond allerdings lassen sich höchstens Kinder und nicht allzu groß gewachsene Jugendliche transportieren, die Kopffreiheit dort ist - auch dank dem optionalen Panoramadach - wirklich sehr gering. Dafür bleibt genug Platz für lange Beine, auch wenn die Vordersitze weit nach hinten gerückt wurden.

Maximal 1.269 Liter
Am Kofferraumvolumen von 430 Liter bei gerader Lehne der Rücksitzbank hat sich auch beim Facelift nichts geändert. Maximal fasst der S-Cross 1.269 Liter. Die flache Ladekante und der doppelte Boden sind praktische Details, die im Alltag sicherlich behilflich sein können. Auch der 12-Volt-Anschluss im Kofferraum ist gut platziert. Ansonsten ist der Innenraum des S-Cross eher unspektakulär, geordnet und zweckmäßig. Lediglich der Bildschirm des Infotainment-Systems könnte im Zeitalter von Tesla und Co. etwas größer ausfallen.

Motor, Getriebe, Fahrwerk und Lenkung: Top
Der 140-PS-Boosterjet-Motor mit Turboaufladung von Suzuki, der sonst auch im Vitara S zu finden ist, macht im S-Cross eine gute Figur. Zwar sind 10,2 Sekunden von null auf 100 kein Rekordwert, der Motor ist aber durchzugsstark und mit einem recht breiten Drehmomentband gesegnet. Das angeschlossene Sechsgang-Getriebe lässt sich knackig schalten und hat eine schöne Abstufung, die sowohl in der Stadt als auch bei Überland- und Autobahnfahrten passt. Das Fahrwerk ist sehr komfortabel ohne dabei zuzulassen, dass sich das Auto aufschaukelt. Eine recht direkte, aber trotzdem sehr präzise Lenkung rundet das durchweg positive Bild des S-Cross-Eindrucks ab.

Keine echten Schwachpunkte
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der SX4 S-Cross ein moderner Crossover geworden ist, der es schafft, den Spagat zwischen SUV und "Lifestyler" eher in Richtung Gelände zu machen - das ist mal etwas anderes und steht dem Japaner ausgezeichnet. Wirkliche Negativpunkte gibt es bis auf den knapp bemessenen Fond keine. Nur der Preis von 28.790 Euro für unseren Testwagen mit 140-PS-Motor und Top-Ausstattung "Comfort" erscheint recht hoch. Zwar sind dafür auch LED-Scheinwerfer, Panoramadach und ein modernes Infotainment-System an Bord, trotzdem sind fast 30.000 Euro für einen kleinen Crossover ein Wort.
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Technische Daten
Antrieb:Allrad
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Manuell
Motor Bauart:Ottomotor mit Turboaufladung
Hubraum:1.373
Anzahl Ventile:16
Anzahl Zylinder:4
Leistung:103 kW (140 PS) bei UPM
Drehmoment:220 Nm bei 1.500-4.000 UPM
Preis
Neupreis: 28.790 € (Stand: September 2016)
Fazit
Gute Alternative zum Klein-Kombi. Man sitzt etwas höher und kann auch mal ins leichte Gelände. Dazu ein solider Motor und ein gut austariertes Fahrwerk. Nur der Preis ist überraschend hoch. +Gute Ausstattung, rundum passend abgestimmt, gute Übersichtlichkeit - hoher Preis, wenig Platz im Fond
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-news, 2016-09-06

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