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Testbericht

Stefan Grundhoff, 25. Mai 2009
VW hätte sich kaum eine bessere Zeit und Location aussuchen können, um den sportlichsten aller Sciroccos erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren: Die Nordschleife des Nürburgrings und das 24-Stunden-Rennen.

Früher sorgten beim 24-h-Rennen auf dem Nürburgring allein Marken wie Ford, Audi, BMW oder Opel für Furore. Doch die Platzhirschen von einst haben sich in den vergangenen Jahren die Butter vom Brot nehmen lassen. Volkswagen macht es genau anders herum und sticht so nicht nur mit Rennauftritten in Lücken, die andere hinterlassen haben, sondern bringt die Sportmodelle auch mit Nachdruck auf die Straße, um den blassen Wolfsburgern ein sportliches Image aufzudrücken.

Bestes Beispiel ist der VW Scirocco, der als "R-Version" jetzt seine Krönung erfährt. Die Wolfsburger schicken den 195 KW/265 PS starken Scirocco R zwar mit optionalem DSG, aber ohne Vierradantrieb auf den Markt. Stattdessen ist eine Vorderachs-Quersperre XDS serienmäßig an Bord, die die Leistung des 1,3 Tonnen schweren Sportlers besser auf den Boden bringen soll. Das maximale Drehmoment von 350 Nm steht zwischen 2.500 und 5.000 Touren zur Verfügung. Der aufgeladene Vierzylinder spurtet von 0 auf Tempo 100 in 6,5 Sekunden. Wer es darauf anlegt, knackt auf der Döttinger Höhe die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Auf 100 Kilometern verbraucht der Wolfsburger Spurter 8,3 Liter Super. Der Ort für die offizielle Publikumspremiere hätte stimmiger kaum sein können. Im Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring ging der 265 PS starke Renner erstmals auf die Piste. Die Eifel meinte es gut mit dem Kraftprotz und zeigte sich von ihrer besten Seite.

Was der neue Scirocco R fähig ist, auf der Straße zu zeigen, davon konnten sich die Fans beim Rennen nach der Vorstellung in der Realität überzeugen. Die Wolfsburger Sportabteilung schickte gleich fünf Renn-Scirocco GT24 auf die Strecke. Zwei mit Erdgasantrieb und die anderen mit normal aufgeladenen Benzinern sollten um die Klassensiege kämpfen.

Die blauen und roten Sciroccos im Rennanzug verfügten sogar über mehr als 300 PS, Renngetriebe, geändertes Fahrwerk und eine Hochleistungsbremsanlage. Doch auch die serienmäßige 17-Zoll-Bremsanlage des Straßen-R garantiert entsprechende Verzögerungswerte. Serienmäßig laufen die R-Modelle auf einem 18-Zoll-Radsatz, optional wird mit dem Felgentyp Talladega noch ein Zoll draufgelegt. Optisch unterscheidet sich der Top-Scirocco nur beiläufig von seinen zahmeren Brüdern. So gibt es unter anderem LED-Tagfahrlicht, dunkle Heckleuchten, speziell geformte Schürzen und R-Logos am Fahrzeug. Im Innern finden sich Sportsitze, weiß beleuchtete Instrumente und Alu-Zierteile. Der Preis des neuen VW Scirocco R steht noch nicht fest. In den Handel kommt das R-Modell in diesem Herbst.
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Quelle: Autoplenum, 2009-05-25

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