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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 6. März 2012

Mit einem neuartigen Türkonzept will der Ford B-Max Familien locken. Der Mini-Van feiert nun auf dem  Genfer Autosalon (bis 18. März) Premiere. Im Herbst kommt der Fusion-Nachfolger zu Preisen ab 15.590 Euro in den Handel.

Punkten soll die raummaximierte Variante des Kleinwagens Fiesta vor allem mit seinen weit öffnenden Portalen. Schon, dass die hinteren Türen als Schiebetüren ausgeführt sind, ist in dieser Klasse ungewöhnlich. Komplett neu ist aber, dass die Entwickler auf eine B-Säule verzichtet haben. Normalerweise dient diese vertikale Strebe zwischen Vorder- und Fond-Tür der Stabilität der Karosserie. Sie bildet jedoch beim Einsteigen und Beladen ein unpraktisches Hindernis. Ohne sie bietet der B-Max bei geöffneten Türen eine nahezu komplett offene Flanke von 1,50 Metern Breite, die etwa die Montage eines Kindersitzes oder das Festschnallen des Nachwuchses deutlich vereinfach. Die Stabilisierungsfunktion der B-Säule übernehmen verstärkte Elemente in Front- und Schiebetür.

Weiteres Alleinstellungsmerkmal des knapp vier Meter langen Mini-Vans ist der neu entwickelte Dreizylinder-Benziner, der bereits im deutlich größeren Kompaktmodell Focus für angemessenen Vortrieb sorgt. Der  1,0-Liter-Motor mit Benzindirekteinspritzung und Turbolader steht in zwei Versionen mit 74 kW/100 PS sowie 88 kW/120 PS zur Wahl. Dank des serienmäßigen Start-Stopp-Systems soll die stärkere Variante mit 4,9 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern auskommen.  Abgerundet wird das Benziner-Angebot von dem aus dem Vorgänger bekannten 1,6-Liter-Sauger mit 77 kW/105 PS, der als Einstiegstriebwerk fungiert.  Auf Dieselseite ergänzt ein 1,6-Liter-Motor mit 70 kW/95 PS das Antriebsprogramm. Den Verbrauch gibt Ford mit 4,0 Litern an.

Europa-Premiere feiert im B-Max die Sprachsteuerung SYNC, die Ford in den USA bereits seit einiger Zeit anbietet. Dabei kann der Fahrer nicht nur Radio, Navi und Mobiltelefon mit gesprochenen Befehlen steuern, sondern sich unter anderem auch SMS oder E-Mails vorlesen lassen. Selbst das Schreiben und Versenden von Textnachrichten soll mündlich veranlasst werden können; dabei wird jedoch auf eine Sammlung vorgefertigter Sätze zurückgegriffen.  Ebenfalls im neuen Mini-Van an Bord ist ein automatisches Notrufsystem, das bei einem Unfall selbstständig die Rettungskräfte alarmiert und dabei auch gleich die genaue Position des Havaristen angibt.

Während der Fusion bei seiner Einführung 2002 noch fast allein auf weiter Flur war, trifft der  B-Max bei seinem Start im Herbst auf eine ganze Reihe von Konkurrenten. Hauptgegner ist der Opel Meriva, der mit seinen gegenläufig öffnenden Türen ebenfalls auf ein neues Einstiegskonzept setzt. Der Rüsselsheimer startet aktuell bei 16.150 Euro in der Version mit dem 74 kW/100 PS starken 1,4-Benziner. Ebenfalls in der Mini-Van-Klasse treten der neue Fiat 500L, Kia Venga (14.425 Euro), Citroen C3 Picasso (15.250 Euro) und Renault Grand Modus (13.900 Euro) an.

Mini-Vans liegen im Trend. Die meisten sind allerdings lediglich Kleinwagen mit höher gelegtem Dach. Ford garniert das vergrößerte Innenraumvolumen nun mit einen besonders praktischen Türkonzept.

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Fazit
Mini-Vans liegen im Trend. Die meisten sind allerdings lediglich Kleinwagen mit höher gelegtem Dach. Ford garniert das vergrößerte Innenraumvolumen nun mit einen besonders praktischen Türkonzept.

Quelle: Autoplenum, 2012-03-06

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