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Testbericht

24. Februar 2014

Der Subaru Forester ist ein echter SUV. Während der Citroen C4 AirCross eher auf Schönling macht, ist der Forester mehr der hemdsärmelige Typ. Er fühlt sich wohler im Wald als auf der Flaniermeile. Der Forester wird daher auch im Gelände getestet. Kann er unsere hohen Erwartungen erfüllen?

Forester:  Ehrlich, schnörkellos – hart im Nehmen
Der Subaru Forester startet in der Ausstattungsvariante Trend als Benziner bei 24.700,- €. Ein SUV muss aber mit einem Diesel  ausgestattet sein, dann werden 24.700,- € fällig. Für unseren 2.0 D Comfort Edition müssen fast 35.000 Euro an Subaru überwiesen werden. Eine Menge Geld, aber die Ausstattungsliste ist dann lang: Vom serienmäßigen Allrad (4WD), 147 Diesel-PS über Lederausstattung “Edition” bis zur Rückfahrkamera ist alles an Bord. Ein Navigationsgerät gibt es nur als “Nachrüstgerät”.

Subaru Forester - das Holzfäller-SUV.

Auch Innen ohne Schnickschnack
Der Forester wirkt etwas angestaubt. Er hatte sein Debüt 1997 und seit dem einige Facelifts durchlaufen. Seit 2002 wurde die zweite, ab 2008 die dritte Generation verabschiedet.  Mit dem angestaubt ist dies nicht bös gemeint und viele Kunden lieben den Wagen vielleicht deshalb besonders. Ab März 2013 steht dann der neue Forester in den Showrooms. Zeit genug, dem “Alten” noch einmal ordentlich auf den Zahn zu fühlen.

Platz satt, robustes Ambiente
Die Daten sind für einen SUV ideal: 147 Diesel-PS, 350 Nm Drehmoment bei 1.600 bis 2.400 1/min. 186 km/h Spitze. Der Kofferrauminhalt mit 450 Litern reißt einen nicht vom Hocker und auch bei der Zuladung von nur 410 kg verliert der Forester gegenüber dem Citroen C4 AirCross (630 kg). Ansonsten die üblichen Vorteile eines SUVs: Gute Übersicht, hohe Sitzposition, gutes Raumgefühl. Die Sitze könnten mehr Auflagefläche bieten. Der Forester kommt flott zur Sache (0-100 km/h in 10,3 sec). Aber vom Gefühl her, fanden wir den Citroen C4 Aircross etwas spitziger – obwohl  die Daten dort aussagen: Patt-Situation.

Zwischenfazit
Ein autoplenum.de-Leser, der den Wagen seit drei Jahren fährt, fasst zusammen:  “Perfekter Allrad Kombi, ideales Zugfahrzeug, habe einen Wohnwagen mit 1.300 KG Gesamtgewicht. Habe jetzt 53.000 Km zurückgelegt ohne Probleme davon ca. 15.000 Km mit dem Anhänger.” Mit drei Jahren Garantie bis 100.000 Kilometern kann der Subaru natürlich auch noch einmal punkten. Im nächsten Teil muss der Subaru zeigen, was er im Gelände kann. Denn ein SUV sollte auch mal dort sein Können zeigen.

Jetzt muss der Subaru Forester seine Langstreckenqualitäten beweisen. Er darf nämlich eine echte Schmankerl-Strecke absolvieren: Die Off-Road-Strecke vom Motorsport-Club Augsburg. Es liegt schon ziemlich viel Schnee. Schafft das der Allrader?

Langstrecke, 186 km/h kein Problem
Mit einem Tankinhalt von 64 Litern ist die Strecke nach Donauwörth kein Problem. Theoretisch wäre eine Entfernung von 1.000 Kilometern ohne Tankstopp möglich. OK, wenn man schnell unterwegs ist, werden auch schon mal 7 Liter pro 100 km fällig. Wer den Forester laufen lässt, wird mit unter 6 Litern Verbrauch belohnt.

