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Opel Crossland X

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3,7/5

Alle Tests

Opel Crossland X

Neue Optionen für Opel Crossland X - Selbstzünder auch als Selbstschalter
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Selbstzünder auch als Selbstschalter Neue Optionen für Opel Crossland X

SP-X/Köln. Opel hat den bisherigen 1,6-Liter-Dieselmotor beim SUV-Modell Crossland X durch ein 1,5-Liter-Aggregat in den Leistungsstufen 75 kW/102 PS und 88 kW/120 PS ersetzt. Grundsätzlich sind beide Selbstzünder fit für die strenge Euro 6d-Temp Abgasnorm. Erstmals ist damit beim Crossland X zudem ein Dieselantrieb in Kombination mit einer Automatik erhältlich. Trotz einer durchaus üppigen Leistung ist der an die Sechsgang-Automatik zwangsgekoppelte Topdiesel kein Temperamentsbolzen: Die Sprintzeit gibt Opel mit 11,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit mit 183 km/h an. Nach dem realitätsnahen WLTP-Messverfahren liegt der Verbrauch zwischen 5,1 und 5,5 Liter. Die Preise für die neue Automatikvariante starten bei rund 24.000 Euro. Als weitere Neuheit können Kunden den ergonomisch besonders angenehmen AGR-Sitz im Crossland X auch in Kombination mit Lederbezügen bestellen. Zu Preisen von 1.340 bis 1.750 Euro steht diese Option ausschließlich für die höheren Ausstattungslinien „120 Jahre“, „Innovation“ oder „Ultimate“ zur Verfügung.Im Opel Crossland X sitzt man nicht nur leicht erhöht, sondern ab sofort auf Wunsch auch etwas erhabener. Und Dieselkunden können künftig schalten lassen statt selber zu schalten.

Fazit

Im Opel Crossland X sitzt man nicht nur leicht erhöht, sondern ab sofort auf Wunsch auch etwas erhabener. Und Dieselkunden können künftig schalten lassen statt selber zu schalten.

Testwertung

3,0/5

Grandland X gegen Peugeot 3008: Wer ist das bessere PSA-Gewächs?
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Grandland X gegen Peugeot 3008: Wer ist das bessere PSA-Gewächs?

Dreizylinder-Benziner mit TurboFederungskomfort und FahrleistungÜberzeugende BremsleistungenEine sanfte Sommerbrise pustet über die Alb. Zwei Gleitschirmpiloten sortieren Schnüre und falten ihre Fluggeräte zusammen, die Nachmittagssonne wandert nach Südwesten. Und dazwischen in Weiß und Dunkelblau: Peugeot 3008 und Opel Grandland X. Regen ist nicht angesagt. Zum Glück. Denn eine der vielen Gemeinsamkeiten der beiden Plattform-Brüder: Sie sind ausschließlich mit Vorderradantrieb zu haben, nichts für nasse Albwiesen also. Mit Dreizylinder-Benziner sowie Schaltgetriebe scheinen sie eher für den Großstadtdschungel denn für offroadige Abenteuer gerüstet. In diesem Segment spielen Allradantriebe ohnehin eine eher untergeordnete Rolle.

Kleine Turbos mit 130 PS
Dreizylinder in einem 1,4-Tonnen-SUV? Dank Turboaufladung und stämmiger Drehmomente geht das sehr gut. Leistungsmangel ist jedenfalls bei beiden kein Thema. Mit je 130 PS und 230 Nm Maximaldrehmoment ab 1.750 Umdrehungen bieten sie ordentliche Fahrleistungen: Etwas mehr als elf Sekunden auf 100 km/h und fast 190 km/h Vmax, das kann sich sehen lassen, immerhin ist es sowohl beim Grandland als auch beim 3008 die Einstiegsmotorisierung und gleichzeitig der einzige Benziner im Angebot. Sechsstufenautomatik gibt es gegen Aufpreis, allerdings immer erst ab der mittleren Ausstattungsstufe – bei Opel Edition, bei Peugeot Active genannt.Die Testwagen kommen noch besser ausgestattet zum Test: Der Grandland X als Innovation, als Allure der Peugeot. Das etwas teurere Auto ist in dem Fall der Opel, er steht als Innovation ab 29.250 Euro in der Preisliste, der Peugeot ist genau 300 Euro billiger. Der Grandland X Innovation fährt so einiges an Ausstattung auf, unter anderem Totwinkel- und Frontalkollisionswarner, Zweizonen-Klimaanlage sowie schlüsselloses Startsystem.Allerdings ist der 3008 ähnlich gut ausgestattet, die Kollisions- und Spurwarner hat er ebenfalls. Billiger wirkt er im Interieur ohnehin nicht. Im Gegenteil, der sauber durchgestylte Innenraum überzeugt mit guter Verarbeitung und wertigen Werkstoffen.Weniger im Fokus stand da offenbar die Bedienbarkeit. Das System mit dem großen Touchscreen in der Mitte und nur wenigen Tasten wirkt zwar aufgeräumt und clean, doch wenn man selbst für einfache Verrichtungen wie Temperatureinstellungen den Bildschirm bemühen muss, kommt bald Frust auf. Wie das besser geht, zeigt der Grandland X. Zwar basieren auch dessen Bedienung und Infotainment auf dem PSA-System, doch wurde es mit ein paar zusätzlichen Tasten – etwa für die Klimabedienung – angereichert. Das hilft ungemein und trägt so dazu bei, dass der Opel ein paar Punkte Vorsprung aus dem Karosseriekapitel mitnimmt.Überraschenderweise bietet er darüber hinaus etwas mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Fünf Zentimeter mehr Innenhöhe sind in dieser Klasse beachtlich. Das luftigere Raumgefühl spricht also für den Grandland, ebenso scheint der Zustieg vor allem in den Fond etwas müheloser. Bemerkenswert bei beiden Kandidaten übrigens: die Qualität des vorderen Gestühls. Die AGR-Sitze kosten zwar Aufpreis (685 Euro bei Opel, 1100 Euro inklusive Massagefunktion bei Peugeot), bieten jedoch ausgezeichneten Sitzkomfort und viel Halt bei Kurvenfahrt.

