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Testbericht

6. April 2016

Mitsubishi beantwortet die Frage, was ein Auto von heute mindestens haben sollte, mit seinem Space Star. Dahinter verbirgt sich ein Kleinwagen, der durch seinen niedrigen Preis auffällt. Wir durften das aktuelle Facelift in zwei Versionen Probe fahren und sagen Euch, ob sich zusätzliche Investitionen lohnen.

Wie ist das Gefühl?

Die ersten Änderungen des Facelifts fallen sofort ins Auge: Mitsubishi spendiert dem Space Star eine neue Front- und Heckschürze. Mit den beiden Kühlergrills vorn wandelt sich der Kleinwagen von einer niedlichen Knutschkugel zum Casanova. Der optionale Dachspoiler, der ebenfalls aufpoliert wurde, ist schwer wegzudenken, wenn man ihn einmal gesehen hat. Zusammen mit der unveränderten Seitenlinie wirkt der kleine Space Star kantiger – Einer Eurer Kritikpunkte ist damit bearbeitet worden.

Im Innenraum bleibt dem Space Star sein Preis anzusehen, auch wenn die Top-Modelle mit Klavierlackapplikationen sowie Leder am Lenkrad und Schaltknauf die Wertigkeit erhöhen. Die Verarbeitung ist solide und die einfach gehaltenen Bedienelemente passen zum schlichten Gesamtbild im Inneren. Wir sind mit der mittleren Ausstattung gut gefahren. Wer sparen will, muss auf das Radio mit CD-Spieler und USB-Anschluss verzichten. Mit Multifunktionslenkrad und den zusätzlichen Funktionen der höheren Ausstattung wie Regen- und Lichtsensor fährt man bequemer. Mit den Sensoren und dem Tempomat sind die Möglichkeiten erschöpft, die Mitsubishi für die Erhöhung des Fahrkomforts anbietet. Denn Fahrassistenten sucht man vergebens.

Kosten und Besonderheiten fürs Facelift
Mit 9.990 Euro* Einstiegspreis bleibt der Mitsubishi Space Star sehr günstig. Für das Facelift bietet Mitsubishi zwei neue Ausstattungsversionen an, für die es auch neue Farben gibt. Neben den Ausstattungsvarianten BASIS, PLUS und TOP gibt es die Intro Edition, die zwischen BASIS und PLUS rangiert. Mit der bekommt man für 1.300 Euro* Aufpreis funkgesteuerte Zentralverriegelung, Klimaanlage und Radio oben drauf. Den USB-Anschluss findet man auf den ersten Blick nur in der Ausstattungsliste: Denn der verbirgt sich am Ende eines Kabels an der Oberseite des Handschuhfaches.

Mit der zweiten Einführungsversion, der Intro Edition + für mindestens 13.590 Euro*, fährt man den Space Star neben zusätzlichen Details wie dem Multifunktions-Lederlenkrad, Licht- und Regensor sowie Sitzheizungen auch mit neuem Infotainment-System „Smart Link Navigation“. Damit kann man per Bluetooth das Smartphone verbinden oder dessen Display auf die Armaturen spiegeln.

Für die höchste Ausstattungslinie TOP ist das Infotainment-System jedoch nicht erhältlich. Dafür kann man bei Bedarf neuerdings Digitalradio, 15 Zoll Leichtmetallfelgen und Bi-Xenon Scheinwerfer dazu bestellen. Diese Gimmicks komplettieren das „Extra-Paket“, das mit 1.100 Euro* auch das Keyless-System mit Start-Stopp-Knopf beinhaltet.

Wir sind das in der Mitte angesiedelte Modell in PLUS-Ausstattung (12.290 Euro*) und die höchste Linie TOP inklusive Extra-Paket (16.490 Euro*) gefahren.

Probefahrt: Erster Eindruck
Dabei waren der 1 Liter Benzinmotor mit 71 PS als 5-Gang Schalter sowie der 1,2 Liter Benziner mit 80 PS und Automatikgetriebe unter den Hauben. Beide gab es schon für den Space Star vor dem Facelift. Bei der höheren Motorisierung steht auch ein Schaltgetriebe zur Wahl.

Zudem laufen die Motoren mit „Cleartec“ Technologie, die mit Schaltempfehlung, Start-Stopp System und einer „ECO“-Anzeige, welche die momentane Umweltbelastung in Form von grünen und roten Balken anzeigt, der Umwelt Gutes tun will. Nach den kurzen Fahrten können wir nichts zum Verbrauch sagen, Mitsubishi gibt ihn je nach Motorisierung zwischen 4,0 und 4,3 l / 100 km an.

