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auto-reporter.net, 2012-07-30

Sport-F-Modelle für ein dynamischeres Lexus-Image

Testbericht

Lexus, der Nobelableger von Toyota, steht für Premium. Zumindest in puncto Fahrkomfort, Ausstattung und, was in dieser Klasse weniger zählt, für relative Preiswürdigkeit. Als 1989 der Erstling LS 400 in Europa debütierte, zollte auch die Konkurrenz aus Schwaben und Bayern dem Neuling gehörigen Respekt. Weltweit bald sehr erfolgreich, blieb der Verkaufserfolg in Deutschland allerdings auch nach Ausweitung der Palette bis hinunter zur Kompaktklasse sowie der Konzentration auf nachhaltige Vollhybrid-Modelle äußerst bescheiden.Gründe: Viel zu viele kurzfristige, unterschiedliche Marketingstrategien, ein permanenter Wechsel in der Händlerschaft und ein zu geringer Werbedruck. Wer sein Fahrzeug, sei es auch nur potenziell, nicht in Illustrierten oder Magazinen wiederfindet, zögert bei seiner Kaufentscheidung. Ist noch nicht einmal bereit, eine Probefahrt zu machen. Und die könnte so manchen überzeugen.Es begann 2008 mit dem IS FSeit einigen Jahren versuchen die Lexus Marketingstrategen, der Nobelmarke ein frischeres, dynamischeres Image zu verschaffen und setzen dabei – nicht ganz verwunderlich – auf Sportivität, auf F-Sport-Varianten der Serienmodelle. Erstling war das Mittelklasse-Modell IS, dem man neben aufwendigem Fahrwerkstuning den modifizierten 5-Liter-V8-Motor des Lexus LS mit 423 PS spendierte. Ein Geheimtipp für alle, die es gerne sehr flott angehen lassen.Neben dem neuentwickelten reinrassigen Sportwagen LFA, der inzwischen durch mehrere Klassensiege beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt hat und von dem es lediglich 500 Exemplare weltweit gibt, folgten der CT 200h und der GS 450h und jetzt aktuell das SUV RX 450h. Bei diesen Varianten, übrigens alle Vollhybrid-Autos, geht es dabei nicht um gesteigerte Antriebsleistungen, sondern neben einer sportlicheren Ausstattung und einem sportlicheren Design vor allem um höhere Fahrdynamik.Spürbares Plus an FahrdynamikIm direkten Vergleich mit dem gerade einer Frischzellenkur unterzogenen Serienmodell RX 450h und der neuen, nun vierten F-Sport-Variante wurden bei Testfahrten die Unterschiede mehr als deutlich. Optisch an einer eigenständigen Fahrzeugfront mit großem Wabengrill erkennbar, ist der F Sport gegenüber der zumindest im Sport-Modus bereits sehr agilen Normalausführung vor allem beim Handling deutlich stabiler und sportlicher. Aktive Fahrwerksstabilisatoren ergeben nämlich ein spürbares Plus an Fahrdynamik. Das System verringert zudem die Seitenneigung der Karosserie bei Kurvenfahrt mit 0,5 g Querbeschleunigung im Vergleich zum herkömmlichen Fahrwerk um fast 40 Prozent.Zudem ist der F Sport mit einem Hochleistungs-Querdämpfersystem ausgerüstet, das Karosserievibrationen unterdrückt und so für nochmals höheren Fahrkomfort und ein noch präziseres Eigenlenkverhalten sorgt. Möglich wurde dies, indem die Lexus-Ingenieure die vorderen Federbeine über einen hydraulischen Dämpfer verbanden. Das gleiche System kommt auch an der Hinterachse zum Einsatz, wobei beide Dämpfer die Vibrationen im Unterboden reduzieren und Verwindungen im Bereich der oberen Federbeinaufnahmen verhindern.All das hat seinen Preis – auch bei Lexus. Im Vergleich zur Basisversion (59.950 Euro) muss man für den allerdings noch üppiger ausgestatteten F Sport satte 13.600 Euro mehr berappen. Dennoch gehen die Kölner Verkaufsstrategen davon aus, dass sich rund 20 Prozent aller künftigen RX 450h-Käufer für die sportive Variante entscheiden. Für den, der Freude am sportiven Fahren hat und das dazugehörige Kleingeld keine schlechte Entscheidung. (Auto-Reporter.NET/Hans H. Grassmann)         

Quelle: auto-reporter.net, 2012-07-30
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