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Testbericht

Fabian Hoberg, 22. Juli 2011

Neben BMW und Mercedes ist Audi der dritte deutsche Premiumhersteller mit einer großen Fahrzeugpalette. Aber eben nur der Dritte. Laut Kraftfahrt-Bundesamt konnte Audi in den ersten sechs Monaten 124.960 Fahrzeuge in Deutschland zulassen, deutlich weniger als Mercedes (138.160) und Spitzenreiter BMW (149.803). Bisher bietet die VW-Premiumtochter zwölf Baureihen an, vom Kleinwagen A1 ab 15.800 Euro bis zum Sportwagen R8 GT für rund 200.000 Euro. Um die Erzrivalen aus München und Stuttgart endlich zu überholen, steht in den nächsten Jahren eine umfangreiche Modelloffensive an.

Gerade erst hat die Marke mit den vier Ringen den neuen A6 Avant vorgestellt. Der Edellaster der oberen Mittelklasse ist wie die Limousine leichter und sparsamer geworden. Bis zu 70 Kilogramm hat der Kombi gegenüber dem Vorgänger abgespeckt. Der Verbrauch sinkt in der günstigsten Dieselvariante auf nur noch fünf Liter je 100 Kilometer. Aber auch bei der Qualitätsanmutung und der Technik hat Audi einen weiteren Sprung nach vorne gemacht. Der Avant verfügt beispielsweise optional über einen WLAN-Hotspot, mit dem sich eine Internet-Verbindung für Handys und Notebooks herstellen lässt.

Für Audi-Chef Rupert Stadler aber ist die Verfeinerung von Qualität und Technik nicht alles. In einem Interview mit der Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ sprach er kürzlich von weiteren Modellen. Vor allem bei den Geländefahrzeugen der Q-Reihe sieht er noch Luft nach oben. Im ersten Halbjahr 2011 kamen die SUV zwar schon innerhalb der Marke auf einen Anteil von 17 Prozent. Aber: „Im oberen Segment haben wir noch Platz für das eine oder andere Derivat“, meint Stadler.

Neben dem 4,40 Meter langen Q3 (ab 29.900 Euro) gibt es derzeit den 4,63 Meter langen Q5 (ab 36.800 Euro) und das fast 5,10 Meter lange Flaggschiff Q7 (ab 51.800 Euro). Dazwischen wäre noch Platz für mindestens ein weiteres Modell: Das Q6 genannte 4,80 Meter lange SUV-Coupé könnte 2014 auf den Markt kommen und besonders sportlich und dynamisch ausfallen. Dafür sollen nicht nur starke und sparsame Motoren sorgen, sondern vor allem ein stark reduziertes Gewicht. Direkter Konkurrent wäre der BMW X6 (ab 59.400 Euro), an denen sich der Viertürer auch preislich anlehnen könnte. Der Vollhybrid-Antrieb aus dem VW Touareg soll das Fahrzeug auf Wunsch besonders sparsam machen. Später könnte ein Plug-In-Hybrid folgen, mit dem etwa ein Q5 bis zu drei Kilometer und bis 50 km/h rein elektrisch fahren kann. Für alle anderen Baureihen ist dieses System ebenfalls geplant.

Auch kleinere Q-Modelle wie ein Q4 oder Q2 wären denkbar und auch technisch möglich: Denn Audi plant die nächste Generation der Geländewagen mit einer neuen modularen Längsplattform inkl. Hochboden-Architektur, die Entwicklungsspielraum für weitere Derivate lässt.

Um auch an der Spitze mehr Auswahl zu bieten, plant Audi ein großes und vor allem luxuriöses Coupé. Der Zweitürer könnte auf den Namen A9 hören und 2014 zu den Händlern rollen. Gegenüber dem Viertürer A8 (ab 72.900 Euro) soll sich das neue Flaggschiff durch ein sportlicheres Design und einen höherwertigen Innenraum auszeichnen. Die Preise für den neuen Audi sind noch rein spekulativ, könnten aber bei rund 80.000 Euro beginnen und damit in einer ähnlichen Liga spielen wie der Mitbewerber BMW 6er (ab 74.700 Euro).

Um ein jüngeres Publikum in die Audi-Häuser zu locken, ist ein auch kleiner Mittelmotor-Roadster unter dem Namen R5 denkbar, der dann gegen den konzerneigenen Konkurrenten Porsche Boxster (ab 46.982 Euro) antreten würde. Vom Stuttgarter würde auch die Plattform kommen. Die Motoren des R5 stammen dabei aus dem Konzernbaukasten. Der 2,5 Liter Fünfzylinder-Turbo mit bis zu 400 PS könnte dabei eine tragende Doppelrolle spielen. Der Einstiegspreis läge dann allerdings deutlich über dem des Basis-Porsche.

Dass es aber auch verbrauchsärmer und umweltschonender gehen kann, will Audi mit neuen Hybridderivaten, Elektrofahrzeugen und natürlich dem A2 zeigen. Nachdem das Unternehmen vor einigen Wochen erst den Q5 Hybrid vorgestellt hat, folgt nun der A6 Hybrid. Beide teilen sich die gleiche Antriebsarchitektur. Elektromobilität wird bei Audi „e-tron“ genannt. Den Anfang könnte der R8 machen, der in der Stromvariante Ende 2012 auf den Markt kommt. Die Beschleunigung des R8 e-tron soll bei 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h liegen; die Spitze beträgt 200 km/h, obwohl der Wagen noch schneller fahren könnte. Danach könnten der neue A1 und der A3 elektrifiziert werden. Für 2016 ist der innovative und verbrauchsarme Kleinwagen A2 mit Elektroantrieb geplant. Ein neuer Elektroauto-Baukasten dient als Basis und eröffnet Möglichkeiten für weitere Derivate. Und für weitere Zukunftspläne.

Audi will weiter wachsen. Mit mehr Modellen soll auch der Absatz steigen. Die Ingolstädter planen daher eine umfassende Produktoffensive.

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Fazit
Audi will weiter wachsen. Mit mehr Modellen soll auch der Absatz steigen. Die Ingolstädter planen daher eine umfassende Produktoffensive.

Quelle: Autoplenum, 2011-07-22

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