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Testbericht

Stefan Grundhoff, 27. Januar 2008
Mit Bedacht hat Hyundai Bologna für die Weltpremiere des neuen i10 gewählt - dessen Vorgänger Atos war in Italien ein Bestseller. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den kleinen Hyundai – nicht nur in Italien.

Hyundais Kleinwagen ist weltweit erfolgreich. Allein in Deutschland wurde der hoch aufgeschlossene Atos mehr als 50.000mal verkauft. Lange Zeit war der wendige Koreaner mit einem inoffiziellen Verkaufspreis von 7.000 bis 8.000 Euro eine der günstigsten Möglichkeiten, in Deutschland ein neues Auto zu erwerben. Sein Nachfolger Hyundai i10 feierte jetzt auf der Bologna Motor Show seine Weltpremiere. Am 7. März kommt er zu den Händlern.

Das Design des i10 hat im Vergleich zum alten Atos gewonnen. Der neue wirkt weniger kindlich sondern - besonders durch die vom größeren i30 entliehenen Front- und Heckelemente - deutlich erwachsener. Die Linien sind klar, der Radstand groß - aber die Räder im serienmäßigen 13-Zoll-Format sind nicht nur optisch eine Nummer zu klein. Optional gibt es immerhin auch 14- und 15-Zöller. Der i10 soll sich besonders als Zweit- und Drittwagen in Familien anbieten und vor allem verheirateten Frauen mit kleinen Kindern gefallen. Die große Türen und Fensterflächen dürften neben der leicht erhöhten Sitzposition und dem günstigen Preis jedoch auch Senioren durchaus gefallen.

Dabei ist der i10 trotz der überschaubaren Dimensionen von 3,57 Metern Länge und 1,60 Metern Breite weit mehr als ein schnöder Billigheimer. Er ist klein, wendig und überaus geräumig. Dank seines Radstandes von 2,38 Metern können im Innenraum jedoch bequem bis zu vier Erwachsene sitzen. Den schmalen fünften Platz in der Mitte hinten sollte man aber besser leer lassen. Hinter der weit öffnenden Heckklappe gibt es einen 225 Liter großen Kofferraum, der sich durch Umklappen der 40:60 teilbaren Rückbank auf 910 Liter vergrößern lässt. Leider ist die Rückbank nicht verschiebbar.

Die Überflächen und Materialien haben beim i30 am deutlichsten gewonnen. Abgesehen von dem Plastiklenkrad und den zu kurzen Kopfstützen im Fond gibt es im Innenraum nichts auszusetzen. Die Sitze sind ordentlich, die Beinauflage ausreichend und das Cockpit übersichtlich. Serienmäßig gibt es ein CD-Radio mit Anschlussmöglichkeiten für einen iPod oder MP3-Player. Bei der Sicherheit hat Hyundai jedoch überraschend deutlich gespart. Serienmäßig sind in allen Modellen nur zwei Airbags und ABS. Das ist zu wenig. Nur optional oder in den höheren Ausstattungsvarianten sind zwei Kopfairbags und ESP verfügbar.

Trotz der überschaubaren Dimensionen und des geräumigen Innenraums soll der Fahrspaß nicht außen vor bleiben. So ist der neue Hyundai i30 mit zwei Benzinern und einem Dieseltriebwerk zu bekommen. Der kleine Vierzylinder mit 1,1 Litern Hubraum leistet 48 kW/66 PS und 100 Nm Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h sollte für die meisten reichen. Der Gesamtverbrauch soll bei fünf Litern Super auf 100 Kilometern liegen. Deutlich kraftvoller dürfte man mit dem 1,1 Liter großen Commonrail-Diesel unterwegs sein, der 55 kW/75 PS und 155 Nm leistet. Er ist 165 km/h schnell und gibt sich mit 4,3 Litern Diesel auf 100 Kilometern zufrieden. Ende 2008 soll zusammen mit der Markteinführung des neuen SUV Veracruz und dem Getz-Nachfolger i20 ein 1,2 Liter Triebwerk mit 80 PS die i10-Palette abrunden. Der Basispreis des Hyundai i10 1.1 dürfte unter der 10.000-Euro-Marke liegen. Produziert wird der neue i10 im indischen Hyundai-Werk in Chennai. In seinem Heimatland Indien ist der i10 seit einem Monat im Handel – parallel zum alten Atos. Rund 9.000 Fahrzeuge konnten dort von dem Neuling auf Anhieb verkauft werden. In den nächsten Monaten kommt der i10 in mehr als 70 Ländern auf den Markt.
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Quelle: press-inform, 2008-01-27

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