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Testbericht

2. Juli 2014

Der Mazda 3 fängt als 5-Türer bei erfreulichen 17.490 Euro* an. Aber das kennen wir schon. Am Ende liegen wir bei mehr als 40.000 Euro – oder? Nein, beim Mazda 3 erfreulicherweise nicht. Klar, der Diesel ist teurer. Er startet als Center-Line bei 24.590 Euro. Dafür bekommen wir aber schon ein richtig gut ausgestattetes Fahrzeug. Hier die folgenden Extras der Liste:

  • Mazda SD-Navigationssystem (600 Euro)
  • Touring-Paket mit u.a. Einparkhilfe, Sitzheizung, Spurwechselassistent (RVM) für 900 Euro
  • Lichtpaket mit Bi-Xenon, LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten (650 Euro)
  • Metalliclackierung (530 Euro)

So landen wir am Ende bei 27.270 Euro. Vergleichen wir das mit dem Vorgänger, dem Audi A3, ebenfalls mit 150 PS Diesel und 44.500 Euro, ist der Mazda3 ein echtes Schnäppchen. Mazda spricht in diesem Zusammenhang gern von "All-Inclusive-Fahrzeug" – passt!

Der Mazda 3 sieht aus wie ein etwas kleinerer Mazda 6 und ist richtig schick geworden. Die Sicke, die in einem mutigen Schwung von der A-Säule nach unten und über die B-Säule wieder auf die C-Säule zuläuft, lässt den Mazda bereits im Stand schnell aussehen.

Auch innen fühlt man sich im Mazda auf Anhieb wohl, alles aufgeräumt und hochwertig verarbeitet. Man muss schon in die Ecken schauen, um kleine Spar-Ansätze zu finden.

Der Mazda 3 sieht aus wie ein etwas kleinerer Mazda 6 und ist richtig chic geworden.

Jetzt aber los
Gestartet wird über Start-Stopp-Knopf. Der Schlüssel kann also in der Jacke bleiben. Schade, dass es kein echtes Keyless-Go ist. Zum Auf- und Abschließen benötig man den Schlüssel.

Der 150 PS starke Diesel kommt gut in die Gänge, dank Bi-Turbo hat man das Gefühl, dass er etwas spritziger als der Audi A3 ist. Tatsächlich richtig, der Mazda 3 braucht für den Sprint von 0-100 km/h nur 8 Sekunden und ist 0,4 Sekunden schneller als der A3. Erst bei etwa 213 km/h ist Schluss. 380 Newtonmeter Drehmoment ab 1.800 1/min ist ja schon eine Hausnummer. Garniert wird das Ensemble mit einer Euro 6-Einstufung.

Innen glänzt der Mazda 3 mit fast so etwas wie GTI-Design. Lenkrad und Schalthebel sind mit Leder bezogen, das Auge verwöhnen rote Ziernähte.

Der Mazda bietet innen und außen Golf-Klasse an. Der Kofferraum fasst stolze 419 Liter. Auch als großer Mensch hat man Platz auf der Rückbank – das ist dann aber alles andere als komfortabel, aber für Kurzstrecken okay. Die Rücksitze lassen sich 1/3, 2/3 umklappen, mit Ski-Durchreiche. Sehr gut: es entsteht fast ein ebener Ladeboden.

Fünf bis sechs Sprudelkisten sind schnell verstaut. Etwas "filigran" ist die Halterung der Kofferraumabdeckung konstruiert. Auch die Gurtführung an den Rücksitzen sollte man vorsichtig ein- und ausfädeln.

Ansonsten ist alles perfekt. Auf den Mazda 3 haben wir uns richtig gefreut und vor allem in der Farbe "Rubinrot Metallic" gefällt er uns sehr gut. Diese Sonderfarbe kostet 750 Euro und ist im Vergleich zur Standard-Metalliclackierung (530 Euro) geringfügig teurer.