Polterige Fahrwerke
Überzeugender Federungskomfort zählt dagegen nicht zu den starken Seiten der Plattform-Zwillinge, keineswegs überraschend für Kenner des EMP2-Unterbaus. Beide Kompakt-SUV überholpern kräftigere Unebenheiten eher unbeholfen. Insgesamt macht es der Opel eine Spur besser, zeigt weniger Karosseriebewegung und federt spürbar geschmeidiger an.Groß sind die Unterschiede freilich nicht. Auffällig zudem bei beiden die humorlosen Stöße der Hinterachse auf schlechten Wegstrecken. Anders als etwa der Plattform-Bruder DS7 Crossback mit Mehrlenkerachse verfügen Opel und Peugeot hinten über eine einfachere Verbundlenker-Konstruktion. Bei schneller Fahrt zeigen sich die Fahrwerke etwas verbindlicher, sehr kurze Querfugen bringen dennoch Unruhe in die Fahrzeuge. Auch hier ist der Peugeot polteriger unterwegs, zudem scheinen die Fahrwerksgeräusche deutlicher ins Wageninnere zu dringen.Das fällt umso mehr auf, als sich der Dreizylinder-Benziner in beiden Testfahrzeugen akustisch und vibrationsmäßig sehr zurückhält. Vom deutlichen Brummen bei hoher Last und mittleren Drehzahlen abgesehen gibt sich der 130 PS starke Turbo sehr unauffällig.Ähnliches gilt, wie anfangs angedeutet, für die Fahrleistungen. Allenfalls der müde Durchzug ab etwa 80 km/h im höchsten Gang verdrießt etwas. So muss bei flotterer Landstraßenfahrt häufig geschaltet werden, bei beiden ein weniger freudvolles Unterfangen. Die Schaltwege sind recht lang, die Führung wenig präzise. Und im Peugeot liegt der sehr dicke Schaltknauf mit seiner Metallumhüllung seltsam fremd in der Hand, Geschmackssache wohl, doch selbst nach längerer Fahrt etwas irritierend. Ob die Downsizerei beim Spritverbrauch etwas bringt? Kommt darauf an. Bei betont ressourcenschonender Fahrweise zeigen sich die Dreizylinder sparsam, Durchschnittsverbräuche mit einer Sechs vor dem Komma sind durchaus realisierbar. Im Testmittel ist der Konsum freilich höher. Die Physik lässt sich nicht übertölpeln, es kostet Energie, 1,4 Tonnen in Bewegung zu halten, etwas weniger beim Opel, wohl auch, weil er geringfügig leichter ist: rund 7,5 Liter bei beiden, das ist nicht berühmt.Ärgerlich sind zudem weitere Peugeot-Eigenheiten, speziell das markentypisch kleine Lenkrad mit den darüber platzierten Instrumenten. Es sorgt nicht nur für schlechte Sicht auf die ohnehin recht unübersichtlichen Anzeigen, sondern erschwert beim Fahren den Umgang mit dem 3008.

Top-Bremsen bei beiden
Durch die kleinen Lenkwinkel reagiert der Wagen beim Einlenken sehr nervös, das suggeriert Handlichkeit. Ein wenig nachhaltiger Fahreindruck allerdings, denn es mangelt der Lenkung an Feedback und Präzision und dem Fahrwerk an Agilität. Wie das auf fast identischer Basis harmonischer funktioniert, beweist der Grandland X. Dessen Lenkeinheit ist wesentlich berechenbarer und rückmeldungsfreudiger, er scheint williger abzubiegen und ruhiger der Linie zu folgen. Das zeigt sich zudem bei Geradeausfahrt, wo der Opel ruhig seine Bahnen zieht, während beim Peugeot häufiger kleine Lenkkorrekturen vonnöten sind.Sportlicheren Ambitionen setzen übrigens die sehr früh einschreitenden Stabilitätsprogramme ein sicheres Ende. Mustergültig fahrsicher sind so beide Kompakt-SUV, exzellente Bremsen haben sie ebenfalls.Die Schirme sind eingepackt, im Westen ziehen Gewitterwolken aus Frankreich nach Osten. Höchste Zeit, die Albwiese zu verlassen.

Testwertung

4,0/5

Opel Crossland X 1.2 Direct Injection Turbo - Der hat gerade noch gefehlt
Autoplenum

Opel Crossland X 1.2 Direct Injection Turbo - Der hat gerade noch gefehlt

Opel lässt mit dem Crossland X einen kleinen SUV ohne Allradantrieb auf den Markt. Die Nachfrage soll groß sein. Die Leistung ist es nicht.

"Wir werden ständig nach einem SUV gefragt, das zwar die ganzen Vorteile solch eines Fahrzeugtyps mitbringt, aber bitte keinen Allrad haben soll. Jetzt sind wir in der Lage auch diesem Kundenwunsch zu entsprechen", heißt es seitens Opel. Die Rede ist vom neuen Crossland X. Auf den ersten Blick und vor allem von der Seite erinnert er stark an einen Mix aus Audi Q3 und BMW i3. Auch wenn er seine eigentliche Konkurrenz in einem Renault Capture und der kommenden Generation des C3 Picasso sieht, macht er so zumindest von außen schon einen mehr als nur ordentlichen Eindruck. Von der Langeweile seines B-Segment-Bruders beziehungsweise Vorgängers, sprich des acht Zentimeter längeren Meriva, ist nichts mehr zu spüren. Hier passt nun vielmehr der Titel des modernen Großen Bruders vom Adam.

Was sich an seiner Außenhaut bereits andeutet, zeigt sich auch im Interieur. Wenig Knöpfe, wenig Krimskrams, hier wurde sich auf das Wesentliche konzentriert. Und das ist: Der Fahrer und seine bis zu vier Passagiere sollen sich wohlfühlen. Oder: Die beiden Erste-Reihe-Sitzer brauchen sich keinen Anhänger für den frisch gekauften Wohnzimmerschrank zu mieten. Der passt auch hier rein. Bis zu 1.255 Liter Gepäck können an Bord des neuen Opel Crossland X von A nach B transportiert werden. Und wer nicht gleich die geteilte Rückbank umlegen, sondern sie lediglich um 15 Zentimeter nach vorn verschieben möchte, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse. Dass dann dort niemand mehr sitzen kann, der über untere Extremitäten verfügt, sollte aber klar sein. Außer der Fahrer verfügt über ein Jockey-Format, dann könnte es vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht klappen. Doch zurück zum Interieur.

Zum Thema Jugendlichkeit gehört natürlich das Thema Smartphone und dessen Konnektivität. Hier bietet Opel neben der induktiven Lademöglichkeit in der Mittelkonsole die jüngste Apple CarPlay- und Android Auto kompatible Infotainment-Generation in Kombination mit einem acht Zoll großen berührungsempfindlichen Farbbildschirm. Zudem wäre heutzutage ein Opel nicht ein Opel ohne den Online- und Service-Assistenten OnStar inklusive W-Lan Hotspot. Mithilfe des Service-Assistenten lassen sich übrigens nicht nur Ziele für die Navigation wie von Geisterhand von einer netten Telefonstimme ins bordeigene Navigationssystem speisen. Im Falle einer Fehlermeldung, wie zum Beispiel einer Motorstörung kann sie anhand der Telemetriedaten bereits eine erste Ferndiagnose abgeben während auf dem Kartenbildschirm die nächsten Werkstätten aufleuchten. Ob nun der monatliche Statusbericht mit den wichtigsten Messständen und Fahrzeugbetriebsdaten tatsächlich sein muss, sei einmal dahingestellt. Für Technikbegeisterte ist das aber natürlich ein Muss.

