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Testbericht

Hanne Schweitzer/SP-X, 3. März 2014

Klassisch, aber neu: Audi stellt auf dem Genfer Salon (6. bis 16. März) die dritte Generation seines Kompakt-Sportlers vor. Auch der neue TT ist auf den ersten Blick als solcher zu erkennen. Prägende Elemente der Vorgänger wie die abfallende Dachlinie oder die optisch abgesetzten Kotflügel bleiben erhalten. Jedoch tritt das neue Coupé eine Spur sportlicher auf: Das Profil wirkt geduckter, die Front breiter und der Blick der Scheinwerfer aggressiver. Preise nennt Audi noch nicht, der 2+2-Sitzer dürfte sich aber auf dem Niveau des rund 31.000 Euro teuren Vorgängers bewegen.

Puristisch und schlank wirkt das neue Interieur – vor allem deshalb, weil es im Gegensatz zu vielen anderen modernen Fahrzeugen nur ein einziges Display beherbergt. Ein digitales Kombiinstrument hinter dem Lenkrad fasst alle Informationen zusammen. Auf 12,3 Zoll kann der Fahrer zwischen der klassischen Ansicht mit Tacho und Drehzahlmesser und dem Infotainment-Modus wählen. In letzterem breitet sich zum Beispiel die Navigationskarte über die komplette Fläche aus, die Instrumente sind dann nur noch klein zu sehen. Bedient werden die Funktionen über Multifunktionslenkrad oder Dreh-Drück-Steller. Eine radikale Fokussierung auf den Fahrer – möglich bei einem Sportwagen, für andere Modelle der Marke aber wohl nicht richtungsweisend.

Der optisch elegante Effekt einer derart reduzierten, schlanken Armaturentafel kann sich aber sehen lassen. Klimaautomatik, Sitzheizung und Temperaturregler sind direkt an den turbinenartigen Ausströmern angebracht. Ebenfalls neu sind die Sportsitze mit ihren stark konturierten Wangen und integrierten Kopfstützen. Sie sind tiefer montiert als im Vorgängermodell. Der Gepäckraum hat mit 305 Litern im Vergleich zum Vorgänger 13 Liter mehr Volumen.

Motorenseitig pflanzen die Ingolstädter dem Kompakten Bewährtes ein: Der ebenfalls im Performance-Modell des sportlichen Golf-Derivats GTI eingesetzte Zweiliter-Benziner mit 169 kW/230 PS scheucht den TT allerdings mit sechs Sekunden eine halbe Sekunde schneller auf 100 km/h, maximal sind 250 km/h drin. Der angebotene Zweiliter-Diesel mit 135 kW/184 PS und Frontantrieb kommt auch GTI-Diesel-Pendant GTD zum Einsatz. Den TT treibt er in 7,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h. In EU-Zyklus soll das Aggregat sparsame 4,2 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen (110 g CO2/km).

Den Zweiliter-Benziner in seiner stärkeren Ausbaustufe trägt der TTS unter der Haube. Das 228 kW/310 PS starke Aggregat hakt den Standardsprint in 4,7 Sekunden ab. Optional sorgt die Launch Control für maximale Beschleunigung aus dem Stand. Schaltbare Klappen in der Abgasanlage modulieren den sportlichen Sound.

Ihre Kernkompetenz konnten die Ingenieure wiederum am Quattro-Antrieb beweisen. Unter anderem wurde die Software, die die mögliche Momentenverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse ermittelt, neu entwickelt, sodass sie die fahrdynamische Auslegung des TT unterstützt. Der Fahrer kann die Allradeigenschaften auch selbst einstellen: Im Modus „auto“ erhält er die bestmögliche Traktion, der Modus „dynamic“ leitet die Kraft bevorzugt an die Hinterachse. Daneben kann der Pilot optional auch die Dämpfer in drei Modi (comfort, auto, dynamic) einstellen. Serienmäßig fährt der TT mit Progressivlenkung vor, die ihre Unterstützung an die Geschwindigkeit anpasst.

Der Audi TT ist in der neuen Generation noch mehr Sportwagen. Aber auch klassische Designmerkmale, die die Erstauflage zur Stilikone gemacht haben, bleiben erhalten. Dafür wurde innen radikal umgebaut.

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Fazit
Der Audi TT ist in der neuen Generation noch mehr Sportwagen. Aber auch klassische Designmerkmale, die die Erstauflage zur Stilikone gemacht haben, bleiben erhalten. Dafür wurde innen radikal umgebaut.

Quelle: Autoplenum, 2014-03-03

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