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Testbericht

Elfriede Munsch/SP-X, 17. Januar 2011

Nach 21 Jahren Produktionszeit verabschiedet Subaru seinen bisherigen 2,0-Liter-Boxermotor in den Ruhestand. Der neue, ebenfalls 110 kW/150 PS leistende Vierzylinder boxt ebenfalls, allerdings begnügt er sich mit weniger Treibstoff. Sein Debüt feiert er im Kompakt-SUV Forester, der ein leichtes Facelift erhalten hat. Der Einstiegspreis ist mit 24.600 Euro unverändert geblieben.

Neben Porsche setzt nur noch Subaru bei den meisten Motoren auf das Boxerprinzip. Während bei den Stuttgartern Sechszylinder zum Einsatz kommen, sind es bei den Japanern Vierzylinder. Die zeichneten sich jedoch in der Vergangenheit nicht unbedingt durch Sparsamkeit aus. Das änderte sich erst mit dem 2008 vorgestellten Boxerdiesel.

Passt das überhaupt: SUV und Ottomotor? Im Diesel-affinen Deutschland dreht sich in dieser Fahrzeugklasse eigentlich alles um die Selbstzünder. Doch die Benziner haben in den vergangenen Jahren aufgeholt. Seit selbst kleinvolumige Aggregate dank Aufladung ordentliche Drehmomente bei gleichzeitiger Verbrauchsreduzierung generieren, schwinden die Vorteile der Dieselaggregate. Zumal der Preisunterschied für die Benziner spricht. Beim Forester ist der Diesel rund 6.000 Euro teurer.

Die neue Benziner-Generation ist deutlich genügsamer geworden und verkürzt die Verbrauchsdifferenz zum Selbstzünder im Forester auf 1,2 Liter. Durchschnittlich fließen noch 7,5 Liter durch die Benzinleitung. Das entspricht CO2-Emissionen von 173 g/km. Die Kraftübertragung erfolgt allerdings wie gehabt über ein manuelles Fünfgang-Getriebe. An einer modernen Sechsgang-Schaltung wird zurzeit mit Hochdruck gearbeitet.

Auf den schlechten, mit Schlaglöchern gespickten Straßen nördlich von Budapest kann der Forester seine Vorteile ausspielen. Das modifizierte Fahrwerk des Kompakt-SUV schluckt die meisten Unebenheiten. Abseits der befestigten Wege ermöglich ihm sein Allradantrieb mit Zentraldifferential und eine Bodenfreiheit von 20 Zentimeter  ein problemloses Durchkommen auf matschigen Untergrund.

Neben dem neuen Motor tritt der überarbeitete Forester mit dezenten Änderungen im Frontbereich und im Innenraum an. Eine neue Kühlermaske lässt ihn nun kantiger wirken.

Auch wenn der Benziner im Forester trotz der verbesserten Werte nicht zum Volumenmotor wird, so wird er sicherlich im Sommer im neuen Impreza für Stückzahlen sorgen. Außerdem kommt er noch im Outback und Legacy.

Die Subaru-Boxermotoren gelten als laufruhig. Doch die Benziner zeichneten sich nicht gerade durch Sparsamkeit aus. Das soll sich jetzt mit einer neuen Motorengeneration ändern.

Fazit
Die Subaru-Boxermotoren gelten als laufruhig. Doch die Benziner zeichneten sich nicht gerade durch Sparsamkeit aus. Das soll sich jetzt mit einer neuen Motorengeneration ändern.

Quelle: Autoplenum, 2011-01-17

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