Dass der neue Opel Crossland X nicht nur einen guten Eindruck im Stand macht, sondern auch gut fährt, wird schon nach wenigen Metern deutlich. Fünf Motorisierungen und zwei Getriebe stehen zum Start parat. Für Schaltfaule bietet sich der 110 PS starke und 1,2 Liter große Turbobenziner mit seiner Sechsstufen-Automatik an. So richtig schaltwillig ist der zwar auch nicht, doch immerhin wechselt er selbstständig die Gänge. Vor allem an steilen Anstiegen fällt erst sehr spät die Entscheidung, nun doch endlich in den nächst kleineren Kletter-Gang zu wechseln. Bei ihm ist vor allem eines gefragt: Ruhe. Ob auf der Landstraße, der Autobahn oder in der Stadt, den ab 22.100 Euro teuren Turbo bringt so schnell nichts aus der Fassung. Der ständig präsente Dreizylindersound dürfte jedoch nicht jedem gefallen. Die Lenkung hingegen ist angenehm leichtläufig und die Federung auf jedem nur erdenklichen Untergrund sehr rückenfreundlich. Selbst bei flottem Kurventempo stellt sich kein Drang zum Untersteuern ein. Der 4,21 Meter lange Rüsselsheimer erlaubt sich demnach auch auf der Straße keine Ausrutscher. Der günstigste Opel Crossland X ist mit 16.850 Euro der 81 PS starke 1.2 Benziner mit manuellem Fünfgang-Getriebe. Angesichts der eher mäßigen Beschleunigungsfähigkeiten der 110 PS-Version kommt dieser aber eigentlich nur bei den ganz gemütlichen Mitschimmern im Großstadt-Verkehr in Frage. Für alle anderen sollte die die PS-Zahl beim Crossland X schon im dreistelligen Bereich liegen - auch, wenn der Verbrauch bei den Benzinern dann knapp über der fünf-Liter-Marke liegt.

Testwertung

4,0/5

Fahrbericht: Opel Crossland X - Der größte Kleine
Autoplenum

Der größte Kleine Fahrbericht: Opel Crossland X

Der neue Opel Crossland X fährt als erstes Modell eines französisch-deutschen Dreigestirns zu den Kunden. Der hochbeinige Crossover ist eine gelungene Mixtur aus Kombi, Familien-Van und SUV und ersetzt den inzwischen nicht mehr gebauten Meriva..

Erst vor wenigen Wochen wurde verkündet, dass der französische PSA-Konzern (Peugeot, Citroën) die deutsche Traditionsmarke Opel unter seine Fittiche nehmen will. Und jetzt schon startet das erste gemeinsame Baby der Rivalen von einst, noch bevor die Verträge unterzeichnet sind. Wie geht das denn? Des Rätsels Lösung ist simpel. Schon vor gut fünf Jahren vereinbarten PSA und Opel die gemeinsame Produktion von kompakten Crossover-Modellen. Da war noch nicht die Rede davon, dass der Crossland X genannte Opel bald ein Mitglied der PSA-Familie werden könnte.

Das Timing für die ersten Testfahrten im ersten „Peugopel“ könnte also nicht besser sein, liefert der Crossland X doch einen deutlichen Hinweis darauf, was da in Zukunft auf uns zurollt. Ein schmucker Fünftürer mit Opel-Blitz im Kühler, der auf einer Peugeot-Plattform fährt und auch von französischen Motoren bewegt wird. Bei alledem klar als ein typischer Opel der Neuzeit zu erkennen, der Innenraum orientiert sich am Erfolgsmodell Mokka X, der auch für die Gestaltung des Cockpits Pate stand. Ansonsten hat der Neuling allerdings nichts mit dem nur um sieben Zentimeter längeren Mokka zu tun, auch wenn er ebenfalls das magische „X“ im Namen trägt.

Denn im Opel-Typenalphabet steht das „X“ nicht für Allradantrieb, den es beim Mokka immerhin gegen Aufpreis gibt. Der Crossland X wird nur von den Vorderrädern gezogen, will auch nicht gegen die in jedem Schaufenster präsenten SUV-Modelle antreten. Ein Crossover eben, der das jeweils Beste aus der Welt der Kombis und kleinen Vans mit der Optik eines höher gebauten SUV kombiniert. Wer sich vor dem Start zur ersten Crossland-Runde im Innenraum umschaut und nacheinander alle Plätze ausprobiert, kommt ins Grübeln. Wirklich nur 4,21 Meter lang, dieser Opel? Und dann dieser üppige Kofferraum, der 410 Liter einladen kann. Das sind 40 Liter mehr als beim um 16 Zentimeter längeren Astra. Die Designer schafften das Raumwunder, indem die beiden Achsen so weit wie möglich an die Ränder der Karosse gerückt wurden.  Zudem ist der Motorraum recht kurz geraten.

Im Test-Crossland meldet sich nach dem Druck auf den Startknopf ein Dreizylinder-Turbobenziner, der zum Beispiel auch im Peugeot 308 Dienst tut. Schon nach wenigen Kilometern wird klar, dass der 1,2-Liter mit dem 1,27 Tonnen schweren Opel wenig Mühe hat. Auf den engen Serpentinen zwischen venezianischen Weinbergen kommt sogar ein Hauch von Sportlichkeit auf, auch wenn das von dieser Art Autos nun gar nicht erwartet wird. Dazu muss allerdings das Sechsgang-Schaltgetriebe eifrig genutzt werden, dessen recht lange Schaltwege gewöhnungsbedürftig sind. Wenn der Direkteinspritzer mit seinen 96 kW/130 PS samt Turbo bei Laune gehalten wird, tobt er in weniger als 10 Sekunden auf Tempo 100. Die Spitze von 206 km/h wird sich erst später auf deutschen Autobahnen beweisen müssen, wenn´s denn mal flott gehen muss.

Gute Noten verdienen sich die Opel-Fahrwerksingenieure auf jeden Fall für die straffe, aber dennoch komfortable Abstimmung von Dämpfern und Federn, die alles andere als typisch französisch ist. Obwohl der Crossland X zehn Zentimeter höher als ein Astra ist, hält sich auch die Seitenneigung in erfreulichen Grenzen. Unterm Strich ein richtig erwachsenes Auto, das aber vor allem beim gelassenen Gleiten seine Trümpfe ausspielt. Hier kann die Schalthand Pause machen, die gute Dämmung sorgt ebenso für Behaglichkeit wie das in dieser Klasse nicht branchenübliche Ambiente. Natürlich viel Kunststoff, der aber recht sorgsam aufbereitet wurde. Wer sich für die Opel-typischen rückenschonenden Vordersitze entscheidet (495 Euro) bleibt dabei auch auf Langstrecken schmerzfrei.

