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Testbericht

Stefan Grundhoff, 26. März 2015
Mercedes hat bei seiner M-Klasse nicht nur Front- und Heckdesign überarbeitet. Obendrauf gibt es einen neuen Namen: GLE - der große Bruder des GLE Coupés.

Der aufgefrischte und ehemals auf den Namen M-Klasse hörende Oberklasse-SUV soll sich ins Familiengefüge der E-Klasse eingliedern. Damit die Nomenklatur des luxuriösen Allradlers passt, hört er auf sofort auf den Namen Mercedes GLE. Optisch fallen neben dem der geänderten Nomenklatur aufgefrischte Front- und Heckansichten sowie ein leicht modifizierter Innenraum ins Auge. Nach S-Klasse und C-Klasse bietet Mercedes erstmals auch im SUV-Segment eine Version mit Plug-In-Antrieb an, die sich die Technik mit dem S 500e teilt. Der Sechszylinder des 4,82 Meter langen GLE 500e mit seinem aufgeladenen Dreiliter-V6 bietet eine Systemleistung von 325 kW / 442 PS bei einem Normverbrauch von 3,3 Litern auf 100 Kilometern, was einem CO2-Ausstop von 78 g/km entspricht. Der 333 PS starke Benziner wird dabei von einem 85 kW / 116 PS starken Elektromodul unterstützt, das im Gehäuse der Siebengang-Automatik verbaut wurde. Rein elektrisch kann er mit seinem elektrischen Verbrauch von 16,7 kWh/100 km rein elektrisch bis zu 30 Kilometern zurücklegen, wenn er zuvor an der Steckdose Kraft getankt hat. Das dauert mindestens zwei Stunden.

Weitgehend unverändert blieben der kleine Vierzylinder-Diesel im GLE 250d, der weiterhin 150 kW / 204 PS leistet und 5,4 bis 5,7 Liter Diesel verbraucht. Wenig standesgemäß ist dieser Einstiegsdiesel auch allein mit Heckantrieb zu bekommen. Deutlich artgerechter ist man im zwei Tonnen schweren Mercedes-SUV mit dem 333 PS starken GLE 400 oder dem GLE 500 mit seinen 435 PS starken V8-Turbo unterwegs, wo serienmäßig beide Achsen angetrieben werden. Die beliebteste Antriebsvariante dürfte in Europa der 258 PS starke GLE 350d bleiben, der seinen Normverbrauch um knapp zehn Prozent auf 6,4 Liter Diesel reduzieren konnte. Ein leistungsstärkerer Topdiesel der 300-PS-Liga fehlt bei den Schwaben jedoch auch weiterhin im Angebot. Die Dieselvarianten sind mit der neu entwickelten Neunstufenautomatik unterwegs, erstmals mit optional lieferbarer Geländeuntersetzung und Zentralsperre.

Zeitgleich mit den normalen GLE-Varianten legt auch die hauseigene AMG-Sportabteilung ihre neuesten Boliden auf. Der Mercedes GLE 63 AMG leistet entweder 557 oder als S-Version 585 PS, bis zu 760 Nm und 280 km/h Spitzentempo. Der Verbrauch: 11,8 Liter Super. Alle Modelle mit vier und sechs Zylindern sind mit einem Stahlfederfahrwerk ausgestattet. Optional ist die empfehlenswerte Luftfederung verfügbar, die nur bei den Achtzylindern ab Werk verbaut ist. Für Sechs- und Achtzylinder sind zudem ein Offroadpaket und ein spezieller Wankstabilisator verfügbar. Sinnvolle Details wie eine elektrische Heckklappe, LED-Scheinwerfer oder ein Navigationssystem sind jedoch nur gehen Aufpreis im neuen Mercedes GLE zu bekommen, der seine Weltpremiere auf der New York Autoshow zum Monatswechsel feiert. Die Preise des Mercedes GLE werden auf dem Niveau des auslaufenden ML-Vorgängers liegen; heißt es geht für das erwartete Volumenmodell Mercedes GLE 350d bei rund 60.000 Euro los. Das sind rund 6.500 Euro günstiger als das vergleichbare Mercedes GLE 350d Coupé.
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Quelle: Autoplenum, 2015-03-26

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