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Testbericht

Julian Wewer, 14. Februar 2013

Was Mercedes AMG oder BMW die M GmbH ist für Volkswagen die R GmbH. Die Tochterfirma kümmert sich um sportliche Ableger. Jetzt kommt erstmals ein Cabrio in R-Version auf den Markt.  Im Gegensatz zu seinem Bruder mit dem Blechdach muss der Golf mit der Stoffmütze ohne Allradantrieb und mit fünf PS weniger auskommen. Mit 195 kW/265 PS ist das Cabrio aber selbstverständlich immer noch mehr als ausreichend motorisiert.

Das äußere Erscheinungsbild entspricht dem Leistungsvermögen, kündet vom Potenzial ohne übertrieben zu wirken. Die Karoserie ist um 25 Millimeter abgesenkt, die spezielle Frontschürze und der Diffusor am Heck sehen so gut aus wie die 18-Zöller mit ihren schwarzen Bremssätteln und die Schwellerverbreiterungen. Zum allerdings auch schon bemerkenswerten Preis von 43.235 Euro bekommt der Kunde ein recht interessantes weil umfangreiches Paket. Die Bi-Xenonscheinwerfer sind da ebenso Serie wie die Leder-Sportsitze, die Zwei-Zonen-Klimaanlage und die Radio-/CD-Einheit.

Was so gut aussieht, fährt sich auch gut, 265 PS und 350 Nm Drehmoment lassen den offenen Golf in 6,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten, erst bei Tempo 250 wird dem Vorwärtsdrang elektronisch ein Ende gesetzt. Bei flotter Kurvenfahrt schiebt der stets mit einem sechsstufigen Direktschaltgetriebe ausgestattete Wolfsburger typisch für einen Fronttriebler spürbar über die Vorderräder, doch leistet dann die serienmäßige elektronische XDS-Quersperre sehr gute Dienste.  

Das Fahrwerk ist straff und - vorsichtig formuliert - derart sportlich gefedert, dass man sich den  Mehrpreis für die DCC genannte Adaptive Fahrwerksregelung (hier gibt es neben der Komfort- und der Normaleinstellung eine noch sportlichere Stufe) oder die 19-Zoll-Räder der Dimension 235/35 R19 schenken und in andere schöne Dinge auf der Sonderausstattungsliste investieren sollte.

Zum Beispiel in das auf jeden Fall sinnvolle Windschott (325 Euro), das es aber auch im preislich interessanteren Paket mit der Geschwindigkeitsregelanlage, der Mittelarmlehne, Schubladen unter den Vordersitzen und vor allem der Müdigkeitserkennung für dann zusammen 450 Euro gibt.

Wie alles im Leben hat auch der Fahrspaß mit dem Golf R Cabriolet seinen Preis.  Die 43.325 Euro Basispreis sind – gute Ausstattung hin oder her - für einen Golf schon eine Hausnummer, vor allem wenn bedenkt, dass es dafür auch zwei neue offene Beetle gibt. Und an der Tankstelle werden Leistung und Fahrspaß mit diesem  Stoffmützen-Sportwagen  ebenfalls ihren Tribut fordern. Denn die  8,6 l/100 km Durchschnittsverbrauch werden sich, wenn überhaupt, wohl nur im Bummeltempo erreichen lassen.  Rund zwölf Liter sollten auf jeden Fall einkalkuliert werden.

Der Ruf ist so gut wie die Produkte, nur gehört haben ihn noch immer nicht alle. Dabei baut die VW-eigene Sportabteilung „R GmbH“ seit gut zehn Jahren die Top-Versionen des Golf. Neuerdings sogar ein Cabrio.

Fazit
Der Ruf ist so gut wie die Produkte, nur gehört haben ihn noch immer nicht alle. Dabei baut die VW-eigene Sportabteilung „R GmbH“ seit gut zehn Jahren die Top-Versionen des Golf. Neuerdings sogar ein Cabrio.

Quelle: Autoplenum, 2013-02-14

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