Bei Studium der dicken Preisliste, die eine Fülle von Ausstattungspaketen bietet, fällt zuerst die großzügige Serienausstattung auf, die schon in den Basismodellen lockt. Müdigkeitswarner, Spurassistent, LED-Tagfahrlicht, Verkehrsschilderkennung, Tempomat und vieles mehr sind im Grundpreis immer mit drin. Wer mehr Geld ausgeben will, kann u.a. LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, Head-Up-Display, Toter-Winkel-Warner, Rückfahrkamera, Einparkautomatik, Internet-Anbindung oder um 15 Zentimeter verschiebbare Rücksitze bestellen. Viele dieser Schmankerln sind in miteinander mehr oder weniger kombinierbaren Paketen versteckt, die nur mit Hilfe eines Opel-Gelehrten durchschaubar werden. Der eifrige Verkäufer im Autohaus wird‘s schon richten.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hofft zu Recht auf viele neue Kunden, die sich vom Crossland X trotz fehlendem Allradantrieb anlocken lassen. Und natürlich auf ehemalige Meriva-Käufer, die jetzt ja heimatlos sind. Und Neumann hat noch einen Trumpf im Crossover-Ärmel: Im Herbst erscheint der größere Grandland X, der mit seinen 4,48 Metern bei den Maßen des Innenraums noch mal mehr bietet. Auch dieser Opel, ein Schwestermodell des Peugeot 3008, wird zusammen mit dem PSA-Konzern produziert. Er soll es mit dem Branchenprimus VW Tiguan aufnehmen – allerdings wieder ohne Allrad.

Opel Crossland X – 1,2 Turbo - Technische Daten:

Fünftüriger Crossover mit fünf Sitzen. Länge: 4,21 Meter, Breite (ohne Spiegel): 1,76 Meter, Höhe: 1,60 Meter. Radstand: 2,60 Meter, Kofferraumvolumen: 410 – 1.255 Liter, Leergewicht (mit Fahrer): 1.274 kg.

Antrieb: Dreizylinder-Benziner mit Turbo und Direkteinspritzung, 1.199 ccm, 96 kW/130 PS, max. Drehmoment: 230 Nm bei 1.750 U/min, Vmax: 206 km/h, 0-100 km/h in 9,1 sec., Sechsgang-Schaltgetriebe: Normverbrauch: 5,1 l/100 km, CO2-Ausstoß: 116 g/km, EU 6. Effizienzklasse B
Preis ab: 21.100 Euro

Weitere Motorisierungen:

Benziner:
1,2 Liter-Dreizylinder, 60 kW/81 PS, 1.199 ccm, max. Drehmoment: 118 Nm bei 2.750 U/min, Fünfgang-Schaltgetriebe, Vmax: 170 km/h, 0-100 km/h in 14,0 sec. Normverbrauch: 5,2 l/100 km, CO2-Ausstoß: 116 g/km, EU 6. Effizienzklasse C. Preis: ab 16.850 Euro

1,2 Ecotec: Dreizylinder, 81 kW/110 PS, 1.199 ccm, max. Drehmoment: 205 Nm bei 1.500 U/min, Fünfgang-Schaltgetriebe, Vmax: 188 km/h, 0-100 km/h in 10,6 sec. Normverbrauch: 4,9 l/100 km, CO2-Ausstoß: 111 g/km, EU 6. Effizienzklasse B, Preis: ab 20.650 Euro (mit 6-Gang-Automatik: 22.100 Euro

Diesel:
1,6 Diesel: Vierzylinder, 73 kW/99 PS, 1.560 ccm, max. Drehmoment: 254 Nm bei 1.750 U/min, Fünfgang-Schaltgetriebe, Vmax: 180 km/h, 0-100 km/h in 11,6 sec. Normverbrauch: 3,9 l/100 km, CO2-Ausstoß: 102 g/km, EU 6. Effizienzklasse A (mit Start/Stop A+), Preis: ab 20.650 Euro

1,6 Diesel: Vierzylinder, 88 kW/120 PS, 1.560 ccm, max. Drehmoment: 300 Nm bei 1.750 U/min, Sechsgang-Schaltgetriebe, Vmax: 187 km/h, 0-100 km/h in 9,9 sec. Normverbrauch: 4,0 l/100 km, CO2-Ausstoß: 105 g/km, EU 6. Effizienzklasse A, Preis: ab 22.800 Euro

Kurzcharakteristik Opel Crossland X:

Warum: Weil es richtig viel Auto fürs Geld gibt
Warum nicht: Weil man eben immer noch Fan von richtigen Limousinen ist 
Was sonst: Jede Menge an Crossover im SUV-Look – aus Japan, Korea und Frankreich.

Kaum hat sich der französische PSA-Konzern mit Opel-Noch-Mutter GM auf eine Übernahme der deutschen Tochter geeinigt, da rollt schon das erste Modell der neuen Kooperation auf die Straße. Das ersetzt den Meriva und ist schon länger geplant.

Fazit

Kaum hat sich der französische PSA-Konzern mit Opel-Noch-Mutter GM auf eine Übernahme der deutschen Tochter geeinigt, da rollt schon das erste Modell der neuen Kooperation auf die Straße. Das ersetzt den Meriva und ist schon länger geplant.

Testwertung

4,5/5

Das SUV-Halbjahr - Die wichtigsten Crossover-Neuheiten bis zum Herbst
Autoplenum

Die wichtigsten Crossover-Neuheiten bis zum Herbst Das SUV-Halbjahr

Bis zum Ende des Jahrzehnts wird mehr als jeder vierte Neuwagen in Europa ein SUV sein. So prognostizieren es Experten. Entsprechend konsequent schieben die Autohersteller passende Modelle auf den Markt. Die Zahl der bis zum Herbst erwarteten Neuheiten ist zweistellig. Eine Übersicht.

Auch Alfa Romeo kann sich dem SUV-Trend nicht mehr verschließen. Ab sofort treten die Italiener mit dem sportlich positionierten Stelvio gegen Jaguar F-Pace, BMW X3 und Audi Q5 an. Optisch und technische orientiert sich der erste Crossover der Fiat-Tochter an der Mittelklasselimousine Giulia. Und auch deren sportlicher Anspruch wird übernommen: Für den Antrieb sehen die Italiener Motoren jenseits der 200 PS vor. Das Top-Modell Quadrofoglio Verde bringt es dank Sechszylinder-Turbo sogar auf 375 kW/510 PS. Die Preise für das Italo-SUV starten bei 47.500 Euro.