Nach den ersten Kilometern bleibt der Eindruck eines soliden Fahrerlebens. Beide Motoren ziehen in allen Drehzahlen gleichmäßig an, ohne spürbaren Zug zu entwickeln – was in dem Segment nicht verwundert. Wo die Motoren die Erwartungen erfüllen, zeigt das Handling des Fahrzeuges die Folgen des Sparwillens. Der Schalthebel lässt sich zwar leicht in die Gänge schieben, nur mutet der Schaltprozess etwas schwammig an.

Beim Automatikgetriebe ist das Gaspedal sehr gefühlvoll zu bewegen, anderenfalls macht es sich durch hohe Drehzahlen bemerkbar. Setzt man den Wählhebel zudem von „D“ auf „Ds“, um das Getriebe auf sportliches Fahren abzustimmen, wandert der neue Drehzahlmesser in ungemütliche Gefilde. Die Einstellung „L“ soll bei starken Steigungen helfen. Bei voll beladenem Fahrzeug ist das sicher hilfreich, wir empfanden das Fahren mit dem 5-Gang Schaltgetriebe angenehmer.

Im Innenraum bleibt es bis 120 km/h ruhig. Zwar wurde das Fahrwerk im Detail verbessert, dennoch bleiben Schwächen. Das ist besonders in scharfen Kurven zu spüren. Ein Grund dafür sind die Sitze, die wenig Seitenhalt bieten.

Wie ist das Platzangebot?
Früher war der Mitsubishi Space Star ein Familienvan. Heute steckt ein Kleinwagen hinter der Bezeichnung, der mit einem guten Platzangebot im Fond punktet. Mit 1,85 Meter Körpergröße sitzt man bequem hinter dem Lenkrad. Dahinter stößt ein Mensch mit denselben Maßen nur leicht mit den Knien an.

Das geht deutlich auf Kosten des Platzes im Kofferraum: bei 235 Liter Volumen sollte man die Rückbank für größere Besorgungen freihalten. Vor- und Nachteile hat die Kofferraumbox, die das Volumen auf 209 Liter reduziert. Dafür hat man unter dem ersten Boden Extrafächer. Zwar kann man die Box herausnehmen, nur schließt dann die umgeklappte Rückbank nicht mehr mit dem zweiten Boden des Kofferraums ab.

Fazit
Wer sparen möchte, bekommt mit dem Mitsubishi Space Star ein solides Fahrzeug. Das Facelift macht den Space Star sowohl optisch als auch im Preis-Leistungs-Verhältnis attraktiver. Für Sparfüchse und -füchsinnen bleibt das Basismodell für unter 10.000 Euro im Angebot. Mit der günstigeren Variante der neuen Ausstattungslinien bekommt man nun ein Audiosystem für weniger Aufpreis. Die höhere Linie der beiden Einführungsmodelle verbreitert mit dem Infotainment-System die Variationsmöglichkeiten, ohne preislich auszuarten. Zudem stehen für diese alle Motoren zur Wahl. Der Plan Mitsubishis, mehr junge Käuferinnen anzusprechen, könnte mithilfe dieser breiteren Aufstellung aufgehen.

Technische Daten
Mitsubishi Space Star 1.0 MIVEC ClearTec 5-Gang | 1.2 MIVEC ClearTec CVT mit Extra-Paket

Preis  
Anschaffungskosten                                             12.290,- | 16.490,- Euro*
Kfz-Steuer 20,- Euro** | 32,- Euro**
Motor  
Leistung (PS) 71 | 80
Max. Drehmoment (Nm) 88/5.000 | 106/4.000
0 – 100 km/h (s) 13,6 | 12,8
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 172 | 173
Verbrauch (Werk, l / 100 km) 4,2 | 4,3
CO2 (Werk, g / km) / Effizienzklasse                         96, B | 99, C, beide EURO6
Modell  
Länge / Breite mit Außenspiegel / Höhe (mm)

3.795 / 1.950 / 1.505 |
3.795 / 1.966 / 1.505

Radstand (mm) 2.450
Leergewicht (kg) 920 | 940
Max. Zuladung (kg) 370 | 430
Anhängelast (kg gebr. / 12%) – | 200
Kofferraumvolumen 235-912 | 209-881
Tankinhalt 35 | 35

*Stand: 07. April 2016
** Quelle: www.bundesfinanzministerium.de. EZ nach 01.01.2014, Stand: 07. April 2016

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Testwertung
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