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Testbericht

Peter Eck/SP-X, 23. Februar 2011

Fast zehn Jahre hat es nun gedauert, jetzt gibt es bald endlich wieder ein Golf Cabriolet. Im Sommer kommt es auf den Markt, erstmals offiziell gezeigt wird das Fahrzeug auf den Automobilsalon in Genf (3. bis 13. März). 2002 hatten die Wolfsburger die Produktion des Golf Cabrio eingestellt, nach immerhin rund 684.000 hergestellten Autos. Weder der ein Jahr später debütierende New Beetle noch der 2006 vorgestellte Eos konnten sich anschließend in die Erfolgsspur des Volks-Cabrios einreihen.

Der, sagen wir es vorsichtig, nur verhaltene Erfolg der Nachfolgemodelle wird sicherlich mit den Ausschlag dafür gegeben haben, nun doch wieder einen offenen Golf anzubieten. Schon der erste Blick zeigt aber, dass man im erdverwachsenen Niedersachsen für Nostalgie nicht zu haben ist: Fehlt da nicht was? Versierte Cabriokenner sehen es auf den ersten Blick, natürlich hat das Golf Cabriolet nun nicht mehr jenen festen Überrollbügel, durch das er den liebevoll-ironischen Namen „Erdbeerkörbchen“ erhielt, sondern einen versenkten, nur im Notfall automatisch ausfahrenden Überschlagschutz an Bord.

Der Open-Air-Golf ist also ein Fahrzeug in mittlerweile gewohnter VW-Perfektion. Zwar ist auch das Cabrio eindeutig ein Golf und auf Basis der dreitürigen Variante wird es ja auch gebaut, den Wolfsburgern ist es aber gelungen, durch eine flachere Dachlinie, den stärker geneigten Windschutzrahmen und das naturgemäß neu gestalteten Ende eine gewisse Eigenständigkeit zu erreichen.

Das Heck muss das Verdeck des Viersitzers aufnehmen und dieses besteht aus Stoff, was heute im Vergleich zum klappbaren Stahldach fast schon als Ausweis für Eleganz und Purismus steht. Obwohl innen unverkleidet, soll das Stoffverdeck die Fahrt im geschlossenen offenen Golf besonderes leise machen, sagt Volkswagen. Wer wollte daran zweifeln? Zudem soll es sich nicht nur elektrohydraulisch, sondern auch innerhalb von nur knapp zehn Sekunden öffnen lassen – und das auch noch bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h. Und weil Perfektion bei Volkswagen Unternehmenscredo zu sein scheint, ist der Kofferraum mit 250 Litern gar nicht mal so klein geraten. Zumal dieses Volumen sowohl in offenem wie auch in geschlossenem Zustand zur Verfügung steht.

Wie bei praktisch jedem VW-Modell gibt es auch beim neuen Cabrio keine Not an Motoren. Im Laufe des Jahres werden nach und nach sechs Triebwerke, vier Benziner und zwei Diesel, zur Verfügung gestellt. Sie decken ein Leistungsspektrum von 77 kW/105 PS bis 155 kW/210 PS ab. Drei Benziner und ein Diesel können zudem auch mit einem DSG-Getriebe geordert werden. Die grüne Fahne trägt natürlich wieder die „blaue“ Version: In der Variante 1.6 TDI (105 kW/140 PS) und mit Bluemotion-Technologie an Bord, soll der offene Golf nur 4,4 Liter Diesel je 100 Kilometer benötigen und bliebe damit knapp unter der 120 Gramm-Marke beim CO2-Ausstoß.

Preise? Werden noch nicht kommuniziert, dürften ab für den kleinen Benziner etwa bei 24.000 Euro beginnen. Fahren durften wir das in der Länge 4,25 Meter messende Golf Cabriolet übrigens noch nicht, aber alles deutet darauf hin, dass man auf den vorderen zwei Plätzen großzügig und komfortabel, auf den hinteren zwei Plätzen großzügig aber etwas zugig sitzen wird. Ansonsten bedarf es keiner seherischen Fähigkeiten um zu prognostizieren: Offener New Beetle hin, teurer Eos her – gewartet haben die Frischluft-Fans auf ein Golf Cabrio. Das kriegen sie jetzt und damit dürfte der Fortschreibung einer Erfolgsgeschichte nichts mehr im Wege stehen.

Alle Motoren im Überblick:

Benziner:
1.2 TSI    77 kW/105 PS    Sechsgang manuell
1.4 TSI    90 kW/122 PS    Sechsgang manuell / Siebengang-DSG
1.4 TSI    118 kW/160 PS    Sechsgang manuell / Siebengang-DSG
2.0 TSI    155 kW/210 PS    Sechsgang-DSG
Diesel:
1.6 TDI    77 kW/105 PS    Fünfgang manuell
2.0 TDI    103 kW/140 PS    Sechsgang manuell / Sechsgang-DSG

Was jedem versierten Betrachter beim Anblick des neuen Golf Cabriolets sofort auffällt: Da fehlt was. Und zwar der Überrollbügel, der frühere Generationen des Cabrios zum „Erdbeerkörbchen“ machte. Am neuen Golf Cabrio stört dagegen nichts die Linie und auch sonst scheint alles wieder mal VW-typisch perfekt.

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Fazit
Was jedem versierten Betrachter beim Anblick des neuen Golf Cabriolets sofort auffällt: Da fehlt was. Und zwar der Überrollbügel, der frühere Generationen des Cabrios zum „Erdbeerkörbchen“ machte. Am neuen Golf Cabrio stört dagegen nichts die Linie und auch sonst scheint alles wieder mal VW-typisch perfekt.

Quelle: Autoplenum, 2011-02-23

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