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Testbericht

23. Mai 2006
München, 23. Mai 2006 – Mit frisch geputzer Nase fährt die Mercedes E-Klasse ins Modelljahr 2007. Doch fast wichtiger sind die Änderungen, die man nicht sofort sieht: Überarbeitete Motoren, neue Sicherheitsfeatures und Innovationen wie ein mitdenkendes Lichtsystem sind die Merkmale des aufgefrischten Benz. Stärker gepfeilte Nase Das Facelift hat dem eleganten Mercedes gut getan: Die Frontpartie wurde stärker gepfeilt und hat einen leichten Knick bekommen. Die recht selbstbewusst vorgereckte Unterlippe wird von einer neuen Schürze gebildet. Zwei Stege teilen das Bauteil in drei wabenvergitterte Lufteinlässe auf. Das schafft eine Ähnlichkeit mit den heißen AMG-Modellen, die eine ähnliche Optik mit nach außen geneigten Streben tragen. Eine Rippe weniger Auch der Kühlergrill, seit jeher wichtigstes Erkennungszeichen eines Mercedes, ist größer geworden. Wer nachzählt, wird außerdem feststellen, dass es dort jetzt eine Rippe weniger gibt. Dadurch wirkt der Kühlergrill kräftiger. Und wer der E-Klasse tief in die Scheinwerfer-Augen schaut, entdeckt als weiteres Novum Lamellen, die das obere Drittel zieren. Sind die Lampen eingeschaltet, ergeben die Lamellen ein interessantes Lichtbild.

Neue Heckleuchten Der Seitenlinie aller E-Klassen verleihen nun die Schwellerverkleidungen aus der besonders sportlichen Avantgarde-Ausstattung mehr Profil. Natürlich wurde auch der Heckbereich feingeschliffen. Neben der Avantgarde-Heckschürze gibt es neu gestaltete Leuchten mit geänderten Rückfahrlampen und eine verlängerte Zierleiste. Unser Testwagen hat am Hinterteil noch einen optischen Leckerbissen zu bieten: Dank optionalem Sportpaket grüßen links und rechts je ein Endrohr den nachfolgenden Verkehr. Einen richtig heißen Anblick bieten die 18 Zoll großen Alus, die unseren Testwagen mit zehn Doppelspeichen über den Asphalt tragen. Leder, Holz und Alu Die Änderungen am Interieur liegen in der Hand: Das Lenkrad wurde leicht geändert und hat nun elliptische Bedientasten. Das gefällt uns am Innenraum unseres Testwagens besonders gut: Die extra-straffen, bequemen Sitze sind mit schwarzem, lederähnlichem Material bezogen. Vernäht wurde es mit weißen Doppelziernähten. Holzapplikationen verleihen einen luxuriösen Touch. Damit kontrastiert die genoppte Alu-Pedalerie. Die Ausstattung gehört ebenso zum bereits erwähnten Sportpaket wie der lederummantelte Wählhebel. Pre-Safe-System serienmäßig Doch im Verborgenen schlummern weitere Neuheiten: Alle neuen E-Benze sind nun mit dem so genannten Pre-Safe-System aus der S-Klasse ausgerüstet. Diese innovative Sicherheitseinrichtung funktioniert so: Merkt das System beispielsweise an ungewohnten Schleuderbewegungen, dass ein Unfall bevorsteht, werden blitzschnell die Gurte gestrafft, die Seitenfenster und das Schiebedach geschlossen sowie der Beifahrersitz in eine optimale Position gebracht.

Licht denkt mit Eine der interessantesten Optionen im neuen Modelljahr ist das Intelligent Light System. Es passt die Scheinwerfer den jeweiligen Sichtbedingungen an. So wird auf Landstraßen der linke Fahrbahnrand heller und weiträumiger ausgeleuchtet. Das Autobahnlicht wird bei 90 km/h automatisch zugeschaltet. Ein bis zu 120 Meter weit reichender Lichtkegel beleuchtet dann die Fahrbahn. Ein weiteres Novum ist das blinkende Bremslicht: Es warnt den nachfolgenden Verkehr eindringlich vor Bremsmanövern. Nun 183 PS im E 200 K Immerhin sechs von zehn Motoren der neuen E-Klasse-Generation sind neu- oder weiterentwickelt worden. Der von uns gefahrene 1,8-Liter-Vierzylinder im E 200 Kompressor powert dank Leistungsspritze von 20 PS nun mit 183 PS. Der Motor entpuppt sich als ausgesprochen leises Aggregat, das den knapp 1,6 Tonnen schweren Benz souverän voranbringt. Die Leistungsentfaltung erfolgt vom Start weg gleichmäßig, wenn auch nicht besonders sportlich. Beim Sprint auf Tempo 100 vergehen 9,4 Sekunden, die Spitze ist bei 232 km/h erreicht. Beim Kickdown dürfte die sanft schaltende Fünf-Stufen-Automatik gern ein wenig fixer reagieren. Tiefer gelegt beim Sport-Paket Leichtfüßig und agil lässt sich unser E 200 K durch Biegungen scheuchen, dank Sportpaket hat der Wagen zudem ein strafferes Fahrwerk und ist tiefer gelegt. Dennoch ist ist der Unterbau nicht unkomfortabel. Aufgrund des serienmäßigen Direct-Control-Paketes lässt sich die E-Klasse agiler über die Landstraße zirkeln. Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Lenkung direkter und die Wankneigung reduziert. Preis unverändert Trotz der neuen Features wurde der Benz nicht teurer: Der Einstiegspreis für den E 200 CDI beträgt nach wie vor 36.424 Euro, der Benziner E 200 K ist ab 37.178 Euro zu haben. (hd)
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Technische Daten
Antrieb:Heckantrieb
Anzahl Gänge:5
Getriebe:Automatik
Motor Bauart:Reihen-Ottomotor
Hubraum:1.796
Anzahl Ventile:4
Anzahl Zylinder:4
Leistung:135 kW (183 PS) bei UPM
Drehmoment:250 Nm bei 3.500 - 4.000 UPM
Preis
Neupreis: 37.178 € (Stand: Mai 2006)
Fazit
Das leichte Facelift macht den noblen Benz richtig schick. Die spitzere Nase und der markantere Schweller stehen dem Wagen gut. In Kombination mit dem Sportpaket am Beispiel unseres Testwagens, bei dem noch sichtbare Endrohre und heiße 18-Zöller dazukamen, kann man den oberen Mittelklässler richtig dynamisch stylen.

Doch das wohl Wichtigste ist unter dem Blech passiert: Mit dem jetzt serienmäßigen Pre-Safe-System aus der S-Klasse wird Mercedes erneut seinem Ruf gerecht, Autos mit einem hohen Sicherheitsniveau zu bauen. Und mit dem intelligenten Lichtsystem ist wieder ein technischer Meilenstein im Automobilbau gelungen, der sicherlich bald auch bei anderen Herstellern Einzug finden wird.
Testwertung
4.5 von 5

Quelle: auto-news, 2006-05-23

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