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Testbericht

Susanne Kilimann, 15. Mai 2010
2010 will sich Mazda wieder einen Marktanteil von zwei Prozent auf dem heiß umkämpften deutschen Markt sichern. Schrittmacher bei der Aufholjagd ist der Kompaktwagen Mazda3. Zwei gut bestückte Sondermodelle sollen bei der Golfklassen-Kundschaft Eindruck schinden.

2009 hatte man sich Mazda von der Konkurrenz so manches Gramm Butter vom Brot nehmen lassen. Im Abwrackprämienjahr konnte der Importeur seine Verkaufszahlen in Deutschland zwar steigern, bei den japanischen Mitbewerbern fielen die Zuwächse weitaus eindrucksvoller aus. Schuld für Mazdas Hintertreffen waren vor allem Lieferengpässe – weder vom Kleinwagen Mazda2 noch Kompaktmodell Mazda3 konnten die Produktionsstätten im fernen Japan ausreichende Kontingente über die Weltmeere schicken. So verwiesen die Mitbewerber Mazda auf die Plätze – der Importeur musste sich in Deutschland, dem wichtigsten Mazda-Markt in Europa, mit einem Marktanteil von 1,7 Prozent zufrieden geben. 2010 will man wieder ein Zwei vor dem Komma sehen. Die Zulassungszahlen der vergangenen Monate stimmen Mazdas Marketing-Strategen dabei recht hoffnungsvoll: Mit rund 6.600 Neuzulassungen ist der März für den Importeur besonders erfolgreich gewesen und auch mit 3.500 Zulassungen im April spürt man noch frischen Rückenwind.

Mazdas Bestseller hierzulande ist der Golfkonkurrent Mazda 3, mit dem man von Anfang an vor allem auf den europäischen Märkten Terrain gewinnen wollte. Im vergangenen Jahr ist die zweite Generation des Erfolgsmodells an den Start gegangen - als dynamisches Schrägheckmodell und als elegant-sportive Stufenhecklimousine mit gelungenen Proportionen. Eine Prise Angriffslust bringen die markant geformten vorderen Radhäuser ins Spiel, beim Fünftürer verstärken die niedrige Dachlinie und der forsche Dachkantenspoiler den markant- dynamischen Eindruck. Auf flottes Design verstehen sich die Mazda- Macher bekanntlich.

Zudem haben die Ingenieure dem neuen Dreier das Flüstern gelehrt. Durch umfangreiche technische Modifikationen und strukturelle Verstärkungen wurden Geräusche und Vibrationen der Motoren und des Fahrwerks auf ein Minimum reduziert. Verbesserte aerodynamischen Eigenschaften haben zudem die Windgeräusche deutlich verringert. Eine satte Portion Fahrspaß kommt auf, wenn der neue 2,0-Liter Benziner mit Direkteinspritzung unter der Haube des Kompaktmodells sitzt. Der 111 kW/151 PS starke Motor liefert bei 4.500/min und in Verbindung mit einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe sportliche Fahrleistungen. Dass sich das kraftvolle Triebwerk im durchschnittlichen Verbrauchszyklus mit 6,8 Litern zufrieden gibt – immerhin 14 Prozent weniger als beim Vorgängermodell, ist wesentlich einem innovativen Start-Stopp-System zu verdanken, das für den Neustart des Motors Verbrennungsenergie nutzt.

Fürs Dieselland Europa halten die Japaner verschiedene Selbstzünder in ihrer Triebwerkpalette parat. Der neue 2.2 Liter Common-Rail-Diesel, den die Japaner jüngst in ihrem überarbeiteten 6er vorgestellt haben, kommt jetzt auch im Mazda3 in zwei kraftvollen Leistungsstufen mit 110 kW/150 PS und 136 kW/185 PS zum Einsatz. Das Aggregat bringt ein maximales Drehmoment von bis zu 400 Nm auf die Achse. Durch eine Reduzierung des Turbinendurchmessers konnte die Drehmomententwicklung bei niedrigen Drehzahlen deutlich angehoben werden, was der Beschleunigung bei niedrigtouriger Fahrweise spürbar zugute kommt. Die 150 PS-Version verlangt im kombinierten Normzyklus 5,4 Liter und belastet die Umwelt mit 144 Gramm CO2 pro Kilometer. Mit 185 PS beläuft sich der Durchschnittsverbrauch auf 5,6 Liter.

Am sparsamsten lässt sich Mazdas 3er mit dem Basisdiesel fahren - einem 1,6-Liter Common-Rail-Aggregat mit Fünf-Gang-Getriebe, das leicht modifiziert vom Vorgänger übernommen wurde. Das Vierzylinder- Triebwerk leistet 80 kW/109 PS und entwickelt sein maximales Drehmoment von 240 Nm schon bei 1.750/min. Der Verbrauch beläuft sich auf 4,5 Liter die CO2-Emissionen auf 119 Gramm je Kilometer – neue Sparrekorde sehen anders aus. Der nahezu gleichstarke 1,6 Liter TDI- Konkurrent aus Wolfsburg gibt sich genügsamer und beim Golf 1,6 TDI Blue Motion liegt der Verbrauch unter der Vier-Liter-Marke.

Während die Entwickler in Japan an effizienteren Dieselaggregaten arbeiten - Anfang Anfang 2012 sollen sie auf den Markt kommen - sagt Mazda derweil Klassenkameraden wie Golf und Astra mit einer umfangreichen Serienausstattung den Kampf an. Neben den gängigen serienmäßigen Sicherheitsstandards wie sechs Airbags und dynamischer Stabilitätskontrolle mit Traktionskontrolle verfügt der das Kompaktmodell ab Werk über eine neue Notbrems-Warnblinkautomatik Den Fünftürer – in Kombination mit dem Volumenmotor – dem 1,6- Liter Benziner mit 77kW/105 PS – schickt der Importeur auch in zwei Sondermodellversionen ins Rennen. Mazda3 Active bringt für 18. 990 Euro serienmäßig unter anderem Klimaanlage, Einparkhilfe, Nebelscheinwerfer sowie ein schickes Drei-Speichen-Sport-Lederlenkrad mit Audiobedienung mit und hat zudem einen Spurwechsel-Assistenten an Bord, der mittels Radarsensoren im hinteren Stoßfänger vor Fahrzeugen im „Toten Winkel“ warnt. Für 1000 Euro mehr fährt der Japan-3er dazu noch mit 17-Zoll-Leichtmetallfelgen vor und bringt eine Zwei-Zonen-Klimatisierungsautomatik, eine fünfstufige Sitzheizung sowie Licht- und Regensensor und eine Geschwindigkeitsregelanlage mit.

Bis der Importeur mit Hybrid- oder Elektroautos das eigenen Öko-Image auf Hochglanz bringen kann wird noch einige Zeit verstreichen. Einen ersten Vollhybrid wird Mazda erst 2013 – in Zusammenarbeit mit Toyota – auf dem japanischen Heimatmarkt bringen. Elektro-Antriebe sind überhaupt noch nicht spruchreif. Die Co2-sensibilisierten Kundschaft in Europa vertrösten Mazdas Marketing-Strategen daher erst einmal mit Bäumen. Für jeden Kunden, der sich für das Finanzierungsmodell „VarioFlat“ entscheidet, sollen irgendwo auf der Welt rund 1.000 Quadratmeter Wald angepflanzt werden.
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Quelle: Autoplenum, 2010-05-15

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