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Testbericht

Elfriede Munsch/SP-X, 12. März 2010

Die zweite Generation der Opel-Nutzbaureihe Movano tritt ab Anfang April mit einer größeren Variantenvielfalt, mehr Ladevolumen und drei neuen, sparsamen Dieselaggregaten an. Erstmals ist der Transporter als Front- oder als Hecktriebler erhältlich. Zur Markteinführung stehen zunächst die Kastenwagen-Versionen in den drei Längen L2, L3 und L4 zur Wahl, die für 3,3 oder 3,5 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen sind. Die Basisversion L1 mit 2,8 Tonnen Gesamtgewicht folgt im Frühsommer. Er dürfte rund 3.000 Euro billiger sein als der Kastenwagen L2 mit Vorderradantrieb und 3,3 Tonnen Gesamtgewicht, der ab 29.738 Euro brutto (24.990 Euro netto) zurzeit als günstigstes Modell in der Preisliste steht.

Der neue Movano, der wie schon die erster Generation wieder in Kooperation mit Renault/Nissan entwickelt wurde, will ein Alleskönner sein: Zu seinem umfangreichen Karosserieprogramm, das bis zum Jahresende sukzessive eingeführt sein wird, gehören daher Kastenwagenausführungen, außerdem Kombiversionen und Fahrgestellvarianten mit Einzel- und Doppelkabine. Plattformfahrgestelle ermöglichen zudem einen individuellen Auf- und Ausbau. Sonderversionen wie zum Beispiel mit Pritsche oder als Kipper sind ebenfalls ab Werk verfügbar. Damit nicht genug kann der Movano in drei Radständen (3,18 bis 4,33 Meter), in vier Fahrzeuglängen (5,05 bis 6,85 Meter) sowie in drei Laderaumhöhen (1,70 bis 2,14 Meter) geordert werden.

Die neue Generation ist nun auch mit Heckantrieb und Einzel- oder Zwillingsbereifung erhältlich, was das zulässige Gesamtgewicht auf bis zu 4,5 Tonnen erhöht. In Kombination mit den drei lieferbaren 2,3-Liter-Dieselmotoren (74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 107 kW/146 PS) sind so über 300 verschiedene Versionen bestellbar.
Erstmals ist der Kastenwagen in einer Version L4 erhältlich. Er ist 6,85 Meter lang, die Ladefläche streckt sich auf 4,33 Meter und das Ladevolumen beträgt bis zu 17 Kubikmeter. Der heckgetriebene L4 darf bis zu 2,5 Tonnen zuladen und außerdem noch einmal bis zu drei Tonnen an den Haken nehmen.

Für einen alltagstauglichen Zugang verfügen die Movano Kastenwagen über weit öffnende Heckflügeltüren und im Vergleich zum Vorgänger um eine um 17 Zentimeter verbreiterte seitliche rechte Schiebetür. Diese und die optional erhältliche linke Schiebetür erlauben ein einfaches Be –und Entladen, weil Euro-Paletten nun problemlos durch die Türöffnungen passen. Damit die Ladung nicht verrutschen kann, sind je nach Längenvariante zwischen acht (L1) und 14 (L4) Zurrösen eingelassen. Optional stehen darüber hinaus weitere Spezialsicherungssysteme wie Befestigungs- und Führungsschienen für Fahrzeugboden, Seitenwände und Dach oder Sicherheitstrenn- und Haltenetze zur Wahl. Eine Stahlwand trennt die Fahrerkabine vom Frachtraum.

Apropos Sicherheit: Dass der Movano auch im voll beladenen Zustand gut bremsen kann und dabei fahrstabil bleibt, zeigten Bremsversuche auf einem Fahrsicherheitsgelände bei Berlin. Serienmäßig sorgen groß dimensionierte Scheibenbremsen in Verbindung mit einem Traktionskontrollsystem für die nötige Verzögerung. Die Modelle mit Heckantrieb haben ab Werk ESP an Bord.

Die Aufmerksamkeit des Fahrers wird durch die komfortablen und vielfach einstellbaren Sitze sicher gesteigert. Für Vielfahrer stehen optional Komfortsitz-Varianten mit Lendenwirbelstütze oder mit Luftfederung zur Auswahl. Eine Sitzbank für zwei erwachsene Beifahrer ist Standard. Neu ist der mittige Faltsitz, der umgeklappt eine ebene Arbeitsfläche mit zwei Getränkehaltern und Staufach bildet. Im „Office Pack“ kann der Faltsitz dank einer um 30 Grad schwenkbare Ablage zur sicheren Lagerung eines Notebooks genutzt werden. In den höheren Ausstattungsvarianten können sich die Insassen über zahlreiche Komfortfeatures wie Klimaanlage, gekühltes Handschuhfach oder ein Musikanlage freuen. Im Basisniveau fehlen diese, hier zählt vor allen Dingen die Robustheit der Materialien.

Der Motorentrend geht auch bei Nutzfahrzeugen zu Downsizing. Der neu entwickelte 2,3-Liter-Diesel wird in drei Leistungsstufen mit 74 kW/100 PS, 92 kW/125 PS und 107 kW/146 PS angeboten. Im Vergleich zum vorigen 2,5-Liter-Aggregat generiert der moderne Turbo bis zu 30 Newtonmeter mehr Drehmoment bei reduzierten Verbrauchswerten, die zwischen 7,8 und 9,4 Litern je 100 Kilometern (203 bis 249 g/km) liegen. Volumenmotor ist die mittlere 310 Newtonmeter starke Ausbaustufe. Sie beschleunigt den Transporter in 14,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 145 km/h. Ihre Emissionswerte sind identisch mit denen der 74 kW/100-PS-Variante. Die Kraftübertragung erfolgt in allen Fällen über ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Für die beiden stärkeren Ausführungen steht optional das automatisierte Easytronic-Getriebe zur Wahl. Alle drei Motorvarianten erfüllen die Abgasnorm Euro 4. Durch die Kombination mit einem Diesel-Partikelfilter erreichen sie die steuersparende Abgasnorm Euro 5.

Günstige Betriebs- und Unterhaltskosten sind ein wichtiges Verkaufskriterium in der Nutzfahrzeugbranche. Hier kann die zweite Generation des Movano vor allem durch die um 34 Prozent gesunkenen Wartungskosten glänzen. Elfriede Munsch/SP-X

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SP-X/Berlin. Die zweite Generation der Opel-Nutzbaureihe Movano tritt ab Anfang April mit einer größeren Variantenvielfalt, mehr Ladevolumen und drei neuen, sparsamen Dieselaggregaten an. Erstmals ist der Transporter als Front- oder als Hecktriebler erhältlich.

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Fazit
SP-X/Berlin. Die zweite Generation der Opel-Nutzbaureihe Movano tritt ab Anfang April mit einer größeren Variantenvielfalt, mehr Ladevolumen und drei neuen, sparsamen Dieselaggregaten an. Erstmals ist der Transporter als Front- oder als Hecktriebler erhältlich.

Quelle: Autoplenum, 2010-03-12

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