Gerade das in Europa einträgliche Segment der kompakten SUV hat Geländewagen-Spezialist Jeep lange brachliegen lassen. Das ändert sich im Herbst mit dem Compass, der mit 4,40 Metern Länge gegen VW Tiguan und Co., aber auch gegen größere Mini-SUV wie den Opel Mokka antritt. Die Technik teilt sich der Allrader mit dem kleineren Jeep Renegade und steckt wie dieser die meisten Segments-Konkurrenten bei Offroad-Ausflügen in die Tasche. Aber auch für den Alltag auf Stadt und Autobahn ist er dank modernem Infotainment und wohnlichem Innenraum gerüstet. Die Preise dürften bei rund 25.000 Euro starten.

Die britische Geländewagenmarke baut die Range-Rover-Familie aus. Das neue Mittelklasse-SUV Velar soll die Lücke zwischen dem kompakten Evoque und dem einen halben Meter längeren Range Rover Sport füllen, fällt zudem deutlich flacher und optisch dynamischer aus als seine Verwandten. Prunkstück ist jedoch der Innenraum mit einem neuen Bediensystem, bei dem ein berührungsempfindliches Display nahezu alle klassischen Tasten überflüssig macht. Das Motorenangebot reicht bis zu einem 278 kW/380 PS starken V6-Benziner. Die Markteinführung des vierten Modells in der Lifestyle-orientierten Familienlinie der Engländer erfolgt Ende Juli zu Preisen ab rund 57.000 Euro.

Nicht völlig neu, aber in großen Teilen doch deutlich verbessert präsentiert sich die zweite Generation des Mazda CX-5. Das Kompakt-SUV bleibt sich äußerlich weitgehend treu und hält auch an Plattform sowie Motorenangebot fest. Verbessert wurden vor allem Details. So wirkt der Innenraum nun deutlich wertiger, für einen sportlicheren Auftritt soll die vorne und hinten um einen Zentimeter verbreitere Spur sorgen, zudem wurde der Fahrzeugschwerpunkt leicht abgesenkt. Zu den wichtigsten technischen Veränderungen gehört das schon aus dem Mazda6 bekannte G-Vectoring-Control. Das System nimmt bei schneller Kurvenfahrt das Drehmoment ganz kurz zurück, was mehr Last auf die Vorderräder bringt und den Wagen besser in der Spur hält. Die Preise werden sich vermutlich wenig ändern und bei rund 25.000 Euro starten. Los geht es Ende März.

Mitsubishi schließt mit dem Eclipse Cross im Herbst die Lücke zwischen dem kleinen Kompakt-SUV ASX und dem Mittelklasse-Crossover Outlander. Der Tiguan-Herausforderer setzt auf sportliches Design mit leichten Coupé-Anleihen und mächtigen Luftöffnungen in der chromverzierten Front, innen geht es im Gegensatz dazu dank Touchpad-Bedienung betont aufgeräumt zu. Als Antrieb gibt es zunächst zwei konventionelle Verbrenner, darunter einen 1,5-Liter-Turbobenziner. Allradtechnik ist zumindest optional zu haben. Die Preise dürften im Bereich von 22.000 Euro starten.

Wie populär SUV sind, zeigt sich auch bei Opel. So ersetzen die Rüsselsheimer ihre klassischen Vans Meriva und Zafira mittelfristig durch zwei SUV-Modelle, die gemeinsam mit dem französischen PSA-Konzern entwickelt wurden. Als erster startet im Sommer der Crossland X, der sich als klassisches Mini-SUV unterhalb des etwas größeren Mokka X platziert. Anders als dieser verzichtet er auf optionalen Allradantrieb. Plattform und Motoren teilt sich der Crossland mit den zum Jahresende erwarteten Wettbewerbern Peugeot 2008 und Citroen C-Cross. Als Basismotor gibt es einen 1,2-Liter-Benziner mit 60 kW/81 PS, die Preise starten bei 16.850 Euro.

Nach der erfolgreichen Kooperation mit Nissan beim Qashqai-Ableger Kadjar, nutzt Renault nun auch eine Klasse höher die Crossover-Kompetenz seines Allianzpartners. Auf Basis des Nissan X-Trail bringen die Franzosen die zweite Generation des Mittelklasse-SUV Koleos auf den Markt. Zu sehen ist die Verwandtschaft allerdings kaum, der 4,67 Meter lange Fünftürer orientiert sich am Design des Markenflaggschiffs Talisman und zeigt auch innen den typischen Renault-Stil mit dem großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Angetrieben wird das Mittelklasse-SUV von zwei Benzin- oder Dieselaggregaten mit bis zu 127 kW/172 PS, Allradantrieb ist Option. Die Preise für den bis zu siebensitzigen Koleos dürften im Frühjahr bei rund 25.000 Euro starten.

Das Kompakt-SUV XV sollte für Subaru schon in der ersten Generation neue Kundenkreise jenseits der eingeschworenen Markenfans ansprechen. Die Neuauflage macht das mit schnittiger Karosserie noch einmal konsequenter. Wie bisher setzt der kleine japanische Hersteller auch beim neuen XV auf einen Boxermotor, der umfangreich modernisiert wurde und künftig mehr Leistung mit weniger Verbrauch in Einklang bringen soll. Auch das stufenlose CVT-Getriebe wurde überarbeitet, eine neue Übersetzung soll sich positiv auf Beschleunigung und Wirtschaftlichkeit auswirken. Allradantrieb ist, wie bei Subaru üblich, Serie. Die Markteinführung erfolgt im Herbst zu Preisen von rund 20.000 Euro.

Volvo treibt die Erneuerung seiner Modellpalette konsequent voran. Nachdem in den beiden vergangenen Jahren die 90er-Baureihe frisch aufgelegt wurde, fängt 2017 die Renovierung der kleineren 60er-Modelle an. Den Start macht im Sommer das Mittelklasse-SUV XC60, das im neuen, eleganten Designstil der Marke gehalten ist. Für den Antrieb gibt es ausschließlich Vierzylindermotoren, sowohl als Diesel als auch als Benziner. Auch ein Hybridmodell wird wohl kommen. Traditionell viel Wert wird auf Sicherheit gelegt: Die Road Edge Detection schützt vorm Abkommen von der Straße, das City-Safety-System hilft, Auffahrunfälle mit anderen Fahrzeugen und Kollisionen mit Fußgängern und Wildtieren zu vermeiden und erstmals greift bei drohenden Frontalkollisionen ein Lenkassistent ein, der selbstständig ausweichen kann. All das hat seinen Preis: mindestens 48.050 Euro.