Ab ins Gelände
Einen echten Allrader muss man auch mal im Gelände testen. Denn hier trennt sich sehr leicht die Spreu vom Weizen. Für den Subaru Forester haben wir eine echte Herausforderung parat. Wir durften mit dem SUV auf die Outdoor-Strecke vom Enduropark. Der Wettergott meint es an diesem Tag besonders gut und hat noch einmal 15 Zentimeter Neuschnee spendiert. Der Enduropark Augsburg ist ein 10 Hektar großes Offroad-Gelände speziell für Zweiräder mit 830 m Enduroteil, 1450 m Crossteil und 1640 m Waldtrail. Und da sollen wir reinfahren? Die Skepsis war zuerst groß, denn einen Trecker oder Unimog ordern, der uns da rausholt, wäre ziemlich peinlich. Nach den ersten vorsichtigen Versuchen in etwa 50 Zentimeter Schnee wurde das Vertrauen immer größer. Der Subaru Forester hat uns nicht enttäuscht. Mit seinem Allrad, Bodenfreiheit 215 mm, seinen 150 Diesel-PS hat er sich durch den dicksten Schnee gewühlt, wie die Fotos eindrucksvoll beweisen.

Der Subaru Forester hat eine große Klappe und viel dahinter.

Böschungswinkel vorn 25°, hinten 27° sowie Rampenwinkel von 23° werden, gemäß Hersteller, gemeistert. Einen erfolglosen Versuch haben wir dann doch vermelden müssen. Da ging es wohl etwas zu steil hoch und der Forester bekam seine Grenzen aufgezeigt. Aber rückwärts haben wir uns dann wieder auf “festen Boden” retten können.

Zwischenstand
Der Subaru Forester hat einen richtig guten Job gemacht. Keine Schwächen auf der Langstrecke gezeigt. Besonders beeindruckend sind seine Off-Road Eigenschaften. 50 cm Schnee sind schon eine Herausforderung. Mit keinem anderen Wagen, den wir hier bislang vorgestellt haben, hätten wir diesen Parcours meistern können. Widmen wir uns abschließend dem Kraftstoffverbrauch und ziehen ein Fazit.

Der Subaru Forester hat sich im Gelände gut geschlagen. Einen halben Meter Tiefschnee hat er locker wegesteckt. Wie steht es mit seiner Alltagstauglichkeit?

Kinderwagen – zack, weg
Ein Vorteil, der Subaru Forester hat eine große Klappe und viel dahinter. Klappe auf, großer Kinderwagen rein. Klappe zu. Klar, unser 3er Kombi steckt das auch weg. Bei einer 3er Limousine hätte ich schon meine Zweifel.

Der Subaru Forester hat Langstreckenqualitäten.

Kraftstoffverbrauch
Wie schon oft erwähnt, sind die außerstädtischen Angaben der Hersteller sehr ambitioniert. Subaru will mit 5,2 Litern auskommen und insgesamt einen Durchschnitt von 5,9 l/100 km realisieren. In der Tat. Der Subaru Forester, mit deutlich über 1,5 Tonnen Leergewicht (1.640 kg ohne Fahrer), schafft auf der autoplenum-Minimalrunde tatsächlich die 5,0 l/100 km. Bei der autoplenum-Vergleichsrunde genehmigte sich der Forester 6,2 l/100 km.

Der Citroen C4 Aircross ist auf der Minimal-Runde sogar noch 2/10 sparsamer. Aber dazu muss festgehalten werden, dass die Testbedingungen nicht wissenschaftlich fundierte Daten liefern. Dazu müsste man den Parcours mehrfach durchlaufen – und wir wollen hier auch nicht “die Erbsenzähler” sein. Aber, wer sparsam mit dem Gasfuß umgeht, wird auch beim Forester belohnt. Start&Stopp hat der Forester nicht, wird aber hoffentlich im 2013er stecken. Der Gesamttestverbrauch pegelte sich nach über 1.800 Testkilometern bei 6,8 Litern pro 100 Kilometern ein. Das ist für einen SUV ein ordentlicher Wert, vor allem, wenn man die Benzin-Spritschlucker im Vergleich sieht. Ein Hummer H2 braucht deutlich über 20 Liter.

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-Vergleichsrunde 56 - 6,2
Super-Spar 17 - 5,0
Landstraße, sparsam 68 - 5,6
Landstraße, normal 75 - 6,0
BAB, sparsam 125 - 7,2
BAB, normal 215 - 5,6
BAB, schnell 342 - 6,5
Gelände 5 - 7,7

Fazit
Der Subaru Forester macht neugierig auf mehr. Mitte Februar 2013 wird in Hamburg das neue Modell der Presse vorgestellt. Wir schauen ganz genau hin.

Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

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