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Testbericht

Stefan Grundhoff, 4. Februar 2010
Die M-Klasse hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Modelle bei Mercedes entwickelt. Im Sommer 2011 kommt das neue Modell.

Derzeit läuft die Wintererprobung im Hause Daimler auf vollen Touren. Gerade in Lappland drehen die Erlkönige aus Stuttgart derzeit Runde um Runde. So wenig dieses Jahr an Neuheiten bei Mercedes passiert, so sehr geht es in den nächsten Jahren in die Vollen. Eines der wichtigsten Modelle der nächsten Jahre ist die neue M-Klasse, die im Sommer 2011 ihre Premiere feiern wird. Der Druck ist groß, denn vorher bekommt die SUV-Klasse der Edel-SUV mit Neuauflagen von VW Touareg und Porsche Cayenne sowie des BMW X3 / X5 viel frischen Wind.

Die ebenso großen wie beliebten Geländewagen liegen allen Unkenrufen zum Trotz weltweit weiter voll im Trend. Daher darf hier für Mercedes nichts anbrennen. Ebenso wie die Konkurrenz wird die Mercedes M-Klasse im Vergleich zum aktuellen Modell bei nahezu identischen Abmessungen weniger Gewicht auf den Rippen haben. Je nach Version sollen durch Leichtbaumaßnahmen verschiedenster Art rund 150 Kilogramm raus aus dem derzeit deutlich über zwei Tonnen schweren Modell. Ursprünglich sollte die M-Klasse gemeinsam mit der nächsten Version des Jeep Grand Cherokee entwickelt werden. Doch das Großprojekt Daimler und Chrysler floppte. Daher musste Mercedes das neue M-Modell ausschließlich als Einzelkämpfer entwickeln. Technisch wird es wie bisher große Parallelen zum größeren GL geben, der jedoch erst 2012 nachgezogen wird und nach wie vor über sieben Sitzplätze verfügt. Zur Zukunft der nächsten R- Klasse-Generation dürfte nur feststehen, dass sie deutlich schärfer als bisher positioniert sein wird. Im Gespräch ist eine Umsetzung des Crossover-Projekts ähnlich der ehemaligen Audi-Studie des Avantissimo. Sämtliche größere 4x4-Geländewagen werden im amerikanischen Tuscaloosa produziert.

Beim Design führt die neue Mercedes M-Klasse den Weg der mit GLK und E- Klasse begonnenen Linie fort. Das Modell wird markanter und kantiger als bisher; die Dachlinie niedriger. Serienmäßig gibt es LED-Tagfahricht und LED- Rückleuchten sowie Bergabfahrthilfe und eine elektrische Heckklappe wie beim T-Modell der E-Klasse. Alle Triebwerke werden mit einer neu entwickelten Achtgang-Automatik mit Start-Stopp-Funktion gekoppelt, um die entsprechenden Verbrauchseinsparungen möglich zu machen. Gegen Aufpreis lässt sich der ML wie bisher mit Luftfederung und elektronischen Dämpfern mit Wankausgleich ordern. Mit einem Offroad-Paket kann die M- Klasse wie bisher mit Sperren fit für den Geländeeinsatz gemacht werden. Beim 4matic-Allradantrieb bleibt alles beim Alten. Eine Version allein mit Heckantrieb soll es bis auf weiteres nicht geben. Die M-Klasse bleibt bei der aktuellen Allradgeneration mit statischer Kraftverteilung von 45:55 Prozent.

Der Konkurrent von X5, Touareg und Cayenne wird zudem von Daimlers neuer Motorengeneration profitieren. Da neue Sechszylinder-Diesel jedoch noch auf sich warten lassen, soll es ein neuer Basisdiesel mit vier Zylindern und 2,2 Litern Hubraum als Einstiegsversion richten. Der ML 250 CDI leistet 150 KW / 204 PS und 500 Nm maximales Drehmoment. Der verbrauch soll bei unter sieben Litern auf 100 Kilometern liegen. Darüber rangiert der modifizierte Sechszylinder-Diesel mit drei Litern Hubraum in zwei Leistungsstufen von 240 und 280 PS. Die neuen MoVe-Benziner haben in Europa kaum Bedeutung und leisten als Sechszylinder rund 330 PS sowie als Achtzylinder über 400 PS. Eine AMG-Version mit Turboaufladung und Zylinderabschaltung kommt zu einem späteren Zeitpunkt mit mehr als 550 PS. Nachdem der neue ML 450 Hybrid gerade erst in den USA eingeführt worden ist, wird es weitere Hybriden bei der nächsten Generation geben. Sie verfügen sämtlich über moderne Lithium- Ionen-Akkus. Das Elektromodul der Mildhybridversion orientiert sich an dem der aktuellen S-Klasse. Der Verbrauch soll bei rund sieben Litern auf 100 Kilometern liegen. Ein Plug-In-Hybrid kommt später ebenfalls. Er kann Strecken von über 20 Kilometern rein elektrisch zurücklegen.
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Quelle: Autoplenum, 2010-02-04

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