Marktführer VW Tiguan ist mit 4,50 Metern Länge bereits ein durchaus stattliches Auto. Wer noch mehr Platz benötigt, kann ab September die um fast 22 Zentimeter gestreckte Langversion „Allspace“ wählen. Die bietet mehr Knieraum im Fond und wahlweise ein extra großes Gepäckabteil (bis zu 1.920 Liter) oder Platz für zwei zusätzliche Passagiere. Die finden auf zwei ausklappbaren Sitzen im Kofferraum Platz, die den XL-Tiguan zum Siebensitzer machen. Allerdings muss das Zusatzgestühl in dem rund 30.000 Euro teuren SUV extra bezahlt werden. Beim Antrieb bietet das gut gefüllte VW-Regal neben dem 1,4 Liter kleinen Einstiegsbenziner mit 110 kW/150 PS die allseits bekannten 2,0-Liter-Triebwerke bis hin zum 176 kW/240 PS starken Top-Diesel. Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe müssen nur bei den Basismotorisierungen extra bestellt und bezahlt werden, ansonsten sind sie serienmäßig.

Das SUV-Jahr ist im Herbst noch lange nicht zu Ende. Auf der IAA in Frankfurt debütieren weitere Modelle, darunter Luxusmodelle Porsche Cayenne und VW Touareg, Bestseller wie Skoda Yeti und Dacia Duster oder Neulinge wie Citroen C3 Aircross und BMW X2. Für den Jahreswechsel hat sich zudem bereits das Premium-SUV DS7 Crossback angekündigt.

SUVs und kein Ende: Auch in den kommenden Monaten kommen zahlreiche neue SUV-Modelle zum Händler. Darunter hoffnungsvolle Neustarter, bewährte Kräfte und sinnvolle Ergänzungen.

Fazit

SUVs und kein Ende: Auch in den kommenden Monaten kommen zahlreiche neue SUV-Modelle zum Händler. Darunter hoffnungsvolle Neustarter, bewährte Kräfte und sinnvolle Ergänzungen.
Opel Crossland X  - Abstand gewahrt
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Abstand gewahrt Opel Crossland X

Mit dem Crossland X hat Opel ein Mini-SUV unterhalb vom Mokka X ins Programm genommen. Auch preislich hält der in Zusammenarbeit mit dem PSA-Konzern entwickelte Hochbeiner einen entsprechenden Abstand zum mindestens 19.000 Euro teuren Mokka: Los geht’s bei 16.850 Euro.

Dafür bekommt man den Basisbenziner, einen 1,2-Liter-Dreiyzlinder mit 60 KW/81 PS. Alternativ stehen für den Crossland zwei Diesel und zwei Turbobenziner mit im Leistungsspektrum von 73 kW/99 PS bis 96 kW/130 PS, zur Wahl.

Opel Opel baut sein SUV-Angebot aus. Der Crossland X sortiert sich unter dem Mokka X ein, auch preislich.

Fazit

Opel Opel baut sein SUV-Angebot aus. Der Crossland X sortiert sich unter dem Mokka X ein, auch preislich.
Opel Crossland X - Frühgeburt
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Opel Crossland X - Frühgeburt

Die Ehe von PSA und Opel ist noch nicht einmal geschlossen, da bringen beide schon das erste Kind auf die Welt. Es trägt den Namen Crossland X und kann sich allemal sehen lassen.

"Das Segment der B-SUV hat sich seit 2010 verfünffacht", sagt Opel-Deutschland-Chef Jürgen Keller, "daher ist der Crossland X genau das richtige Auto. Wir haben große Hoffnungen auf die Volumina in dieser Klasse." Als General Motors und PSA sich 2012 entschieden miteinander zu kooperieren, sollten zunächst vier gemeinsame Projekte auf die Rampe geschoben werden. Doch letztlich bauten GM / Opel ihre Mittelklasselimousinen selbst und so blieben es drei Projekte. Den Anfang macht Opel Crossland X, mit 4,21 Metern verdächtig nah am überaus erfolgreichen Opel Mokka X positioniert. Doch während der 4,28 Meter lange Mokka X eher ältere Paare mit rustikalem Offroaddesign und optionalen Allradantrieb ansprechen soll, greift der Crossland X vorrangig nach Familien; eben solchen, die sich bisher für den Microvan des Opel Meriva entschieden, der nun vom Crossland X abgelöst wird.

So ist Opels Hoffnungsträger kurz vor der sich immer konkreter abzeichnenden Übernahme durch den französischen PSA-Konzern weniger SUV als vielmehr eine automobile Mischung aus Crossover und Van mit kompakten Abmessungen. Optisch präsentiert sich der Crossland X mit kurzen Überhängen, dem farblich abgesetzten Dach und seinem variablen Innenraum betont eigenständig, auch wenn er eng mit dem kommenden Peugeot 2008 verwandt ist. Aufgrund der gemeinsam genutzten Plattform bleibt auch ein optionaler Allradantrieb außen vor. Wer Allrad will, muss daher auch weiterhin zum größeren Mokka X greifen. Das Motorenportfolio umfasst drei Benziner und zwei Dieselmotoren. Besonders interessant dürften für die potenziellen Crossland-Kunden die beiden aufgeladenen 1,2-Liter-Triebwerke mit 81 kW / 110 und 96 kW / 130 PS aus dem Hause PSA sein. Der Normverbrauch der beiden Dreizylinder sollte zwischen 4,3 und 4,8 Litern Super liegen. Neuigkeiten gibt es nicht nur beim Modellnamen. Opels Diesel-Abkürzung "CDTI" am Heck ist mit dem neuen Familienmodell verschwunden. Ab sofort prangt "Turbo D" am Heck - klingt irgendwie retro. Schließlich ist jeder Diesel seit Jahr und Tag ein Turbo.

Im Innenraum des Opel Crossland X gibt es genügend Platz für vier Personen. Als Fünfsitzer taugt der Crossover aufgrund der überschaubaren Innenbreite im Fond allerdings kaum. Daran ändert auch die um 15 Zentimeter in der Länge verschiebbare Rückbank nichts, die den 410 Liter großen Laderaum auf 520 Liter vergrößert. Wer die geteilte Rückbank nach vorne umklappt, kann bis zu 1.255 Liter nutzen. Das Cockpit zeigt sich im bekannten Opel-Look. Neu ist allerdings ein acht Zoll großer Touchscreen in der Cockpitmitte sowie ein Head-Up-Display, dass seine Informationen auf eine aufklappbare Glasscheibe projiziert. Auf Wunsch gibt es Ausstattungsdetails wie LED-Licht, WLan, Navigation, ein großes Panoramadach und den hilfreichen OnStar-Service. Offiziell hält sich Opel bzgl. der Preisgestaltung noch zurück. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Opel Crossland X 1.2 mit einem 81 PS starken Saugmotor bei knapp über 16.500 Euro beginnen wird.

