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Testbericht

26. Januar 2007
Zürich, 26. Januar 2007 – Ihnen ist ein Golf zu gewöhnlich? Den Touareg finden Sie schick, aber zu teuer und unhandlich? Dann ist der VW CrossGolf genau das richtige Auto für Sie. Das neue Modell basiert auf dem Golf Plus und soll die Lücke zwischen SUV und Kompakt-Van schließen. Lesen Sie hier, ob der Wolfsburger diese Aufgabe erfüllen kann. Mehr Schein als Sein Mit dem CrossGolf bringt Volkswagen am 2. Februar 2007 nach dem CrossPolo den zweiten Vertreter der erfolgreichen Modelllinie mit Offroad-Optik auf den Markt. Für die Konzeption ist VW Individual, die unternehmenseigene Division für Veredlung und Spezialfahrzeuge, verantwortlich. Zielsetzung der Designer war, ein Auto für jene Kunden zu schaffen, denen ein herkömmlicher Golf zu bieder und ein CrossPolo zu klein ist. Besonders auffallend sind die markanten Unterfahrschutz-Attrappen. Attrappen? Ja, richtig gelesen. Obwohl sein Name anderes vermuten lässt, ist der CrossGolf nicht für den harten Geländeeinsatz geeignet. Unterfahrschutz und Seitenbeplankung dienen vielmehr der Optik. Passend dazu erfolgt die Kraftübertragung auf die Vorderachse. Ein Allradantrieb ist nicht im Programm. In alle Richtungen gewachsen Neben dem Unterfahrschutz unterscheidet sich der jüngste Spross der VW-Familie vom Basismodell vor allem durch ein um 20 Millimeter höheres Fahrwerk und die anthrazitfarbene Beplankung der Seitenschweller und Radläufe. Passend zur serienmäßigen Dachreling gehören, ausschließlich für den CrossGolf erhältliche, 17-Zoll-Felgen zur Grundausstattung. Außerdem ist das Crossover-Modell gegenüber dem Golf Plus ein wenig gewachsen. Um 2,3 Zentimeter verlängert, misst er jetzt 4,23 Meter. In Breite und Höhe sind 1,6 beziehungsweise 7,1 Zentimeter addiert worden, macht summa summarum 1,78 Meter von rechts nach links und 1,65 Meter von oben nach unten gemessen. Diese Schönheitsoperation hat dem CrossGolf gut getan, er wirkt dadurch deutlich geräumiger und erhabener.

Vier Motoren stehen zur Auswahl Der von uns getestete Golf mit Cross-Optik wird von einem 1,4-Liter-TSI-Motor mit 140 PS angetrieben. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h dauert 9,4 Sekunden und endet bei Tempo 193. Der Sprint fühlt sich subjektiv langsamer an, dennoch ist die Motorisierung völlig ausreichend und man fühlt sich auch bei Überholvorgängen nicht untermotorisiert. Dank DSG-Getriebe hat der Fahrer die Wahl, ob er die Automatik für sich arbeiten lässt oder die Gänge per Wahlhebel oder Paddles am Lenkrad manuell schaltet. In beiden Modi werden die Gänge zügig und ohne Rucken gewechselt. Als Alternativ-Aggregate stehen ein Otto-Motor mit 1,6 Litern Hubraum und 102 PS sowie zwei TDI-Motoren mit 1,9 und 2,0 Litern Hubraum sowie 105 beziehungsweise 140 PS zur Verfügung. Weniger Komfort als erwartet VW spendiert dem Golf mit dem Schlechtwegefahrwerk, welches im Übrigen auch für einige andere Modelle erhältlich ist, eine etwas härtere Federung. Grund für das straffere Fahrwerk ist die höhere Karosserie und die dadurch stärkere Wankneigung des Fahrzeugs. Darunter leidet der Komfort, den man von der Mixtur aus SUV und Van erwartet hätte. Während kleinere Schläge noch problemlos weggebügelt werden, gerät der CrossGolf besonders auf welliger und kurviger Strecke ins Schaukeln. Die Lenkung fühlt sich leicht indirekt an, möglicherweise liegt das an der hohen Bauweise der Karosserie und nicht an der Lenkung. Bessere Rundumsicht Der größte Unterschied im Vergleich zum klassischen Golf ist die um etwa zehn Zentimeter erhöhte Sitzposition der Passagiere. Dadurch verbessert sich die Übersicht im Stadtverkehr. Durch die um bis zu 16 Zentimeter längs verschiebbare Rückbank, ist das Platzangebot im Fond variierbar. Je nach Position beträgt das Kofferraumvolumen 395 bis 505 Liter. Zudem lässt sich die Lehne in mehreren Stufen in der Neigung verstellen. Wird sie komplett umgeklappt, stehen bis zu 1.450 Liter Stauraum mit ebener Ladefläche zur Verfügung. Unter dem nach oben klappbaren Kofferraumboden befindet sich ein zusätzliches Utensilien-Fach.

