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Testbericht

Benjamin Bessinger/SP-X, 4. August 2016

Laut ist out. Zumindest beim Start gibt sich der neue Aston Martin DB11 so leise wie kein Aston Martin zuvor. Dank seines Silent-Start-Modes hat der über 200.000 Euro Supersportler das Potenzial, selbst geräuschempfindlichen Nachbarn zu gefallen. Dem Besitzer wird er trotz leiser Anlaufphase dennoch die Freudentränen in die Augen treiben.
 
Auch optisch ist der DB11 gemessen an der Konkurrenz eine eher stille Schönheit, der jede Übertreibung peinlich ist. Keine Linie zu viel ziert seine in Form. Die Kiemen in den Kotflügeln und die Nüstern auf der Haube sind vergleichsweise dezent, die Leuchten schlicht und schmal und pubertäres Flügelwerk sucht man gleich ganz vergebens.
 
Obwohl der DB11 zurückhaltend auftritt, ist er kein Langweiler. Wenn man mit den beiden Schaltern am Lenkrad Fahrwerk und Antrieb scharf schaltet, dreht der neue 5,2-Liter-V12-Turbo mit seinen 447 kW/608 PS auf und brüllt wie entfesselt. Die Achtgang-Automatik von ZF wechselt die Gänge wie mit Hammerschlägen und der DB11 stürmt voran, dass es eine wahre Freude ist. Von 0 auf 100 in 3,9 Sekunden und bei Vollgas 322 km/h – da ist für Understatement dann nicht mehr viel Platz.
 
Wie es sich für einen guten Gran Turismo gehört, gelingt dem DB11 der Spagat zwischen Supersportwagen und Luxuslimousine meisterhaft. Das gilt für das Fahrverhalten mit dem entspannten Gefühl auf der Autobahn und dem engagierten Biss auf der Landstraße genauso wie für den Komfort in der Kabine. Die ist mit sechs Zentimetern mehr Radstand und einer deutlich entschlackten Karosserie spürbar geräumiger geworden, ist schmuck möbliert und wahrt mit handvernähtem Leder, offenporigem Holz und schmucken Sensorfelder geschickt die Balance zwischen peinlichem Protz und lustvoll inszeniertem Luxus.
 
Ein evolutionär weiterentwickeltes Design, ein Motor mit neuer Technik und alten Tugenden sowie ein Set-up, das den DB11 zum perfekten Begleiter für alle Tage und alle Wege macht – so haben die Briten die Idee vom Gran Turismo perfektioniert. Und jetzt, wo Daimler fünf Prozent der Aktien gehören und es im Gegenzug viel Elektronik aus Stuttgart gibt, kann man diesen großen Tourer noch ein bisschen besser genießen. Nicht nur, weil er sich mit der von Mercedes bestückten Mittelkonsole besser bedienen lässt, die 360 Grad-Kamera aus Stuttgart beim Rangieren hilft und der DB 11 wenn’s sein muss sogar auf Knopfdruck von alleine einparkt. Sondern vor allem, weil es neben dem Soundsystem von Bang & Olufsen und dem digitalen Cockpit jetzt endlich auch ein vernünftiges Navi gibt – egal wie groß die Tour im Grand Tourismo auch sein mögen und wo sie einen hinführen, so findet man jetzt wenigstens auch wieder zurück.

Zwischen Ferrari und Lamborghini auf der einen, Porsche und Mercedes auf der anderen Seite hat Aston Martin eine schicke Lücke für ebensolche Sportwagen gefunden. Das neuste Produkt des Hauses trägt auch ein wenig vom Stern in sich.

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Fazit
Zwischen Ferrari und Lamborghini auf der einen, Porsche und Mercedes auf der anderen Seite hat Aston Martin eine schicke Lücke für ebensolche Sportwagen gefunden. Das neuste Produkt des Hauses trägt auch ein wenig vom Stern in sich.
Testwertung
5.0 von 5

Quelle: Autoplenum, 2016-08-04

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