Testwertung

4,0/5

Opel Crossland X - Allianz mit X
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Allianz mit X Opel Crossland X

Der Buchstabe X steht bei Opel für SUV. Ein weiterer davon steht nun in den Startlöchern. Der Crossland X erweitert im Sommer das SUV-Angebot unterhalb des Mokka. Das kleine SUV soll im Umfeld von Nissan Juke, Renault Captur und Fiat 500X Kunden gewinnen. Neben dem optischen Auftritt eines SUV bietet das 4,21 Meter lange Fahrzeug eine erhöhte Sitzposition, einen variablen Innenraum und ein modernes Infotainmentsystem. Genaue Preise nennt Opel noch nicht. Der in Zusammenarbeit mit dem französischen Konzern PSA entwickelte Crossland X dürfte aber bei rund 16.000 Euro starten.

Die Allianzpartner – die Zusammenarbeit besteht bereits seit 2012 – nutzen eine gemeinsam entwickelte Plattform und viele Gleichteile. Wichtig ist den Opel-Verantwortlichen allerdings, dass alles, was man sieht und fühlt, aus den Opel-Regalen kommt. Bei einer ersten Sitzprobe konnte das Interieur überzeugen. Armaturenbrett, Infotainmentsysteme oder die Sitze sind aus anderen Opel-Modellen bekannt. Das Platzangebot ist gut, auch im Fond geht es recht kommod zu.

Neben dem Telematikdienst Onstar stehen auch die bekannten Infotainmentsysteme zur Wahl, die über große Displays gesteuert werden und unter anderem die Anbindung von Android- oder Apple-Smartphones ermöglichen. Außerdem gibt es je nach Ausstattung oder georderten Extras noch Lenkrad- und Sitzheizung, ein Panorama-Glasdach oder eine um 15 Zentimeter verschiebbare Rückbank. Ist diese an Bord lässt sich das Kofferraumvolumen durch die Ausnutzung des Verstellbereichs von 410 auf 520 Liter steigern. Klappt man die Rücksitzlehnen um, entsteht ein ebener Ladeboden und das Volumen steigt auf 1.255 Liter. Leider lassen sich die Rücksitzlehnen nicht vom Kofferraum mittels eines Knopfes umlegen. Man muss über die breite Kofferraumabdeckung greifen.

Außerdem hat Opel weitere Assistenten im Programm, darunter eine Frontkamera, die die erlaubte Geschwindigkeit an die Geschwindigkeitsregelanlage weitergibt. Auf Fahrerwunsch wird das Tempo an die Limitvorgabe angepasst. Dazu kommen unter anderem noch ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung sowie erstmals bei den Rüsselsheimern eine Panorama-Rückfahrkamera mit 180-Grad-Blickwinkel. Im Optionsangebot sind außerdem Voll-LED-Scheinwerfer und ein Head-up-Display.

Zum Marktstart wird der Kleine mit drei Dreizylinder-Benzinern und zwei Dieselaggregaten angeboten werden. Sie steuert der Allianzpartner PSA bei. Die 1,2-Liter-Dreizylinder leisten 60 kW/81 PS, 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS; die zwei 1,6-Liter-Selbstzünder, die mit Adblue-Zusatz arbeiten, kommen auf 73 kW/99 PS und 88 kW/120 PS. Die Kraftübertragung übernehmen je nach Motor Fünf-oder Sechsgangschalter, eine Automatik soll ebenfalls verfügbar sein. Fahrwerk und Lenkung wurden aber von Opel-Ingenieure angepasst.

Obwohl das Aussehen des Crossland mit den typischen SUV-Designvorgaben spielt, darunter Kunststoffbeplankung an den Radläufen oder an den Seitenschwellern, sollten Ausflüge ins Gelände nicht unternommen werden. Das Fahrzeug wird ausschließlich mit Frontantrieb offeriert.

Opels Hinwendung zum Mini-SUV bedeutet gleichzeitig auch das Aus des Meriva; der Minivan mit den markanten gegenläufig öffnenden Türen wird nicht mehr produziert. Der Trend zum SUV soll aber bei Opel nicht das Ende aller Vans sein. Wenn im Herbst der Tiguan-Herausforderer Grandland X startet, bleibt der Van Zafira im Programm – zumindest vorerst.

Manchmal kommt es anders als man denkt: Eben war PSA noch Allianzpartner von GM/Opel, demnächst werden sich die Franzosen aber wohl die Traditionsmarke mit dem Blitz im Logo einverleiben. Dass man zumindest als Alliierte gut zusammengearbeitet hat, zeigt der Crossland X.

Fazit

Manchmal kommt es anders als man denkt: Eben war PSA noch Allianzpartner von GM/Opel, demnächst werden sich die Franzosen aber wohl die Traditionsmarke mit dem Blitz im Logo einverleiben. Dass man zumindest als Alliierte gut zusammengearbeitet hat, zeigt der Crossland X.
Opel Crossland X - Mehr Mokka für den Meriva
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Mehr Mokka für den Meriva Opel Crossland X

Es ist düster, kalt und kahl in den leeren Hallen des stillgelegten Kraftwerks in Berlin-Mitte. Eindeutig kein Ort für Kinder - bestenfalls für Katzen mit unheimlich mieser Laune … aber dazu gleich mehr. Ist das der Platz, an dem ein klassischer Massenhersteller den Nachfolger eines braven Familienvans präsentieren sollte? Opel-Chef Karl-Thomas Neumann sagt dazu nur: „Ja”. Denn an den kompakt-praktisch-freundlichen Vorgänger Meriva soll der Crossland X bitte überhaupt nicht erinnern. Damit das auch dem letzten Beobachter klar wird, haben die Rüsselsheimer zur „Vernissage” in die Hauptstadt geladen. Mit dabei ist „Grumpy Cat” - ein miesgelaunt dreinschauender Kater, der als Facebook-Star nun auch einen Opel-Kalender ziert.
 
Katze statt Kinderschar - das charakterisiert auch irgendwie die Zielgruppe für den Opel im gerade so beliebten kompakten Crossover-Design. Das hippe Metropolenpaar soll sich mit dem 4,21 Meter kurzen Crossland behände zwischen Kraftwerks-Club und heimischem Loft bewegen - bei 1,59 Meter Fahrzeug-Höhe aber deutlich über den vergleichsweise biederen Astra-Fahrern. Die kauern sich zehn Zentimeter niedriger. Der Crossland X, eng verwandt mit Citroens C3 Picasso und dem nächsten Peugeot 2008, macht sich zudem 1,76 Meter breit. Für zusätzliche Geländewagen-Abenteuer-Coolness sorgen Unterfahrschutz und reichlich Kunststoffbeplankung.
 
