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Testbericht

24. Juli 2012

Der Kia Optima ist alles andere als klein. Der Südkoreaner wildert mächtig im Revier von Audi A6 und BMW 5er und startet bei deutlich unter 30.000 Euro, um genau zu sein bei 26.990 Euro. Das macht neugierig auf mehr. Hat der Optima noch mehr zu bieten?

Für jeden das passende Modell
So könnte man es auf den Punkt bringen. Während die ersten Autos von Kia noch etwas gewöhnungsbedürftig waren, haben die neuen Fahrzeuge der Serie 2012 richtig "pepp" bekommen. Der Kia cee'd ist schnittig, der Kia Sportage mächtig und Kia Optima edel. Für jeden ist das passende Modell dabei.Der Kia Optima startet in der Attract-Version bei 26.990 Euro mit 136 Diesel-PS und einer Menge Serienausstattung. Beispielsweise ISOFIX-Halterung, USB-Anschluss, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Multifunktionslenkrad, Bordcomputer, 2-Zonen-Klimaautomatik und vieles mehr, was man bei anderen Herstellern schon zusätzlich teuer bezahlen muss.

Motorisierung
Bei der Motorisierung gibt es bislang nur einen Diesel mit 136 PS. Wählen kann man nur zwischen dem  6-Gang-Schalt- oder dem Automatik-Getriebe. Unser Kia Optima in der Top-Ausstattung Spirit startet bei 33.090 Euro. Die wenigen Extras die zugekauft werden können, sind schnell aufgezählt.

  •  P2-Premium-Paket (Automatik-Version): Panoramadach, Sitzheizung für äußere Fondsitze, Lederlenkrad mit Einlage in Holzoptik, 1.190 Euro
  • Sechsstufen-Automatikgetriebe: Active Eco, elektronische Handbremse, Lüftungsdüsen für Fond, bei Spirit entfällt leider des Start-Stopp-Systems (warum auch immer),  1.150 Euro.
  • Metalliclackierung, 580 Eur

Der erste Eindruck zählt
Der Kia Optima ist ein tolles Auto, das richtig was her macht. Im Straßenbild sieht man eher die kleineren Kia- Modelle, daher erntet man häufig neugierige Blicke, wenn man mit dem Optima unterwegs ist. Prägnant: die sportliche Schnauze und mächtige Heck. Trotzdem wirkt er aufgrund der eleganten Linienführung nicht so protzig.

Interieur
Innen setzt sich der gute Eindruck fort. Elektrisch verstellbare Sitze, belüfteter Fahrersitz und Keyless-Go. Alles drin. Einziger Kritikpunkt: Für Fahrer, die größer als 1,88 m sind, lässt sich der Fahrersitz leider nicht weit genug herunterfahren. Das heißt, achtgeben auf den Kopf. Eine gute Wahl ist das Panoramadach. Das lässt Licht und Luft in den Kia und beschert ein bisschen Cabrio-Feeling.

 

Der Kia Optima ist ein echtes Raumschiff. Während der neue Kia Cee'd im Golf-Segment wildert, startet der Kia Optima den Angriff auf den Audi A6, die Mercedes-Benz E-Klasse und den BMW 5er. Kann der Kia Optimal im Fahrbericht halten, was seine äußeren Werte versprechen?

Eleganter Gleiter
Der Kia Optima ist sicherlich das Auto, was beim Ampelsprint unbedingt die Nase vorn haben will. OK, 136 Diesel-PS und 325 Newtonmeter bei 2.000-2.500 u/min sind schon nicht schlecht und der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 12 Sekunden.  Bei 197 km/h ist  dann jedoch Schluss. Die schafft der Kia aber leicht. Wir haben sogar die 210 km/h-Grenze (gem. Tacho) angekratzt.  Den Unterscheid zwischen ECO ein und aus haben wir nicht so richtig gespürt. Bei ECO aus, soll er etwas spritziger sein und etwas später hochschalten. Bei Überholmanövern  übernehme ich sowieso lieber selbst das Kommando. Mit den Lenk-Paddeln kurz herunterschalten und Vollgas.  Das Hochschalten übernimmt das 6-Stufen-Automatik-Getrieb dann von selbst.Gespannt sind wir auf den Kraftstoffverbrauch, weil ja bekanntlich Automatik-Getriebe gern mal einen halben Liter Diesel mehr nehmen. 

Der Kia Optima hat über 2.500 Kilometer einen guten Job gemacht. Er ist kein Sprinter eher ein Gleiter, aber er ist gut ausgestattet - vor allem in der Ausstattungs-Variante Spirit. Der Kia ist mit 1.581 bis 1.659 Kilogramm kein Leichtgewicht, wie sieht´s da mit dem Kraftstoffverbrauch aus.

Kia ganz cool
Der Kia hebt sich mit seinem Design von der einheitlichen Formgebung ab. Der deutsche Star-Designer Peter Schreyerbestimmt seit 2006 das Design - ein kluger Schachzug von Kia. Schließlich war Schreyer maßgeblich an der Design-Ikone und jetzt schon zum Klassiker mutierten Audi TT beteiligt. Eine dicke Scheibe können sich die deutschen Hersteller bei der Garantiebedingung abschneiden, denn Kia bietet 7 Jahre Garantie bis zu 150.000 Kilometer. Auch die Wartungsintervalle können sich sehen lassen. Alle 30.000 Kilometer oder spätestens nach 24 Monaten sollte der Kia Optima in die Werkstatt.

Einparken mit dem Einparkassistent
Wenn man eine Parklücke sucht und den Einparkassistent aktiviert, misst dieser die Lücke aus und entscheidet, ob ein Einparken möglich ist oder nicht. Passt die Lücke, gibt er konkrete Anweisungen (in Englisch) was zu tun ist. Wichtig: wenn der Kia die Lücke gescannt hat, muss man ihm die Chance geben die Daten zu verarbeiten. Uns ist es nämlich passiert, dass wir die Lücke schon passiert hatten und erst dann kam der Hinweis: Einparken möglich.

Kraftstoffverbrauch
Mit dem Tankinhalt von 70 Litern schafft man locker mindestens 1000 Kilometer - das ist ein schöner Wert. Die meisten Ziele erreicht man also ohne Tankstopp. Angenehm und kraftstoffsparend ist der Kia unterwegs, wenn man ihn bei 70 bis 100 km/h mit Tempomatlaufen lässt. Dann sind 5,5 bis 6,5 Liter pro 100 km kein Problem. 

Modus Strecke [km] Geschw. [km/h] Verbrauch [l/100]
Autoplenum- Vergleichsrunde (ECO) 55 70 5,1
Autoplenum- Vergleichsrunde      
Super- Spar 13 55 4,6
Landstraße normal 68 65 5,8
Landstraße schnell 55 85 9,2
Landstraße sparsam 50 65 5,0
BAB sparsam 191 110 5,5

BAB normal

356 108 6,3
BAB schnell 120 125 6,8
Kurzstrecke 25 35 7,6

Fazit
Der Kia Optima aus der Feder von Designer Peter Schreyer ist ein richtig schickes Auto geworden. Wenn die deutschen Hersteller nicht auspassen, werden die Koreaner auch in der unteren Oberklasse ihren Marktanteil stärker ausbauen. Verarbeitungsqualität und Raumangebot alles spitze.

Fotos © 2012 Redaktionsbüro Kebschull

 

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