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Testbericht

Holger Holzer/SP-X, 6. Januar 2014

Die Nachfrage nach SUV nimmt weiter zu. Allein im vergangenen Jahr dürften die Neuzulassungszahlen um gut sechs Prozent gestiegen sein. Auch 2014 wird es wohl so weiter gehen. Dafür sorgen allein schon die vielen hoffnungsvollen Neustarter.

Vor allem der neue Nissan Qashqai rechnet sich große Absatzchancen aus, erreicht das aktuelle Modell doch regelmäßig die Spitzenplatzierung in der SUV-Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamtes. Bei der zweiten Auflage verzichtet Nissan daher auf Experimente und verfeinert den Mix aus Geländewagen- und Kombi-Elementen weiter. Dank leicht gewachsener Abmessungen sollen Passagiere und Gepäck etwas mehr Platz bekommen, neue Assistenzsysteme sorgen für Sicherheit und der etwas karge Innenraum wurde wohnlicher eingerichtet. Zudem erhalten allen Benziner nun einen Turbolader, die Diesel bleiben zunächst unverändert. Ebenfalls wie gehabt: Mit einem Startpreis von 19.940 Euro ist der Qashqai weiterhin nicht viel teurer als eine klassische Kompaktlimousine – bislang eines der Erfolgsrezepte, die den Japaner zum bestverkauften Importmodell seiner Klasse machen.

Auch der GLA will künftig in großem Stil Kunden locken. Nachdem der Daimler-Konzern zunächst alle anderen SUV-Segmente gut befüllt hat, startet der Neue nun erstmals im kompakten Tiguan-Segment. Die Basis stellt die neue A-Klasse, der GLA ist optisch aber etwas verhaltener gestaltet. Wohl nicht zuletzt, um auch die häufig etwas älteren Kunden der hochbauenden alten A-Klasse zu locken. Die finden im Kompakt-SUV eine ähnlich rückenfreundliche Sitzposition, gepaart mit einer guten Sicherheitsausstattung. Etwa die Attention Assist genannte Müdigkeitserkennung und der Kollisionsschutz mit adaptivem Bremsassistenten, der bereits bei Geschwindigkeiten ab sieben Stundenkilometern aktiv ist. Nicht zuletzt aufgrund seiner guten Aerodynamik bietet der Mercedes auch überraschend geringen Verbrauchswerten – der sparsamste Diesel (100 kW/136 PS) benötigt lediglich 4,3 Litern auf 100 Kilometern. Allradantrieb ist dann zwar nicht an Bord, kann aber für alle Varianten geordert werden. Das Basismodell des GLA kommt mit einem 115 kW/156 PS starken Benzinder daher und kostet ab 29.300 Euro.

Während mit Mercedes nun auch der letzte der drei großen deutschen Premiumhersteller ein kompaktes SUV im Programm hat, nimmt Porsche zunächst die SUV-Mittelklasse ins Visier. Der Macan soll als kleiner Bruder des Cayenne diejenigen locken, denen das Stuttgarter Erfolgsmodell zu groß, protzig und durstig ist. Porsche konnte dafür die Technik des Konzernbruders Audi Q5 nutzen, interpretiert diese aber deutlich sportlicher. So duckt sich der Macan tiefer auf die Straße als der Audi, verzichtet zugunsten eine dynamischen Linie auf ein wenig Innenraum und setzt sich auch mit eigenen Motoren von der Verwandtschaft ab. Zum Start gibt es zunächst selbst entwickelte Sechszylinder. Den Einstieg markiert ein 3,0-Liter-V6-Biturbo mit 250 kW/340 PS (Macan S), darüber rangiert ein 3,6-Liter-V6-Biturbo mit 294 kW/400 PS (Macan Turbo). Einzig den Diesel teilt sich Porsche mit Audi – der auf 190 kW/258 PS aufgerüstete Selbstzünder ist mit 6,1 Liter Verbrauch der sparsamste Motor im Angebot. Der Preis: 57.390 Euro.

Neben den drei unbestrittenen Stars des SUV-Jahres 2014 gibt es zahlreiche weitere neue Modelle. So erweitert etwa Fiat seine 500er-Familie im Sommer um ein kleines SUV, Schwestermarke Maserati hingegen nimmt mit dem Levante ein großes Luxus-Modell ins Programm. Die Technik stammt vom Grand Cherokee der Schwestermarke Jeep. BMW bietet bereits in jeder Klasse einen Crossover an und verfeinert nun das Angebot: Mit dem coupéhaft gestalteten X4 wollen die Münchner das Erfolgsrezept des X6 in die Mittelklasse transponieren. Und auch Lexus erweitert sein SUV-Angebot um ein kompaktes Modell unterhalb des großen RX.

Zumindest schon einmal präsentiert wird im kommenden Jahr die zweite Generation des Volvo XC90. Der Nachfolger des Ur-Vaters der europäischen Familien-SUV gibt gleichzeitig den Startschuss für die neue Fahrzeugarchitektur der Schweden, die alle kommenden Modelle teilen werden. Ebenfalls zu sehen ist 2014 der neue Audi Q7; zum Händler rollt er aber erst im darauffolgenden Jahr.

Ein Ende des SUV-Booms ist nicht in Sicht. Auch in diesem Jahr steigen weitere Hersteller in das gewinnträchtige Mode-Segment ein. Und auch ein paar alte Bekannte erfahren eine Neuauflage.

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Fazit
Ein Ende des SUV-Booms ist nicht in Sicht. Auch in diesem Jahr steigen weitere Hersteller in das gewinnträchtige Mode-Segment ein. Und auch ein paar alte Bekannte erfahren eine Neuauflage.

Quelle: Autoplenum, 2014-01-06

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