Aber Allrad wird sich der Crossland trotz etwas erhöhter Beinfreiheit sparen, die bleibt dem leicht größeren Mokka X vorbehalten. Dafür nimmt der kleine Crossover im Dach die elegant-schwebende Optik des Adam auf - Style für den Städter. Oder den, der’s gern wär. Denn auch für den Vorstädter, der zwischen Kindergarten, Wochenend-Einkauf und Ski-Ausflug pendelt, bietet der Opel die klassischen Qualitäten. Oder anders ausgedrückt: Unterm Blech noch eine Menge Meriva.
 
Zwar gehören dazu nicht die praktischen, jedoch bautechnisch teuren gegenläufigen Hecktüren. Aber der Laderaum bleibt mit 410 Litern voll familientauglich. Und auch die 15 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank freut die ganze Familie - etwa, wenn sich Oma und Opa es mal hinten bequem machen wollen. Und mit Komfort will der Crossland ja ohnehin besonders auftrumpfen.
 
Vorne finden sich etwa auch darum gegen Aufpreis die ausgezeichneten orthopädischen Sitze, die auch Astra- und Mokka-Fahrer gegen Aufpreis erfreuen. Wer diese Modelle kennt, wird sich überdies im Crossland X auch gleich heimisch fühlen - das Armaturenbrett mit optionalem Achtzoll-Bildschirm und die Bedienlogik ist aus den Geschwistern fast unverändert übernommen. Das gleiche gilt für Elemente wie die Smartphone-Einbindung, Navi oder die Assistenzsysteme wie Head-up-Display über adaptive LED-Scheinwerfer, Spurhalteassistent, Kollisionswarner, 180-Grad-Rückfahrkamera, Notbremsassistent oder Müdigkeitserkennung bis hin zum Parkassistent.
 
Auch hier folgt der kleine Crossover dem Trend der Klientel, die auf kompaktere Modelle mit guter Ausstattung aus ist. Das CUV/SUV-B-Segment ist weltweit das am stärksten wachsende. Seit 2010 haben sich die Absatzzahlen in dieser Fahrzeugklasse verfünffacht. „Mit dem Crossland X haben wir nun neben dem Mokka X ein zweites sehr starkes Angebot in dieser Fahrzeugklasse”, sagt Unternehmenslenker Neumann.
 
Die Familienähnlichkeit betont auch der Crossland X durch seinen Kühlergrill mit dem Opel-Blitz und LED-Doppelschwingen-Grafik. Noch nicht rausgelassen haben die Rüsselsheimer, was den Crossland X unterm Blech so antreibt. Wahrscheinlich dürften das Turbo-Benziner mit einem und 1,4 Liter Hubraum sein, die zwischen 90 und 140 PS leisten. Neben der Sechsgang-Schaltung ist auch ein Automat zu haben. Diese Getriebe-Kombination dürfte auch beim 1,6-Liter-Diesel mit rund 140 PS ans Werk gehen. Zusätzlich könnte der Crossland-Fahrer wohl noch mit einem 1,4-Liter-LPG-Motor Gas geben können.
 
Solide Motoren auf der Höhe der Zeit - das dürfte zumindest der klassischen Opel-Klientel gefallen. Ob der hybridbewegte Hipster aber da eher enttäuscht wie grumpy cat schaut? Vielleicht lässt er sich ja durch den Preis wieder versöhnen. Der liegt bei vergleichbaren Angeboten in diesem Segment bei 14.000 bis 15.500 Euro für die Basisvariante. Dafür würde der Crossland X auf jedem Fall eine Menge Auto bieten.

Mit ihrem neuen Crossover wollen die Rüsselsheimer weg vom Image des braven Familien-Transporters. Wer einmal drin sitzt, nimmt aber gern auch Kinder, Omi und die Katze mit.

Fazit

Mit ihrem neuen Crossover wollen die Rüsselsheimer weg vom Image des braven Familien-Transporters. Wer einmal drin sitzt, nimmt aber gern auch Kinder, Omi und die Katze mit.
Opel Crossland X - Kleiner Bruder für den Mokka
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Kleiner Bruder für den Mokka Opel Crossland X

Opel stellt dem Mokka X ein kleines Geschwisterchen zur Seite. Der Crossland X ist als reiner City-Crossover konzipiert, verzichtet unter anderem auf den optionalen Allradantrieb seines großen Bruders und dürfte deutlich günstiger ausfallen. Die Markteinführung ist für das laufende Jahr angesetzt.

Mit 4,21 Metern ist der Crossland eine Handbreit kürzer als der Mokka. Auch in der Höhe hält er einige Zentimeter Abstand. Der Kofferraum fällt mit 410 Litern bei voller Bestuhlung jedoch größer aus, zudem gibt es eine verschiebbare Rücksitzbank, die bei Bedarf den Knieraum im Fond verbessert. Die Plattform teilt sich das neueste Opel-SUV mit dem kommenden Peugeot 2008, von dem er auch die Konzeption als günstiger Hochsitz für den Stadtverkehr übernimmt. Obwohl ihm allein mangels Allrad-Antrieb jede Offroad-Ambition fehlt, gibt der Crossland mit Kunststoffplanken um die Radläufe und einem angedeuteten Unterfahrschutz vorne und hinten den Geländegänger.

Während Opel zu den Motoren noch keine Angaben macht, sind Details zu den Ausstattungsoptionen bereits bekannt. So wird es gegen Aufpreis Voll-LED-Scheinwerfer und ein Head-up-Display geben. Dazu kommt ein umfassendes Programm an Assistenten, darunter auch ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung. Premiere bei den Rüsselsheimern feiert eine Panorama-Rückfahrkamera mit 180-Grad-Blickwinkel.

Reise für den Crossland nennt Opel noch nicht. Der Neue dürfte aber spürbar günstiger werden als der knapp 19.000 Euro teure Mokka. Der Plattformbruder Peugeot 2008 startet bei rund 16.000 Euro. Zu den übrigen Konkurrenten zählen die günstigeren Vertreter der Mini-SUV-Klasse wie Ford Ecosport und Citroen C4 Cactus.

Der Crossland ist nicht der letzte neue Opel-Crossover für dieses Jahr. Im zweiten Halbjahr dürfte der ebenfalls in deutsch-französischer Kooperation entstandene Grandland X als kompaktes SUV oberhalb des Mokka starten. Die beiden Neuen sind Teil der Modelloffensive bei den Rüsselsheimern: In diesem Jahr sollen insgesamt sieben neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt kommen.

Der Opel Mokka zählt zu den größten Mini-SUV auf dem Markt. Unter ihm ist daher noch genug Platz für ein weiteres Crossover-Modell, findet Opel.

Fazit

Der Opel Mokka zählt zu den größten Mini-SUV auf dem Markt. Unter ihm ist daher noch genug Platz für ein weiteres Crossover-Modell, findet Opel.

Testwertung

4,0/5