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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 25. August 2018
Volkswagen hat die Talsohle in den USA überwunden und will die Atlas-Familie ausbauen: Während der Atlas Cross Sport beschlossene Sache ist, ist die Zukunft des Tanaok noch offen. Dabei ist der Pick-Up ein vielversprechendes Auto.

Was die Pick-Ups angeht, sind die USA für VW ein weißer Fleck auf der Landkarte. Dass die Wolfsburger vor ein paar Jahren nicht mit dem Amarok in das ertragreiche Brot- und Butter-Segment eingestiegen sind, sorgt heute noch für irritiertes Kopfschütteln. Aber der Wolfsburger Autobauer ist drauf und dran, diesen strategischen Fauxpas zu beheben und präsentierte auf der New York Auto Show den Tanoak, einen Midsize Pick-Up, der zwischen Miami und Los Angeles zur Erfolgsgeschichte werden kann. Das mittelgroße Pick-Up-Segment in den USA verzeichnete in den letzten Jahren seit der Einführung des Chevrolet Colorado und des GMC Canyon einen deutlichen Umsatzanstieg. Der Umsatz erreichte 2010 mit 273.146 Einheiten den Tiefpunkt; im Jahr 2017 erholte sich der Umsatz auf 452.337 Einheiten. Im Jahre 2000 waren es jedoch noch 1,1 Millionen Einheiten pro Jahr gewesen, die in den USA zugelassen wurden. Von dem neu aufkeimenden Pick-Up-Trend könnte auch ein VW Pick-Up profitieren.

Angetrieben wird der VW Atlas Tanoak von dem Volumenmotor des Atlas, einem 3,6 Liter großen V6-Saugmotor, der 206 kW / 280 PS leistet und seine Kraft über eine Achtgang-Automatik an alle vier Räder überträgt. Für den härteren Geländeeinsatz steht im Pick-Up zudem ein Modus mit Untersetzungsstufe zur Verfügung. Die Karosserie der Studie ist im Vergleich zum SUV um 45 mm angehoben. Hinter dieser Doppelkabine schließt sich die 1,63 m lange und 53 cm hohe Ladefläche an.

Sobald man sich in dem 5,44 Meter langen Pritschenwagen hinter das Lenkrad schwingt, entert man eine andere Welt. In dem Trumm von einem Auto fühlt man sich sofort wohl und ziemlich erhaben - Pick-Up-mäßig halt. Dieser VW kann dem Honda Ridgeline und dem Ford Ranger das Leben schwermachen, denn auch hinten in der Doppelkabine ist genug Platz. Per Knopfdruck erwacht der V6-Motor zum Leben und kommt sich mit dem über zwei Tonnen schweren Pick-Up beinahe spielerisch zurecht. Mühelos rollt der Tanoak über Landstraßen an der kalifornischen Küste entlang, so als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt und diese Umgebung sein natürlicher Lebensraum. Doch noch ist nicht entschieden, ob dieses erfolgsversprechende Auto den Weg in die VW Verkaufsräume schafft. Der niedersächsische Autobauer kalkuliert tatsächlich noch, ob sich der Midsize-Pick-Up lohnt. \"Wir wollen sehen, wie die Menschen auf den Tanoak reagieren und tatsächlich haben wir schon einige Kaufanfragen erhalten\", erzählt VW-Chefdesigner Klaus Bischoff.

Deutlich klarer sieht die Zukunft des Atlas Cross Sport aus, der 2020 in das Geschehen auf dem großen Automarkt jenseits des Atlantiks eingreifen wird. Das Coupé komplettiert die VW Atlas-Modellpalette. Bringt es das SUV als Siebensitzer auf eine Länge von 5,04 Metern und sind es bei der ebenfalls auf der New York Motorshow gezeigte Coupéversion noch 4,84 Meter. Die geringeren Ausmaße gehen aber nicht zu Lasten des Innenraums, sondern sind den kürzeren Überhängen zuzurechnen. Damit steht das SUV-Coupe made in Chattanooga satt auf der Straße und dürfte auch die kritischen US-Autofahrer überzeugen. Die Motoren stammen vom Atlas - also einen 175 kW / 238 PS starken Zweiliterturbo oder dem 3,6-Liter-V6-Sauger, der auf 206 kW /280 PS bringt.

Der etwas angestaubte V6-Sauger passt ebenso gut zum Atlas Cross Sport, wie zum deutlich mächtigeren Tanoak. Zumal es in den USA nicht auf energische Zwischenspurts ankommt. Das Zusammenspiel mit der Achtgangautomatik klappt auch bei diesem Prototyp und die komfortbetonte Gangart kommt bei den hiesigen Kunden sicher gut an. Sodass VW vom nach wie vor anhaltenden SUV-Trend profitieren wird.
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Testwertung
4.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2018-08-25

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