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Testbericht

Stefan Grundhoff, 6. Juni 2016
Kurz nach der E-Klasse Limousine legt Mercedes die geräumige Kombiversion nach. Ihre Qualitäten als variabler Transporter sind die gleichen wie beim Vorgängermodell.

Weltweit spielen die Kombiversionen bei den Verkäufen kaum eine nennenswerte Rolle. Deutschland, Österreich, Schweiz, England und Italien - das sind Märkte, auf denen die Lademeister dagegen besonders gut laufen. Während erste Marken mittlerweile darauf verzichten, Kombivarianten von erfolgreichen Limousinen aufzulegen, können sich gerade die deutschen Premiumhersteller einen solchen Fauxpas nicht erlauben. Je nach Region werden mehr als drei Viertel ihrer Modelle mit dem geräumigen Kombirucksack verkauft. Da macht die Mercedes E-Klasse keine Ausnahme.

"Intelligente Features wie die Cargo-Stellung der Rücksitzlehne und ihre serienmäßige Teilung im Verhältnis 40:20:40 machen die großzügige Ladekapazität noch besser nutzbar", sagt Mercedes Vertriebsvorstand Ola Källenius, "und außerdem besitzt das T-Modell selbstverständlich alle Innovationen der neuen E-Klasse." Das Design der E-Klasse bietet wenig Überraschungen. Im Vergleich zur erfolgreichen ausgelaufenen Modellgeneration präsentiert sich das Heck optisch breiter mit abfallender Dachlinie. Das üppige Gepäckvolumen bleibt mit 670 bis 1.820 Litern jedoch erhalten. Wie schon bei den Vorgängergenerationen des W 123 oder W 124 wird es den schwäbischen Familienfreund optional mit einer dritten Sitzreihe für Kinder geben, die sich im Laderaum entgegen der Fahrtrichtung ausklappen lässt. Eine Cargofunktion verringert die Neigung der Rücksitzbank und sorgt so für weitere 30 Liter Stauraum bei voller Fünfsitzigkeit. Die Rücksitzbank selbst lässt sich Verhältnis 40:20:40 teilen. Serienmäßig sind Doppelrollo und die elektrische Bedienung der Heckklappe. Die Zuladung: üppige 745 Kilogramm.

Optional im Programm sind die elektrisch ausfahrbare Anhängekupplung (Zuglast 2.100 kg) und die variable Luftfederung für mehr Komfort für die Insassen. Neu entwickelt wurde eine Aufnahme für Fahrradträger. Die Anhängekupplung besitzt am Kugelhals zwei zusätzliche Bolzen, auf denen sich ein passender Fahrradträger sicher abstützt. Damit konnte die Traglast auf 100 kg und vier Fahrräder erhöht werden. Ansonsten bietet die Kombiversion der Mercedes E-Klasse die umfangreichen Ausstattungsmöglichkeiten der jüngst gestarteten Limousine. Das Angebot reicht von LED-Scheinwerfern und vernetzter Navigation (beides nur optional) über klimatisierte Sitze bis zu einem Komplettangebot an Fahrerassistenzsystemen.

Zum Marktstart im Sommer stehen für den neuen Kombi jedoch nur drei Motoren, zwei Benziner und einen Diesel, zur Verfügung. Neben dem Mercedes E 220d T mit Vierzylinder-Diesel (143 kW/194 PS) gibt es die beiden Benzinervarianten E 200 (135 kW/184 PS) sowie den E 250 mit 155 kW / 211 PS und einem maximalen Drehmoment von 350 Newtonmetern. Im vierten Quartal 2016 folgen die Taxiversion des E 200d mit 110 kW / 150 PS, sowie die standesgemäßeren Motorisierungen E 350 d mit Sechszylinder-Diesel und E 400 4MATIC, dessen Sechszylinder-Benzinmotor 245 kW / 333 PS leistet. Ein deutlicher Wink: zur Markteinführung sind alle T-Modelle mit einem Neungang-Automatikgetriebe ausgerüstet. Wer einen sportlicheren Kombi bewegen will, dürfte sich für den 295 kW / 401 PS starken E AMG 43 erwärmen können, der obligatorisch ebenfalls mit Neungang-Automatik und Allradantrieb ausgestattet ist. Ende 2017 folgt das echte AMG-Topmodell mit rund 600 PS.
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Quelle: Autoplenum, 2016-06-06

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