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Testbericht

Wolfgang Gomoll, 28. August 2019
Nach gerade einmal vier Jahren legt Mercedes sein GLE Coupé neu auf. Die zweite Generation soll eigenständiger und sportlicher daherkommen, profitiert aber von der technischen Aufrüstung des klassischen GLE.

Das erste Mercedes GLE-Coupé, das erst 2015 auf dem Markt kam, war eher ein Appendix-Auto. Also ein nachgeschobenes Modell, um auf den Erfolg des BMW X6 zu reagieren. Das neue GLE Coupé ist dagegen von Anfang an Teil des Modellportfolios. Das dürfte sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken, da das Coupé jetzt optisch und fahrdynamisch wie aus einem Guss auftritt. Um die sportliche Variante des GLE auch dementsprechend zu positionieren, ist der Radstand um sechs Zentimeter kürzer, aber immer noch um zwei Zentimeter länger als beim Vorgänger. Insgesamt ist das GLE Coupé 4,94 Meter lang und 2,01 Meter breit. Damit das Coupé auch äußerlich als sportliche Variante der GLE Baureihe zu erkennen ist, ist die Windschutzscheibe etwas flacher geneigt. Beim Cockpit hält die neueste Generation des MBUX-Infotainment-System mit seinen zwei großen Bildschirmen Einzug. Im Laufe des nächsten Jahres kommt dann die Möglichkeit hinzu, per Amazon Music die dort angelegten Playlists oder auch andere Musik direkt ins Auto zu streamen.

Die Motorenauswahl ist beim Marktstart im Frühjahr 2020: GLE 350d (200 kW / 272 PS), 400d (243 kW / 330 PS) und AMG GLE 53 Coupé (320 kW / 435 PS. Beim AMG-Sportler setzt der \"EQ Boost Mild Hybrid\" kurzeitig 16 kW / 22 PS an Extra-Leistung frei. Auch das Segeln ist möglich. Später folgt dann auch eine Plug-in-Hybrid-Version des sportlichen SUVs. Der Allradantrieb besteht aus der bekannten Neungang-Automatik und einem Verteilergetriebe mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung, das die Antriebskraft von null bis 100 Prozent zwischen den Achsen hin und her schieben kann. Das serienmäßige Stahl-Fahrwerk ist beim Coupé straffer abgestimmt als beim GLE, ebenso, wie die optional erhältliche Luftfederung, die die Bodenfreiheit je nach Fahrsituation anpasst. Das aufwendige E-ABC-Fahrwerk (\"Active Body Control\") kommt vom Brudermodell, und sorgt für Fahrdynamik und Komfort. Aufgrund des 48 Volt Bordnetzes ist eine Sensorfusion von ESP, Kamera und Allradantrieb möglich. Damit kann das GLE Coupé jedes Rad einzeln um zehn Millimeter lupfen.
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Quelle: Autoplenum, 2019-08-28

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