VW Routan macht Wolfsburg in den USA nicht glücklich

Testbericht
VW ist in den USA zweifelsohne in der Erfolgsspur und der gerade auf der New Yorker Motor-Show vorgestellte neue Golf soll im kommenden Jahr nochmals einen kräftigen Schub nach vorn bringen. Doch es gibt auch zumindest eine Baustelle. Der Minivan VW Routan – den die Wolfsburger seit 2008 (nur) dort anbieten, ist in diesem für den US-amerikanischen Markt wichtigen Segment längst nicht so erfolgreich wie erhofft.Im vergangenen Jahr fanden gerade einmal10.483 Käufer ein Interesse an dem Wagen. Das ist nochmals ein Minus von rund 16 Prozent gegenüber 2011 und würde sich wirtschaftlich überhaupt nicht mehr rechnen, wenn der Routan – nur leicht verändert und mit dem VW-Badge versehen – nicht eigentlich ein Voyager wäre und bei Chrysler als Lohnauftrag so mit von den Bändern rollen würde.Die Idee, mangels eines eigenen Fahrzeugs – der Sharan und der Touran sind für US-Verhältnisse lediglich Mini-Mini-Vans und nicht gefragt – sich mit einem Fremdfabrikat in dem Segment zu etablieren, ist nicht zu bemängeln und letztendlich auch nicht neu. Warum dies nicht funktioniert hat - man spricht auch von Qualitäts-Problemen, die der Amerikaner vielleicht Chrysler eher als VW verzeiht - darüber zerbrechen sich jetzt die VW-Marketing-Strategen die Köpfe.Fest steht nur, dass VW derzeit kein adäquates Nachfolge-Modell zur Verfügung hat und somit der Routan – wenngleich auch auf Sparflamme – vorerst weiter produziert wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass die Wolfsburger schnellstmöglich eine Lösung finden müssen – vielleicht ja die erst vor kurzem vorgestellte Studie vom SUV Crossblue mit sieben Sitzen – um auch in diesem Segment zu wachsen und damit das selbst gesteckte Ziel, spätestens 2018 rund 800.000 Autos in den USA abzusetzen, erreichen zu können. (auto-reporter.NET/hhg)



























