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Testbericht

14. Mai 2004
München, 14. Mai 2004 – Der Käufer eines Mittelklasse-Kombis stellt besondere Ansprüche an sein Fahrzeug. Wichtig sind: ein großes Platzangebot, gute Fahrleistungen und geringe Unterhaltskosten. Neben diesen Eigenschaften bietet der Honda Accord Tourer ein schickes Blechkleid und ein hervorragendes Fahrwerk. In Kombination mit dem neuen Dieselantrieb 2.2 CTDi ist er schließlich der vielleicht beste Diesel-Kombi in seinem Segment. Wir sagen Ihnen, wie die neue Accord-Kombination überzeugt.

Schöner reisen Der Accord Tourer ist nicht nur eine schicke, sondern mit 4,75 Metern Länge zudem wuchtige Erscheinung. Das Interieur präsentiert sich sauber, ordentlich und hochwertig. In Sachen Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit ist der Accord-Arbeitsplatz sogar vorbildlich. Im Cockpit gefallen die großen Rundinstrumente mit 3D-Durchlichttechnik und phänomenaler Ablesbarkeit. Lediglich eine Prise mehr Pep und Wohnlichkeit könnte der Innenraum vertragen.

Viel Ausstattung Mit umfangreicher Komfortausstattung ist dennoch edles Ambiente geboten. Alles drin, so das Motto der von uns gefahrenen 29.815 Euro teuren Top-Ausstattung Executive. Zusätzlich sind lediglich noch eine DVD-Navigation für 2.550 Euro, eine Lederausstattung für 1.850 Euro, getönte Fond-Fenster für 250 Euro und eine Metallic-Lackierung für 475 Euro bestellbar. Voll ausgestattet kostet ein Accord Tourer maximal 34.940 Euro.

Reichlich Raum Auf den vorderen Sitzen ist das Platzangebot im Accord Tourer tadellos. Das straffe und dennoch sehr bequeme Gestühl ist absolut langstreckentauglich. Auf den hinteren Plätzen sitzt man aufgrund der knappen Kopffreiheit nicht ganz so großzügig. Die aus der Rückenlehne kommenden Sicherheitsgurte scheuern zudem an Schulter und Hals der Fondpassagiere.

Sesam öffnet sich Per Knopfdruck öffnet und schließt sich die Heckklappe elektrisch. Sehr geräumig wirkt der sauber verkleidete Kofferraum mit immerhin 518 Litern Fassungsvermögen. Unter dem ebenen Kofferraumboden befinden sich ein großes und zwei kleinere Staufächer. Außerdem gibt es bereits serienmäßig eine Abdeckung für den Gepäckraum und Gepäcknetze. Eine Zwölf-Volt-Steckdose und Verzurrösen runden den positiven Eindruck ab.

Einfach variabel Die Erweiterung des Gepäckraums geht leicht von der Hand. Die hintere Sitzbank lässt sich im Verhältnis 60:40 umlegen. Mit einer Hand zieht man einen Hebel an der rechten oder linken Seite der Rückenlehne. So kann der gewünschte Teil der Sitzbank leicht nach vorne gelegt werden. Die Kopfstützen klappen automatisch weg. Über einen aufwändigen Mechanismus klappt außerdem die Sitzfläche gleichzeitig mit der Rückenlehne nach vorne. So wird mit zwei Handgriffen das Maximum an Ladekapazität von 1.657 Litern erreicht.

