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Testbericht

Benjamin Bessinger/SP-X, 6. März 2013

Die neue A- und B-Klasse sind ohne Zweifel gelungene Autos. Allerdings haben sie einen Nachteil: Ihnen fehlt die klassische Stufenheck-Form der größeren Modelle. Wer in der Kompaktklasse darauf nicht verzichten will, kann jetzt zum CLA greifen. Der Viertürer wurde aus dem Kompaktbaukasten der Schwaben entwickelt und steht ab April zu Preisen ab knapp 29.000 Euro zur Verfügung.   Damit ist er rund 4.000 Euro billiger ist als eine C-Klasse, verfolgt aber eine ganz eigene Linie. Denn getragen vom Rückenwind der A-Klasse hatte Designchef Gordon Wagener diesmal offenbar besonders viele Freiheiten – und hat diese so weidlich genutzt. Eine fließende Silhouette, kräftig modellierte Flanken, zwei angedeutete Powerdomes auf der Haube, mutige Sicken im Heck und Scheinwerfer wie Edelsteine – damit bewegt sich der CLA näher am CLS als an der C-Klasse – und von der Verwandtschaft mit der A-Klasse ist außer am Kühlergrill und den Sicken in der Flanke nicht mehr viel geblieben.
 
Die nähe zum CLS gilt allerdings nicht nur für das elegante Design und das mit viel Liebe und für dieses Segment überraschender Finesse gestaltete Interieur, sondern auch für die Platzverhältnisse. In der ersten Reihe sitzt man prima und merkt gar nicht, dass man in einer 4,63 Meter kurzen Limousine fährt. Und der Kofferraum ist mit 470 Litern auch groß genug. Doch die Zeche für die schöne Form zahlen die Hinterbänkler: Zwar kommt man leichter auf seinen Platz als in der A-Klasse, und hinter den größeren Fenstern fühlt man sich auch nicht mehr wie eingesperrt in einer dunklen Höhle. Doch weil es an den Knien und vor allem am Kopf zwickt, taugt der CLA für Erwachsene nur auf der Kurzstrecke.
 
Die Form spielt aber nicht nur mit dem Reiz des Unkonventionellen. Sondern ganz nebenbei ist sie auch ausgesprochen funktional – vor allem im Windkanal. Denn der CLA ist schon mit seinem Zuschnitt so aerodynamisch, dass er mit ein bisschen Feinschliff und ein paar geschickten Tricks mit 0,22 zum  cW-Weltmeister wird. Nicht umsonst ist die A-Klasse als Diesel bestenfalls mit 4,2 und als Benziner mit 5,0 Litern zufrieden.
 
Wo Mercedes sich bei der Form vom erfolgreichen CLS inspirieren ließ, stammt die Technik von A- und B-Klasse. Das gilt für das Heer der Assistenzsysteme von der automatischen Notbremse bis zum Müdigkeitswarner genauso wie für die Motoren. Zum Start gibt es drei Benziner mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum und 89 kW/122 PS bis 155 kW/211 PS sowie zwei Diesel mit 100 kW/136 PS (200 CDI) und 125 kW/170 PS (220 CDI). Neu sind die Option auf einen Allradantrieb und die Sportversion CLA 45 AMG mit 264 kW/360 PS, die im Sommer erwartet wird.

Mercedes hat gebastelt: Aus dem Baukasten von A- und B-Klasse erstand der neue CLA, eine Limousine mit viel Komfort und Finesse – und mit toller Aerodynamik. Wer hinten Platz nimmt, den könnte der schöne neue Anzug allerdings zwicken.

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Fazit
Mercedes hat gebastelt: Aus dem Baukasten von A- und B-Klasse erstand der neue CLA, eine Limousine mit viel Komfort und Finesse – und mit toller Aerodynamik. Wer hinten Platz nimmt, den könnte der schöne neue Anzug allerdings zwicken.

Quelle: Autoplenum, 2013-03-06

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