Ausstattung basiert auf Golf Plus Sportsline Die Grundausstattung des VW CrossGolf basiert auf der Sportsline-Variante des Golf Plus. Diese enthält ohne Aufpreis unter anderem ein Lederlenkrad, Sportsitze mit integrierten Schubladen unter den Sitzflächen, Klimaanlage und ein kühlbares Handschuhfach. Im CrossGolf kommen zum Beispiel die bereits erwähnten 17-Zoll-Räder, Nebelscheinwerfer und Schlechtwegefahrwerk hinzu. Sehr praktisch ist die optionale 230-Volt-Steckdose im Fond. So können auf großer Fahrt Handy, Notebook oder Ähnliches geladen werden. An den Lehnen der Vordersitze befinden sich Klapptische mit Getränkehalter. Gegen Aufpreis sind für das neue Golf-Modell beispielsweise eine iPod-Vorbereitung, eine DVD-Anlage für die Rücksitze, Parksensoren und Bi-Xenon-Scheinwerfer erhältlich. 102 PS ab 22.851 Euro Den Einstieg in die CrossGolf-Palette markiert für 22.851 Euro die Variante mit 102 PS starkem Benziner-Motor. Das von uns getestete Modell mit 1,4-Liter-TSI-Motor und einer Leistung von 140 PS kostet 26.749 Euro. Vergleicht man den Preis mit dem des Golf Plus Sportsline mit ähnlicher Ausstattung, ergibt sich laut VW ein Preisvorteil von 2.100 Euro. Bestellbar ist der Crosser aus Wolfsburg bereits seit Dezember 2006, die ersten Modelle sollen Anfang Februar 2007 bei den Händlern stehen.
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Technische Daten
Antrieb:Frontantrieb
Anzahl Gänge:6
Getriebe:Doppelkupplungsgetriebe DSG
Motor Bauart:Reihen-Ottomotor
Hubraum:1.390
Anzahl Ventile:16
Anzahl Zylinder:4
Leistung:103 kW (140 PS) bei UPM
Drehmoment:220 Nm bei 1.500 - 4.000 UPM
Fazit
Das Konzept des CrossGolf scheint gewagt: Offroad-Optik ohne Geländetauglichkeit. Doch VW hat mit dem Erfolg des CrossPolo bewiesen, dass sich auch für diese Nische Kunden finden. So wird sich das neueste Modell mindestens genauso gut verkaufen wie der kleine Bruder. Schließlich bietet es gegenüber dem Golf Plus neben den 17-Zoll-Felgen auch ein Plus an Platz. Zudem ist der CrossGolf um einiges billiger als das vergleichbare Plus-Modell. Lediglich die Fahrwerksabstimmung ist nicht ganz ausgewogen.
Testwertung
4.0 von 5

Quelle: auto-news, 2007-01-26

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