Sensationeller Selbstzünder Zunächst die kleine Sensation des 2.2 CTDi: der Direkteinspritzer schafft die Euro-4-Norm ohne Partikelfilter. Noch mehr beeindrucken kann der erste von Honda selbst entwickelte Diesel jedoch durch seine Kultiviertheit und die guten Fahrleistungen. Der 2,2-Liter-Common-Rail mit 340 Newtonmetern Drehmoment und 140 PS bietet einen absolut überzeugenden Vortrieb ohne Turboloch oder Anfahrtsschwäche. Vergleichbare Diesel-Kombis der Konkurrenz lässt der Accord Tourer hinter sich. Die Basisversion des Accord knackt fast die Zehn-Sekunden-Marke im Null-auf-100-km/h-Sprint. In der von uns getesteten, 1.647 Kilogramm schweren Ausstattung Executive braucht er mit 10,3 Sekunden etwas länger. Mit Tempo 200 ist der Accord Tourer 2.2 CTDi zudem ein flotter Gleiter.

Kultiviert und leise Trotz der wuchtigen Natur des Motors sind dieseltypische Lebensäußerungen kaum wahrnehmbar. Angenehm ist das bei Beschleunigung zu einem turbinenartigen Klang anschwellende Motorgeräusch.

Geniale Schaltung Schaltfaul lässt sich der 2.2 CTDi in der Stadt bewegen, souverän läuft er auf langen Strecken. Die hervorragend abgestufte Fünfgang-Schaltung verwöhnt mit einem unverschämt guten Schaltgefühl. Alles in allem sind Motor und Getriebe ganz große Klasse und eindeutig referenzverdächtig. Honda hat zum Thema Diesel einen herausragenden Beitrag geleistet.

Und zudem noch sparsam Den Durchschnittsverbrauch gibt Honda mit 5,8 Litern Dieseltreibstoff auf 100 Kilometern an. Wir haben einen Verbrauch von 7,3 Litern ermittelt – bei zügiger Fahrweise versteht sich. Der Accord Tourer 2.2 CTDi ist trotz seiner Sportlichkeit also durchaus sparsam.

Geht nicht in die Knie Doch wer will mit diesem Auto schon spritsparend unterwegs sein? Honda hat mit dem neuen Accord Tourer ein besonders kurvenaktives und agiles Fahrzeug gebaut. Die sportliche Fahrwerksabstimmung geht zwar zu Lasten des Komforts. Dafür ist es schwierig, den großen Kombi selbst bei flottem Fahrstil in die Knie zu zwingen. Hohe Lenkpräzision und exakt dosierbare, standfeste Bremsen unterstützen diese souveränen Fahreigenschaften. Fahrhilfen sind ABS, ein elektronischer Bremskraftverteiler, ein Bremsassistent und das Stabilitätsprogramm VSA. Eine Traktionskontrolle gibt es hingegen nicht gegen Aufpreis.
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Technische Daten
Motor Bauart:Vierzylinder-Reihenmotor, 16 Ventile, DOHC, Common-Rail Diesel Direkteinspritzung
Hubraum:2.204
Leistung:103 kW (140 PS) bei UPM
Drehmoment:340 Nm bei 2.000 UPM
Preis
Neupreis: 29.815 € (Stand: Mai 2004)
Fazit
In der Einstiegsversion kostet der Accord Tourer 2.2 CTDi 27.660 Euro. Damit ist er kein Schnäppchen mehr im Segment der etwa 4,70 Meter langen Diesel-Kombis. Vergleichbare Konkurrenten wie den Mazda 6 gibt es ab 25.220 Euro, den Vectra Caravan ab 26.095 Euro.

Dennoch ist der Accord Tourer ein sehr überzeugendes Angebot. Bereits die Limousine hat ihre überaus gelungene Mischung aus Komfort und Sportlichkeit beeindruckend unter Beweis gestellt. Dies ist auch mit dem Tourer in der neuen Diesel-Version gelungen. Vor allem mit dem neuen Common-Rail-Direkteinspritzer dürfte der Accord derzeit so ziemlich alle Konkurrenten in den Schatten stellen. Kultiviert, druckvoll und dennoch ökonomisch – mit diesen Eigenschaften ist der 2.2 CTDi absolute Spitzenklasse.
(mh)

Quelle: auto-news, 2004-05-14

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