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Testbericht

Stefan Grundhoff, 7. April 2011
Die hochbeinige A-Klasse, die durch den Umfaller beim Elchtest einst zu fragwürdigem Weltruhm kam, gehört bald der Vergangenheit an. Mercedes zeigt auf den Motorshows in New York und Shanghai Mitte April fast zeitgleich die neue A-Generation als Studie.

Wer ehrlich ist muss bestätigen, dass die A-Klasse bisher nie wirklich in das Mercedes-Modellprogramm passte. Auch wenn die zweite A-Klassen-Generation mit den gröbsten Schwächen des Ur-Modells aufräumte, konnte auch sie die Ansprüche vieler Mercedes-Kunden nicht erfüllen. Der hochbeinige Aufbau, das Van-Styling und wenig schmucke Innenräume übertünchten die vorhandene Praktikabilität über Jahre wenig erfolgreich. Doch mit der dritten Generation macht Mercedes einen Neuanfang. Endlich darf die A-Klasse offiziell auf Kundenfang bei denen gehen, die sich bisher bei schmucken Kompaktklassemodellen wie Audi A3, BMW 1er, VW Golf oder Alfa Romeo Giulietta heimisch fühlten. Die Aufholjagd der Mercedes A-Klasse ist eröffnet. Sie beginnt im kommenden Jahr.

Die neue A-Klasse, die ihre Premiere im Sommer 2012 feiern wird, darf emotionaler, dynamischer und eleganter als je zuvor sein. Einen ersten, überaus seriennahen Ausblick gibt es in diesem April nahezu zeitgleich auf den großen Motorshows in Shanghai und New York zu sehen. Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass das neue A-Klasse-Modell deutlich besser ankommen wird, als bis bisherigen Generationen, die in erster Linie durch Plastik-Charme und verschrobenes Hochdach-Design von sich reden machten. Die Studie des Mercedes Concept A wirkt sportlich, dynamisch und elegant zugleich. Die sehenswerte Front im Stile des Innovationsträgers F 800 bringt organische Formen in die Karosserie. Auffällig ist die lange Motorhaube, die das verschrobene Frontdesign des Vorgängers mit einem Federstreich vergessen macht. Wüsste man es nicht besser, würde man meinen, man sähe die neue Generation des 1er BMW oder einen Alfa Romeo vor sich. Die Dachlinie ist flach, die Seitenansicht mit zwei Charakterlinien betont dreidimensional und auch das Heck mit einem breiten LED-Leuchtenband kann sich sehen lassen. Noch mehr prägt sich die Frontansicht mit dem nahezu freistehenden Mercedes-Stern und den LED-Leuchten ins Gedächtnis. Die stark abfallende Dachlinie unterstreicht dabei den Charakter eine sportlichen Shooting-Brake.

Mit dem Concept A will Mercedes zeitgleich auch eine neue Generation von Motor- und Getriebekombinationen in die kleinen Baureihen bringen. So wird die Konzeptstudie von einem aufgeladenen Vierzylinder-Quermotor mit zwei Litern Hubraum und 155 KW / 211 PS angetrieben, der seine Motorleistung per Doppelkupplungs-Getriebe an die Vorderachse weitergibt. Längst ist es kein Geheimnis mehr, dass die neue A-Klasse kein Einzeltäter bleiben wird. Den Auftakt zur neuen Frontantriebsmodellfamilie aus dem Hause Daimler wird in diesem Herbst die neue B-Klasse sein, die mit ihrem Hochdach-Design die bisherigen Kunden von A- und B-Klasse in einem Modell einfangen soll. Neben den beiden nunmehr sehr unterschiedlich positionierten Modellen der A- und B-Klasse wird es 2013 einen kleinen Geländewagen und 2013 / 2014 eine sportliche Limousine als kleinen Bruder des CLS geben. Neben dem Grundkonzept mit Motor und Antriebsachse vorn werden bei allen Modellen auch 4matic-Allradversionen und Modelle mit dem AMG-Annex im Namen verfügbar sein.

Nicht nur die Vierzylinder-Ottomotoren der Baureihe M 270 sind mit Direkteinspritzung und Turboaufladung eine komplette Neuentwicklung. Auch in Sachen Sicherheitsausstattung will Mercedes Details aus den größeren Modellreihen in die A-Klasse und deren Brüder bringen. Als Weltneuheit in der Kompaktklasse verfügt die Studie des Concept A über eine radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, das die Gefahr eines Auffahrunfalls verringert. Das Assistenzsystem warnt den eventuell unaufmerksamen Fahrer optisch und akustisch und bereitet eine Notbremsung vor. In einem völlig neuen Gewand wird sich auch der Innenraum der zukünftigen A-Klasse präsentieren. Die Lüftungsdüsen sind in Form von Jettriebwerken und Navigation- und Radiobedienung werden auf einem frei stehenden Großbildschirm dargestellt.
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Quelle: Autoplenum, 2011-04-07

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