Der Mazda 3 ist serienmäßig mit City-Notbremsassistent SCBS (Smart City Brake Support) ausgestattet. Ein Infrarot-Lasersensor ermittelt bei Geschwindigkeiten zwischen 4 und 30 Stundenkilometern aktiv den Abstand und die Differenzgeschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Die 16-Zoll-Alufelgen mit 205/60 R16-Bereifung gehen in Ordnung. In der Sports-Line-Ausstattung rollt der Mazda dann auf 215/45 R18 Pneus.

Der Mazda 3 punktet auf dem Long-Run-Trip.

Long-Run-Trip
Hier punktet der Mazda 3. Mit einem 51 Liter-Tank sind Reichweiten von etwa 700 bis 800 Kilometer möglich. Der Mazda hat gute Sitze und mit Tempomat kommt man entspannt ans Ziel.

Die Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit radargestützter Distanzregelung (MRCC) und das Pre Crash Safety-System mit aktivem Bremseingriff gibt es bereits, war aber im Testfahrzeug nicht verbaut.

Die grüne Kontrollleuchte RVM ist übrigens gem. Handbuch die Rückseitenmonitorwarnleuchte, besser bekannt als Toter- Winkel-Assistent. Mazda spricht in diesem Zusammenhang von "automatischem Schulterblick". Die versprochene 213 km/h Höchstgeschwindigkeit schafft der Mazda gerade so. In der Endgeschwindigkeit war der Audi A3 (ca. 240 km/h gem. Tacho) deutlich flotter. Bis etwa 190 km/h zieht der Mazda 3 gut durch, ab dann wird es etwas zäh.

Der Mazda3 hat uns sehr viel Spaß gemacht. Er ist flott unterwegs und macht auch in Kurven Freude.

Der Innenraum ist schick.

Kraftstoffverbrauch
Den Mazda3 kann man bequem - ohne extrem langsam unterwegs zu sein - mit etwa 4,5 l/100 km bewegen. Wir haben dies explizit dreimal auf einer gleich langen Strecke (zirka 50 Kilometer auf der Landstraße) getestet. Der Verbrauch lag am Ende bei 4,4 l/100 km. Auf der Minimalrunde haben wir die Vorgabe von Mazda mit 3,5 (außerorts) mit 3,6 l/100 km bestätigt. Ein kombinierter Verbrauch (eigentlicher Gesamtdurchschnittssverbrauch), gemäß Angabe Mazda, von 3,9 l/100 km ist aber unrealistisch. Hier sollte man einen Wert von um die 5 Liter Diesel pro 100 Kilometer kalkulieren - für ein 150 PS Triebwerk trotzdem ein respektables Ergebnis.

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100km]
Autoplenum-Vergleichsrunde 55 65 4,5
Super-Spar 14 58 3,6
Landstraße, sparsam 183 73 4,4
Landstraße, normal 65 75 5,1
BAB, sparsam 86 101 4,9
BAB, normal 145 115 5,9
BAB, schnell 89 127 7,6
BAB, Landstraße 132 97 4,5
1. Tankstopp 645 - 6,1
2. Tankstopp 711 - 5,3

Testverbrauch nach 2.153 km 5,6 l/100km.

Fazit
Der Mazda hat bei uns einen richtig guten Job abgeliefert. Mit dem 150 PS Triebwerk ist man sparsam und flott unterwegs. Da der Motor als Euro 6 eingestuft ist, befindet man sich jetzt schon auf der sicheren Seite. Für 27.270 Euro* bekommt der Mazda 3-Käufer ein ausgereiftes Auto in der Kompaktklasse. Punktabzug kassiert er lediglich beim Wartungsdienst. Der wird alle 20.00 Kilometer oder nach spätestens 12 Monaten fällig. Das ist heute alles andere als zeitgemäß.

*Alle Preise ohne Gewähr, gerundet Stand Juni, 2014

Fotos © 2014 Redaktionsbüro Kebschull

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