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Testbericht

Stefan Grundhoff, 26. Januar 2008
Nissans schicker US-Ableger Infiniti macht sich fit für seinen Start auf dem europäischen Markt im nächsten Herbst. Das Kernmodell soll dabei der neue EX 35 werden, ein direkter Konkurrent für BMW X3 und Gefolge.

In den USA ist Infiniti seit Jahren fest als Nobelmarke etabliert. Wer dort über einen BMW oder Audi nachdenkt, der tut das auch über einen Infiniti. Nach dem offiziellen Europa-Launch auf dem Genfer Salon im Frühjahr soll es mit der Marke im Herbst 2008 auch auf dem alten Kontinent losgehen. Viele potenzielle Kunden warten schon ungeduldig - müssen sie die begehrten Modelle dann doch nicht mehr selbst aus den USA einführen oder beim US-Importeur erwerben. Um so weniger werden sie sich noch ein Jahr gedulden wollen, als Infiniti auf der Los Angeles Autoshow schon jetzt den 4,63 Meter langen neuen Mittelklasse-SUV namens EX 35 vorgestellt hat - einen echten Hingucker.

Mehr als alle anderen Hersteller hat Infiniti bereits mit der größeren FX-Serie die Verschmelzung von Coupé und SUV für sich entdeckt - mit abfallender Dachlinie und gefällig gestylten Proportionen. Eine Nummer kleiner setzt der EX dieses Design fort. Doch es ist längst nicht allein das schmucke Aussehen, das den neuesten Infiniti für Kunden der höheren Preisklassen begehrlich macht. Zum Marktstart in Europa will sich der kleine Bruder von Nissan als Hightech-Marke positionieren. So glänzt der EX 35 nicht nur mit einem intelligenten Spurhalteassistenten und Abstandstempomat sondern auch mit einem Rundum-Kamera-System (Around View Monitor). Vier kleine, am Dach angebrachte Kameras geben dem Fahrer beim Einparken einen genauen Überblick über die Größe der Parklücke und den Abstand zum Nebenmann. Der zentrale Multifunktionsbildschirm erleichtert das Einparken somit insbesondere auf engstem Raum. Bei allem Vertrauen in die Technik: Wenn es doch einmal einen Fremdkontakt geben sollte, hilft ein neuer Lack, der kleine Beschädigungen verkraften kann.

Das Aussehen des EX orientiert sich stark an den jüngst vorgestellten Infiniti-Modellen G 35S und G 37 Coupé. Die geschwungenen Scheinwerfereinheiten mit beweglichen Xenonaugen gehen sanft in die weich gezeichnete Motorhaube über. Die Linie von dreidimensionaler Motorhaube und Frontlampen zieht sich über eine Charakterlinie bis ans Heck. Mit seinem stark abfallenden Dach und dem sehenswerten Rücken erinnert der EX mehr an einen Shooting Brake denn an ein Sport-Utility-Vehicle. "Der neue Infiniti EX 35 bereichert das Segment durch sein atemberaubendes Design, mit seiner Eleganz, einer luxuriösen Innenausstattung und beeindruckenden Fahrleistungen", schwärmt Mark Igo, Vicepresident und General Manager von Infiniti Nordamerika. "Und als ob das noch nicht reichen sollte, gibt es Hightech bis zum Around-View-Monitor und Spurhaltesystem."

Ein Infiniti charakterisiert sich gegenüber der Konkurrenz durch eine luxuriöse Innenausstattung. Elektrische Ledersitze und Klimaautomatik sind demzufolge beim EX ebenso Serie wie Bluetooth, Keyless Go oder Navigation- und Soundsystem mit 9,3 GB großer Festplatte. Auf Wunsch ist der EX mit einem DVD-Entertainmentsystem für die Rücksitze zu bekommen.

Obligatorisch die Anloguhr, die dem EX-35-Cockpit einen gewissen Retrotouch verleihen soll. Die Sicherheitsausstattung wird durch zahlreichen Airbags, ESP und ABS komplettiert. Das Platzangebot ist großzügig, aber nicht üppig. Doch zumindest zu zweit kann man in der hinteren Reihe dank des 2,80 Meter langen Radstands bequem sitzen. Zu dritt wird es an den Schultern eng.

Angetrieben wird der über zwei Tonnen schwere Infiti EX 35 von einem 3,5 Liter großen V6-Triebwerk mit 297 PS. Serienmäßig gibt es eine fünfstufige Wandlerautomatik aus dem Hause Aisin. Der Durchschnittsverbrauch wird zwischen 12 und 15 Litern Super angegeben, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 200 km/h. In den USA ist der asiatische Amerikaner ab Ende des Jahres mit Heck- und Allradantrieb zu bekommen. In Europa dürfte Infiniti allein mit 4x4-Vortrieb und 18 Zoll großen Alufelgen ab Herbst 2008 an den Start gehen. Einen 530 Liter großen Kofferraum mit zusätzlich getrennt umlegbarer Rückbank gibt es zudem. Die Rückbank lässt sich über einen Schalter sowohl von vorne als auch aus dem Laderaum heraus umklappen. Luxus eben.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2008-01-26

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