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Testbericht

Marcel Sommer, 27. August 2013
Der Mitsubishi Space Star hat ein Automatikgetriebe verpasst bekommen. Für die Stadt keine schlechte Wahl.

Wer die Türen des von außen modern und schick aussehenden Space Star aus dem Hause Mitsubishi zum ersten Mal öffnet, wird sich wundern. Zum einen wirkt die durchgehende und drei Personen Platz bietende Rückbank wie aus dem letzten Jahrtausend, zum anderen erinnert das Stoffmuster an alte Wohnzimmergarnituren, in denen noch ein Fernseher mit drei Programmen lockte. Beim genauen Blick in den Kofferraum und auf seinen Boden ist festzuhalten, dass ein paar Millimeter Teppich und eine noch dünnere Pappe einem Kasten Wasser den nötigen Stand bieten sollen. Seine Schwächen im Interieurdesign macht der 3,71 Meter lange, 1,67 Meter breite und 1,49 Meter hohe Städter aber mit seiner Praktikabilität wieder wett. Satte 430 Kilogramm darf er zu seinem Leergewicht von 940 Kilogramm zuladen. Positiv fallen die Schlaufen an den Rücklehnen der Fondsitze ins Auge, die ein spontanes Umlegen dieser auch vom Heck aus ermöglichen. Eine ebene Ladefläche entsteht dann zwar nicht, aber praktisch ist es allemal. Das Kofferraumvolumen lässt sich somit von 235 auf bis zu 912 Liter erweitern.

Vorn geht es etwas gemütlicher zur Sache. Die vorderen beiden Sitze bieten einen ausreichenden Komfort und die Armaturen sind leicht zu erreichen. Schade ist im Cockpit eigentlich nur, dass sich die Lenksäule lediglich in der Höhe einstellen lässt. Bei einem Kleinwagen mit wechselnden Fahrern wäre dies durchaus wünschenswert. Der gewaltige Bildschirm in der Mittelkonsole, der größer als in so manchem Mittelklassewagen ist und 450 Euro extra kostet, dient als Hauptbedienelement im Space Star. Das eigentlich Neue ist allerdings das neue CVT-Getriebe. Mit ihm läutet Mitsubishi beim Space Star 1.2 MIVEC ClearTec mit der Vollausstattungsvariante Shine+ das Automatikzeitalter ein.

Die Automatik als solche macht das, was von ihr verlangt wird: Sie wechselt die Gänge. Das geschieht sogar recht ordentlich und ruckelfrei, wenn auch ab einer gewissen Drehzahl mit einem lautstarken Dreizylinderorgeln. Wer da so laut ist, ist ein 1,2 Liter großer Benziner mit 59 kW / 80 PS und einem maximalen Drehmoment von 106 Newtonmetern. Dass er 12,8 Sekunden auf Tempo 100 benötigt und eine maximale Geschwindigkeit von 173 Kilometer pro Stunde erreicht, ist beim Space Star eher zweitrangig. Denn seine Stärken liegen eindeutig im urbanen Verkehr. Seine Lenkung ist leichtgängig, wenn auch nicht sonderlich direkt. Der Wendekreis von 9,2 Metern ist hervorragend geeignet für jedweden Alltags-U-Turn und der gemittelte Spritverbrauch von 4,4 Litern erfreulich. Die Federung verzeiht Schlaglochdurchfahrten und gröbere Unebenheiten, was sich wiederum negativ auf seine Kurvenlage auswirkt. Bei schnell durchfahrenen Ungeraden wankt er dank der sanft eingestellten Dämpferelemente wie ein Ozeanriese bei Windstärke zehn.

Für sportliche Fahrer bietet der 13.990 Euro teure Kleinwagen ein Sportprogramm innerhalb des CVT-Getriebes. Was dabei auffällt ist jedoch, dass das Ziel nicht nennenswert schneller erreicht wird, die Lautstärke aber umso flotter ansteigt. Der Gangwahlhebel darf also ruhig in seiner normalen D-Position verbleiben - liegt den Passagieren etwas an einer gemütlichen Unterhaltung. Der Mitsubishi Space Star 1.2 MIVEC ClearTec CVT in der höchsten Ausstattungsvariante Shine+ überzeugt trotz seiner billig anmutenden Stoffe und der großen Rücksitzbank mit einer großzügigen Serienausstattung. Licht- und Regensensor, Leder-Lenkrad, verdunkelte Scheiben und eine Klimaautomatik relativieren den Preis schnell wieder. Wem der Preis des Topmodells zu hoch ist, für den könnte der 52 kW / 71 PS starke Einstiegsbenziner in der Variante Light interessant sein. Ihr Preis: 10.990 Euro. Von der nochmals 2.000 Euro günstigeren Basisversion für 8.990 Euro müssen Sparfüchse schon mehr als nur überzeugt sein, denn hier bedeutet Basis wirklich Basis.
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Quelle: Autoplenum, 2013-08-27

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