Mercedes zieht den Stecker: A- und B-Stromer auf Eis gelegt

Testbericht
Die Elektroversion der A- und B-Klasse von Mercedes muss warten, ihr Start wird verschoben. Wie „Auto Bild“ vorab meldet, lege der Stuttgarter Autobauer seinen Entwicklungsschwerpunkt künftig auf Range-Extender-Technologie (Reichweitenverlängerung) und Brennstoffzelle. Die Risiken der E-Mobilität halte man im Konzern für fast unkalkulierbar und somit für noch nicht alltagstauglich.
Nach Informationen der Branchenzeitung (Heft 2/2010, 14. Januar) stehe der Stuttgarter Autokonzern vor einem Strategiewechsel. So würde man sich bei Daimler in puncto alternativer Antriebe neben der Brennstoffzelle auf die Range-Extender-Technik konzentrieren. Bei dieser Technologie, wie sie auch im Chevrolet Volt bzw. Opel Ampera zum Einsatz kommt, sorgt ein von einem Verbrennungsmotor angetriebener Generator dafür, dass die Batterie unterwegs aufgeladen wird und damit ein wesentlich größerer Aktionsradius des Fahrzeugs im Elektromodus möglich ist.
Daimler wollte bereits im kommenden Jahr die elektrisch betriebene A-Klasse auf den Markt bringen, fällte aber in den letzten Dezember-Tagen 2010 die Entscheidung, mit den Stromern der A- und B-Klasse noch bis Ende 2014 warten zu wollen. Für zu groß hält man zum gegenwärtigen Zeitpunkt offenbar die Risiken rund um die Elektromobilität. Und zu viele Fragen rund um diesen Antrieb sind für den Autobauer laut „Auto Bild“ noch offen: Soll man die Akkus verkaufen oder verleasen? Wie verhält es sich mit der Lebensdauer und den Restwerten? Wann und wo kommen Fördermaßnahmen? Wann wird es eine verbindliche und engmaschige europaweite Infrastruktur an Ladestationen geben?
Von der neuen A- und B-Klasse werde es voraussichtlich drei Versionen mit alternativem Antrieb geben, heißt es in der Fachzeitschrift: Ende 2013/Anfang 2014 mit Range Extender, 2015 als F-Cell-Modelle mit Brennstoffzellenantrieb. Ob 2015 auch ein Hybrid-Modell angeboten werde, stehe noch nicht fest. (Auto-Reporter.NET/arie)






























