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Testbericht

10. Juni 2011
Im November liefert Mercedes-Benz die neue M-Klasse aus, die schon in wenigen Tagen bestellt werden kann. Die dritte Generation des Sports Utility Vehicles (SUV) will in diesem weltweit stark gefragten Segment weitere Kunden erobern und die Konkurrenz hinter sich lassen. Die 1997 auf dem Markt gestartete erste M-Klasse fuhr einer erfolgreichen Zeit entgegen. Die zweite Generation wurde 2005 vorgestellt, die ebenfalls im US-Werk von Mercedes-Benz gebaut wurde. SUV waren vor Jahren noch ausgesprochene Nischenmodelle, heute sind sie längst salonfähig geworden und erfreuen sich großer Beliebtheit. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr mehr als 300.000 neue SUV zugelassen, zehnmal so viele wie vor zehn Jahren. Von dieser Entwicklung profitierte natürlich auch die M-Klasse, die einen Image-Wandel eingeleitet hat. „Mit ihr hat Mercedes-Benz als erster gezeigt, wie man aus einem Spezialisten fürs Grobe ein multifunktionales Allround-Talent mit erstklassigen Manieren machen kann“, unterstreicht Dr. Uwe Ernstberger, Leiter Programm-Management der M-Klasse, die positive Entwicklung der M-Klasse. Die neue M-Klasse verfolgt einen großen Anspruch: „Wir wollen nichts weniger als das beste SUV im Markt anbieten und dabei auch in den wesentlichen Einzeldisziplinen die Spitze besetzen, von der Sicherheit über Fahrdynamik und Komfort bis hin zu Kraftstoff-Effizienz und Umweltverträglichkeit“, sagte Ernstberger während der Vorstellung und legt damit die Messlatte hoch. Und Mercedes-Benz weiß, dass die Wettbewerber nicht schlafen. Derzeit behauptet sich der VW Touareg stark im Markt, auch den Audi Q7, BMW X5 und den Porsche Cayenne stehen im Visier der neuen M-Klasse. Zum Verkaufsstart im Herbst werden drei Motorisierungen angeboten: Zwei Diesel und ein Benziner. Der neue ML 250 BlueTEC 4Matic leistet 204 PS (150 kW) und soll im Durchschnitt nur 6,0 Liter auf 100 km verbrauchen. „Und dabei handelt es sich keineswegs um einen einsamen Ausreißer. Alle neuen Modelle verbrauchen deutlich weniger Kraftstoff als ihre Vorgänger“, sagte Ernstberger. Dieser 2,2-Liter Vierzylinder-CDI-Motor bietet ein Drehmoment von 500 Nm bei 1600 Umdrehungen/Minute und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Mit diesem effizienten Triebwerk ist die M-Klasse alles andere als behäbig. Der V6-Dieselmotor im ML 350 BlueTEC 4Matic ist 258 PS (190 kW) stark und erfüllt ebenso wie der 250er dank modernster AdBlue-Abgasreinigung die ab 2014 geplante Euro 6-Norm. Hintergrund: Das Kürzel „CDI“ musste weichen, erstmals steht bei der neue M-Klasse „BlueTech“ auf der Heckklappe. Dies wird in Zukunft auch andere Modellreihe betreffen. Wer die neue M-Klasse mit einem V6-Benziner fahren möchte, für den steht der ML 350 4Matic BlueEfficiency bereit. Hier leistet der V6 stramme 306 PS (225 kW) und kann mit einer Verbrauchsreduzierung um 25 Prozent gegenüber dem Vorgänger ML 350 mit 272 PS (200 kW) glänzen. Alle neuen M-Klasse Varianten werden serienmäßig mit der Siebenstufen-Automatik 7G-Tronic Plus ausgerüstet. Zum Jahresanfang 2012 wird der ML 500 4Matic wieder angeboten, der jetzt mit dem neuen 435 PS (320 kW) starken V8-Triebwerk ausgerüstet ist. Dagegen wird der V8 Diesel in der neuen M-Klasse nicht mehr angeboten. Dafür ist die Neuauflage des ML 63 AMG (V8-Biturbo mit 544 PS/400 kW) schon beschlossen: Er wird Ende des Jahres seine Premiere feiern. Auch wenn nur wenige Kunden das Potenzial ihres Geländewagen ausnutzen, so legt Mercedes-Benz großen Wert auf die Geländetauglichkeit der neuen M-Klasse. „Mercedes-Kunden erwarten das von einem SUV der M-Klasse“, bestätigte Ernstberger im Gespräch. „Und unsere eigene SUV-Philosophie deckt sich damit voll und ganz. Denn im Sinne unserer Kunden wollen wir beides: Erstklassige Fahrdynamik und besten Komfort auf der Straße, ohne Abstriche bei der Offroad-Performance.“ Preise wurden noch nicht genannt, dürften aber auf dem Niveau des Vorgängers liegen und bei etwa 54.500 Euro starten. (Auto-Reporter.NET/Peter Hartmann)      
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Quelle: auto-reporter.net, 2011-06-10

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