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Testbericht

Patrick Broich/SP-X, 12. Juni 2013

Bereits 2011 konnten die Alfa-Fans den 4C als seriennahe Studie auf dem Genfer Automobilsalon bestaunen. Ab Ende September dieses Jahres rollen endlich die ersten Fahrzeuge der auf 400 Exemplare limitieren Launch Edition zu Preisen ab 61.000 Euro vom Band. Wer etwas weniger Geld ausgeben will, muss auf die reguläre Serie warten, die im Anschluss an den Start gehen wird. Genaue Kurse kommunizieren die Verantwortlichen noch nicht, aber es ist mit etwas über 50.000 Euro zu rechnen.

Der 4C, dessen Name an die großen Alfa-Legenden aus den Dreißigern erinnern soll, sei „ein einzigartiges Auto ohne vergleichbaren Wettbewerber“, schwärmt Louis-Carl Vignon, Markenverantwortlicher für Europa. Das Design orientiert sich klar am Tipo 33 Stradale aus dem Jahr 1967. Allerdings wird es vom 4C deutlich mehr Fahrzeuge geben als die 18 Dreiunddreißiger, wenngleich das Volumen begrenzt ist. Dreieinhalbtausend Einheiten sollen im Maserati-Werk in Modena produziert werden, rund tausend 4C sind davon für den europäischen Markt vorgesehen, der Rest geht in alle Welt, wobei die USA ein Schwerpunkt sein wird.

Dort wird der kompakte Sportler nämlich den Auftakt für die Wiedereinführung des Labels geben. Mit einem Leergewicht von 895 kg ist er leichter als die meisten Kleinwagen, doziert Alfa-Chefentwickler Mauro Pierallini. Angesichts von 176 kW/240 PS ergibt sich ein Leistungsgewicht von runden fünf kg je kW. Damit liegt der Punch des 1,8 Liter großen Vierzylinders (daher die Bezeichnung 4C) nur geringfügig über dem exakt genau so großen Triebwerk aus der Giulietta QV.

Allerdings handelt es sich beim 4C nur vordergründig um den gleichen Motor – hier kommt nämlich erstmals ein Aluminium-Block zum Einsatz. Darüber hinaus sollen ein spezifisches Setup sowie der überarbeitete Ansaugtrakt für Optimierung sorgen. Die Fahrleistungen liegen auf Augenhöhe mit ernstzunehmenden Sportwagen; für den Standard-Sprint auf 100 km/h nennt das Werk 4,5 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 250 Stundenkilometern. Eine Gewichtsverteilung von 40:60 soll aus dem Südeuropäer einen veritablen Kurvenräuber machen.

Auf eine Servolenkung verzichteten die Ingenieure mit Blick auf die Pfunde.  Mit nur 23 Prozent Stahl im Materialmix wird klar, dass der Leichtbau im Vordergrund stand. Den größten Anteil hat mit 38 Prozent Aluminium, während vergleichsweise wenig Carbon (zehn Prozent) zum Einsatz kommt. Dennoch zeigt das eingesetzte Kohlefaser-Monocoque, wie ambitioniert die Techniker den 4C in Richtung Supersportler getrimmt haben.

Die 350 Nm des Vierzylinders werden obligatorisch per Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe übertragen, das auch über eine Launchcontrol-Funktion verfügt. Ein manuelles Getriebe ist derzeit ebenso wenig vorgesehen wie eine weitere Motorenvariante, wie Cheftechniker Pierallini auf Nachfrage bestätigt. Bei solch einem puristischen Fahrzeug wie dem Alfa 4C gehöre eine eingeschränkte Auswahl eben zum guten Ton. Allerdings, beruhigt der Chefingenieur für den 4C Domenico Beinasco, werden die Kunden die eine oder andere Sonderoption wählen können. Welche genau, bleibt bis zur endgültigen Präsentation noch ein Geheimnis.

Im September sollen die ersten Exemplare des Alfa Romeo 4C vom Band des Maserati-Werkes Modena rollen. Doch die Herkunft aus dem namhaften Traditionswerk ist nicht das einzige Schmankerl des rassigen Sportlers.

Fazit
Im September sollen die ersten Exemplare des Alfa Romeo 4C vom Band des Maserati-Werkes Modena rollen. Doch die Herkunft aus dem namhaften Traditionswerk ist nicht das einzige Schmankerl des rassigen Sportlers.

Quelle: Autoplenum, 2013-06-12

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